Hohe Ebay Gebühren umgehen - powered by BGH

Über den folgenden ebay Fall hat der Bundesgerichtshof geurteilt:

Der Verkäufer erstellt eine Auktion, in welcher er sein e-Bike zu einem Sofortkaufpreis von 100€ und Versandkosten von 39,90 € anbietet.

In der Auktion/Beschreibung weist er explizit auf einen Preis von 2600 € hin.
Zusätzlich noch die weitere Beschreibung:

"Das Fahrrad ist noch original verpackt, kann aber auf Wunsch zusammengebaut werden. Bitte Achtung, da ich bei der Auktion nicht mehr als 100 € eingeben kann (wegen der hohen Gebühren), erklären Sie sich bei einem Gebot von 100 € mit einem Verkaufspreis von 2600+ Versand einverstanden. Oder machen Sie mir einfach ein Angebot! Danke."


Der Käufer schlägt zu und beharrt auf die 100 € + Versandkosten. Es kommt vor Gericht.

Urteil: Der Verkäufer bekommt recht, da er durch seine Beschreibung von den "Regelungen der eBay- AGB erkennbar" abrückt. Der Käufer zahlt sämtliche Gerichtskosten. Das Bike gibt es entweder für 2600 + Versand oder gar nicht.

Quelle zum Fall: juris.bundesgerichtshof.de/cgi…z=1

Beste Kommentare

Wenn dem Verkäufer die Gebühren bei Ebay zu hoch sind, soll er es halt da nicht verkaufen. Dies zu umgehen wäre für mich, wenn ich Ebay wäre, ein Grund diesen Verkäufer zu sperren.

Krasse Rechtsprechung, hätte nicht gedacht, dass der Beklagte damit vor dem BGH durchkommt.
Sehe das kritisch unter dem Transparenzgebot im Rahmen von AGB, ich muss als Käufer doch regelmäßig nicht damit rechnen, dass der Verkäufer einen höheren Preis in die Beschreibung setzt?

Edit: Gerade hier ja schon. Sachverhalt war laut Urteil eindeutig, die Auktion war mit "Pedelec neu einmalig 2600 € Beschreibung lesen!!"betitelt...
Bearbeitet von: "tehq" 9. Mär

Münzen wir das ganz doch mal auf mydealz um. Person X postet einen Deal und lässt die VSK im Dealpreis weg. Die VSK stehen zwar im Dealtext dann mit dabei, doch es wurde schon oft genug geschrieben, das die VSK in den Dealpreis mit einbezogen werden müssen.

Jetzt erstellt Person X bei Ebay eine Auktion und der tatsächliche Preis ist nur im Auktionstext zu entnehmen. Nicht aber Im Auktionspreis.

Ganz klar, die Auktion bekommt ein cold.



Und wenn ich Ebay wäre, würde ich den Verkäufer, seine Kinder, seine Frau und alle die im selben Bundesland leben sofort und auf Lebzeiten bei EBay sperren.
Bearbeitet von: "okolyta" 9. Mär

44 Kommentare

Interessant! Wäre mir allerdings als Verkäufer zu stressig, das über mehrere gerichtliche Instanzen durchzusetzen, um 250 Euro Gebühren zu sparen.

Für die Kosten hätte sich der Käufer 2 neue E-Bikes kaufen können und hätte noch was übrig gehabt.

chrhiller187vor 3 m

Interessant! Wäre mir allerdings als Verkäufer zu stressig, das über me …Interessant! Wäre mir allerdings als Verkäufer zu stressig, das über mehrere gerichtliche Instanzen durchzusetzen, um 250 Euro Gebühren zu sparen.



Wie kommst du auf 250? Eher 2500...

Sollte doch klar sein oder? Ist ja wie mit den Verträgen oder sonstiges.

erinnert an die 1€ Haus Auktion

karlikarlkarlvor 8 m

Wie kommst du auf 250? Eher 2500...



Wieso 2500? Wenn ich jetzt so ein e-Bike verkaufen will und davon ausgehe, dass die Gerichte in einem ähnlichen Fall wieder genauso entscheiden würden, dann habe ich 2 Möglichkeiten:
1.) Ich stelle es ganz normal zum vollen Preis bei Ebay ein und zahle ca. 250 Euro Gebühren
2.) Ich spare mir diese 250 Euro Gebühren, aber erhalte mein Geld erst nach einem endgültigen Gerichtsurteil nach einigen Monate und viel Stress.

Und da würde ich mich eben für Möglichkeit 1 entscheiden.

Krasse Rechtsprechung, hätte nicht gedacht, dass der Beklagte damit vor dem BGH durchkommt.
Sehe das kritisch unter dem Transparenzgebot im Rahmen von AGB, ich muss als Käufer doch regelmäßig nicht damit rechnen, dass der Verkäufer einen höheren Preis in die Beschreibung setzt?

Edit: Gerade hier ja schon. Sachverhalt war laut Urteil eindeutig, die Auktion war mit "Pedelec neu einmalig 2600 € Beschreibung lesen!!"betitelt...
Bearbeitet von: "tehq" 9. Mär

Verfasser

tehqvor 3 m

Krasse Rechtsprechung, hätte nicht gedacht, dass der Beklagte damit vor …Krasse Rechtsprechung, hätte nicht gedacht, dass der Beklagte damit vor dem BGH durchkommt. Sehe das kritisch unter dem Transparenzgebot im Rahmen von AGB, ich muss als Käufer doch regelmäßig nicht damit rechnen, dass der Verkäufer einen höheren Preis in die Beschreibung setzt?



Das habe ich mir auch gedacht, denn dies würde/könnte das ganze ebay-Gebühren-Konzept aushebeln bzw. richtig viel Ärger bringen zwischen Käufer/Verkäufer.
Bearbeitet von: "Gabe" 9. Mär

Wenn dem Verkäufer die Gebühren bei Ebay zu hoch sind, soll er es halt da nicht verkaufen. Dies zu umgehen wäre für mich, wenn ich Ebay wäre, ein Grund diesen Verkäufer zu sperren.

Gabevor 2 m

Das habe ich mir auch gedacht, denn dies würde/könnte das ganze e …Das habe ich mir auch gedacht, denn dies würde/könnte das ganze ebay-Gebühren-Konzept aushebeln bzw. richtig viel Ärger bringen zwischen Käufer/Verkäufer.


Plus: Im Verhältnis zu eBay könnte einen das durchaus schadensersatzpflichtig machen!

Was lehrt uns das? Beschreibungen genauer lesen.

tehqvor 10 m

ich muss als Käufer doch regelmäßig nicht damit rechnen, dass der Ve …ich muss als Käufer doch regelmäßig nicht damit rechnen, dass der Verkäufer einen höheren Preis in die Beschreibung setzt?


Muss ich als Käufer die Beschreibung denn nicht zwingend lesen?

Michalalavor 7 m

Muss ich als Käufer die Beschreibung denn nicht zwingend lesen?



Natürlich musst du nicht. Dann erfährst du aber z.B. nicht, dass der tatsächliche Kaufpreis weit höher ist, es sich nur um die Verpackung der Playstation handelt oder dass das angebotene Gerät defekt ist.
--> Lesen bildet, das Urteil ist für mich absolut richtig.
P.S. In dem entschiedenen Fall stand der tatsächliche Preis nicht nur in der Beschreibung sondern sogar im Titel der Auktion.
Bearbeitet von: "therealpink" 9. Mär

Münzen wir das ganz doch mal auf mydealz um. Person X postet einen Deal und lässt die VSK im Dealpreis weg. Die VSK stehen zwar im Dealtext dann mit dabei, doch es wurde schon oft genug geschrieben, das die VSK in den Dealpreis mit einbezogen werden müssen.

Jetzt erstellt Person X bei Ebay eine Auktion und der tatsächliche Preis ist nur im Auktionstext zu entnehmen. Nicht aber Im Auktionspreis.

Ganz klar, die Auktion bekommt ein cold.

therealpinkvor 4 m

Natürlich musst du nicht. Dann erfährst du aber z.B. nicht, dass der t …Natürlich musst du nicht. Dann erfährst du aber z.B. nicht, dass der tatsächliche Kaufpreis weit höher ist, es sich nur um die Verpackung der Playstation handelt oder dass das angebotene Gerät defekt ist.--> Lesen bildet, das Urteil ist für mich absolut richtig.P.S. In dem entschiedenen Fall stand der tatsächliche Preis nicht nur in der Beschreibung sondern sogar im Titel der Auktion.


Dann hat man natürlich kein Problem mit dem eben erwähnten Transparenzgebot und das dürfte daher sauber sein.

Michalalavor 10 m

Muss ich als Käufer die Beschreibung denn nicht zwingend lesen?



Zwingend nicht, nein. Geht aber im Regelfall dann zulasten des Käufers, was Mängel angeht, vgl. § 442 BGB. Eine Änderung des Kaufpreises muss der Käufer aber nicht gegen sich gelten lassen - anders, wenn das Angebot insgesamt transparent gestaltet ist (s.o.)

therealpinkvor 5 m

Natürlich musst du nicht. Dann erfährst du aber z.B. nicht, dass der t …Natürlich musst du nicht. Dann erfährst du aber z.B. nicht, dass der tatsächliche Kaufpreis weit höher ist, es sich nur um die Verpackung der Playstation handelt oder dass das angebotene Gerät defekt ist.--> Lesen bildet, das Urteil ist für mich absolut richtig.P.S. In dem entschiedenen Fall stand der tatsächliche Preis nicht nur in der Beschreibung sondern sogar im Titel der Auktion.



Ganz meine Meinung.
Nur dass ebay den VK nun sofort rausschmeißen kann, und rausschmeißen sollte, auf Basis des AGB-Verstoßes - wird sonst nämlich lustig bis heiter bei ebay

tehqvor 7 m

Eine Änderung des Kaufpreises muss der Käufer aber nicht gegen sich gelten …Eine Änderung des Kaufpreises muss der Käufer aber nicht gegen sich gelten lassen


Woher stammt diese Sicherheit?

Michalalavor 6 m

Ganz meine Meinung.Nur dass ebay den VK nun sofort rausschmeißen kann, und …Ganz meine Meinung.Nur dass ebay den VK nun sofort rausschmeißen kann, und rausschmeißen sollte, auf Basis des AGB-Verstoßes - wird sonst nämlich lustig bis heiter bei ebay



Jap, genau das wird auch mit Sicherheit passiert sein.
Hat aber eben nichts mit dem Kaufvertrag zwischen dem Verkäufer und dem Käufer zu tun.
Das Gericht hat treffend ausgeführt, dass die ebay-AGB nur Lücken füllen, die der Verkäufer in seiner Beschreibung offen lässt.

Michalalavor 8 m

Woher stammt diese Sicherheit?


Wenn an einer Stelle, an der regelmäßig der Kaufpreis steht, ein Betrag steht, muss der Käufer nicht damit rechnen, dass an anderer Stelle des Angebots ein anderer Kaufpreis zur Vertragsgrundlage gemacht wird. Das ist ein Verstoß gegen das Transparenzgebot, das sich aus 307 I 2 ergibt.
Mit anderen Worten: Ich kann nicht in dem dafür vorgesehenen Formular einen Kaufpreis A verlangen, aber im Kleingedruckten (ähnlich einem freien Anmerkungsfeld) Kaufpreis B zugrundelegen mit der Begründung Kaufpreis A sei nicht gewollt. Wenn man darin keinen Verstoß gegen das Transparenzgebot erblicken mag, wäre das zumindest widersprüchliches Verhalten (venire contra factum proprium).
Anders scheint es hier - ich habe das Urteil noch nicht gelesen - zu sein: Wenn in der Artikelbezeichnung, also im Titel ein Hinweis darauf war, dann ist das transparent. Erscheint schlüssig, denn wenn im Auktionstitel schon ein Hinweis darauf steht, muss der Käufer ja geradezu die Augen vor der Erkenntnis verschlossen haben.

Gute Idee, werde mal meinen 5er für 100€ anbieten, mit Beschreibungstext auf 50.000€

Das ganze ist aber nicht wirklich so dramatisch, da ja nicht der Verkäufer auf die 2500 Euro geklagt hat sondern der Käufer auf Übergabe gegen Zahlung von 100 Euro. Ich denke nicht, dass der Verkäufer hier versucht hätte, mit aller Kraft den Kaufpreis zu bekommen. Aber da der Käufer auch stur war, ging es nun mal vor Gericht.

tehqvor 1 h, 51 m

Krasse Rechtsprechung, hätte nicht gedacht, dass der Beklagte damit vor …Krasse Rechtsprechung, hätte nicht gedacht, dass der Beklagte damit vor dem BGH durchkommt. Sehe das kritisch unter dem Transparenzgebot im Rahmen von AGB, ich muss als Käufer doch regelmäßig nicht damit rechnen, dass der Verkäufer einen höheren Preis in die Beschreibung setzt?



Gebe dir Recht, andererseits gehe ich als Verkäufer davon aus, dass der Käufer die Beschreibung aufmerksam und vollständig liest. Soweit ich als VK dort "nicht versteckt" (also im Kleingedruckten) auf einen von Gebot abweichenden Kaufpreis hinweise, so finde ich das durchaus in Ordnung und teile damit die Rechtsauffassung des BGH.



Und wenn ich Ebay wäre, würde ich den Verkäufer, seine Kinder, seine Frau und alle die im selben Bundesland leben sofort und auf Lebzeiten bei EBay sperren.
Bearbeitet von: "okolyta" 9. Mär

chrhiller187vor 2 h, 14 m

Wieso 2500? Wenn ich jetzt so ein e-Bike verkaufen will und davon ausgehe, …Wieso 2500? Wenn ich jetzt so ein e-Bike verkaufen will und davon ausgehe, dass die Gerichte in einem ähnlichen Fall wieder genauso entscheiden würden, dann habe ich 2 Möglichkeiten:1.) Ich stelle es ganz normal zum vollen Preis bei Ebay ein und zahle ca. 250 Euro Gebühren2.) Ich spare mir diese 250 Euro Gebühren, aber erhalte mein Geld erst nach einem endgültigen Gerichtsurteil nach einigen Monate und viel Stress.Und da würde ich mich eben für Möglichkeit 1 entscheiden.



Wobei Du nichtmal so tief in die Tasche greifen müsstest, da die maximale Verkaufsgebühr auf 199€ gedeckelt ist (und das auch erst seit 2014, vorher waren es 75€ bzw. 45€).

tehqvor 2 h, 25 m

Wenn an einer Stelle, an der regelmäßig der Kaufpreis steht, ein Betrag s …Wenn an einer Stelle, an der regelmäßig der Kaufpreis steht, ein Betrag steht, muss der Käufer nicht damit rechnen, dass an anderer Stelle des Angebots ein anderer Kaufpreis zur Vertragsgrundlage gemacht wird. Das ist ein Verstoß gegen das Transparenzgebot, das sich aus 307 I 2 ergibt. ...


Du reitest hier die ganze Zeit auf einem Transparenzgebot herum und § 307 BGB.

Wir haben hier aber überhaupt keine AGB. § 307 BGB kommt deshalb nicht zur Anwendung.

Interessant auch für diejenigen, die wegen jeden Blödsinn gleich einen Anwalt einschalten, denn der Anwalt des Käufers ging sicher vom Erfolg der Klage aus.

Irgendwie muss ich grad an die ganzen Freaks denken, die Büromarkt Böttcher wegen der Festplatte verklagen wollten, denen sagte angeblich der Anwalt auch es wären Erfolgsaussichten vorhanden...

tehqvor 3 h, 40 m

Wenn an einer Stelle, an der regelmäßig der Kaufpreis steht, ein Betrag s …Wenn an einer Stelle, an der regelmäßig der Kaufpreis steht, ein Betrag steht, muss der Käufer nicht damit rechnen, dass an anderer Stelle des Angebots ein anderer Kaufpreis zur Vertragsgrundlage gemacht wird. Das ist ein Verstoß gegen das Transparenzgebot, das sich aus 307 I 2 ergibt. Mit anderen Worten: Ich kann nicht in dem dafür vorgesehenen Formular einen Kaufpreis A verlangen, aber im Kleingedruckten (ähnlich einem freien Anmerkungsfeld) Kaufpreis B zugrundelegen mit der Begründung Kaufpreis A sei nicht gewollt. Wenn man darin keinen Verstoß gegen das Transparenzgebot erblicken mag, wäre das zumindest widersprüchliches Verhalten (venire contra factum proprium). Anders scheint es hier - ich habe das Urteil noch nicht gelesen - zu sein: Wenn in der Artikelbezeichnung, also im Titel ein Hinweis darauf war, dann ist das transparent. Erscheint schlüssig, denn wenn im Auktionstitel schon ein Hinweis darauf steht, muss der Käufer ja geradezu die Augen vor der Erkenntnis verschlossen haben.



Im Fall von Mobilfunkverträgen kann diese Transparenz auch nicht eingehalten werden und ich muss i. d. R. monatliche bzw. einmalige Gebühren in der Artikelbeschreibung nachschlagen. Der Kaufpreis entspricht ja gewöhnlich nicht den über die gesamte Laufzeit anfallenden Kosten. ^^
Bearbeitet von: "chris99" 9. Mär

Richtig so! Die Angebotsbeschreibung sollte natürlich vom Käufer gelesen werden und auch verstanden werden!
Es mag vielleicht keine Pflicht hierzu geben, dass der Käufer das muss, aber es ist dasselbe wie mit der großen Menschheitslüge "JA ich habe die AGB gelesen und akzeptiere diese".
Wer liest sich schon seitenlanges Kauderwelsch durch...
Ändert jedoch nichts daran, dass diese als bestätigt gilt und Verstöße geahndet werden können.
Ich muss nichts lesen und verstehen, aber mich dran halten, das MUSS ich!

karlikarlkarlvor 2 h, 8 m

Du reitest hier die ganze Zeit auf einem Transparenzgebot herum und § 307 …Du reitest hier die ganze Zeit auf einem Transparenzgebot herum und § 307 BGB.Wir haben hier aber überhaupt keine AGB. § 307 BGB kommt deshalb nicht zur Anwendung.


Das stimmt, du hast recht. Ich hab, wie gesagt, das Urteil zu dem Zeitpunkt noch nicht genauer gelesen. In diesem Fall war es ein Individualangebot, es sind damit auch keine AGB. Der Sachverhalt stellt auch eigentlich schon ganz gut klar, dass der Käufer sich nicht schutzwürdig auf einen Kaufpreis von 100€ verlassen durfte.

chris99vor 54 m

Im Fall von Mobilfunkverträgen kann diese Transparenz auch nicht …Im Fall von Mobilfunkverträgen kann diese Transparenz auch nicht eingehalten werden und ich muss i. d. R. monatliche bzw. einmalige Gebühren in der Artikelbeschreibung nachschlagen. Der Kaufpreis entspricht ja gewöhnlich nicht den über die gesamte Laufzeit anfallenden Kosten. ^^



Du sollst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, bei Mobilfunkverträgen ist es gerade auch typisch aufgrund der Vielfältigkeit der denkbaren Leistungen, dass bei Vertragsschluss auf ein Leistungs- und Preisverzeichnis verwiesen wird. Dieses wird dann auch Vertragsbestandteil und ist auch keine überraschende Klausel. Beim Kaufvertrag über eine Einzelsache gibt es nur einen Kaufpreis, der ist auch klar zu bezeichnen.

marcokirsch83vor 53 m

Richtig so! Die Angebotsbeschreibung sollte natürlich vom Käufer gelesen w …Richtig so! Die Angebotsbeschreibung sollte natürlich vom Käufer gelesen werden und auch verstanden werden!Es mag vielleicht keine Pflicht hierzu geben, dass der Käufer das muss, aber es ist dasselbe wie mit der großen Menschheitslüge "JA ich habe die AGB gelesen und akzeptiere diese".Wer liest sich schon seitenlanges Kauderwelsch durch...Ändert jedoch nichts daran, dass diese als bestätigt gilt und Verstöße geahndet werden können.Ich muss nichts lesen und verstehen, aber mich dran halten, das MUSS ich!



Junge, Junge, Junge.... "Verstöße geahndet werden können"? Es hat einen guten Grund, warum es die AGB-Kontrolle gibt. Der einzige Grund, warum man AGB als einseitig gestellte Vertragsklauseln überhaupt zulässt, ohne dass man darüber gesprochen haben muss, ist, dass man den Vertragsschluss erleichtern will. Es ist faktisch eine extreme Erleichterung für den Verwender der AGB. Da ist es nur recht, dass an die AGB gewisse Anforderungen gestellt werden, man nicht jeden Schmuh reinschreiben kann und Überraschendes schon allein deswegen unwirksam ist.
Sonst würde es schlicht und ergreifend darauf hinauslaufen, dass jede Vertragspartei AGB dermaßen aufbläht, dass niemand sie komplett lesen kann (und somit bei Vertragsschluss eine gewisse Unsicherheit eingeht).
Bearbeitet von: "tehq" 9. Mär

okolytavor 2 h, 57 m

Und wenn ich Ebay wäre, würde ich den Verkäufer, seine Kinder, seine Frau u …Und wenn ich Ebay wäre, würde ich den Verkäufer, seine Kinder, seine Frau und alle die im selben Bundesland leben sofort und auf Lebzeiten bei EBay sperren.




Das wird ja auch passieren. Das sind einfach zwei paar Schuhe: Ebay wurde betuppt aber der Bieter wusste ganz genau welches Geschäft ihm angeboten wurde.
Bearbeitet von: "andipla" 9. Mär

Bernarevor 1 h, 45 m

Interessant auch für diejenigen, die wegen jeden Blödsinn gleich einen A …Interessant auch für diejenigen, die wegen jeden Blödsinn gleich einen Anwalt einschalten, denn der Anwalt des Käufers ging sicher vom Erfolg der Klage aus.Irgendwie muss ich grad an die ganzen Freaks denken, die Büromarkt Böttcher wegen der Festplatte verklagen wollten, denen sagte angeblich der Anwalt auch es wären Erfolgsaussichten vorhanden...


Ja, wäre eigentlich nach dem Sachverhalt schon 'ne Sache für 'ne Anwaltshaftung. Ich meine, wenn ich etwas bei eBay kaufe, dann ist im Zweifel die Artikelbezeichnung die Bezeichnung der Kaufsache. Hier also "Pedelec neu einmalig 2600 € Beschreibung lesen!!".

tehq: Nunja, in gewisser Weiße kann ich auch rein schreiben was immer will wenn man es ganz genau nimmt...
Wenn du das beispielsweiße denken würdest, ich verletze deine Rechte kannst du natürlich gegen mich klagen, wie es eben hier in diesem Fall gemacht wurde.
Und dann entscheidet ein Gericht ob ich Mist verzapft habe oder du.
Und derjenige der laut Gericht den Mist verzapft hat, der hat dann natürlich die Gerichtskosten für alles zu tragen.

Mann schreib ich grad ein Deutsch zusammen, sorry.

Ist ja nicht neu dass der Inhalt der Beschreibung genauso zum Vertrag gehört und somit bindend ist.
Wäre etwas widersprüchlich (was hier ja nicht der Fall war, weil man doch eindeutig herauslesen konnte um was es geht), dann muss man nachfragen. Da kann der Käufer etwas nicht so auslegen wie er es gerne hätte, genauso wenig aber der VK. Da gäbe es gar kein Geschäft wenn man sich nicht einig wird.
So sollte es eigentlich sein.

Also nix neues, war schon immer so und auch ne Masche mit den Versandkosten als die noch mit zu den Gebühren gezählt wurden.

Das Urteil ist auch unabhängig davon dass eBay den Verkäufer kicken kann.
Wer meint das auch machen zu müssen (was er schon immer gekonnt hätte), sollte auch in Betracht ziehen seinen Account zu riskieren. Und von nem Nuller kauft keiner teure Sachen.

Was mich an der ganzen Sache verwundert ist, dass es erst bin zum Gericht kam.
Hatte der Kläger keinen Anwalt der ihn mal aufklärt?

Bernarevor 2 h, 4 m

Interessant auch für diejenigen, die wegen jeden Blödsinn gleich einen A …Interessant auch für diejenigen, die wegen jeden Blödsinn gleich einen Anwalt einschalten, denn der Anwalt des Käufers ging sicher vom Erfolg der Klage aus.Irgendwie muss ich grad an die ganzen Freaks denken, die Büromarkt Böttcher wegen der Festplatte verklagen wollten, denen sagte angeblich der Anwalt auch es wären Erfolgsaussichten vorhanden...


War doch erfolgreich, für den Anwalt. Ist halt wie in der Bank, das sind keine Berater sondern Verkäufer.

lolnicknamevor 42 m

War doch erfolgreich, für den Anwalt. Ist halt wie in der Bank, das sind …War doch erfolgreich, für den Anwalt. Ist halt wie in der Bank, das sind keine Berater sondern Verkäufer.


So ist es. Der Anwalt bekommt sein Geld
Bearbeitet von: "OliverSc" 9. Mär

lolnicknamevor 49 m

War doch erfolgreich, für den Anwalt. Ist halt wie in der Bank, das sind …War doch erfolgreich, für den Anwalt. Ist halt wie in der Bank, das sind keine Berater sondern Verkäufer.


Einen Anwalt mit einem Verkäufer zu vergleichen ist schon ziemlicher Blödsinn...

Finde den Titel irreführend, das war jetzt ja erstmal Käufer vs. Verkäufer, Ebay vs. Verkäufer steht IMHO (noch) aus.

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GelöschterUser700984

marcokirsch83vor 1 h, 46 m

Mann schreib ich grad ein Deutsch zusammen, sorry.



Dann nutze doch die Nachbearbeitungsfunktion - so mal wenn es Dir bereits direkt nach dem Absenden auffällt.
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Bernarevor 55 m

Einen Anwalt mit einem Verkäufer zu vergleichen ist schon ziemlicher …Einen Anwalt mit einem Verkäufer zu vergleichen ist schon ziemlicher Blödsinn...



Ein Anwalt muss sich selbst verkaufen können. Wenn man immer sagt, dass es gute Erfolgschancen gibt und dazu mit Selbstvertrauen auftritt, dann wird man wohl mehr Einkommen haben als jemand der es anders herrum macht. Dazu kommt, ein schlechter Anwalt ist wie ein schlechter Berater (aka Verkäufer) kaum zu belangen. Wenn er dir sagt Erfolg einfach möglich und du verlierst big time haftet er nicht.

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