Frage an die Fahrrad Experten ( Gebrauchtkauf)

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eingestellt am 18. MaiBearbeitet von:"jokois"
Hi, weiß nicht ob dies der passende Ort dafür ist, aber ich versuchs mal. In Fahrrad Deals lese ich ja oft, dass es oft besser ist ein gutes gebrauchtes zu kaufen, kenne mich mit beurteilung von Komponenten usw nicht gut aus, daher hoffe ich hier etwas hilfe zu bekommen.
Im Auge habe ich gerade zB ein Red Bull Carbon Rennrad, bei dem ich eine Shimano Ultralega Schaltung erkennen konnte, sowie Karbon Rahmen und Gabel, wiegt 8kg, soll aus ca. 2011 sein, aber nur ca 500km gelaufen.
Ist sowas noch zu empfehlen, wenn man 400-600€ ausgeben möchte?
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15 Kommentare
Wenn du keine Ahnung hast: Der Verkäufer merkt das...
Bin kein Experte was Rennräder angeht, aber 500Km ist schon extrem wenig.
Das müsste man auf den ersten Blick erkennen können, das Fahrrad müsste also fast neu sein.
Auf jeden Fall mal nach einer ausgiebiegen Probefahrt fragen bzw. vor dem Kauf machen.
Ja das ist ja schon klar, mir geht's eher darum wie gut solche Komponenten heute noch sind, kann ja sein das das mitllerweile nur noch Einstiegsklasse ist, wie zB Tiagra oder so.
Grundsätzlich ist ein wenig benutzter Renner aus 2011 genauso gut wie ein aktuelles Modell.
8kg und Ultegra war und ist Oberklasse, 2000€+ Neupreis.
Allerdings ist der Gebrauchtkauf von Carbonrahmen imho mindestens mal Vertrauenssache.
Im Gegensatz zu Stahl und Alu kann Carbon bei einem Sturz quasi unsichtbar beschädigt sein.
Man muss dem Verkäufer also glauben, wenn er sagt, das Rad ist unfallfrei.
Bearbeitet von: "therealpink" 19. Mai
Ich würde zumindest mindestens eine 10fach Schaltung nehmen (also hinten 10 Gänge). Sollte mit den 2011er auch getan sein.
500km finde ich auch für viel zu wenig, da muss der Verkäufer ja schon nach 1-2 Monaten die Lust verloren haben und das Rad einfach mal so 8 Jahre in Ecke gelassen haben.
Hat du einen link zum Rad für mich?
Für nen Anfänger ist generell der Gebrauchtkauf sehr riskant. Ich hab auch schon Bike an absolute Laien verkauft, die nichtmal ne Kette wechseln konnten. Bei carbon als auch Alu ist das Risiko gleich hoch. Bei dem einen kannst du verdeckte Schäden unter der Lackschicht haben, beim andern Ermüdumgsbrüche. Technologisch hat sich doch schon ne Menge in den letzten Jahren getan und ne alte Untegra ist heute nichts mehr Wert.
Ich empfehle dir wirklich den Fachhandel, teste zwei drei rahmengeößen durch und nimm ein Vorjahresmodell was auch passt. Dabei sparst du auch nem Menge, ganz besonders wenn du außerhalb der Norm liegst, also kein M oder L Rahmen.
Die Technik und das Fachwissen kommt von alleine bei Problemen, die du mit YouTube lösen kannst und so legst du dir dann auch stück für Stück deine Werkstatt an.
Bearbeitet von: "Vinnies_Dad" 18. Mai
Für das Geld solltest du schon was aktuelleres aus 2017 mit ner 105er Ausstattung bekommen. Das wäre dann eher mein Favorit.. RedBull gibts doch auch schon lange nicht mehr. Die 500km halte ich schon für recht unrealistisch, sollte man aber sicherlich erkennen.
Vinnies_Dad18.05.2019 22:30

Bei carbon als auch Alu ist das Risiko gleich hoch. Bei dem einen kannst …Bei carbon als auch Alu ist das Risiko gleich hoch. Bei dem einen kannst du verdeckte Schäden unter der Lackschicht haben, beim andern Ermüdumgsbrüche. Technologisch hat sich doch schon ne Menge in den letzten Jahren getan und ne alte Untegra ist heute nichts mehr Wert.


Das halte ich aber für eine ziemlich exotische Meinung.
Wenn Alu bricht oder reißt ist der Rahmen instabil, außerdem sieht man es einfach.
Das ist bei Carbon auf Grund der Faserstruktur nicht der Fall.

Was hat sich denn technologisch groß getan? Seit 2011? Gar nix.
Und ne 'alte' Ultegra von 2011 ist nix mehr wert?
Wenn die nicht runtergenudelt ist, ist die genauso gut wie ne aktuelle, wegen mir wie ne aktuelle 105er.

Überhaupt wird deutlich zu viel Wert aufs Material gelegt beim Rennrad.
Der Unterschied zwischen einer 10000€ Profimaschine und einem Stahlrenner aus den 70ern dürfte bei einem durchschnittlich engagiertem Hobbyfahrer keine 10% ausmachen.

Schnell machen die Beine, nicht die Räder.
Bernare18.05.2019 19:43

Wenn du keine Ahnung hast: Der Verkäufer merkt das...



Wie mit Hunden.....die riechen Deine Angst....
lolnickname18.05.2019 23:57

Kommentar gelöscht



Witzigerweise kenne ich das Video.
Ja, Scheibenbremsen sind deutlich besser als schlechte Felgenbremsen.
Das interessiert aber keinen am Rennrad.
Ansonsten sagt das Video exakt das gleiche wie ich.
Der Unterschied in der entscheidenden Kategorie 'Bergauf' liegt bei 10,1%.
Als Laie solltest du dir kein gebrauchtes Carbon rad holen, ich bin selbst jahrelang downhill gefahren. Hab viel selbst geschraubt und mein kollege damals hatte einen eigenen Fahrrad laden.

Carbon Rahmen gebraucht kaufen ist ein sehr sehr gefährliches Pflaster.

Die Technik von 2010 bis heute hat sich zwar weiterentwickelt aber im Hobby bereich ist das kaum spürbar.

Such dir lieber ein Alu Bike und da du nur Laie bist und dich kaum auskennst Rate ich dir dringend nach Bikes zu suchen mit Fahrradpass.

Was bedeutet Fahrradpass?
Erstmal stehen in diesem Fahrradpass alle informstionen drine, wann es gekauft wurde, wo, wieviel und die Rahmennummer und vorallem die ausstattungsvariante.

Wir reden hier nicht von irgendeinem A4 Blatt mit rechnung!

Desweiteren steht in so einem Pass wann das jeweilige Bike zum service war im Laden.

Ein Gutes gebrauchtes ist nur so gut wie sein servicr war in den Jahren davor.

Es gibt zuviele schwarze Schafe im gebrauchten Bike Markt die man nur mit Fachwissen und erfahrung entlarven kann.

Die besten Bikes mit Fahrradpass und im besten falle auch noch rechnungen zum service sind sowieso innerhalb von wenigen stunden verkauft.

Denn alle komponennten müssen in Regelmäßigen abständen gewartet werden.

Sei es nur sichtkontrolle oder abschmieren oder hydrauliköl tausch der bremsen oder dämpfer.

Du wirst keine freude haben an einem Bike ohne nachweiss.

Ich hab letztes jahr erst für den urlaun ein gebrauchtes KTM fully gekauft für meine bessere hälfte.

6 Monate musste ich suchen bis Ich ein Bike gefunden hatte mit Pass.

Und dieser pass war vorbildlich, stand nicht einmal in der Beschreibung drine das dieser dabei ist. Erst auf nachfrage hat es der verkäufer erwähnt.

Alle infos waren darin eingetragen von dem Fahrrad Laden wo es gekauft wurde und immer gewartet wurde. Selbst das zubehör bei neukauf wurde mit eingetragen wie z.b. der Tacho, klick Pedalen, selbst die genaue bezeichnung der trinkflaschen halterung + trinkflasche.

Wann jeder service war, was getauscht werden musste bei dem jeweiligen service.

Wirklich 1a und das ding fährt sich wie neu und hat nur 300 euro gekostet. Wurde wegen neuanschaffung verkauft.

Und wenn man weiss das Bremsen, dämpfer, reifen, ritzel und kette erst beim letzten service komplett überholt/ neu gemacht wurde. Dann kann man so ein Bike ruhigen gewissens kaufen.

Also finger weg von carbon rahmen als Laie und such dir eins mit Fahrrad pass oder wenigstens mit den rechnungen der service interwalle, oder wenigstens mit rechnung vom letzten service!

Ganh ohne kauft man keine Bikes, das wäre wie ein 6er im Lotto da was vernünftiges zu bekommen oder aber es kostet nur 200 euro wenn alle anderen angebote für das selbe Bike bei 600 euro liegen.

Für die ersparnis kann man es dann Fachgerecht in einem guten Laden überholen lassen.
Bearbeitet von: "Micha_oO" 19. Mai
therealpink18.05.2019 23:13

Das halte ich aber für eine ziemlich exotische Meinung. Wenn Alu bricht …Das halte ich aber für eine ziemlich exotische Meinung. Wenn Alu bricht oder reißt ist der Rahmen instabil, außerdem sieht man es einfach.Das ist bei Carbon auf Grund der Faserstruktur nicht der Fall.Was hat sich denn technologisch groß getan? Seit 2011? Gar nix.Und ne 'alte' Ultegra von 2011 ist nix mehr wert?Wenn die nicht runtergenudelt ist, ist die genauso gut wie ne aktuelle, wegen mir wie ne aktuelle 105er. Überhaupt wird deutlich zu viel Wert aufs Material gelegt beim Rennrad.Der Unterschied zwischen einer 10000€ Profimaschine und einem Stahlrenner aus den 70ern dürfte bei einem durchschnittlich engagiertem Hobbyfahrer keine 10% ausmachen.Schnell machen die Beine, nicht die Räder.


schon man was von haarrissen gehört? es sind dientyposchen carbon vs alu Argumente die ich hier wieder lese, da enthalte ich mich.

zum thema, anbauteile werden überschätzt, mit der 105, oder sram bzw campa Pendant fährst du super, den Unterschied merkst du im Leben nicht, 8kg hat heutzutage eigentlich auch jede Mühle, daher würde ich auch zum neukauf tendieren.

es sei denn, ich hab mein RR auf mtb-news gekauft da ich nicht mehr als 300 zahlen wollte weil es draußen rumstehen muss wenn ich in der uni usw. war
Bearbeitet von: "chap_chap" 19. Mai
therealpink18.05.2019 23:13

Das halte ich aber für eine ziemlich exotische Meinung. Wenn Alu bricht …Das halte ich aber für eine ziemlich exotische Meinung. Wenn Alu bricht oder reißt ist der Rahmen instabil, außerdem sieht man es einfach.Das ist bei Carbon auf Grund der Faserstruktur nicht der Fall.Was hat sich denn technologisch groß getan? Seit 2011? Gar nix.Und ne 'alte' Ultegra von 2011 ist nix mehr wert?Wenn die nicht runtergenudelt ist, ist die genauso gut wie ne aktuelle, wegen mir wie ne aktuelle 105er. Überhaupt wird deutlich zu viel Wert aufs Material gelegt beim Rennrad.Der Unterschied zwischen einer 10000€ Profimaschine und einem Stahlrenner aus den 70ern dürfte bei einem durchschnittlich engagiertem Hobbyfahrer keine 10% ausmachen.Schnell machen die Beine, nicht die Räder.


Fast richtig, allerdings nur eine Laienmeinung. Deine Einstellung ist durchaus nicht verkehrt, nur beruht ein gesunkener Preis nicht nur auf dem Verschleiß, sondern eben auch auf der technischen Veralterung aufgrund aktueller Technologien. Performancetechnisch, von den Komponenten her und auch bei den Geometrien oder Fertigungsverfahren hat sich, mal abgesehen vom Preiseinstiegsbereich eine Menge getan.
Es geht hier darum einem Anfänger keine falsche Entscheidungsgrundlage zu liefern, mit der er sehr schnell unglücklich wird.
Also ein Fahrrad reparieren kann ich, darum geht es nicht, sondern darum, dass ich die Wertigkeit und Qualität der Zahlreichen Komponenten kaum kenne.
Ich kann leider keine Links von ebay kleinanzeigen reinstellen, aber meine such wäre im Raum Bielefeld bis 10km, obiges ist wohl raus, konnte den Preis nicht genug drücken, Interessant finde ich Folgendes:
"Rennrad RH 56 Junker Ultegra 10 Fach", bei kleinanzeigen in Bielefeld zu finden.
Leute, sein Budget beträgt 400-600 Euro, geht da mal in Laden und schaut was ihr dafür bekommt.

Ich sehe eigentlich nichts, was gegen ein gebrauchtes Rennrad sprechen würde. Natürlich sollte es gepflegt und möglichst wenig gelaufen sein. Bei irgendwelchen MTBs und Fullys mit aufwendigen Dämpfern und Federelementen, deren Ersatz ein Arsch voll Kohle kostet, ist das sicher was anderes. Aber bei nem Rennrad.. das wird idR bei schönem Wetter auf der Straße bewegt, viele davon sehen nie Regen... da kann im Grunde nicht viel kaputt gehen. Muss man natürlich anhand der Bilder und des Textes bei Kleinanzeigen genau sehen, was da angepriesen wird. Was nettes wenig gefahrenes mit ner kompletten Ultegra (nicht Ultralega ) für überschaubares Geld, das ist doch schon etwas... Andererseits gibts auch ab und zu Angebote für neue Räder mit kompletter 105er Ausstattung (also 1 Stufe unter Ultegra) für deutlich <1000€... Kommt halt immer auf die Person an, gibt ja auch Leute die partout alles Gebrauchte ablehnen

Habe zur Zeit auch gerade ein Rennrad inseriert und merke gerade, wie schwer es ist sowas noch loszuwerden. Die Auswahl deutschlandweit betrachtet ist gefühlt riesengroß, darunter nicht wenige Räder, die kaum gefahren wurden. Halt der typische Käufer, der kurzzeitig euphorisch ist, dann aber merkt dass es doch nichts für ihn ist/er keine Zeit/Lust/... hat und das Rad dann nur noch in der Ecke steht, bis es irgendwann nur noch weg soll weil es Platz einnimmt.
Bearbeitet von: "Andre2000" 20. Mai
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