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Ich habs nicht durchgespielt, aber wenn es einen Tarif nur gegen Adressdaten gäbe, wäre die Einschätzung sehr einfach

xmetal

Ich habs nicht durchgespielt, aber wenn es einen Tarif nur gegen Adressdaten gäbe, wäre die Einschätzung sehr einfach



Ja das stimmt

KFZ-Versicherung soll auch erst demnächst kommen. Da fände ich persönlich interessant, wenn es denn tatsächlich die 40% wären, von ich aber mal nicht ausgehe...

xmetal

Ich habs nicht durchgespielt, aber wenn es einen Tarif nur gegen Adressdaten gäbe, wäre die Einschätzung sehr einfach


Hast du es denn mal durchgespielt? Kommt erst Angebot oder nur gegen Adresse?

Habe es nicht durchgespielt. Musste erstmal mich hier informieren. Traue der Sache nicht ganz. Habe insbesondere keine Lust, mit Werbung zugespamt zu werden.

Fraglich ist auch, ob Versicherer wie z.B. die HUK-Coburg da mitmachen (würden). Friendsurance ist ja wohl selbst Vermittler. Soweit ich weiß macht die HUK nur einen Direktvertrieb. Man könnte also, sofern man z.B. HUK-Coburg Kunde wäre, nichts sparen.

Die sind schon seit ein paar jahren auf dem markt und wohl auch seriös.

Hatte mich mal vor längerem über eine Haftpflichtversicherung bei denen informiert.

Was ich noch nicht ganz verstehe ist deren Berechnung:

In dem Beispiel auf der Website zahlt ein Kunde 100 Euro für seine Versicherung. Laut Werbeaussage soll die Versicherung ja nicht teurer werden, wenn man "Friendsurance-Kunde" ist.

Die 100 Euro zahlt der Kunde also an Friendsurance. Die packen von den 100 Euro 40 Euro in den "Gruppentopf" und leiten 60 Euro an die (bestehende) Versicherung weiter.

Wie kann, obwohl die Versicherung nur 60 Euro / Prozent der bisherigen Versicherungsprämie bekommt, voller Versicherungsschutz bestehen und die Versicherung sich damit zufrieden geben? Da ja die Versicherung laut Aussage nicht teurer wird, so nehme ich an, dass sich der Vertrag auch nicht ändert. Somit wäre der Versicherungsbeitrag nicht (vollständig) bezahlt.

Ich würde sagen, Du hast das Geschäftsmodell von und die Idee hinter Friendsurance nicht im Ansatz verstanden. X)

peng

Ich würde sagen, Du hast das Geschäftsmodell von und die Idee hinter Friendsurance nicht im Ansatz verstanden. X)



Ja deswegen habe ich ja auch geschrieben, dass ich das nicht "verstehe".

pinarella

Ja deswegen habe ich ja auch geschrieben, dass ich das nicht "verstehe".



friendsurance.de/faq

peng

Ich würde sagen, Du hast das Geschäftsmodell von und die Idee hinter Friendsurance nicht im Ansatz verstanden. X)



Kurz gesagt: Durch die "soziale Kontrolle" unter den Feunden, die gemeinsam einen kleinen Versichertenpool bilden, sinkt die Betrugsrate und damit die Schadenssummen für die Versicherungen. Das dadurch eingesparte Geld wird anteilig zurückgezahlt. Soweit ersichtlich kein mieser Trick und kein Hexenwerk sonder clever ausgedacht und vorteilhaft für alle Beteiligten.

Ein disruptives Modell für die Versicherungswirtschaft, die ja ihr komplettes Geschäftsmodell bislang auf Misstrauen, Angst, Intransparenz und versteckten Ausschlussklauseln im Kleingedruckten aufgebaut hat. Drum wären sie auf sowas auch niemals selbst gekommen...

peng

Ich würde sagen, Du hast das Geschäftsmodell von und die Idee hinter Friendsurance nicht im Ansatz verstanden. X)



Danke für die TOP-Erklärung!

Also müsste ich mir selbst ein paar Freund und Bekannte "suchen", die sich dort mit mir dann auch anmelden würden? Oder kommen diese "Gruppen" anders zustande?

peng

Ein disruptives Modell für die Versicherungswirtschaft, die ja ihr komplettes Geschäftsmodell bislang auf Misstrauen, Angst, Intransparenz und versteckten Ausschlussklauseln im Kleingedruckten aufgebaut hat. Drum wären sie auf sowas auch niemals selbst gekommen...



"Tim Kunde: Die Definition eines großen bzw. eines kleinen Schaden hängt vom jeweiligen Tarif des Versicherten ab. Friendsurance setzt in jedem Tarif die Selbstbeteiligung auf den maximal möglichen Wert. Dieser Wert definiert dann die Grenze zwischen kleinem und großen Schaden: Wenn ein Schaden entsteht, wird der Schaden bis zur Selbstbeteiligungshöhe von der Gruppe getragen. Hierzu wird bei jedem Gruppenmitglied ein Teil der Rückzahlung (bis zu 50€) einbehalten, echte Kosten entstehen für die Gruppenmitglieder nicht. Dies ist der kleine Teil des Schadens. Alles über der Selbstbeteiligungshöhe wird von der jeweiligen Versicherung des Geschädigten getragen, dies ist der große Teil des Schadens."

Also Selbstbeteiligung gab es auch schon vor Friendsurance.

peng

Ein disruptives Modell für die Versicherungswirtschaft, die ja ihr komplettes Geschäftsmodell bislang auf Misstrauen, Angst, Intransparenz und versteckten Ausschlussklauseln im Kleingedruckten aufgebaut hat. Drum wären sie auf sowas auch niemals selbst gekommen...



Also mit anderen Worten bildet man mit anderen Mitgliedern von Friendsurance einfach kleine Zusatzversicherungen, welche die dann eingerichtete Selbstbeteiligung dieser kleinen Gruppe versichern. Die Gemeinschaft haftet also für alles bis zu SB-Grenze.

pinarella

Danke für die TOP-Erklärung! Also müsste ich mir selbst ein paar Freund und Bekannte "suchen", die sich dort mit mir dann auch anmelden würden? Oder kommen diese "Gruppen" anders zustande?



Im Moment ja meines Wissens.

JohnnyBonjourno

Also Selbstbeteiligung gab es auch schon vor Friendsurance.



Du verwechselst Prinzip und Umsetzung. Jede Versicherung funktioniert letzten Endes nach dem Prinzip der Solidargemeinschaft: Es existiert ein Risiko, das einer allein nicht tragen kann oder möchte im Schadensfall. Daher zahlen alle einen vergleichbar kleinen bis minimalen Teil des möglichen Schadens in einen gemeinsamen Topf und wenn es dann einen erwischt wird der Schaden aus diesem Topf beglichen. Wer keinen Schaden hat, hat (für sich) umsonst bezahlt - aber im Schadensfall ist er abgesichert. Wenn gar kein Schaden auftritt gibt es das Geld (vielleicht) zurück. Ob man dabei Handys, Autos, Leben, Krankheit oder sonst was versichert ist erst mal egal - das Prinzip ist immer gleich. Die Organisation davon (die im Detail durchaus kompliziert ist in Sachen Risikobewertung) übernehmen Versicherungsgesellschaften und die achten sehr genau darauf, dass sie in der Summe mehr einnehmen als sie ausgeben - von der Differenz davon bauen sie dann Glaspaläste. D.h. Versicherungen sind eigentlich durchgängig deutlich teurer, als aufgrund des Risikos gerechtfertigt wäre. Und damit das nicht so auffällt machen sie komplizierte Bedingungen und individuelle Risikobewertung - es ist also am Ende meist keine echte Solidargemeinschaft mehr. Daher kommen z.B. die Unterschiede zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (echte Solidargemeinschaft - alle zahlen das gleiche auf Basis der Leistungsfähigkeit, alle kriegen die gleichen Leistungen) und privater Krankenversicherung (individuelle Risikobewertung, individueller Beitrag, individuelle Leistungen).
Problem dabei ist nun: Wenn die Gemeinschaft zu gross wird wird sie anonym und die Bereitschaft zu bescheissen steigt - man schädigt ja keine konkrete Person sondern eine anonyme Masse bzw. Gesellschaft oder Firma. Das Geschäftsprinzip der Versicherungen durch viele Mitglieder einen besseren Schnitt zu machen wird also zum Problem. Da setzt Friendsurance an und bildet kleine, nicht anonyme Solidargemeinschaften mit sozialer Kontrolle. Im Prinzip könntest Du das auch selber machen, wenn Du Dich mit ein paar Kumpels zusammentust oder innerhalb der Familie und z.B. gemeinsam einen Topf machen, aus dem ihr z.B. Eure Handys absichert. Die Hemmschwelle zum Bescheissen wäre deutlich höher als bei einer "normalen" Versicherung - un Du würdest Dir die "Mitversicherten" auch genau nach diesem Kriterium aussuchen.

Das Problem: Kleine Solidargemeinschaften können keine grossen Risiken abfedern - dazu ist nicht genug Kapital im gemeinsamen Topf. Daher ist bei Friendsurance dahinter noch mal eine "normale" Versicherungsgesellschaft - die dient als Rückversicherer für grosse Risiken - und das ist vergleichsweise billig, weil das Risiko vergleichsweise niedrig ist. Praktisch umgesetzt wird das über die Selbstbeteiligung bei der Rückversicherung, das ist aber eigentlich irrelevant. Die grossen Versicherungsgesellschaften machen das nicht anders - dafür gibt es dann z.B. die Munich Re. Die haben als Rückversicherer eine extrem dicke Kapitaldecke und wenn z.B. eine grosse Flutkatastrophe kommt müssen sie dann ran.

Dieses Prinzip wird nun einfach eine Stufe näher Richtung Endverbraucher geschubst. Die "Friends" sind die Versicherung, die Versicherungsgesellschaft ist der Rückversicherer. Ergebnis: Weniger Schäden für die Versicherung und die Rückversicherung, insgesamt weniger Schadensfälle, günstiger für den Endverbraucher. Das ist jedenfalls die Idee - wie gut es funktioniert - keine Ahnung.

Ich selber habe z.B. seit vielen Jahren eine Privathaftpflicht mit relativ hoher Selbstbeteiligung - dadurch ist sie sehr billig. Ich wollte halt explizit nur Schäden absichern, die mir finanzielle Probleme machen würden oder zumindest ärgerlich wären und dieser Schwellwert ist (bei mir) vergleichsweise hoch. Daher sind die Beiträge niedrig - einen Schaden hatte ich allerdings noch nie. Ob ich mit friendsurance sparen könnte glaube ich für mich persönlich eher nicht - vielleicht liesse sich aber für wenig Geld der Bereich der kleinen Schäden absichern. Genau das brauche ich aber nicht, weil das kann ich selber tragen und oft kommt das nicht vor... Von den über die Jahre gesparten Beiträgen könnte ich die Selbstbeteiligung im Schadensfall mittlerweile mehrfach finanzieren. Daher der Rat sich vor Abschluss einer Versicherung erst mal zu überlegen, was man eigentlich versichern will - typischerweise nur das, wo es richtig weh tut oder was einen ruinieren würde. Bei allem anderen lohnt es sich in der Regel nicht - hexen können die Versicherungen ja auch nicht, Du zahlst IMMER mehr, als Du voraussichtlich an Schaden verursachst. Letzten Endes ist es eine Wette. Für ein Handy lohnt sich das eigentlich nie.




pinarella

Also mit anderen Worten bildet man mit anderen Mitgliedern von Friendsurance einfach kleine Zusatzversicherungen, welche die dann eingerichtete Selbstbeteiligung dieser kleinen Gruppe versichern. Die Gemeinschaft haftet also für alles bis zu SB-Grenze.



Genau.

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