Frage Steuererklärung (Student)

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eingestellt am 17. Jul
Hallo MyDealz Community

Ich habe eine Frage zwecks Steuererklärung.
Und zwar habe ich mir ein iPad im Oktober gekauft mit Conrad Gutscheinen und Paypack.
Auf der Rechnung steht demnach unten null Euro.

Kann ich das trotzdem bei der Steuererklärung angeben?

Schonmal vielen Dank für hilfreiche Tipps.
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21 Kommentare
Nein, kannst du nicht.
Was willst du denn absetzen, wenn du nichts gezahlt hast...
Der Betrag oben ist interessant, nicht wie du gezahlt hast. Falls noch nicht getan mit dem Thema Verlustvortrag auseinander setzen wenn deine aktuellen Einnahmen die 9000€ nicht übersteigen sollten.
Wenn du keine Einnahmen hast kannst du auch nix absetzen (erst ab mindestens 9000€)
Bearbeitet von: "Krokodealz123" 17. Jul
Krokodealz12317.07.2019 10:24

Wenn du keine Einnahmen hast kannst du auch nix absetzen (erst ab …Wenn du keine Einnahmen hast kannst du auch nix absetzen (erst ab mindestens 9000€)


stimmt nicht, Stichwort steuerlicher Verlust und Verlustvortrag.
xwongs17.07.2019 10:27

stimmt nicht, Stichwort steuerlicher Verlust und Verlustvortrag.


Wenn er keine Steuern gezahlt hat kann er nix absetzen...
Bearbeitet von: "Krokodealz123" 17. Jul
Krokodealz12317.07.2019 10:29

Wenn er keine Steuern gezahlt kann er nix absetzen...


Stimmt einfach nicht! Kauft er denn keine Lebensmittel und sonstige Dinge, wo die MwSt drauf liegt?
Bitte erst den Begriff Verlustvortrag verstehen..
Der Verlustvortrag hat absolut nichts mit der Mehrwehrsteuer zu tun.
Krokodealz12317.07.2019 10:29

Wenn er keine Steuern gezahlt hat kann er nix absetzen...


Natürlich kann er Sachen absetzen. Nur wird er dann durch die Steuererklärung erstmal noch nichts zurück bekommen, sondern nur einen Verlustvortrag bescheinigt bekommen. Diesen Verlustvortrag kann er dann mitschleppen, bis er entsprechende Steuern zahlt, wobei der Verlustvortrag dann die zu versteuernden Einnahmen reduziert.

Die 0€ Rechnung ist natürlich unpraktisch. Ich würde es da ggf. einfach mal mit den Rechnungen der Gutscheine probieren.
Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem ich es gekauft hatte habe ich auch noch Geld verdient. Mehr als die 9000€. Den eigentlichen Betrag kann man natürlich auch sehen. Habe ja nur mit den Gutscheinen bezahlt die es im Rewe schon mit 15% Rabatt gab.
Modicat17.07.2019 10:30

Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem …Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem ich es gekauft hatte habe ich auch noch Geld verdient. Mehr als die 9000€. Den eigentlichen Betrag kann man natürlich auch sehen. Habe ja nur mit den Gutscheinen bezahlt die es im Rewe schon mit 15% Rabatt gab.


Ohne Gewähr: Wenn du die Gutscheine selbst gezahlt hast, kann man das iPad absetzen, da Gutschein wie Bargeld zu behandeln ist. Wenn die Gutscheine jedoch Geschenke waren, geht es an sich nicht, da du für die Gutscheine nichts bezahlt hast. Ob und wie das Finanzamt hinterfragt, woher die Gutscheine kommen, weiß nur das Finanzamt.
Wenn du die Gutscheine also bezahlt hast, würde ich das iPad angeben.
keule199317.07.2019 10:36

Der Verlustvortrag hat absolut nichts mit der Mehrwehrsteuer zu tun.


Der Verlustvortrag deckt die Studienkosten, diese Kosten enthalten auch Steuern. Hat also doch damit was zu tun.
Modicat17.07.2019 10:30

Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem …Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem ich es gekauft hatte habe ich auch noch Geld verdient. Mehr als die 9000€. Den eigentlichen Betrag kann man natürlich auch sehen. Habe ja nur mit den Gutscheinen bezahlt die es im Rewe schon mit 15% Rabatt gab.



Also Grundsätzlich ist es egal mit was du bezahlt hast (auch Punkte oder Gutscheine), du kannst es (sofern fürs Studium veranlasst) absetzen. Du hättest ja auch die Punkte oder Gutscheine für was anderes nehmen können - also was privates.

xwongs17.07.2019 10:50

Ohne Gewähr: Wenn du die Gutscheine selbst gezahlt hast, kann man das iPad …Ohne Gewähr: Wenn du die Gutscheine selbst gezahlt hast, kann man das iPad absetzen, da Gutschein wie Bargeld zu behandeln ist. Wenn die Gutscheine jedoch Geschenke waren, geht es an sich nicht, da du für die Gutscheine nichts bezahlt hast. Ob und wie das Finanzamt hinterfragt, woher die Gutscheine kommen, weiß nur das Finanzamt.Wenn du die Gutscheine also bezahlt hast, würde ich das iPad angeben.Der Verlustvortrag deckt die Studienkosten, diese Kosten enthalten auch Steuern. Hat also doch damit was zu tun.

Das ist nicht ganz Richtig.

Es ist egal ob ich die Gutscheine geschenkt bekommen habe, denn ich habe diese für Arbeitsmittel aufgewandt, statt für etwas privates. Somit kann ich das iPad auch angeben.
Payback wäre dann wiederum als Einnahme gegenzurechnen, da wirtschaftlicher Zusammenhang mit Anschaffung Arbeitsmittel gegeben.

Bei Gutscheinen ist zu differenzieren:
Gutschein sind mit den Anschaffungskosten bei Zahlung von Arbeitsmitteln abzugsfähig.
Wenn Gutschein geschenkt worden ist, dann Nennwert.

%-Gutscheine nicht.
Piid17.07.2019 11:34

Payback wäre dann wiederum als Einnahme gegenzurechnen, da …Payback wäre dann wiederum als Einnahme gegenzurechnen, da wirtschaftlicher Zusammenhang mit Anschaffung Arbeitsmittel gegeben.Bei Gutscheinen ist zu differenzieren:Gutschein sind mit den Anschaffungskosten bei Zahlung von Arbeitsmitteln abzugsfähig.Wenn Gutschein geschenkt worden ist, dann Nennwert.%-Gutscheine nicht.



Sorry aber das stimmt so nicht:

Payback erhalte ich überwiegend für private Einkäufe. Somit stellen die Paybackpunkte i. d. R. privates Vermögen dar. Wenn das von einem Unternehmer wäre, der die Paybackkarte nur für seine betrieblichen LKW bei der ARAL nutzt, dann können wir da gerne drüber reden, aber so hat das überhaupt nichts mit Einnahmen zu tun.

Auch mit den geschenkten Gutscheinen ist das nicht Richtig, denn ich nutze mein Privatvermögen (hier Gutscheine) um etwas für die Arbeit/das Studium zu kaufen.
Nope. Das mit Payback ist Unsinn, § 255 HGB: Minderungen sind abzuziehen. Payback = Minderung. Von dritter Seite, aber wie gesagt: wirtschaftlicher Zusammenhang ist gegeben.

Bei den geschenkten Gutscheinen verstehst du mich nicht/falsch. Macht aber nix.
Ein Beleg wird doch sowieso nur auf Nachfrage benötigt.
xwongs17.07.2019 10:27

stimmt nicht, Stichwort steuerlicher Verlust und Verlustvortrag.



Modicat17.07.2019 10:30

Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem …Bei mir ist das etwas anderes. Ich bin im Zweitstudium. In den Jahr in dem ich es gekauft hatte habe ich auch noch Geld verdient. Mehr als die 9000€. Den eigentlichen Betrag kann man natürlich auch sehen. Habe ja nur mit den Gutscheinen bezahlt die es im Rewe schon mit 15% Rabatt gab.


Verlustvortrag ist aufgrund deines Einkommens von über 9000€ in diesem Fall somit nicht relevant. Da ein Verlustvortrag nur entsteht wenn du z.B. durch Abzug von Werbungskosten ein negatives Einkommen entsteht.
Somit erhälst du bei Abzug des iPads lediglich Einkommenssteuer zurück. Da das iPad weniger als 952€ gekostet hat ist es vollständig in einem Jahr absetzbar. Bei einem Grenzsteuersatz von ca. 10% bei 10.000€ zu versteuerndem Einkommen, würdest du 40€ zurückerhalten. (Edit: Ich habe für das iPad mal 400€ geschätzt)
Kleiner Tipp: Wenn du insgesamt keine Werbungskosten über 1000€ hast, bekommst du sowieso den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000€ als Werbungskosten angerechnet und kannst dir das Ansetzen des iPad sparen.
Bearbeitet von: "Studiwue" 17. Jul
Hätte man das doch nur in der Schule gelernt.. Versuchs mal mit den binomischen Formeln
Piid17.07.2019 11:43

Nope. Das mit Payback ist Unsinn, § 255 HGB: Minderungen sind abzuziehen. …Nope. Das mit Payback ist Unsinn, § 255 HGB: Minderungen sind abzuziehen. Payback = Minderung. Von dritter Seite, aber wie gesagt: wirtschaftlicher Zusammenhang ist gegeben.Bei den geschenkten Gutscheinen verstehst du mich nicht/falsch. Macht aber nix.


1. Das HGB ist nicht für die Einkommensteuer anzuwenden, dafür gibt es extra das EStG und das Cashback von dritter Seite (Payback) ist bei dem kleinen Maße aus Billigkeitsgründen nicht zu beachten .

2. Das mit den Gutscheinen schein ich dann falsch verstanden zu haben. Bitte erläuter mir das mal.

Für mich macht es keinen Unterschied ob ich bei Rewe einen Gutschein kaufe und selber einlöse, oder ob meine Eltern mir einen Schenken und ich den Einlöse. Es macht selbst dann keinen Unterschied (mMn) ob ich den Gutschein mit Rabatten (95 € bezahlt für 100 € Gutschein) erwerbe. Wenn ich mit dem Gutschein bezahle ist für mich immer nur der Kaufpreis abzgl. evtl. Rabatte ausschlaggebend. Wie ich den bezahlt habe ist in den meisten Fällen egal, da es aus der privaten Tasche kommt.
Das Einkommensteuerecht hat keinen eigenen AK Begriff und verwendet denjenigen des HGB (mit Ausnahme von § 5 Abs. 6 EStG). Siehe speziell zu den AK das BFH Urteil zu den ausgefallenen Gesellschafterdarlehen aus 2017 (veröffentlich irgendwann im September 2017). Sehr lesenswert.

Gutschein ist eben kein Bargeld. Gutschein hat einen Nennwert und Anschaffungskosten. Allerdings wird mit Blick auf § 6 Abs. 6 EStG wohl immer der Nennwert anzusetzen sein, wenn der Gutschein diesen tatsächlich hat. Ich hatte im Kopf, dass da AK und nicht gemeiner Wert steht. Mea culpa.
Hehe. Wenn ich länger drüber nachdenke, liegt dann aber bei unter Nennwert erworbenen Gutscheinen im Eintauschvorgang eine Veräußerung, die man unter 23 I Nr. 2 EStG subsumieren können wird.

Das passt dann im Ergebnis auch zum Grundsatz der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsfähigkeit, den das Ertragsteuerrecht in D ja verfolgt.
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