Frage wg Online-Broker mit kostenlosem Direkthandel

An die Trader unter Euch:
Ich bin schon seit vielen Jahren Flatex-Kunde und handle im kostenlosen Direkthandel Wave-XXL-Zertifikate (KO-Zertifikate) der deutschen Bank. Normalerweise kostet der Handel 5 Euro. Da die deutsche Bank Premium-Partner von Flatex ist, gibts bis auf den Spread vom Zertifikat keine Kosten.

Einzige Voraussetzung für den kostenlosen Handel war, dass man pro Order min. 1000 Euro Umsatz hatte. Das lief soweit problemlos.

Letzte Woche erhielt ich eine Email, in der Flatex zum 01.07.13 ankündigte die Voraussetzungen für den kostenlosen Handel stark zu verschlechtern. Ab 01.07. muss man statt 1000 Euro 1.500 Anteile umsetzen - das ist mir als "Hobbytrader" defintiv zu krass!

Habt Ihr Alternativen? Bin über Google auf die DIBA gestoßen. Da ist aber nur der Kauf gratis. Der Verkauf kostet.

Danke für Eure Antworten!

12 Kommentare

Willst du jetzt nicht hören, aber vergiss alle Optionsscheine, Zertifikate etc. Im Prinzip alles, was als "Produkt" einer Bank durchgeht.
Entweder Aktien (wenn es wirklich sein muss, Fond) oder mit Hebel Futures. Da letztes bei dir nicht gehen wird, als nächste Näherung CFD mit DMA - kein Market Maker. Bei allem anderen wirst du irgendwo beschissen.

xmetal

Willst du jetzt nicht hören, aber vergiss alle Optionsscheine, Zertifikate etc. Im Prinzip alles, was als "Produkt" einer Bank durchgeht.Entweder Aktien (wenn es wirklich sein muss, Fond) oder mit Hebel Futures. Da letztes bei dir nicht gehen wird, als nächste Näherung CFD mit DMA - kein Market Maker. Bei allem anderen wirst du irgendwo beschissen.



Optionsscheine sind noch i.O.

xmetal

...als nächste Näherung CFD mit DMA - kein Market Maker.



vorweg: ich bin anfänger und habe von den meisten finanzprodukten bisher bestenfalls halbwissen.
für mich sind CFDs ein neueres finanzprodukt, als optionsscheine, zertifikate etc. und gefühlsmäßig würde ich CFDs jetzt als deutlich riskanter einschätzen, weil ich ja mit CFD-short-positionen theoretisch unbegrenzten verlust einfahren kann (richtig?).

welche risiken merze ich mit DMA denn aus? zu welchem "market" habe ich denn dann "direct access"?

gibts irgendwo eine übersicht von cfd-brokern mit dma?

ake1009

Optionsscheine sind noch i.O.


Nein. Beschäftige dich mal richtig ausführlich damit. Rate mal, warum es so viele mit fast identischen Merkmalen gibt: Man kann damit viel Kohle generieren, gerade bei denen mit Halbwissen.

ake1009

Optionsscheine sind noch i.O.



und warum sind diese nicht rentabel?

calc

gibts irgendwo eine übersicht von cfd-brokern mit dma?


Dabei ist der Broker dein Dienstleister. Bei fast alles heiß beworbenen Brokern ist dieser dein Gegner, d.h. er verdient direkt an deinen Verlusten noch mal überproportional mit. Was das heißt, solltest du dir ausrechnen können - vor allem, weil er auch noch den Markt manipulieren kann.
Letzteres fällt bei DMA direkt weg, weil du den echten Markt handelst, nicht etwas vom Broker nachgebildetes, wo es dann "schon mal" zu Abweichungen kommen kann.

Achso: Mit den theoretisch unbegrenzten Verlusten bei CFD hast du recht. Ist aber praktisch nur eine psychologische Komponente und kannst du mit etwas Geld auch ausschließen, indem du garantierte Stopp Loss setzt.

xmetal

Willst du jetzt nicht hören, aber vergiss alle Optionsscheine, Zertifikate etc. Im Prinzip alles, was als "Produkt" einer Bank durchgeht.Entweder Aktien (wenn es wirklich sein muss, Fond) oder mit Hebel Futures. Da letztes bei dir nicht gehen wird, als nächste Näherung CFD mit DMA - kein Market Maker. Bei allem anderen wirst du irgendwo beschissen.



CFDs waren mir bisher immer zu riskant - wegen nachschiessen etc. und vor allem auch zu undurchsichtig.
Bin vor einigen Jahren von Optionsscheinen zu Turbo-Zertifikaten gewechselt, da mir Optionsscheine zu unberechenbar waren (Stichwort: implizite Volatilität) und ich muss sagen, dass ich bis auf wenige Ausnahmen mit Turbo-Zertifikaten ganz gut gefahren bin. Warum wird man Deiner Meinung nach mit Turbo-Zertifikaten beschissen? Ich lerne gerne dazu...

xmetal

Willst du jetzt nicht hören, aber vergiss alle Optionsscheine, Zertifikate etc. Im Prinzip alles, was als "Produkt" einer Bank durchgeht.Entweder Aktien (wenn es wirklich sein muss, Fond) oder mit Hebel Futures. Da letztes bei dir nicht gehen wird, als nächste Näherung CFD mit DMA - kein Market Maker. Bei allem anderen wirst du irgendwo beschissen.


Ist eigentlich immer so, wenn das Basisprodukt nicht 1:1 abgebildet wird. Wenn du dir bewusst bist, dass Optionen gut manipulierbar sind, bist du schon sehr weit. Zertifikate gleich welcher Art sind eigentlich immer mit Kombinationen aus Aktien/Indices + Optionen nachbildbar. Nur - natürlich - mit Aufschlag. Irgendwo müssen die Herausgeber ja verdienen, und das tun sie sogar ganz prächtig.
Mit der impliziten Vola hast du auch schon einen wunderbaren Manipulationskandidaten gefunden. Aber eigentlich gilt: Griechen = Finger weg

xmetal

Achso: Mit den theoretisch unbegrenzten Verlusten bei CFD hast du recht. Ist aber praktisch nur eine psychologische Komponente und kannst du mit etwas Geld auch ausschließen, indem du garantierte Stopp Loss setzt.


gilt das garantierte stopp loss auch bei kurslücken/ gaps, z.B. über nacht/ übers wochenende?

DerYeti2011

CFDs waren mir bisher immer zu riskant - wegen nachschiessen etc. und vor allem auch zu undurchsichtig.


Nochmal kurz dazu: Riskant sind die Teile. Ich schätze mal, 80%-90% der Anleger verlieren ihr Geld da - über kurz oder lang das komplette "Spielgeld". Allerdings sind sie nicht im geringsten undurchsichtig, sondern sehr klar und einfach strukturiert. Was Beschiss sehr schwierig macht. Du kaufst einen Kontrakt und weißt sofort ganz genau, wie er sich abhängig vom Unterlying entwickeln wird. Kein Tricks, keine komischen Bewertungen - einfach 1:1. Dann muss nur noch gewährleistet sein, dass du z.B. den echten Dax handelst, und nicht einen nachgestellten. Aber selbst da ist ein CFD den anderen Produkten noch weit, weit überlegen, was die Offenheit angeht.

Nochmal: Ich werbe NICHT für CFD! Würde ich ausschließlich denen empfehlen, die ohnehin bereit sind, Geld in Hebelprodukte zu verbrennen. Das ist nichts für den Anleger. Aber von Scheinen sollte man sich halt wirklich so schnell wie möglich wegentwickeln.

xmetal

Achso: Mit den theoretisch unbegrenzten Verlusten bei CFD hast du recht. Ist aber praktisch nur eine psychologische Komponente und kannst du mit etwas Geld auch ausschließen, indem du garantierte Stopp Loss setzt.


Das hängt sehr vom Broker ab. Wird da aber entsprechend viel teurer. Anfangs empfehle ich dir sehr, overnight zu vermeiden.

@ xmetal: Wenn ich ein KO-Bull-Zertifikat auf den DAX an einem Tag kaufe und am nächsten Tag nehmen wir mal an, dass der DAX um 30 Punkte gestiegen ist. Dann ist, unabhängig vom Hebel, mein Zertifikat 29 cent (-1 cent wg. Spread) mehr wert. Somit habe ich als Kosten "nur" den Spread. Ich finde das ist absolut übersichtlich und transparent. Und sollte doch mal über Nacht (ich bin oft über Nacht investiert) die Börse derart abrauchen, dass die KO-Schwelle gerissen wird (unwahrscheinlich, da die KO-Schwelle bei meinen KO-Zertifikaten beim Dax fast 1000 Punkte entfernt ist), dann ist "nur" das investierte Geld weg, ohne dass ich nachschiessen muss.

Aber nochmal back to topic:

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Broker mit kostenlosen Direkthandel.

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