Gepostet vor 2 Tagen

Gebrauchtwagen Leasing z.B. VW ID 4

Guten Abend zusammen,

ich muss mich aktuell leider mit der Anschaffung eines neuen Fahrzeuges beschäftigen, da unser aktueller Insignia einen kaputten Zylinderkopf hat und eine Reparatur sich vermutlich nicht mehr rentiert.

Wir sind eine vierköpfige Familie mit zwei Kids (5 und 8 ).

Ich weiß das es hier schon einige Diskussionsbeiträge zu Thema Leasing gibt, jedoch konnte mir keines dieser Themen meine Fragen zur Gänze beantworten.Eigentlich gehören ich und meine Frau eher zu der Fraktion einen -> Gebrauchtwagen -> 10 - 15 Jahre Nutzung.
In der Elektromobilität sehen wir die Zukunft. Da es aktuell jedoch eher wenige Langzeit-Erfahrungswerte gibt wie sich die Batterien über einen langen Zeitraum (15 Jahre) verhalten, ist es in meinen Augen schon ein wenig riskant sich einen gebrauchten Stromer zu besorgen, in der Absicht diesen auch auf lange Jahre zu fahren.

Aus diesem Grund haben wir uns nun etwas mit Leasing beschäftigt. Ein Neuwagen kommt für uns nicht in Frage, da wir uns die Raten hierfür nicht leisten wollen.
in letzter Zeit habe ich mir dann die Gebrauchtwagen Leasingangebote angesehen, z.B. sowas:
null-leasing.com/volkswagen-leasing/angebote/394087206~volkswagen-id-4?lst=p&lsml=10000&lstm=24

Die Leasingraten liegen hier deutlich unter denen der Neuwägen und es entfallen idR die Sonderzahlungen, Anzahlungen und Überführungskosten. Soweit ich das überblickt habe, fallen hier nur die monatl. Raten an.

Meine Fragen nun:
- Was spricht gegen ein Gebrauchtwagen Leasing? Bin ich damit nicht deutlich besser - will sagen „günstiger“ unterwegs?
- Klar, es fallen evtl. Verschleißreparaturen an (Bremsen, Reifen). Aber kann man diese (bis auf die Reifen) bei Elektroautos, die auf zwei Jahre geleast werden, nicht eher vernachlässigen? Gerade die Bremsen, Dank Rekuperation?
- Übersehe ich etwas, oder ist/wäre der Verschleiß das einzige Problem?

Evtl. kann ja auch was dazu sagen?!

Vorab schonmal besten Dank für eure Antworten!
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17 Kommentare

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  1. Dustin66's Profilbild
    „In der Elektromobilität sehen wir die Zukunft“ ist für eure Idee keine gute Argumentation. Denn sowohl der 15 Jahre rollende Verbrenner als auch der 2 Jahre rollende Elektroflitzer bedienen beide nicht den „Elektro UND langfristig“ Faktor.

    Die finanziell beste Idee wäre wohl der Vorschlag deiner Frau. Gebrauchten kaufen und fahren. Die gesparten Kosten dann zur Seite legen für das Elektro-Eigentum.

    Zur Langfristigkeit:

    - Verbrenner kaufen = 20k€
    - 15 Jahre fahren = 5250€ (~350€ pro Jahr für Reparatur etc.)
    - Für 5k verkaufen
    = 20.250€ Gesamtkosten

    - Elektro leasen = 48420€ (15*12*269€)
    - 15 Jahre fahren = 2250€ (~150€ pro Jahr für Reparatur etc)
    - Nicht verkaufen da Leasing
    = 50670€ Gesamtkosten

    Ihr habt also ein Sparpotential von 30.420€ in den nächsten 15 Jahren. Da kann man dann definitiv einen gebrauchten Elektrowagen kaufen. Bis dahin sollte die Haltbarkeit auch geklärt sein.
    BarTiger's Profilbild
    Ich werfe mal in Raum wenn du wirklich nicht finanzierst sondern 30k Cash rumliegen hast, die Opputunitätskosten…
    30k mit ~5% p.a. (in MSCI World Etf oder so waren im Schnitt immer 7% die letzten Jahrzehnte) sind nach 15 Jahren genau 60k verdoppelt.

    Klar Milchmädchen. Ab Jahr X finanziert sich das Leasing quasi über die Rendite .


    Für Leasing muss man aber auch Spaß daran haben alle x Jahre nach neuen Schnappern zu schauen.

    Sobald sich die realen Restwerte für Eautos in denke mal 4-8 Jahren einpendeln, würde ich erst ein E -Auto kaufen.

    (bearbeitet)
  2. Hubert123's Profilbild
    Ausrechnen lassen. Wir wollten auch erst einen gebrauchten Benziner kaufen (4 Jahre alt, 78k gelaufen für 25k Euro. Hätte uns bei 5000 Euro Anzahlung 324 Euro monatlich für 7 Jahre gekostet.
    Geworden ist es ein Neuwagen.
    0 Km, deutsches Fahrzeug, 5000 Euro Anzahlung, 48 Monate Finanzierung zu 325 Euro. Dazu haben wir 2 Jahre Anschlussgarantie für 600 Euro mitgenommen. So sind wir 4 Jahre safe, sollte irgendwas kaputt gehen (außer Verschleiß). Nach 4 Jahren dann entscheiden ob ablösen, abgeben oder Weiterfinanzierung.
    Für 1 Euro mehr im Monat war die Entscheidung für ein neues Fahrzeug nicht schwer. Hat zwar nur 150 statt 190 PS wie der Gebrauchte, aber das reicht uns hin. (bearbeitet)
    Backautomat's Profilbild
    Komischer Vergleich... Wenn du den Neuwagen nach 48 Monaten nicht übernimmst, dann stehst du dann ohne Auto und ohne 20.000 € da. Wie hoch wird die Ablösesumme sein?

    Natürlich ist ein Neuwagen etwas anderes, aber in Summe ist es dann auch teurer (weil es eben ein Neuwagen ist). Wenn man vom Kaufpreis ausgeht ohne möglicher Reperaturen.
  3. Aushilfsmafiosi's Profilbild
    Bremsentausch ist bei Elektrofahrzeugen eher unwahrscheinlich (ich fahre einen 1,8 Tonnen Benziner übrigens seit 50k Kilometern mit einem Satz Bremsen, das geht auch, wenn man vorausschauend fährt), Reifen können bei E-Autos jedoch erheblich teurer sein, weil sie mehr Last aushalten müssen und teils fast exklusiv für einzelne Modelle gefertigt werden. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
    docspengler's Profilbild
    Reifenverschleiß kommt viel eher auf die Fahrweise an. Dass es fast nur exklusive Reifen für spezielle Modelle gibt ist, bis auf den BMW i3, eine reine Urban Legend.
  4. milord's Profilbild
    Gebrauchtleasing sollte in der Regel keine Probleme darstellen. Man muss nur darauf achten, dass die Karre noch eine Garantie hat.
    Ich hatte sonst nie geleast und habe jetzt ebenfalls ein Leasingfahrzeug, allerdings ist das auch unser Drittwagen, den ich hauptsächlich für die Arbeit benutze.
    Was mich beim letzten gebrauchten einfach gestört hat, waren die unplanbaren Werkstatt besuche.
    Ich möchte 1x im Jahr mit dem Auto zum Service, alles andere ist für mich nicht wirklich akzeptabel.

    Bei dem ID4 wird man aber die nächsten 2-4 Jahre keine Probleme haben und kann die Situation dann neu bewerten.
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