Geräte ohne Ladegerät trotz propritärem Anschluss erlaubt?

eingestellt am 24. Feb 2022
Vorweg: Ich kenne das Bestreben der EU, einheitliche Ladeanschlüsse zu schaffen.

Was ist aber mit Geräten, welche aufgrund ihrer Bauart einfach zu unterschiedlich sind und z.B. viel zu klein für USB-C. Darf sowas ohne Ladegerät ausgeliefert werden?

Klinkt evtl. etwas seltsam aber ich habe da ein passendes Beispiel zu.

Hörgeräte!
Mein Vater hat Hörgeräte verschrieben bekommen und hat sich dann beim Akustiker beraten lassen und hat auch einige Geräte getestet. Er hat sich dann für ein Modell mit Akku entschieden und bekam dann einen Kostenvoranschlag. Alles wie vereinbart, Geräte gekauft (Teilbetrag Krankenkasse, Rest er). Nach 2 Monaten bekam er einen Brief, dass er noch die Ladeschale hätte und diese noch zurück geben müsste.

Der Akustiker hätte für diese Ladeschale die er zu den Leihgeräten bekommen hat gerne 300€ (ist ein Akku mit verbaut damit man auch mal unterwegs laden kann). Eine günstigere Version ohne Akku gäbe es auch, kostet aber immer noch 200€.

Ohne diese Ladeschale können die Geräte nicht mehr geladen und damit nicht mehr genutzt werden. Mein Vater hat jetzt aber keine Lust noch nachträglich 200€ zu zahlen (in erster Linie aus Prinzip). Er wurde nie drauf hingewiesen, das er zusätzlich eine Ladeschale kaufen muss.

Im Internet gibts solche Ladeschalen auch für unter 100€ aber ihn kotzt das Verhalten des Akustikers gerade richtig an. Kundenbindung auf die Asoziale Art. Er war extra nicht bei einer Kette wie Geers oder Fielmann und ist zu einem kleines Meisterbetrieb vor Ort gegangen.

Darf man Geräte verkaufen, ohne essentielle Teile die man NICHT schon tausendfach Zuhause hat ohne die das Gerät schlicht nicht dauerhaft funktioniert? Es geht nicht um ein Ladegerät solange die Ladenschale einen universellen Anschluss hat!

Wenn ich ein Auto kaufe wo der Tankstutzen vom Händler verschlossen wurde und ich das erst nach dem Kauf erfahre und das Auto nur genau eine Tankfüllung lang fahren kann und es dann nicht mehr nutzbar wäre, wäre das sicher nicht erlaubt.

Rückabwicklung verweigert der Akustiker und wäre auch nicht ganz so einfach, da die Krankenkasse ja auch etwa 1500€ gezahlt hat und diese erst nach 6 Jahren erneut zahlt.
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