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Frage zum Beilegen der orginal Rechnung bei Privatverkauf auf Ebay

Hi, ich wollte wohl einen Artikel bei Ebay verkaufen und die orginale Rechnung beilegen. Der Artikel ist keine zwei Wochen alt und mit der Rechnung könnten denke ich Garantie Ansprüche beim Hersteller geltend gemacht werden.
Nun meine Frage, gibt es irgendeine Möglichkeit, dass meine Rechnung dann missbräuchlich verwendet wird, und ich nacher für irgendwelche Kosten haftbar gemacht werde. Und bin ich dann aus der Sache komplett raus, oder muss ich falls der verkaufte Artikel irgendwann einen Schaden aufweist mich auch noch um den Garantie Fall kümmern, da mein Name auf der Rechnung steht?

Da es sich um einen Privatverkauf handelt würde ich natürlich die Rücknahme, Garantie und so ausschließen, wie das auch bei anderen Privatverkäufen üblich ist.

Danke schon mal

24 Kommentare

"Da es sich um einen Privatverkauf handelt würde ich natürlich die Rücknahme, Garantie und so ausschließen, wie das auch bei anderen Privatverkäufen üblich ist."

Garantie brauchst du nicht ausschließen, sondern (wichtig) die Gewährleistung!

Hast du da eine rechtlich nicht angreifbare Musterformulierung.

Franky

"Da es sich um einen Privatverkauf handelt würde ich natürlich die Rücknahme, Garantie und so ausschließen, wie das auch bei anderen Privatverkäufen üblich ist." Garantie brauchst du nicht ausschließen, sondern (wichtig) die Gewährleistung!


Auch das ist falsch, Gewährleistung gibt es so nicht mehr.
Ihr solltet euch das mal durchlesen:
it-recht-kanzlei.de/gew…tml

Bei einem einmaligen Verkauf sollte eine Formulierung wie "Der Artikel wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft" ausreichen.

Eine Garantieerklärung müsstest Du schon gesondert abgeben, z.B. ich garantiere, dass der Artikel die und die Eigenschaft hat.

Ich würde in deinem Fall auch nur schreiben, dass Du die Originalrechnung beifügst, damit der Käufer ggfs. bestehende Garantieansprüche oder Gewährleistungsansprüche geltend machen kann.

Ein Widerrufsrecht besteht bei Dir mangels Unternehmereigenschaft auch nicht. Das kann und muss man auch nicht ausschließen, Du könntest nur freiwillig eine Rücknahme anbieten.

QNO

Bei einem einmaligen Verkauf sollte eine Formulierung wie "Der Artikel wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft" ausreichen.



nochmals: nicht Gewährleistung, sondern Mängelhaftung muss es heißen.
noch ein link zum Lesen:
wortfilter.de/new…php

Du mußt die Ansprüche dann aber an den Käufer übertragen (kann man bei Übergabe der Rechnung evtl. von ausgehen). Amazon hat aber z. B. auch bereits Rückerstattungen an den ursprünglichen Käufer vorgenommen, weil angeblich die entsprechende Abtretungsnachweis fehlte.

http://www.123recht.net/Wird-Grantie-oder-Gewaehrleistung-uebertragen-__f323984.html

Irgendwie redet Ihr aber alle am Thema vorbei.

adminn

nochmals: nicht Gewährleistung, sondern Mängelhaftung muss es heißen.


Du kannst auch den Begriff Mängelhaftungsausschluss benutzen. Gerichte sprechen da aber auch von einem Gewährleistungsausschluss. Zumindest wäre der Begriff auslegungsfähig.

§ 524 BGB verweist auch auf die für die Gewährleistung wegen Fehler einer verkauften Sache geltenden Vorschriften.

adminn

Auch das ist falsch, Gewährleistung gibt es so nicht mehr.



Gibt es sehr wohl, nur weil Rechtsbegriffe im BGB nicht verankert sind, schließt das deren Existenz nicht aus. Außerdem nutzt die EU-Richtlinie 1999/44/EG auch den Begriff Gewährleistung.

Antics

Gibt es sehr wohl, nur weil Rechtsbegriffe im BGB nicht verankert sind, schließt das deren Existenz nicht aus. Außerdem nutzt die EU-Richtlinie 1999/44/EG auch den Begriff Gewährleistung.


Zitat RA Elisabeth Keller-Stoltenhoff

2.1 Mängelansprüche (Gewährleistung)Die gesetzlichen Mängelansprüche werden oft immer noch trotz des seit dem 01.01.2002 geltenden neuen Schuldrechts fälschlich Gewährleistungsansprüche genannt. Das neue Recht kennt aber keine Gewährleistung mehr, sondern gibt dem Käufer im Falle der mangelhaften Lieferung die in § 437 BGB aufgeführten Mängelansprüche. Hiernach kann der Käufer



EU-Richtlinie ist von 1999!

Es is doch völlig unwichtig, jeder weiß, was gemeint ist. Und besser so als wenn die Leute durch noch mehr Begriffe verwirrt werden, die nicht wissen, was der Unterschied zwischen Gewöhrleistung und Garantie ist und dann von Händlern abgezockt.

adminn

EU-Richtlinie ist von 1999!



Eine EU-Richtlinie wird nie durch nationales Recht ersetzt (nur ergänzt), daher immer noch gültig.
Kannst dich winden, wie du möchtest.

-

Antics

Eine EU-Richtlinie wird nie durch nationales Recht ersetzt (nur ergänzt), daher immer noch gültig.


Das sollte nur ein Hinweis sein, dass zu diesem Zeitpunkt es noch Gewährleistung hieß und erst ab dem 01.01.2002 Mängelhaftung heißt.

Du stellst also den Artikel der Rechtsanwältin Elisabeth Keller-Stoltenhof in Frage?


Du tust gar nichts. Du bist privater Verkäufer. Es ist ein Privatverkauf Punkt. Du hast keinerlei Verpflichtung.

marco

Du tust gar nichts. Du bist privater Verkäufer. Es ist ein Privatverkauf Punkt. Du hast keinerlei Verpflichtung.



Natürlich hat man Verpflichtungen oder worauf bezieht du dich?

Darauf

Nun meine Frage, gibt es irgendeine Möglichkeit, dass meine Rechnung dann missbräuchlich verwendet wird, und ich nacher für irgendwelche Kosten haftbar gemacht werde. Und bin ich dann aus der Sache komplett raus, oder muss ich falls der verkaufte Artikel irgendwann einen Schaden aufweist mich auch noch um den Garantie Fall kümmern, da mein Name auf der Rechnung steht?

Worum es hier ja eigentlich ging.

adminn

Das sollte nur ein Hinweis sein, dass zu diesem Zeitpunkt es noch Gewährleistung hieß und erst ab dem 01.01.2002 Mängelhaftung heißt.Du stellst also den Artikel der Rechtsanwältin Elisabeth Keller-Stoltenhof in Frage?



Auf EU Ebene immer noch Gewährleistung. EU ist übergeordnet. Daher ist deine Aussage "Gewährleistung gibt es so nicht mehr" falsch. Der Begriff ist weiterhin geläufig und gültig.

Ich stelle ihn nicht in Frage, der Artikel ist einfach unpräzise. "Das neue Recht kennt aber keine Gewährleistung mehr" ist eine falsche Aussage. Im BGB gibt es den Begriff an anderer Stelle weiterhin und die Rechtssprechung ist wesentlicher Bestandteil von "Recht" und nicht nur die Gesetzestexte. Sonst würde man das Richterrecht komplett ausklammern. Der Artikel ist murks, unglücklich ausgedrückt, was auch immer. De facto falsch.

Antics

Ich stelle ihn nicht in Frage, der Artikel ist einfach unpräzise. "Das neue Recht kennt aber keine Gewährleistung mehr" ist eine falsche Aussage. Im BGB gibt es den Begriff an anderer Stelle weiterhin und die Rechtssprechung ist wesentlicher Bestandteil von "Recht" und nicht nur die Gesetzestexte. Sonst würde man das Richterrecht komplett ausklammern. Der Artikel ist murks, unglücklich ausgedrückt, was auch immer. De facto falsch.


ich habe das jetzt an die IT-Rechtskanzlei so weitergeleitet.
Bin mal gespannt was die dazu sagen.

adminn

ich habe das jetzt an die IT-Rechtskanzlei so weitergeleitet.Bin mal gespannt was die dazu sagen.



Witzfigur, mein Beileid

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