Abgelaufen

Gesichtserkennung bei real,- und Deutsche Post

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eingestellt am 31. Mai 2017Bearbeitet von:"justthisguy"
Kunden vor Werbedisplays werden auf Geschlecht und Alter hin analysiert um automatisch angepasste Werbung auf den Displays anzuzeigen.

Auf die Gesichtserkennung werden die Kunden bislang weder bei Real, noch bei der Post hingewiesen.

Bei real,- ist die Technik bereits seit letztem Herbst im Einsatz. Mittlerweile in 40 Filialen. "Insgesamt soll das System "binnen kürzester Zeit“ an insgesamt 1100 Bildschirmen in nahezu allen 285 Real-Filialen zum Einsatz kommen, erklärte der Echion-Chef Michael Kimmich laut der Lebensmittelzeitung. Real bestätigte das nicht." (Quelle siehe unten.)

Die Deutsche Post testet bereits in 40 Filialen und Partnershops in Berlin und Köln. Bald sollen 60 weitere in Hamburg und München dazukommen.

Weitere Infos:
Zu real,-: heise.de/-37…931
Zur Deutschen Post: heise.de/-36…944

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Beste Kommentare
Die Nachrichten habe ich vorhin auch wahrgenommen.
Diese Entwicklung finde ich furchtbar.
Online kann man sich ja gegen Werbung schützen - aber im Geschäft? Vllt sollte man mit Maske einkaufen gehen
23 Kommentare
Stell ich mir witzig vor.

Steht eine alte Oma vor dem Display, dann werden Schutzhöschen angezeigt.
Steht eine junge Frau davor, dann sind's Kondome und Alkohol.
Die Nachrichten habe ich vorhin auch wahrgenommen.
Diese Entwicklung finde ich furchtbar.
Online kann man sich ja gegen Werbung schützen - aber im Geschäft? Vllt sollte man mit Maske einkaufen gehen
Ich bekomme irgendwie immer nur Piratenkostüme angezeigt. Harrrr!
kr0k0deal31. Mai 2017

Vllt sollte man mit Maske einkaufen gehen


Warum liegt denn da Stroh rum?
liegt das nicht eher daran

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Ob dann manchem Gesichtskrapfen Schnapswerbung gezeigt wird?
So Scheiße gehört verboten. Nicht mehr lange und die passen die Preise dynamisch an wenn sie Kunden wiedererkennen. Generell Gesichtserkennung sollte verboten werden. Ist ja schließlich bei Kennzeichen und Autos aus verboten (generelle Scans auf Straßen um Fahndungen zu ermöglichen, die section control Kacke ist nach GG ja auch nicht zulässig wird aber aufgrund der begrenzten Speicherung geduldet). Wer stellt sicher dass die mir meiner Fresse nicht was machen? Oder an Payback verkaufen, etc. Geht gar nicht.
Wäre cool wenn es Aufkleber von den Verbraucher- oder Datenschützern geben würde welche man über die Kameras in real kleben könnte. Ruck zuck wäre der Müll wieder abgeschafft.
[deleted]
Bearbeitet von: "lolnickname" 1. Aug 2017
kr0k0deal31. Mai 2017

Die Nachrichten habe ich vorhin auch wahrgenommen.Diese Entwicklung finde …Die Nachrichten habe ich vorhin auch wahrgenommen.Diese Entwicklung finde ich furchtbar.Online kann man sich ja gegen Werbung schützen - aber im Geschäft? Vllt sollte man mit Maske einkaufen gehen


In sifi Filmen wie Minority Report war schon ein schöner Einblick dazu
zentralregister von allen payback- und couponspezis.


El_Pato31. Mai 2017

Wäre cool wenn es Aufkleber von den Verbraucher- oder Datenschützern geben …Wäre cool wenn es Aufkleber von den Verbraucher- oder Datenschützern geben würde welche man über die Kameras in real kleben könnte. Ruck zuck wäre der Müll wieder abgeschafft.



die aufkleber dann aber nicht nur für die kameras. gerne auch direkt aufs display kleben.
justthisguy31. Mai 2017

zentralregister von allen payback- und couponspezis.die aufkleber dann …zentralregister von allen payback- und couponspezis.die aufkleber dann aber nicht nur für die kameras. gerne auch direkt aufs display kleben.


Stimmt. Mit Aufklebern die keine Rückstände hinterlassen. Dann ist der Streitwert gleich null und die können einem nichts, außer Hausverbot wenn sie die Personalien ermitteln können. Da sind wir aber wieder beim Streitwert bzw dem Straftatbestand. Daher darf die Polizei die Personalien nicht raus geben. Erst wenn man wieder auftaucht. Müsste man mal in Angriff nehmen.
El_Pato31. Mai 2017

Stimmt. Mit Aufklebern die keine Rückstände hinterlassen. Dann ist der S …Stimmt. Mit Aufklebern die keine Rückstände hinterlassen. Dann ist der Streitwert gleich null und die können einem nichts, außer Hausverbot wenn sie die Personalien ermitteln können. Da sind wir aber wieder beim Streitwert bzw dem Straftatbestand. Daher darf die Polizei die Personalien nicht raus geben. Erst wenn man wieder auftaucht. Müsste man mal in Angriff nehmen.


Wie wäre es mit Kroko Aufklebern? @admin?
ottinho31. Mai 2017

Wie wäre es mit Kroko Aufklebern? @admin?


Super Idee. Wie damals der MC Mydealz Burger.

El_Pato31. Mai 2017

So Scheiße gehört verboten. Nicht mehr lange und die passen die Preise d …So Scheiße gehört verboten. Nicht mehr lange und die passen die Preise dynamisch an wenn sie Kunden wiedererkennen. Generell Gesichtserkennung sollte verboten werden. Ist ja schließlich bei Kennzeichen und Autos aus verboten (generelle Scans auf Straßen um Fahndungen zu ermöglichen, die section control Kacke ist nach GG ja auch nicht zulässig wird aber aufgrund der begrenzten Speicherung geduldet). Wer stellt sicher dass die mir meiner Fresse nicht was machen? Oder an Payback verkaufen, etc. Geht gar nicht.



Nuja, da macht nur der Datenschutz in Deutschland einen Strich durch bzgl. Wiedererkennung. Da wir ja aber mittlerweile überall nur noch Terroristen haben , akzeptiert ja auch jeder Honk ,wenn Datenschutz gestrichen wird, ohne sich vorher zu informieren.
Kleines altes Beispiel
daten-speicherung.de/ind…on/

Beim neuen Ausweis wurde ja auch versprochen, dass keine Behörden Zugriff auf die Daten bekommen werden

Das schlimmste finde ich aber immer noch: Diejenigen die kein Interesse am Schutz ihrer Daten haben (Unwissenheit, Dummheit, völlige Gleichgültigkeit, was auch immer...), arbeiten gegen diejenigen die Datenschutz wollen, statt auch dort ihre Gleichgültigkeit walten zu lassen.

Bearbeitet von: "Murmel1" 31. Mai 2017
Murmel131. Mai 2017

Nuja, da macht nur der Datenschutz in Deutschland einen Strich durch bzgl. …Nuja, da macht nur der Datenschutz in Deutschland einen Strich durch bzgl. Wiedererkennung. Wenn aber gewisse Parteien an der Macht bleiben und/oder andere hetzerische an die Macht kommen sollten, dann war's das mit dem Schutz. Da wir ja überall nur noch Terroristen haben , akzeptiert das ja auch jeder Honk ohne sich vorher zu informieren.Kleines altes Beispiel http://www.daten-speicherung.de/index.php/nutzen-von-videoueberwachung-in-berlin-und-london/Beim neuen Ausweis wurde ja auch versprochen, dass keine Behörden Zugriff auf die Daten bekommen werden


Also von den ernstzunehmenden Parteien wollen doch alle die Daten der Bürger haben, speichern, etc. Zumindest wenn sie an der Macht sind. Sowas wie die FDP mit einführen und nachher in der Opposition drüber meckern ist ja auch nicht zielführend. Da kommt die Theorie mit den Eisverkäufern am Strand zum Tragen. Und leider interessieren sich die Deutschen für Datenschutz erst wenn es zu spät ist.

Sind die Fingerabdrücke beim Personalausweis denn jetzt doch irgendwo gespeichert? Die restlichen Daten hat der Staat ja eh.
Bearbeitet von: "El_Pato" 31. Mai 2017
Um zu sehen wohin die technische Entwicklung tendiert empfehle ich das (Hör)Buch Silicon Germany.

Erschreckend was uns noch alles erwartet.
[deleted]
Bearbeitet von: "lolnickname" 1. Aug 2017
Man kann die doch auch gut verarschen....

Einfach als junger Mann ganz interessiert auf die TENA-Werbung auf dem Monitor starren.....das schnallt das System nicht....
So ein Monitor steht hier auch seit ein paar Wochen in der Postfiliale. Befindet sich direkt an der Warteschlange und somit in Augenhöhe. Ich weiß nicht ob eine Kamera eingebaut ist und personalisierte Werbung angezeigt wird (wer achtet schon auf Werbung?). Aber es müsste ja möglich sein die Kamera z. B. mit einem Aufkleber zu überkleben. In meinem Stickeralbum von 1997 finden sich bestimmt noch ein paar Aufkleber von Del Monte, Chiquita, Dole ... ach, um die Aufkleber eigentlich viel zu schade.

14134134-UVHuC.jpg
Es gab übrigens auch den Post-Rolf zum Kleben:

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Bearbeitet von: "chris99" 1. Jun 2017
es gibt ein paar neuigkeiten. heise berichtet ziemlich ausführlich:



"Aktivisten des Vereins Digitalcourage wollen die Deutsche Post und die Supermarktkette Real verklagen, weil diese in ihren Filialen Gesichtserkennungstechnik für Werbezwecke testen lassen. Spezielle Kamerasysteme an Werbedisplays erfassen von davorstehenden Kunden Geschlecht und Alter, damit auf dem Bildschirm aufs Publikum angepasste Werbung gezeigt werden kann. Digitalcourage sieht darin einen groben Übergriff auf die Privatsphäre und einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz.

Bei Real wird die Technik in derzeit 40 Filialen getestet, wobei die Displays von der Firma Echion betrieben werden. Bei der Post wiederum testet man in 100 Partner-Filialen an den Standorten Köln, Hamburg, München und Berlin. In Realläden wird zwar durch ein Schild auf Videoüberwachung hingewiesen – dass es aber um Werbepersonalisierung geht, findet keine Erwähnung. Auch die Deutsche Post sah keine Erfordernis, "Kunden in der Testphase gesondert darüber zu informieren.“

Bei Digitalcourage findet man das mehr als unzureichend, da "Kundinnen nicht vor der Tragweite der Beobachtung gewarnt sind". Der Süddeutschen Zeitung erklärten die Aktivisten, dass sie einen Verstoß gegen Paragraph 6b in Bundesdatenschutzgesetz sehen. Die Videoüberwachung werde zweckentfremdet und diene nicht mehr dem eigentlichen Ziel der Diebstahlsprävention. "Die Kennzeichnung ist auf keinen Fall ausreichend", sagte Padeluun, ein Mitgründer des Vereins, der Zeitung "Die Leute, die das mitbekommen haben, fühlen sich verarscht."

Die Technik dahinter nennt sich Adpack und stammt von dem Berliner Unternehmen Indoor Advertising. Sowohl die Post als auch Real sehen sie als unbedenklich an – es würden nämlich nur Anzahl der Betrachter, Geschlecht, Alter und Blickkontakte in die Werbeoptimierung einfließen. Die Bilder aus den Kameras würden lediglich in einem Mini-Rechner mit Android vor Ort analysiert und dann sofort verworfen – ein Prozess von rund 150 Millisekunden.

Die errechneten Metadaten würden dann verschlüsselt an Server übertragen, die die Werbeausspielung steuern. Die Daten würden nicht an Dritte weitergegeben. Auch gebe es laut Adpack keine Möglichkeit, Bilddaten aus den Rechnern zu extrahieren oder eindeutige Signaturen zu errechnen, um Gesichter wiederzuerkennen.

So werde weder das Recht am eigenen Bild angetastet noch entstünden personenbezogene Daten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes, argumentieren die Unternehmen unisono. Zur drohenden Klage erklärte ein Sprecher von Real, dass bislang noch keine Klageschrift eingegangen sei, weshalb man keine Stellung dazu nehmen könne. Die Post erklärte: "Die Technik wurde auf datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit geprüft und ist mit dem ePrivacy-Siegel zertifiziert worden. Insofern entspricht der Test datenschutzrechtlich allen gesetzlichen Vorgaben.“

Doch abgesehen von der rechtlichen Seiten sehen die Aktivisten auch noch wirtschaftliche Nachteile für die Unternehmen, die ihre Kunden derartig tracken: "Wenn Führungspersonen im Einzelhandel jedoch entscheiden, das Tracking ins analoge Leben zu holen, machen sie sich ein Alleinstellungsmerkmal kaputt. Für Konsumentinnen mit Bewusstsein für Datenschutz und Privatsphäre ist es durchaus attraktiv, beim Kauf mit Bargeld an der Supermarktkasse eben nicht beobachtet und durchleuchtet zu werden.“ Eine Online-Petition hat inzwischen auch die Geschäftsführung von Real zum Stopp der Tests aufgefordert."


quelle: 09.06.2017 heise.de/-37…815

online-petition: weact.campact.de/pet…rkt



"In Real-Märkten werden derzeit Kamera-Systeme getestet, die von Kunden vor Werbedisplays Geschlecht und Alter erfassen. Die bayrische Datenschutzbehörde hält das für unbedenklich.

Die unter anderem in Märkten der Kette Real erprobte Gesichtsscan-Technik ist laut Einschätzung des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht unbedenklich. Spezielle Kamerasysteme an Werbedisplays erfassen dabei von davor stehenden Kunden Geschlecht und Alter, damit auf dem Bildschirm aufs Publikum angepasste Werbung gezeigt werden kann. Das System sei aber so restriktiv gestaltet, dass alle Anforderungen an eine Anonymisierung erfüllt seien und keine personenbezogenen Daten erhoben würden, erklärte ein Sprecher der Behörde. Zuerst hatte das Handelsblatt über die Einschätzung der Datenschützer berichtet.

Bei Real wird die Technik in derzeit 40 Filialen getestet, wobei die Displays von der Augsburger Firma Echion betrieben werden. Die Datenschützer hatten vergangene Woche spontane Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt und das System bei Echion begutachtet, führte der Sprecher aus.

Die Technik dahinter nennt sich Adpack und stammt von dem Berliner Anbieter Indoor Advertising. Die Kamerabilder werden dem Unternehmen zufolge in einem Mini-Rechner mit Android vor Ort analysiert und dann sofort verworfen – ein Prozess von rund 150 Millisekunden. Lediglich Anzahl der Betrachter, Geschlecht, Alter und Blickkontakte sollen an die Server des Unternehmens weitergeleitet werden und als Metadaten in die Werbeoptimierung einfließen.

Die Genauigkeit des Systems sei nicht besonders gut, hieß es seitens der Behörde; es sei zum Beispiel nur allgemein erfassbar, dass gerade recht viele Senioren vor den Displays stünden. Echtes Tracking von Personen sei damit aber nicht möglich.

Real weist in den Läden durch ein Schild auf Videoüberwachung hin – dass es aber auch um Werbepersonalisierung geht, findet keine Erwähnung. Angesichts der Beschränkungen des Systems sehen die bayrischen Datenschützer in diesem Fall aber auch keine gesetzliche Pflicht zur Kennzeichnung. Allerdings schränkte Behörden-Chef Thomas Kranig gegenüber dem Handelsblatt ein: "Unsere Aufgabe ist es, das derzeit laufende System zu prüfen. Wir testen nicht, was theoretisch mit der Technik möglich wäre."

Neben Realmärkten wird das System derzeit auch von der Deutschen Post in 100 Partner-Filialen an den Standorten Köln, Hamburg, München und Berlin erprobt. Aktivisten des Vereins Digitalcourage haben vergangene Woche angekündigt, Post und Real wegen dieser Pilottests verklagen zu wollen. Die Unternehmen betonen hingegen unisono die datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit der Werbeoptimierung per Gesichtsscan."


quelle: 12.06.2017 heise.de/-37…086

im heise forum empfiehlt ein user "einen Morphsuit, eine RFID-sichere Hülle für den e-Perso und natürlich Bargeld."
Bearbeitet von: "justthisguy" 13. Jun 2017
"Werbedisplays mit Gesichtsscan: Real beendet Tests in Supermärkten

Einzelhandelskette Real rudert zurück: Die Displays, die Gesichter von Kunden zur Werbeoptimierung scannen, sollen nicht weiter in den eigenen Märkten getestet werden. Der Kundennutzen der Technik sei nicht nachvollziehbar.

Die Supermarktkette Real stoppt die laufenden Tests mit Werbedisplays im Kassenbereich, die Gesichter zur Werbeoptimierung scannen. Als Grund gab das Unternehmen in einer Mitteilung die öffentliche Diskussion an, die nach Bekanntwerden der Tests losbrandete. Diese habe den Eindruck erweckt, "in real,- Märkten würden im Kassenbereich ohne Wissen der Kunden Daten erhoben“, hieß es.

Die Tests fanden in 41 Filialen der Kette statt, wobei sie eigentlich vom Display-Betreiber Echion durchgeführt wurden, einer Firma aus Augsburg. Real hatte stets betont, nur die Durchführung zu erlauben, nicht aber selber Testbetreiber zu sein. Spezielle Kamerasysteme in Werbedisplays erfassen dabei von davor stehenden Kunden Geschlecht und Alter, damit auf dem Bildschirm aufs Publikum angepasste Werbung gezeigt werden kann. Real wies durch Schilder auf eine Videoüberwachung hin, benannte dabei aber nicht, dass es auch um Werbeoptimierung geht.

Die Technik dahinter nennt sich Adpack und stammt von dem Berliner Anbieter Indoor Advertising. Die Kamerabilder werden dem Unternehmen zufolge in einem Mini-Rechner mit Android vor Ort analysiert und dann sofort verworfen – ein Prozess von rund 150 Millisekunden. Lediglich Anzahl der Betrachter, Geschlecht, Alter und Blickkontakte sollen an die Server des Unternehmens weitergeleitet werden und als Metadaten in die Werbeoptimierung einfließen.

Rein rechtlich gesehen hätte Real vielleicht nicht diesen Schritt gehen müssen. Denn zumindest das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht stufte die Technik als unbedenklich ein. Das System sei so restriktiv gestaltet, dass alle Anforderungen an eine Anonymisierung erfüllt seien und keine personenbezogenen Daten erhoben würden, hatte die Behörde erklärt. Real hatte zuvor ähnlich argumentiert und die Technik verteidigt.

Die Supermarktkette hat wohl eher aus Imagegründen kalte Füße bekommen. In der Mitteilung heißt es: "Der Kundennutzen vom Einsatz technologischer Weiterentwicklungen muss jederzeit für Kunden nachvollziehbar sein. Das war im vorliegenden Fall nicht gewährleistet.“ Künftig wolle man technische Innovationen in enger Abstimmung mit "real,- Kundenbeiräten und Fokusgruppen erörtern“, gelobte das Unternehmen.

Neben Real wurden auch Tests der Technik in rund 100 Partnerfilialen der Deutschen Post bekannt. Dort macht man sich aber offenbar weniger Sorgen ums Image, einen Stopp ließ der Konzern bislang nicht verlautbaren."


quelle: 27.06.2017 heise.de/-37…306
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