Gender Pricing - Warum Frauen für die gleichen Produkte oft mehr zahlen

Beliebt sind bei uns auf mydealz nach wie vor gute Angebote für Damen- oder Herrenrasierer. Sicherlich benutzen viele von euch mydealzern mittlerweile beim Kauf eines Rasierers oder anderen preisintensiveren Kosmetikprodukten auch die guten alten Coupons, die den Preis ins Erträgliche schrumpfen lassen. Doch leider sind diese ja nicht immer verfügbar simple-smile.png

Betrachtet man aber den Normalpreis, ist euch bestimmt schon aufgefallen, dass einige Produkte, die von Männern wie Frauen benutzt werden, je nach Ausführung im Preis variieren. Dieses Phänomen nennt sich Gender Pricing. Das beste Beispiel hierfür sind vermutlich eben Rasierer: Für Männer oft markant männlich angepriesen, in dunkler Verpackung daherkommend – für Frauen in pinkem Design und mit Sommerfeeling vermarktet. Die Unterschiede sind bei vielen Marken nur marginal: Farbe, Verpackung, Name. Die Klingenanzahl und Haltbarkeit ist dieselbe wie auch bei den Männerrasierern. Trotzdem kosten die Produkte für Frauen mehr.


Die Verbraucherzentrale Hamburg hat zwischen November 2014 und Mai 2015 eine Preisvergleichsstudie in Drogerien unternommen. Bei Rasierprodukten z.B. lag der Verkaufspreis für die Frauenvarianten um ca. 40% höher als bei den Männerausführungen. Zum Vergleich: Wilkinson Sword Quattro for women Rasierklingen gibt es für 6,20€ und Wilkinson Sword Quattro (Titanium) for men Rasierklingen für 5,54€ bei idealo als Bestpreis. Wohlgemerkt handelt es sich um jeweils 4 Stück Rasierklingen mit der gleichen Klingenanzahl, nur das Design und die Verpackung unterscheiden sich.


Da laut Aussage der Verbraucherzentrale Hamburg Frauen prinzipiell eher bereit sind mehr Geld für Kosmetikprodukte auszugeben als Männer, nutzen viele Hersteller das aus, indem verschiedene Vermarktungsstrategien den erhöhten Preis für das gleiche Produkt rechtfertigen sollen. Die französische Kette Monoprix argumentiert, dass die “spezifische Charakteristika” sowie das Verkaufsvolumen für die Preiserhöhungen bei Produkten für Frauen verantwortlich seien. Das stößt vielen Verbraucherschützern und Frauen natürlich auf, denn man kann diese Art der Preisgestaltung durchaus als Diskriminierung ansehen (Artikel aus der taz). In Frankreich zum Beispiel wandte sich eine Aktivistinnengruppe an die Wettbewerbsbehörde, die nun ein weiteres Vorgehen bezüglich des Gender Pricings prüft.


Habt ihr vielleicht weitere Beispiele für Produkte, die exakt identisch sind, aber ein Gender Pricing verfolgen? Und was haltet ihr davon? Oder gibt es Produkte bei denen ihr es vielleicht gerechtfertigt findet? Ab damit in die Kommentare!

Beliebteste Kommentare

I don't give a **** ...

Dieser ganze gender-Mist geht mir auf die Nerven.
Dann sollen sie halt Männerrasierer kaufen.

Das Geld was sie mehr für Rasierer ausgeben, sparen sie bei Klamotten doppelt und dreifach, die bei uns Männern wiederum teurer sind.

Gerade im Internet - bei diversen Plattformen bzgl. der Datingsuche kriegen Frauen doch identische Leistungen, für die der Mann zahlen muss, umsonst.

Angebot u. Nachfrage - ganz normale Kiste.

Friseur - auf der anderen Seite z.T. freier Eintritt in Clubs

Monoprix

... wohl eher Stereoprix

191 Kommentare

Friseur - auf der anderen Seite z.T. freier Eintritt in Clubs

I don't give a **** ...

Dieser ganze gender-Mist geht mir auf die Nerven.
Dann sollen sie halt Männerrasierer kaufen.

Das Geld was sie mehr für Rasierer ausgeben, sparen sie bei Klamotten doppelt und dreifach, die bei uns Männern wiederum teurer sind.

Monoprix

... wohl eher Stereoprix

Gerade im Internet - bei diversen Plattformen bzgl. der Datingsuche kriegen Frauen doch identische Leistungen, für die der Mann zahlen muss, umsonst.

Angebot u. Nachfrage - ganz normale Kiste.

So ist eben das Leben. Einfach Männerrasierer und Lotion kaufen. Alles hat vor und Nachteile. Gesetze oder Quoten verschlechtern nur die Chancen der anderen Gruppe ohne das eigentliche Problem zu beheben.

Habe kein Beispiel für Gender Pricing (obwohl nach meinem Gefühl Kleidung für einen Mann mehr kostet als für eine Frau; bzw gibt es bei Frauen wesentlich mehr günstige Kleidung).
Ähnliches habe ich vor kurzem über Produkte für Vegetarier/Veganer gelesen. Obwohl die Produktionskosten sich kaum unterscheiden sollen, wird hier der Preis angezogen. Begründung war, dass Vegetarier einfach bereit sind für ihren Lebensstil mehr Geld auszugeben.

Letztendlich ist das kein reines Gschlechter-Phänomen, daher sollte man sich nicht nur auf den Unterschied bei PReisen von Männer und Frauenprodukten konzentrieren.

Lebensversicherungen, Krankvenversicherungen, Autoversicherungen, Rentenversicherungen, ... Alles zum Nachteil von Männern

Frauen sparen dafür in Swingerclubs. Geht mal als Single-Mann in einen, da zahlts euch dämlich.

Find ich blöde, sowas.
Bei Rasierern kaufe ich auch die Männervariante, aber bei Deo z.B. wirds schwer - da mag ich für mich meist den Männergeruch nicht.

In Clubs mit gegenderten Eintrittspreisen gehe ich nach Möglichkeit nicht (wenn die ganze Freundesmeute da hingeht, ist es allerdings schwer, sich da immer rauszuziehen )

Ich frage mich sowieso, was an Frauenrasierern so anders ist, dass Frauen extra Rasierer brauchen.

Ich bin für ein Experiment, wo Frauen einfach mal Männerrasierer kaufen und gucken was passiert.

Da gabs auch letzt ne Reportage im deutschen Bildungsfernsehen (RTL o. Pro7)

Ich kenn noch ne Zeit, und die ist gar nicht mal so lange her, wie einige gerne weismachen würden, da haben sich deutsche Frauen nicht mal die Achseln rasiert, geschweige denn die Pornomöse.

Da konnte Gillette die Rasierer sogar verschenken, war nix mit Genderpricing.

Wo jetzt die Rasur bei Frauen wichtiger ist als bei Männern ist es ja klar, dass die da richtig reinhauen.

Und natürlich gelingt die Rasur mit einem pinken Frauenrasierer besser als mit einem blauen Männerrasierer, schließlich ist die weibliche Anatomie eine ganz andere.....

Wie steht es eigentlich mit Männerbüstenhaltern, ich finde es eine Ungerechtigkeit, dass es nur in abgelegenen Sexshops für teures Geld gibt...X)8)

Falsch, wurde abgeschafft vor einigen Jahren.

Stichwort Unisex

Popoplops

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Popoplops

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Wurde abgeschafft, zum Nachteil von Männern. Hat er doch geschrieben.

So funktioniert nun mal Marktwirtschaft. Als Unternehmen analysiert man den Reservationspreis potentieller Kundengruppen und richtet dementsprechend die Preise aus. Wenn Frauen bereit sind mehr zu zahlen, wieso sollte man da als Unternehmen auf Gewinne verzichten?

als frau auf einen männerrasierer umzusteigen ist ja nicht wirklich tragisch - handelt es sich bei männerrasierern ja durchweg um "neutrale" farben wie dunkelblau, schwarz, etc. wäre der fall umgekehrt, als männerprodukte teurer als frauenprodukte, würde ich dennoch eher den mehrpreis ausgeben um einen männerrasierer zu kaufen, ehe ich auf einen rosafarbenen frauenrasierer umsteigen würde

zwar kein fall von genderpricing, aber durchaus eine genderspezifische marketingentscheidung die mich überrascht hat: es gibt die "rexona deo stick" deos. vor einigen jahren waren diese deo-sticks unisex, also ohne ein geschlecht auf der verpackung o.ä. direkt anzusprechen. die marke rexona hat sich dann dazu entschieden, diese deo-sticks als "for women" zu vermarkten. es hat sich sonst nichts geändert. die änderung erfolgte, so explizit rexona, ohne etwas an der zusammensetzung zu ändern und allein aus marketinggründen. ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass sich leute vom kauf eines drogerieprodukts abschrecken lassen, nur weil es nicht eindeutig einem geschlecht zugewiesen ist..

seitdem nutze ich offiziell "frauendeo"

Sehr ungerecht z.B. Frauen wollen immer einen PC haben, der möglichst schick aussieht und nicht viel Platz wegnimmt. Deshalb muss es immer ein Notebook sein, gerne auch von Apple.
Der gemeine männliche Nerd spart sich mit seinem Gaming Rechner mit Kabelsalat und allem pipapo dagegen tot, wenn man das Preis/Leistungs-Verhältnis betrachtet.

Wo hat er geschrieben das es abgeschafft wurde?


Popoplops

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schnellerer

zwar kein fall von genderpricing, aber durchaus eine genderspezifische marketingentscheidung die mich überrascht hat: es gibt die "rexona deo stick" deos. vor einigen jahren waren diese deo-sticks unisex, also ohne ein geschlecht auf der verpackung o.ä. direkt anzusprechen. die marke rexona hat sich dann dazu entschieden, diese deo-sticks als "for women" zu vermarkten. es hat sich sonst nichts geändert. die änderung erfolgte, so explizit rexona, ohne etwas an der zusammensetzung zu ändern und allein aus marketinggründen. ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass sich leute vom kauf eines drogerieprodukts abschrecken lassen, nur weil es nicht eindeutig einem geschlecht zugewiesen ist.. seitdem nutze ich offiziell "frauendeo"




Also bei deos ist es ja eindeutig, Frauenschweiss ist viel agressiver und stinkt unausstehlich pervers, da müssen ganz andere Inhaltsstoffe rein um das zu übertünchen und diese Zusatzstoffe kosten nun mal mehr, daher ist es gerechtfertigt, wenn Frauen mehr bezahlen, den Gestank hält doch sonst keiner aus im Büro.

Dafür zahlen Frauen bei Kleidung und Schuhen (SNEAKER) weniger als Männer.

Das gleicht sich alles aus! Eine Medallie hat immer zwei Seiten. Außerdem gibt es mittlerweile auch teurer "Männer Kosmetik" welche man bei den Frauen günstiger bekommt. Alla Feuchtigskeitcreme von Nivea


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