Gewerbe anmelden - Rechte und Pflichten

Hallo zusammen,

gemäß einigen Deal-Kommentaren haben ja einige hier ein Gewerbe angemeldet. Ich spiele derzeit auch mit dem Gedanken ein Gewerbe an zu melden, um hierüber an und an kleinere, anfallende Aufgaben (hauptsächlich Dienstleistung, Beratung) ab zu fackeln. Weiter würden sich natürlich noch positive Nebeneffekte ergeben, wie z.B. bei den Deals für Gewerbetreibende mitspielen zu können
Ich möchte dieses Gewerbe nicht als Haupttätigkeit nutzen sondern wirklich nur "nebenbbei". Habt ihr Erfahrungen welche Rechte und Pflichten sich daraus ergeben?
Lohnt es sich ein Gewerbe nur so "nebenher" laufen zu lassen?
Mit welchen Extra-Aufwänden habe ich zu rechnen (z.B. Steuererklärung), und welche weitere Vorteile ergeben sich auf der anderen Seite dadurch?
Würde mich über ein paar Rückmeldungen freuen.
Frohes Schnappen.

Gruß
Chrisu

20 Kommentare

Für Beratung brauchst du kein Gewerbe da du keine Werte schaffst.
Sei bitte genauer was du machen willst... Es gibt ja immernoch den zwang zur Kammer. Teilweise GEZ anmelden für Gewerbe.

Das ist nicht zu empfehlen...stell Dich lieber auf den Standpunkt, dass du zum Eigenverbrauch kaufst und wieder verkaufst. Hilfe und Beratung organisierst du am besten als Tausch...heb alle Quittungen auf, damit du Dich u. U. später erklären kannst.

Solltest du jetzt bereits Arbeiten solltest du auch mal einen Blick in den Arbeitsvertrag werfen was der Arbeitgeber davon hält.

Hallo zusammen,

vielen Dank soweit für eure Antworten.
Um es etwas zu konkretisieren:
Es geht um IT Dienstleistungen (Server-Administration, Homepagepflege, ...), wobei da auch gerne mal Anschaffung neuer HW anstehen könnte - die ich ja dann als Gewerbetreibender auch günstiger bekommen könnte?!
Mein Arbeitgeber ist informiert, sollte es aber konkret werden, würde ich mir hier nochmal eine schriftliche Zustimmung holen.
Prinzipiell geht es mir auch darum für etwaige zukünftige Ideen gerüstet zu sein ...
Ich denke dass es auch ein Argument für zukünftige Kunden sein könnte, lieber einen Auftrag an ein angemeldetes Gewerbe zu vergeben wie an eine Privat-Person die das so nebenbei macht ...
Prinzipiell höre ich hier aber eher die Empfehlung es doch lieber zu lassen?

Gruß
Chrisu

Das sollte man so pauschal nicht sehen. Am Ende ist es die Frage wie groß das wirkliche Volumen sein wird um wirtschaftlich gesehen entscheiden zu können ob sich das ganze lohnt.

Wenn du Hardware verkaufst denke bitte auch an die Gewährleistung und für dich daraus mögliche Folgen. Wegen der Umsatzsteuer (im Volksmund Mehrwertsteuer) solltest du dich auch bereits belesen oder ggf. sogar mit einem Steuerberater sprechen, ein spannender Punkt ist dann z.B. die Kleinunternehmerregelung.

Aus damaliger Erfahrung:

Steueraufwand: max. 30 Minuten für den gewerblichen Teil in der Steuererklärung notwendig.

(allerdings nur, wenn der Anteil des Gewerbes gering ist)

Jedes Jahr Steuererklärung notwendig, ansonsten habe ich keine Nachteile oder nennenswerte Aufwendungen


Vorteile: keine. Ausser für einige Dealkäufe. Metro verschenkt dann auch an Neugewerbler einen 50€ GS.


Achja, das ist keine steuerrechtliche Beratung.

@Chrisu:
Warum solltest du es sein lassen? Ich habe mein Gewerbe auch seit 2009 am laufen. Generiere aber monatlich auch Einnahmen. Als Kleinunternehmer ein Gewerbe zu führen dürfte ja für dich ausreichend sein.

Vorteile wie hier bereits beschrieben: Du kannst als Gewerbetreibender in Geschäftskundenshops einkaufen, Metro oder Selgros gehen. Negativ, wenns das überhaupt ist: Du musst jedes Jahr eine Steuererklärung abgeben. Wenn du das nicht ohnehin schon tuhst.

Ansonsten sehe ich keinen Grund es sein zu lassen, wenn du ein gutes Konzept hast ...

Vom Verkaufen von Hardware kann ich dir abraten.
Damit verdienst du dir kein Geld und holst dir viele Probleme rein die du nicht willst.

Ein Kleingewerbe anmelden ist aber keine große Sache und wenn du wirklich einen Plan hast wie du an Kunden und Geld kommst, dann rate ich dir auch dazu.

Du musst aber aufpassen dass du keine "Liebelei" machst. Wenn du dich anmeldest musst du auch tatsächlich die Absicht haben Gewinn zu erzielen.

SeeeD

Vom Verkaufen von Hardware kann ich dir abraten. Damit verdienst du dir kein Geld und holst dir viele Probleme rein die du nicht willst.


Ich würde generell von materiellen Sachen absehen, die man verkaufen kann (wie Medienartikel, etc.). Weils das nicht bringt. Da hat man keine Freude beim verkaufen. Aber er wollte ja sowieso eher auf die Dienstleistungsschiene.

Und da muss man halt sehen, wie gut ein Konzept ist. Wie sich der Kundenstamm entwickelt usw. ...

Gewerbeamt, zapp 20 Euro + 20min deiner Kostbaren Zeit, Ende des Jahres als Anlage N deinen Umsatz reinkloppen, ich denke mal als Kleingewerbetreibender korrekt?

Immer §19 (Keine Ausweisung der MwSt.) auf deine Rechnungen klatschn!!

Metrokarte direkt anfordern ;o) für Steaks und Legoangebote !!!!

Danke für die vielen Rückmeldungen.
So wie dusel77 das angesprochen hat, habe ich es mir auch vorgestellt
Die Sache mit Material-Verkauf ist natürlich richtig. Ärger mit Gewährleistung o.Ä. möchte man sich wirklich nicht ins Haus holen - dann muss der Verdienst hier eben doch mit einer Kaufberatung entstehen
Ihr sprecht immer vom Kleingewerbe - ab, bzw bis wann, ist ein Gewerbe denn ein Kleingewerbe? Ich vermute das orientiert sich am Umsatz?
Muss ich denn mit Problemen rechnen, wenn ich zu geringen Umsatz mache? Bzw. mal ein paar Monate gar keinen Umsatz?
Danke nochmals

So einfach ist es aber auch nicht, wie duse77 hier schreibt. Da gehört schon etwas mehr dazu. Die Anlage N ist nicht das einzige was man ausfüllen muss für das Gewerbe bei der Steuererklärung!

Ja, das Kleinunternehmerregelung orientiert sich am Umsatz. Hast du dich den nicht informiert wo die Obergrenze liegt? Ich denke nicht das du mit Problemen rechnen musst, wenn du ein paar Monate keinen Umsatz hast. Es stellt sich dann nur die Frage, ob es Sinn macht, bei wenigen bis gar keinen Aufträgen ein Gewerbe zu führen.

Chrisu

Danke für die vielen Rückmeldungen. So wie dusel77 das angesprochen hat, habe ich es mir auch vorgestellt Die Sache mit Material-Verkauf ist natürlich richtig. Ärger mit Gewährleistung o.Ä. möchte man sich wirklich nicht ins Haus holen - dann muss der Verdienst hier eben doch mit einer Kaufberatung entstehen Ihr sprecht immer vom Kleingewerbe - ab, bzw bis wann, ist ein Gewerbe denn ein Kleingewerbe? Ich vermute das orientiert sich am Umsatz? Muss ich denn mit Problemen rechnen, wenn ich zu geringen Umsatz mache? Bzw. mal ein paar Monate gar keinen Umsatz? Danke nochmals




Kleingewerbe ist bis zu einem Umsatz von 17500 € wenn du aber drüber bist kann man das auch für das Rückwirkende Jahr mal machen.

Wenn dein Umsatz (Gewinn) mies ist, musst du das als Verlust auch angeben, ganz easy..
Bei dem Programm Elster (Anlage N) kann man alles sauber eintragen..

Das Finanzamt kann natürlich nach 2-4 Jahren Verlust dir eine Frage stellen und dir das als Hobby auslegen. Das ist eigentlich nicht schlimm...

Ganz wichtig, führe ein bisschen anständig deine Unterlagen, wenn deinem Finanzamt irgendetwas auffälliges unklar ist, musst du die Unterlagen einreichen !!

Es gibt kein Kleingewerbe.

Kleinunternehmer hat nur etwas mit der Umsatzsteuer zu tun.

brotfahrer81

Das ist nicht zu empfehlen...stell Dich lieber auf den Standpunkt, dass du zum Eigenverbrauch kaufst und wieder verkaufst. Hilfe und Beratung organisierst du am besten als Tausch...heb alle Quittungen auf, damit du Dich u. U. später erklären kannst.



Sorry, aber damit wäre ich mehr als vorsichtig...

Klar gibts hier auch "Freibeträge", aber wenn er da deutlich drüberliegt, dann ist das ggf. Steuerbetrug vom feinsten, da wohl ein gewerbliches Handeln vorliegt...(wird das Finanzamt oder ein böser Kunde/Wettbewerber/Nachbar schon mal prüfen)

Dies ist keine Rechts- oder Steuerberatung, dies sollte man sich aber sicherlich bei einem Fachmann einholen - bevor man meint man könnte nach belieben "Privatverkäufer" sein...

brotfahrer81

Das ist nicht zu empfehlen...stell Dich lieber auf den Standpunkt, dass du zum Eigenverbrauch kaufst und wieder verkaufst. Hilfe und Beratung organisierst du am besten als Tausch...heb alle Quittungen auf, damit du Dich u. U. später erklären kannst.



Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Wenn du (auch im Nachhinein) belegen kannst, dass es für Dich plus-minus-Null zum Eigengebrauch aufging, dass passiert Dir gar nichts. Wichtig ist einfach nur, die Belege aufzubewahren. Erklären würde ich mich nicht freiwillig.

brotfahrer81

Das ist nicht zu empfehlen...stell Dich lieber auf den Standpunkt, dass du zum Eigenverbrauch kaufst und wieder verkaufst. Hilfe und Beratung organisierst du am besten als Tausch...heb alle Quittungen auf, damit du Dich u. U. später erklären kannst.



In den "Warnungsthread" gehts wohl um dich....
Der TE hat also deine Daten - mit so einer Einstellung/Äußerung könnte die nächste Steuererklärung interessant (zumindest aber Aufwendiger) werden...

brotfahrer81

Das ist nicht zu empfehlen...stell Dich lieber auf den Standpunkt, dass du zum Eigenverbrauch kaufst und wieder verkaufst. Hilfe und Beratung organisierst du am besten als Tausch...heb alle Quittungen auf, damit du Dich u. U. später erklären kannst.



Hau rein...kein Problem!

sorry falscher thread

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