Hilfe bei Haftpflichversicherung - Rückfragen

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eingestellt am 3. Jan
Hallo,

ich bin schon läger stiller Leser auf MyDealz und schätze diese unfassbare Community und die vielen Ratschläge. Vielen Dank dafür!

Nun brauche ich selbst mal einen Ratschlag, es geht um einen Schaden, den ich bei einer Freundin verursacht habe.
Diesen habe ich meiner privaten Haftpflichtversicherung gemeldet und diese hat nun einige Rückfragen. Bevor ich nun etwas falsches Antworte und auf dem Schaden sitzen bleibe würde ich Euch gerne um Rat bitten.

Hierbei geht es um einen Sessel, welcher beim hinsetzen kaputt gegangen ist (Lehne gelockert). Ich habe bereits der Versicherung gesagt, dass durch das hinsetzen die Lehne kaputt gegangen ist. Nun wollen die von mir wissen:

1. Warum sehen Sie Ihr Verschulden als begründet?
2. Hätte der Schaden verhindert werden können?


Wie würdet Ihr die Antwort formulieren?

Es war ja tatsächlich mein Verschulden, da ich mich mit zu viel Kraft auf den Sessel gesetzt habe. Der Schaden hätte durch "sanfteres" Hinsetzten verhindert werden können.

Wäre eine solche Formulierung vorteilhaft?
Wie würdet Ihr die Antwort formulieren?

Danke & Gruß aus Hamm!
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Muss mich meinen Vorrednern anschließen. Sowas sollte doch mit dem nächsten Essen geklärt werden, zumal du eine Hochstufung dadurch riskierst. Stell dich die Frage einfach obs das (dem Stuhl) wert ist - oder ob man das nicht anders klären kann.

Zu deinen Fragen:

1. Das der Schaden durch mich zustande kam. Ein Benutzen des Sessels meiner Bekannten erfolgte kurz vorher noch ohne Probleme oder Beschädigungen.
2. Ja, indem ich den Abend stehend verbringe.
18 Kommentare
Unabhängig von deiner Frage: Wie hoch ist denn der Schaden? Klingt für mich jetzt erstmal nicht nach einer großen Sache. Muss da wirklich die Versicherung einspringen? Du riskierst damit (zusätzlich zu einem ggf. vorhandenen Selbsbehalt) in Zukunft mehr zu zahlen, vor allem wenn du mal die Versicherung wechselst. Mal von dem ganzen Stress abgesehen.

Vielleicht kann deine Freundin ja auch mit der lockeren Lehne oder einer fixen, suboptimalen Reparatur leben, wenn du ihr die nächste Pizza bezahlst...
Bearbeitet von: "XadaX" 3. Jan
Die Fragen klingen so, als ob sie Materialermüdung bzw. Materialfehler ausschließen sollen. Ein Stuhl der beim draufsitzen kaputt geht, wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Fall bei dem überhaupt ein Schadensersatz vom „Setzenden“ gefordert werden kann.

Wenn du dich jetzt mit Anlauf in das Ding geworfen hast, mag das anders sein (wobei da dann wieder die Frage des (bedingten) Vorsatzes und ein eventueller Haftungsausschluss eine Rolle spielen kann).

Unabhängig davon: Die zweite Frage wirkt wie ein schlechter Scherz. Jeder Schaden kann (irgendwie) verhindert werden. Ich weiß nicht, was solche unspezifischen Fragen sollen.
Wie schon XadaX geschrieben hat: Abhängig von der Schadenshöhe kann es sein das sich die Schadensmeldung nicht lohnt...

Grundsätzlich kann die Haftpflichtversicherung bei den Fragen verschiedene Intentionen haben. Es kann sein das sie
1. einen Vorschaden vermutet und der geschädigten nur einen Anteil auszahlen möchte
2. gleichzeitig darin eine unberechtigte Forderung sieht. Eine PHV hat nämlich auch die Aufgabe Ansprüche Dritter (in diesem Fall deine Freundin) abzuwehren sofern diese unbegründet sind.
3. die ggf. eine Teilschuld anhängen möchten.

Ich würde an deiner Stelle abwiegen ob sich die ganze Geschichte lohnt...Und dann natürlich erklären das du dich (wie gewohnt) hingesetzt hast und du hättest nicht damit gerechnet das etwas kaputt geht...;)
AnlegerstattSparer03.01.2020 14:14

Und dann natürlich erklären das du dich (wie gewohnt) hingesetzt hast und d …Und dann natürlich erklären das du dich (wie gewohnt) hingesetzt hast und du hättest nicht damit gerechnet das etwas kaputt geht...;)


Wenn er den Stuhl durch "normales" hinsetzen beschädigt hat, besteht keine Schadenersatzpflicht und somit ist die Haftpflichtversicherung raus...
Muss mich meinen Vorrednern anschließen. Sowas sollte doch mit dem nächsten Essen geklärt werden, zumal du eine Hochstufung dadurch riskierst. Stell dich die Frage einfach obs das (dem Stuhl) wert ist - oder ob man das nicht anders klären kann.

Zu deinen Fragen:

1. Das der Schaden durch mich zustande kam. Ein Benutzen des Sessels meiner Bekannten erfolgte kurz vorher noch ohne Probleme oder Beschädigungen.
2. Ja, indem ich den Abend stehend verbringe.
Lehne gelockert hört sich nach eine Bagatelle an.

Hast du dich auf den Sessel geworfen oder was?
Vom Tisch in den Sessel gesprungen?
Klingt nach ganz normaler Materialermüdung.
Ist doch klar, was die wollen:

Hinsetzen in oder auf einen Stuhl ist ein normaler Vorgang, der keine regulierung erfordert. Die zweite Frage zielt darauf ab, warum du deine HP (widerrechtlich) in Anspruch nehmen willst und ob das vorsätzlich begangen wird.
Darf man fragen welche Versicherung?
Schreib, dass du zu fett bist...
1. Ich habe mich hingesetzt. Also ist mein Verschulden unstreitig.
2. Nein.

Die Hinweise, man solle die Versicherung nicht in Anspruch nehmen, sind nett gemeint, aber wertlos. Ich habe innerhalb von drei Jahren drei Schäden gemeldet. Parkettboden abschleifen, Topfdeckel aus Glas ersetzen und eine Digitalkamera ersetzen. Die letzten beiden Schäden lagen im Bereich unter 100 Euro. Konsequenzen: keine. Ich zahle weiterhin meinen Beitrag.
Bearbeitet von: "tib" 3. Jan
Alt-F403.01.2020 15:35

Die zweite Frage zielt darauf ab, warum du deine HP (widerrechtlich) in …Die zweite Frage zielt darauf ab, warum du deine HP (widerrechtlich) in Anspruch nehmen willst und ob das vorsätzlich begangen wird.



Er nimmt seine HP doch nicht widerrechtlich in Anspruch. Überhaupt fällt mir keine Situation ein, wie man diese widerrechtlich in Anspruch nehmen könnte.

Grundlegend ist hier vor allem das Vertragsverhältnis und ich kann meine HP für alles was ich will in Anspruch nehmen. Und sei es dafür, dass mir die Sonne zu sehr auf den zweiten Baum links im Nachbargarten scheint. Oder es mir zu dunkel ist. Oder mir langweilig ist. Die Versicherung lehnt dann natürlich ab, weil nicht versichert etc. Aber so lange ich keine unwahren Angaben mache ist da überhaupt nichts widerrechtliches dran.
Razor0403.01.2020 14:37

Muss mich meinen Vorrednern anschließen. Sowas sollte doch mit dem …Muss mich meinen Vorrednern anschließen. Sowas sollte doch mit dem nächsten Essen geklärt werden, zumal du eine Hochstufung dadurch riskierst. Stell dich die Frage einfach obs das (dem Stuhl) wert ist - oder ob man das nicht anders klären kann.Zu deinen Fragen:1. Das der Schaden durch mich zustande kam. Ein Benutzen des Sessels meiner Bekannten erfolgte kurz vorher noch ohne Probleme oder Beschädigungen.2. Ja, indem ich den Abend stehend verbringe.


Es gibt keine Hochstufung in der Privathaftpflicht
Shak03.01.2020 16:49

Er nimmt seine HP doch nicht widerrechtlich in Anspruch. Überhaupt fällt m …Er nimmt seine HP doch nicht widerrechtlich in Anspruch. Überhaupt fällt mir keine Situation ein, wie man diese widerrechtlich in Anspruch nehmen könnte.


Nicht? Da fallen mir auf Anhieb drei Möglichkeiten ein. Mit den entsprechenden Folgen.
Alt-F403.01.2020 16:59

Nicht? Da fallen mir auf Anhieb drei Möglichkeiten ein. Mit den …Nicht? Da fallen mir auf Anhieb drei Möglichkeiten ein. Mit den entsprechenden Folgen.



Dann nenn die drei doch mal. Widerrechtlich falsche Angaben machen etc. kann man, aber die Versicherung widerrechtlich in Anspruch zu nehmen fällt mir schwer vorzustellen.
LordLord03.01.2020 16:58

Es gibt keine Hochstufung in der Privathaftpflicht


Aber eine Kündigung seitens des Versicherers sowie eine Meldung an das HIS (Hinweis & Informationssystem der Versicherer) möglich. Und dann bekommst du erstmal keine PHV mehr für die nächste Zeit.
AnlegerstattSparer03.01.2020 17:43

Aber eine Kündigung seitens des Versicherers sowie eine Meldung an das HIS …Aber eine Kündigung seitens des Versicherers sowie eine Meldung an das HIS (Hinweis & Informationssystem der Versicherer) möglich. Und dann bekommst du erstmal keine PHV mehr für die nächste Zeit.


Der Versicherer hat das Recht zu kündigen, heißt aber im Umkehrschluss nicht das es auch gemacht wird. Und nur weil eine Leistung geflossen ist und eine etwaige Kündigung durchgeführt wurde, heißt dies nicht das man keine Versicherung mehr bekommt.
AnlegerstattSparer03.01.2020 17:43

Aber eine Kündigung seitens des Versicherers sowie eine Meldung an das HIS …Aber eine Kündigung seitens des Versicherers sowie eine Meldung an das HIS (Hinweis & Informationssystem der Versicherer) möglich. Und dann bekommst du erstmal keine PHV mehr für die nächste Zeit.


Genauso kann der Kunde Jederzeit Kündigen. Übrigens gibt es auch den Trick die Versicherung bei Meldung des Schadens zu bitten falls eine Kündigung danach erfolgen sollte, einem vorher doch bitte zu Kontaktieren, da man gerne bei denen bleiben möchte, so wird man dann vorher Informiert mit meist einem deutlich Teuren Vertrag, so weiß man, ok die wollen einen nicht mehr, und dann Kündigt man selbst.


LordLord03.01.2020 17:49

Der Versicherer hat das Recht zu kündigen, heißt aber im Umkehrschluss n …Der Versicherer hat das Recht zu kündigen, heißt aber im Umkehrschluss nicht das es auch gemacht wird. Und nur weil eine Leistung geflossen ist und eine etwaige Kündigung durchgeführt wurde, heißt dies nicht das man keine Versicherung mehr bekommt.


Jap, das stimmt, die WGV, Schwarzwälder, oder HUK24 und einige andere nehmen auch einen nach Kündigung seitens des Versicherers, klar sollte man immer Verhindern gekündigt zu werden, weil ist doof, da es einschränkt da viele einen auch nicht mehr nehmen, oder zu höheren Kosten.

Ich halte davon aber nichts einen Schaden nicht zu Melden, oder zurück zu ziehen nur weil man vielleicht Gekündigt wird, die Versicherung ist dafür da um Schäden zu Regulieren, würde man immer damit Argumentieren, dann brauch man erst gar keine Haftpflicht abschließen.
Bearbeitet von: "Evilgod" 4. Jan
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