Frage bzgl. Kauf bei Preisfehler

Hey,

ich habe bei einem Preisfehler etwas für 0€, statt ~130€ "gekauft". Ein Tag später bekam ich die Mail, dass die Ware versand ist, kurz darauf auch die Bestätigung von DPD mit dem Sendungsverlauf. Demnach befindet sich das Paket bereits auf dem Versandweg (Einrollung) und soll am Montag geliefert werden.
Nun habe ich folgende Email von dem Verkäufer bekommen:

"Aufgrund eines Systemfehlers wurde Ihre Bestellung storniert
und folglich Ihre Ware nicht zugestellt.
Ich möchte mich für diese Unannehmlichkeit entschuldigen und die Bestellung zu einem Sonderpreis von 99€ anbieten."

Nun meine Fragen dazu:
1. Ist es dem Verkäufer eig. möglich den Versand wieder zu stoppen, wenn dieser schon im Laufe ist?

2. Falls geliefert wird:
Kann der Verkäufer im Nachhinein Geld von mir verlangen, da der Preisfehler ja eigentlich eindeutig war, obwohl ja nun der "Vertrag/Rechnung" mit 0€ abgeschlossen ist?

Falls wer genauer darüber Bescheid weiß würde ich mich über eine Antwort freuen

23 Kommentare

1. Ja hatte mal den Fall dass eine Auslieferung gestoppt wurde war glaub ich bei mir dhl
2. Kann er den Kaufvertrag wegen Irrtum anfechten. Spar dir den Ärger, nimm das Angebot an oder lass es zurück gehen.

1.) Ja, kann er. Wenn er beim Spediteur die Auslieferung verhindern kann. - Otto z.B. kann das....
2.) In den AGBs steht wohl drinne, dass der Vertrag mit Lieferung zustande gekommen ist. In der Regel ist das dann nur bei offensichtlichen Preisfehlern - wie hier zweifelsfrei vorliegt - anfechtbar.

Annahme verweigern.

Beim zweiten Punkt wird es denke ich mal auch darauf ankommen, wie die Zahlungsart gewählt wurde. Da der Kauf mit Bezahlung ja getätigt sein müsste, dürfte der Händler bei Vorauskasse vermutlich Probleme haben den Artikel zurück zu vorderen (würde ich zumindest nicht zurück senden dann). Hat man jedoch auf Rechnung bestellt, so wird der Kauf erst mit Bezahlung wirksam und bis dahin befindet sich der Artikel im Besitz des Händlers. Daher kann er in diesem Fall natürlich den Artikel vermutlich auch noch zurück fördern. Nen Aufwand würde ich mir da allerdings auch nicht machen, da muss der Händler schon jemanden vorbei schicken, der den Kram wieder an der Haustüre abholt...

Danke für die schnellen Antworten

Also wurde mit Vorauskasse gezahlt..
Also warte ich am besten einfach mal ab, ob der Versand weiter geht oder nicht. Wenn es am Montag dann ankommen sollte, lass ich es mal ne Woche verpackt stehen und schaue ob weitere Reaktionen von dem Verkäufer kommen...

Aber DPD auffordern, die sollen das Geld bei mir an der Tür kassieren o.ä. kann der Verkäufer ja nicht?

Können vielleicht, dürfen wohl kaum...

Warum wartest Du die Reaktion des verkäufers ab? Der hat sich ja schon gemeldet und ist auch im Recht. Wenn Du also nichts macht, wird irgendwann die Mahnung über 99€ kommen, ganz einfach. Er hat 2-3 Jahre Zeit, sich nach einem Preisfehler zu melden, also muss die Mahnung nicht mal sehr früh kommen.

Verweiger die Annahme oder bezahl, mehr optionen hast Du nicht.

Jammi

Können vielleicht, dürfen wohl kaum...


Natürlich darf er das. Preis Fehler kann man anfechten

Ich hatte einen ähnlichen Fall. Bei ebay was statt ~400 EUR für 30 EUR gekauft. Ware wurde versandt. 3 Tage nachdem ich die Ware bereits in Gebrauch hatte, kam die Meldung, dass es sich um einen Preisfehler handelte.
Der Verkäufer bot mir daraufhin auch ein attraktives Angebot an. Ich habe es aber nicht angenommen und die Ware wurde dann vom Spediteur wieder bei mir abgeholt.

wobei drei Tage zu lange sind, um anzufechten. Unverzüglich ist hier das Zauberwort.

Deinen Fall hätte ich ausgefochten.

Preisfehler nicht mit uns geteilt?
tztz

Wie verhält sich das eigentlich bei Preisfehlern von Verbrauchsgütern? oO
Weg ist weg?

Dann musst Du eben Entschädigung leisten.

burrick

Dann musst Du eben Entschädigung leisten.



Nur bei offensichtlichem Irrtum, würde ich behaupten. Wenn ich gutgläubig etwas recht günstig kaufe und verbrauche, wird wohl kaum ein Richter Schadensersatz zustimmen.
Wenn man den Artikel hat, ist es wohl bei üblichen Größenordnungen nahezu gewonnen, allein, weil der Händler die Anfechtung gerichtlich durchsetzen müsste und dann nämlich selbst schadensersatzpflichtig ist (Vertrauensschaden, d.h. muss alles zu wiederherstellen, als habe er seine Willensbekundung=Kaufvertrag nie abgegeben).

Könnte höchstens interessant werden, wenn man z.B. im Weinhandel einen besseren Wein findet und gutgläubig kauft, austrinkt und später dem Händler auffällt, das dieser eigentlich mehrere tausend Euro kosten sollte.

Gutgläubiger Zweiterwerb erwirkt ja sogar rechtmäßiges Eigentum. Ohne hier jetzt jemanden auf dumme Ideen bringen zu wollen, müsste man "den Preisfehler" zu einem realistischen Preis verkaufen können und dann müsste der Händler erst einmal ordentlich loslegen mit Schadensersatz etc. Der Grad der Gutgläubigkeit des Erstkäufers ist aber dann recht schmal, schließlich weiß er ja über den Preisgradienten Bescheid.

Ich kann das aber mal nächste Woche interessehalber klären.

come2tom1

Unverzüglich ist hier das Zauberwort.



Offensichtlich ignorierst du auf was sich "unverzüglich" hier bezieht.

Nö, ich weiß es. Unverzüglich nach Feststellung. Und heutzutage ist die Feststellung durchaus innerhalb von wenigen Stunden machbar. -> Ansonsten wird es schwierig, dass zu beweisen.

Deiner Theorie nach könnte man (Kauf-)Verträge unendlich lange wegen Irrtums anfechten. Das ist Quatsch und weder Rechts- noch Lehrmeinung.

come2tom1

Deiner Theorie nach könnte man (Kauf-)Verträge unendlich lange wegen Irrtums anfechten.



Nein, nur ist niemand so vermessen die Frist zur Feststellung auf wenige Stunden zu begrenzen. Das ist schlicht Unsinn.

Ähm, lies dir mal die Zeitspanne von Looo nochmal genau durch.

DANN poste nochmals neu.

BTW: Als absolute Höchstgrenze werden 14 Tage angesehen in der Rechtsprechung angesehen; es gab ein Ausnahmeurteil des BGH, wo eine längere Spanne aufgrund der Umstände gebilligt wurde. Die tatsächlichen Zeitspannen in den Urteilen liegen deutlich drunter und schwanken zwischen mehreren Stunden bei Verkauf durch Personen bis hin zu ein paar Tagen im vollautomatisierten Versandhandel.

Ist doch eigtl. super, offensichtlicher Preisfehler (d.h. dem Kunden ist das "Risiko" dieses Unterfangens bewusst) führt zu echt gutem Angebot (100€ ggü. 130€).
Da sollte man auch Mensch genug sein und auf nichts beharren wollen. Wie weiter oben schon geschrieben, gutes Angebot annehmen oder halt zurückschicken (falls es ankommen sollte).

come2tom1

bis hin zu ein paar Tagen im vollautomatisierten Versandhandel.



Ach, jetzt auf einmal doch.
Du machst dich lächerlich.

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