FlexStrom/Flexgasbetroffener- wie handeln?

Gestern beim Bier haben wir versucht den Fall unseres Kollegen durchzugehen, aber ohne wirkliche Lösung- vielleicht habt ihr ja eine Idee:
Er war Kunde sowohl bei Flexgas sowie Flexstrom und hatte als Zhalunsgweise Vorauszahlung gewählt. Der Insolvenzverwalter kam nun für beide Verträge auf ihn drauf zu-

Stromnachzahlung 36€
Gasforderung 600€

Die Nachzahlung soll er schnellstmöglich überweisen, für sein Guthaben von 600€ hat er Infos zum Insolvenzverfahren bekommen- wie genau sollte er sich nun verhalten.

Option A: Die 36 fristgerecht überweisen
Option B: Nichts mehr dem Unternehmen überweisen
Option C: Auf Verechnung der 36€ mit den 600€ pochen, obwohl es ja rein rechtlich zwei unterschiedliche Unternehmen sind

Es wäre klasse, wenn ihr mir hierzu mal eure Einschätzungen geben könntet- und bitte verzichtet auf Besserwisserei, denn am Ende ist jeder schlauer auch mein Kumpel.

8 Kommentare

wenns zwei unternehmen sind bzw auch zwei unterschiedliche Verträge würde ich sagen Pech gehabt er muss die 36€ zahlen und von seinem Geld ob er da nochmal was sieht bleibt dann spannend. ist aber nur meine Meinung

Um sich voel stress zu ersparen
Zahlen
Auch wenns rechtlich wahrscheinlich anders aussieht

Da mich der alltägliche Wahnsinn des deutschen Rechtswesens gelegentlich doch interessiert, habe ich einfach mal nach Flexstrom Forderung Guthaben gegoogelt und bin schnell darauf gestoßen:
Stromanbieter in Konkurs gegangen: Verrechnung von Forderungen

Persönliche Kurzfassung: Verrechnung könnte insbesondere durch das Firmengeflecht von Flexstrom recht schwierig werden.

Weiterhin kann man wohl allgemein sagen, dass ein Insolvenzverwalter niemandem einfach so Geld rausgeben darf. Grund: die verbleibende Insolvenzmasse muss abschließend (mehr oder weniger) gerecht an alle Gläubiger aufgeteilt werden.
Edit: "Geld rausgeben" setze ich in diesem Fall mal gleich mit aufrechnen zu deinen Gunsten.

V2

Um sich voel stress zu ersparen ZahlenAuch wenns rechtlich wahrscheinlich anders aussieht



Wieso sollte das rechtlich anders aussehen? Er muss 36€ zahlen und der Insolvenzverwalter wird sonst -zu recht - ganz normal ein Mahnverfahren eröffnen.

Verfasser

Vielen Dank für die Antworten:
Ich bin auch für das Zahlen der 36€ und sehe im übrigen auch keine Chance auf Rückzahlung der offenen Fordeerungen durch die Flexgemeinde.

Also die WG einen Bekannten ist vom Insolvenzverwalter der Firma Teldafax aufgrund eines ähnlichen Konstrukts verklagt worden. Ergebnis: Kurz vor Urteilsverkündung wurde die Klage zurückgezogen, weil es absehbar, dass sie verlieren werden. Auch in anderen Verfahren haben sie verloren oder kurz vor Urteilsverkündung die Klage zurückgezogen. Das ganze hat sich eine Weile (9 Monate) hingezogen und zunächst musste die Verbraucherzentrale öfter konsultiert und schließlich ein Anwalt hinzugezogen werden.
Verstehe ich Dich richtig, dass es um 36€ geht? Wenn das der Fall ist, würde ich mir ernsthaft überlegen, ob es der potentielle zeitliche Aufwand und das Risiko wert sind. Wenn der Insolvenzverwalter es drauf anlegt, geht das ganze zunächst an ein Inkassounternehmen und dann wird klagt. Sollte Dein Kumpel verlieren, was durchaus sein kann, kämen Kosten für Gericht, Mahnverfahren, Anwaltskosten und Zinsen auf ihn Kumpel zu.

Wenn auch ärgerlich,würde ich mir das für unter 200€ nicht antun. Wenn man länger bei dem Verein war ,hat man ja vorher auch weniger als anderswo bezahlt,dann ist es ja nicht ganz so ärgerlich.

Es geht jetzt um 36 Euro, verstehe ich das richtig?
Wenn ja, die natürlich zahlen und auf den guten Mann im Himmel hoffen, dass er diese Aktion richtig bewertet und er zumindest einen Teil seiner 600 Euro wieder bekommt (auch wenn unwahrscheinlich.) Viel Erfolg

Dein Kommentar
Avatar
@
    Text
    Top Diskussionen
    1. Cashboard ist im Insolvenzeröffnungsverfahren913
    2. Thailand Geld wechseln?1520
    3. Shoop-Guthaben nicht mehr in Bitcoins auszahlbar?1420
    4. Couture & Trends Outlet in Bielefeld geschlossen44

    Weitere Diskussionen