Ich soll Retourekosten zahlen bei Mangel an der zugestellten Ware?

Ich brauche mal wieder euren Rat. Ich habe meiner Freundin zu Weihnachten eine Uhr von Michael Kors geschenkt. Diese kostet sonst 249€, der Anbieter trends4cents hat sie aber für knapp 170€ angeboten, da habe ich dann auch zugeschlagen.

Die Beschenkte hat die Uhr dann an Heiligabend ausgepackt, es war noch Folie an dem Armband und der Uhr selbst. Bereits beim Abmachen dieser Folie fiel uns auf, dass an dem Armband Spuren metallischen Abriebs sind. Sieht nicht schön aus und diese Kettenglieder lassen sich nicht entfernen, da es die ersten sind, die an der Uhr selbst montiert sind. Daraufhin habe ich den Anbieter angeschrieben und Bilder der schadhaften Stellen mitgesendet. Ich habe angeboten, einen angemessenen Preisnachlass oder die Rücksendung des Artikels und die Lieferung einer neuen (fehlerfreien) Uhr anzunehmen.

Der Anbieter schrieb daraufhin zurück, ich möge doch bitte die Uhr zurücksenden. Auf die Frage, ob ich dafür auch einen Rücksendeschein erhalte, kam folgendes zurück:

"Wir bitten Sie die Uhr an untenstehende Adresse auf eigene Kosten zurück zusenden, da uns ebenfalls nochmals Versandkosten entstehen und wir zur Zeit eine Umfirmierung vollziehen und somit auch keine Retourenscheine zur Verfügung stellen können.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und bedanken uns im Voraus."

Jetzt soll ich die Kosten dafür tragen, dass man mir eine fehlerhafte Uhr zugesandt hat? Kann ich mir unter Umfirmierung eine bevorstehende Pleite vorstellen und die Uhr deshalb lieber nicht dort hinsenden, da im schlimmsten Fall nichts mehr zurückkommt?

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Boah, wat ne hässliche Uhr...

33 Kommentare

Schreib einfach dass du sie zurücksendest und wie üblich die Erstattung auf das genannte Konto erwartet.

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Edit

Umfirmierung

Obs da Geld zurückgibt oO

Boah, wat ne hässliche Uhr...

So weit ich weiss müssen sie bei Selbstverschulden für die Kosten komplett aufkommen. Es gab aber irgendeine Lockerung, dass Einzelhändler nicht mehr so viele Kosten mit Retoure usw haben ... aber auch hier hiess es bis jetzt fast immer, dass man als Besteller nur die Versandkosten trägt wenn die Ware unter einem bestimmten Wert bleibt (meist waren das 40 Eur) ... das heisst, alles was darüber lag wurde dann vom Verkäufer komplett bezahlt.... Fakt ist, dass dir durch das Bestellen bei genau diesem Händler durch mangelhafte Qualität der Ware (oder dem Versandunternehmen) kein -wie oben beschrieben- Mehraufwand entstehen darf. Warum auch? Und was kannst du denn dafür dass sie sich umfirmieren? Das sollte auch nicht dein Problem sein. Im schlimmsten Fall kommt die Uhr dann dort an und du bekommst nicht mal dein Geld wieder. Alles sehr dubios.

außer bei den großen shops wie zalando, mediamarkt, amazon etc. habe ich bei rücksendungen IMMER bange ob ich mein geld wiedersehe. je nach wert der ware, behalte ich letzters auch lieber und verkauf es mit etwas miese weiter. auch der paypal käuferschutz deckt sowas nicht ab, solltest du bei rücksendung auf der fehlenden erstattung sitzen bleiben. ist schwierig, was man dir raten sollte. ich selbst kenne leider trends4cents nicht und was hier Umfirmierung genau bedeutet hmm. das tragen der rücksendekosten wäre hier noch das kleinste übel.

Ist die vom Amazon Marktplatz? wenn ja a-z Garantie nutzen

Die Antwort des Unternehmens aber liest sich so, als würden die mir die VSK, die ich jetzt erstmal zahlen muss, nicht wieder erstatten wollen (mit der Begründen, dass sie ja auch nochmal welche zahlen müssen). Alles etwas komisch.

PeterPan556

Boah, wat ne hässliche Uhr...



Wenn du sowas deiner Freundin schenkst, ist jeden Tag Schnitzel- & Blowjob-Tag.

Admin

Also für mich liest sich das auch so, als ob sie nciht zahlen wollen. Ist aber dass es nur eine Frage ist und nicht die Aussage, dass sie es nicht übernehmen würden. Es handelt sich ja hier um einen Gewährleistungsfall für den der Händler die Kosten zu tragen hat.

PeterPan556

Boah, wat ne hässliche Uhr...



Natürlich nut wegen den Kratzern
...

Kein Gewährleistungsfall, Rücktritt vom Kaufvertrag aufgrund mangelhafter Ware.(Falls die Zeit noch nicht verstrichen ist/per Email ankündigen) Dann muss der Verkäufer auch die Rücksendung zahlen

joergcom

Kein Gewährleistungsfall, Rücktritt vom Kaufvertrag aufgrund mangelhafter Ware.(Falls die Zeit noch nicht verstrichen ist/per Email ankündigen) Dann muss der Verkäufer auch die Rücksendung zahlen



So einfach ist es nicht. Der Händler hat dafür ein Nachbesserungsrecht und erst danach kannst du vom Kaufvertrag zurücktreten. Man kann natürlich die ersten 14 Tage widerrufen, aber dann trägt man selber die Versandkosten.

PeterPan556

Boah, wat ne hässliche Uhr...


Admin hat es schon gesagt. Erlaubt ist es, die Versandkosten im Falle eines Widerrufs auf den netten Kunden abzuwälzen, aber nicht die Versandkosten im Falle einer Nacherfüllung, wozu die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer Sache ohne Mangel gehört. Die gesamten Kosten also auch die Versandkosten muss der Händer bezahlen. Dass die keine Retourscheine zur Verfügung stellen können ist eine dumme Ausrede. Wenn es ein guter Händler wäre, dann würden sie dir anbieten, dass sie die Versandkosten nachträglich erstatten.

Du kannst den Heinis noch § 439 Absatz 2 BGB schicken:

"Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen."

dejure.org/ges…tml

Ist die Uhr überhaupt echt? - Wie hoch war der Kaufpreis?

come2tom1

Ist die Uhr überhaupt echt? - Wie hoch war der Kaufpreis?


Diese kostet sonst 249€, der Anbieter trends4cents hat sie aber für knapp 170€ angeboten, da habe ich dann auch zugeschlagen.

Blind? Steht im ersten Absatz

Die Frage, ob sie echt ist, ist jedoch begründet, oder? Ist ja schon ein kräftiger Nachlass.

woodrobertz

Admin hat es schon gesagt. Erlaubt ist es, die Versandkosten im Falle eines Widerrufs auf den netten Kunden abzuwälzen, aber nicht die Versandkosten im Falle einer Nacherfüllung, wozu die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer Sache ohne Mangel gehört. Die gesamten Kosten also auch die Versandkosten muss der Händer bezahlen. Dass die keine Retourscheine zur Verfügung stellen können ist eine dumme Ausrede. Wenn es ein guter Händler wäre, dann würden sie dir anbieten, dass sie die Versandkosten nachträglich erstatten. Du kannst den Heinis noch § 439 Absatz 2 BGB schicken: "Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen." http://dejure.org/gesetze/BGB/439.html



Danke, ich habe dem Händler nochmal angeboten, die Versandkosten vorerst zu übernehmen, sofern ich diese anschließend wieder zurückerstattet bekomme und mich dabei auf diesen Paragraphen berufen.

woodrobertz

Du kannst den Heinis noch § 439 Absatz 2 BGB schicken: "Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen." http://dejure.org/gesetze/BGB/439.html


noch sicherer ist es, wenn sie dir die Versandkosten zunächst aufs Konto überweisen. Einen seriösen Eindruck machen die nicht.

Schreib einfach das du mit deinem Anwalt geredet hättest und entweder sie würden dir den Retourenschein schicken oder es würden rechtliche Schritte folgen.

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