Homeoffice-Arbeitszimmer-Steuer-Corona

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eingestellt am 8. Jun
Hallo Mydealz Gemeinde,

ich bin seit 03/2020 im Home-Office und arbeite an einem Esstisch. Der Tisch aber auch der Stuhl ist alles andere als ergonomisch. Ich habe noch ein Zimmer frei, was bis jetzt den Zweck als Abstellkammer erfüllt.

Dieses Zimmer möchte ich demnächst renovieren und als ein Arbeitszimmer/Gästezimmer einrichten, damit von daheim aus besser arbeiten kann.
Die Auflagen für ein Arbeitszimmer vor Corona waren ja streng, z.B. kein Bett/Schlafsofa, private Nutzung ausgeschlossen usw. Man liest auch vom Besuch eines Finanzbeamten, wenn es um Arbeitszimmer absetzen geht.

Könnte ich dank Corona das Zimmer für beide Zwecke einrichten? Welche Kosten könnte ich absetzen?

Was ich alles renovieren/kaufen möchte:
- Tapeten
- Boden neu verlegen
- Höhenverstellbaren Tisch
- Arbeitsstuhl
- Tischlampe
- Kleiderschrank (Ikea Pax mit Ordnersystem)
- evtl. Drucker
- ein Schlafsofa

Beim Schlafsofa und Schrank wird es bestimmt schwierig, obwohl der Schrank dann ein Ordnersystem hätte. Die anderen Dinge sollte kein Problem sein? Was könnte man noch absetzen lassen?

Bin auf eure Vorschläge/Ideen gespannt.

LG
bluuuubb
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14 Kommentare
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GelöschterUser174263
Interessante Frage. Habe ich kürzlich etwas zu lesen können:

wiwo.de/erf…tml
Das Schlafsofa darfst du nicht absetzen und nichtmal im Raum stehen haben. Oder dir fällt halt eine gute Begründung ein, warum du in deinem Arbeitszimmer ein Schlafsofa benötigst. Weil schlafen gehört nicht zur "arbeit" und im Homoffice hättest du ja die Möglichkeit dein normales Bett Zuhause zu nutzen.

Anders wäre ein Sofa wenn du dein Arbeitsbüro nun außerhalb irgendwo hast. Den Rest kannst du ansetzen. Das meiste aber halt nur mittels AfA.
Schwer zu sagen wie es das Finanzamt später handhaben wird

aktuell sind es wohl 1250 Euro im Jahr wenn es nicht dein "Hauptarbeitsplatz" ist

für die wo das zutrifft ist das relative unbegrenzt
(schriftsteller, freie journalisten usw.)

mehr zum nachlesen

vlh.de/arb…tml

würde fast vermuten das wenn man das kurz zeitige homeoffice absetzten kann dann wahrscheinlich nur anteilig
aber vlt hilft da auch ein anruf beim amt oder fachanwalt
Bearbeitet von: "jimpannse" 8. Jun
Oelwechsel08.06.2020 14:45

Das Schlafsofa darfst du nicht absetzen und nichtmal im Raum stehen haben. …Das Schlafsofa darfst du nicht absetzen und nichtmal im Raum stehen haben. Oder dir fällt halt eine gute Begründung ein, warum du in deinem Arbeitszimmer ein Schlafsofa benötigst. Weil schlafen gehört nicht zur "arbeit" und im Homoffice hättest du ja die Möglichkeit dein normales Bett Zuhause zu nutzen.Anders wäre ein Sofa wenn du dein Arbeitsbüro nun außerhalb irgendwo hast. Den Rest kannst du ansetzen. Das meiste aber halt nur mittels AfA.


Ich behaupte mal, er dürfte es drinnen stehen haben, müsste dann aber alles akribisch auf die genauen qm-Zahlen umrechnen. Wäre also zu aufwendig.
ruaid0r08.06.2020 15:22

Ich behaupte mal, er dürfte es drinnen stehen haben, müsste dann aber a …Ich behaupte mal, er dürfte es drinnen stehen haben, müsste dann aber alles akribisch auf die genauen qm-Zahlen umrechnen. Wäre also zu aufwendig.



Ich glaube die sind da sehr rabiat:
versicherungsbote.de/id/…ng/
Oelwechsel08.06.2020 15:27

Ich glaube die sind da sehr …Ich glaube die sind da sehr rabiat:https://www.versicherungsbote.de/id/4838611/Haeusliches-Arbeitszimmer-Buero-Steuer-Gemischte-Nutzung/


Das werden sie dank Corona für 2020 aber nicht so handhaben können.

Aber da muss man wahrscheinlich noch warten, bis es da was Offizielles gibt.
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GelöschterUser174263
hurrdurr08.06.2020 15:47

Das werden sie dank Corona für 2020 aber nicht so handhaben können.Aber da …Das werden sie dank Corona für 2020 aber nicht so handhaben können.Aber da muss man wahrscheinlich noch warten, bis es da was Offizielles gibt.



Laut dem Artikel der Wirtschaftswoche:

„Wenn der Raum ausschließlich beruflich genutzt wird, dann wäre das für diesen Zeitraum, also zum Beispiel während einer Corona-bedingten Heimarbeit von April bis Juni, eine Option, damit die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer absetzbar sind“, sagt Michael Seifert, Referent beim Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e. V. (LSWB). Er rät dazu, die Sondersituation mit Fotos zu dokumentieren, um sie bei der Steuererklärung nachweisen zu können. „In dem Zimmer darf sich nach bisheriger Rechtsprechung nichts Privates mehr befinden, am besten wird es zunächst komplett ausgeräumt.“


Heißt, nach meinem Verständnis: Für den Zeitraum, der die meisten von uns durch Corona an das Homeoffice fesselt, lässt sich der Raum auch mit Schlafsofa, solange alles ausschließlich privat genutzt wird, zumindest vom Betrieb her (z.B. Miet-/Strom-Umlage der Gesamtbetriebskosten der Wohnung auf die jeweiligen Quadratmeter umschlagen, allerdings mit erheblichem Aufwand. Von der Einrichtung her würde ich davon ausgehen, dass solche Möbel dennoch kaum begünstigt werden. Aber nur Spekulation, ich bin ja auch nur Steuerzahle rund ärgere mich, wie jeder, jedes Jahr mit Finanzamtmitarbeitern herum, von denen jeder seinen Spielraum, aber auch eigene Ansichten hat
Bearbeitet von: "GelöschterUser174263" 8. Jun
GelöschterUser17426308.06.2020 16:15

Laut dem Artikel der Wirtschaftswoche:„Wenn der Raum ausschließlich be …Laut dem Artikel der Wirtschaftswoche:„Wenn der Raum ausschließlich beruflich genutzt wird, dann wäre das für diesen Zeitraum, also zum Beispiel während einer Corona-bedingten Heimarbeit von April bis Juni, eine Option, damit die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer absetzbar sind“, sagt Michael Seifert, Referent beim Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern e. V. (LSWB). Er rät dazu, die Sondersituation mit Fotos zu dokumentieren, um sie bei der Steuererklärung nachweisen zu können. „In dem Zimmer darf sich nach bisheriger Rechtsprechung nichts Privates mehr befinden, am besten wird es zunächst komplett ausgeräumt.“Heißt, nach meinem Verständnis: Für den Zeitraum, der die meisten von uns durch Corona an das Homeoffice fesselt, lässt sich der Raum auch mit Schlafsofa, solange alles ausschließlich privat genutzt wird, zumindest vom Betrieb her (z.B. Miet-/Strom-Umlage der Gesamtbetriebskosten der Wohnung auf die jeweiligen Quadratmeter umschlagen, allerdings mit erheblichem Aufwand. Von der Einrichtung her würde ich davon ausgehen, dass solche Möbel dennoch kaum begünstigt werden. Aber nur Spekulation, ich bin ja auch nur Steuerzahle rund ärgere mich, wie jeder, jedes Jahr mit Finanzamtmitarbeitern herum, von denen jeder seinen Spielraum, aber auch eigene Ansichten hat


Ähm .. also ich verstehe die WiWo genau andersherum: der Raum darf in der Zeit ausschließlich beruflich genutzt werden. Entsprechend darf in der Zeit da kein Sofa drin stehen. Ein solches Sofa ist so oder so nicht von der Steuer absetzbar bzgl. Arbeitszimmer. Wenn das Zimmer ausgeräumt (von privaten Dingen geräumt) ist könnte dieser Raum anteilig (miete etc.) abgesetzt werden.
Bearbeitet von: "flekki" 8. Jun
Habe auch lange übrlegt, aber der Aufwand ist mir für die Anerkennung zu hoch. Ich setzte daher einfach für die Monate im Homeoffice die Kosten für Dienstreisen bzw. Einsatzwechseltätigkeiten an
flekki08.06.2020 17:43

Ähm .. also ich verstehe die WiWo genau andersherum: der Raum darf in der …Ähm .. also ich verstehe die WiWo genau andersherum: der Raum darf in der Zeit ausschließlich beruflich genutzt werden. Entsprechend darf in der Zeit da kein Sofa drin stehen. Ein solches Sofa ist so oder so nicht von der Steuer absetzbar bzgl. Arbeitszimmer. Wenn das Zimmer ausgeräumt (von privaten Dingen geräumt) ist könnte dieser Raum anteilig (miete etc.) abgesetzt werden.


Außer man prostituiert sich
rumpeldipumpel08.06.2020 18:51

Habe auch lange übrlegt, aber der Aufwand ist mir für die Anerkennung zu h …Habe auch lange übrlegt, aber der Aufwand ist mir für die Anerkennung zu hoch. Ich setzte daher einfach für die Monate im Homeoffice die Kosten für Dienstreisen bzw. Einsatzwechseltätigkeiten an


die Dienstreise zu dir nach Hause?
Stellt sich zudem die Frage, ob es durch den Arbeitgeber eine Anordnung zum Home Office gab. Die ist ggf. nämlich auch nachzuweisen.

Aufpassen muss man zudem auch, ob es von Seiten Arbeitgeber auch wirklich Home Office und nicht mobile working in der Bezeichnung ist.

Home Office = Anspruch auf Kostenbeteiligung durch den Arbeitgeber

Mobile Working = keine Kostenbeteiligung durch den Arbeitgeber

Unter Umständen kann das nämlich Auswirkungen darauf haben ob und wie viel angerechnet werden kann.
flekki09.06.2020 10:06

die Dienstreise zu dir nach Hause?


Nein, zur "eigentlichen Arbeitsstelle"
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