Gutschein auf Rechnung - Wie MUSS ein Gutschein auf einer Rechnung abgerechnet werden?

Hallo,

hier einmal eine Frage an die Rechtsanwälte und Rechnungswesen-Profis unter euch:

Der Internetanbieter "notebooksbilliger.de" verteilt gerne Gutscheine für Meinungen und z.B. die Kundenkarte. Wenn man dann eine Bestellung aufgibt und einen Gutschein (sagen wir einmal 10€) einlöst, dann wird der Gutschein NICHT explizit auf der Rechnung ausgewiesen, sondern der erste Artikel wird einfach um den Gutscheinbetrag "reduziert".

Hat man nun aber mehrere Produkte auf der Rechnung stehen, dann tritt beim Widerruf/Umtausch des ersten, reduzierten Artikel ein Problem auf. Man bekommt nur den reduzierten Wert des ersten Artikels zurückerstattet und die 10€ Gutschein werden nicht auf den Rest der Rechnung angerechnet ...

Ist das abrechnungstechnisch/rechtlich korrekt? Darf der Anbieter "selber" festlegen für welchen Artikel der Gutscheinwert angerechnet wird?

Für sachdienliche Hinweise (am besten mit entsprechenden Links zu rechtlichen oder sachlichen Beweisen) bin ich euch sehr dankbar!

5 Kommentare

Wie sehen denn die Gutscheinbedingungen aus? Ist etwas in den AGB´s festgelegt?

Naja ist ziemlich seltsam. Der Gutschein ist ja eine zu aktivierende Verbindlichkeit, die evtl. auch für versch. Geschäftsjahre abgegrenzt werden muss.

Die Buchung lautet quasi

Promotionaufwand an Verbindlichkeiten f. Gutscheininhaber

Wenn der Gutschein ausgestellt wird.

Wenn die Rechnung erstellt wird, muss wiefolgt gebucht werden.

Bank
Verbindlichkeiten f. Gutscheininahber an Waren

---
Wenn es ein Universalgutschein ist, dann wäre ein Sofortrabatt natürlich möglich. Der Versender behandelt die Gutscheine wahrscheinlich wie einen Sofortrabatt, was natürlich nicht 100% sauber ist, selbst wenn die AGB entsprechend gestaltet.

@lodos: Die Ausführungen zur Bilanzierung sind falsch und zudem hier irrelevant.
@qualityfirst: hierfür müsste man die genauen Bedingungen des Gutscheins und ggfs. den Bedingungen in den AGB zu Gutscheinen kennen. Grds. würde ich aber sagen, dass der GS auf die Bestellung gilt und nicht auf den ersten oder teuersten Artikel. Zumindest in der Theorie, denn wenn der Anbieter das in der Realität verweigert, wirst du ohne Klage nicht an die 10€ kommen und das Risiko lohnt nicht wirklich für läppische 10€...

Zitat:
Ist das abrechnungstechnisch/rechtlich korrekt? Darf der Anbieter "selber" festlegen für welchen Artikel der Gutscheinwert angerechnet wird?

Ich hatte mal bei Rossmann einen auf mydealz erwobenen 20 €-Gutschein eingelöst. Um Versandkosten zu sparen, habe ich einfach ein Handy für 60 € dazu bestellt.

Auf der Rechnung stand das Handy dann für 40 €. War ich natürlich verunsichert. Habe nichts weiter unternommen! Und nachdem ich das Handy zurückgeschickt habe - wurden mir aber auch 60 € erstattet. So wie es richtig ist. Ansonsten hätte ich dort angerufen. Okay, der Gutschein war ja ein gekaufter, aber die Rechnungsmethode war ja im Prinzip die selbe.

Ich würde Notebooksbilliger einfach anrufen/anmailen. Immerhin hat der Gutschein ja seine Wirkung FÜR DICH nicht erfüllt.

Solange das bei Teilretouren wie geschildert gehandhabt wird, ist das doch nur eine Darstellungsfrage.
Bindung an einen bestimmten Artikel sollte mMn nur dann möglich sein, wenn bspw. der Rabatt explizit nur auf den ersten oder teuersten Artikel gewährt wird.

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