Im Fokus: Sonos Play:5 vs Sony SA-NS510

Redaktion 8
eingestellt am 18. Jan 2013

Der All-in-One Player Play:5 von Sonos gegen den Mittelklassesound des Sony SA-NS510. Zugegeben, ein unfairer Kampf. Kein Duell auf Augenhöhe, gilt doch das Sonos Gerät als Referenz in seinem Segment. Da wir aber aktuell gerade beide Geräte am Start haben, hat sich Tim aka elroq die Freiheit genommen sie gemeinsam in einen Artikel zu packen. Audiophile Fundamentalisten mögen es ihm bitte verzeihen. 


Gut, einen kauffreudigen und klangkritischen Kollegen zu haben, der sich bei seiner Suche nach der idealen Soundquelle für sein Zuhause nicht mit dem Erstbesten zufrieden gibt, sondern sich die Zeit und Muße nimmt das aktuelle Angebot in seiner Breite auszuprobieren. Am Ende seiner Exkursion sind vorerst zwei Modelle auf dem Tisch liegengeblieben, die – aufgrund unterschiedlicher Gründe, wieder “Return to Sender” gingen – ich mir aber vorab mal geschnappt habe, um sie an dieser Stelle vorzustellen. Das Sonos Play 5 (hier ein myDealZ Beitrag vom Oktober 2012 zum kleineren Bruder Play:3)  und Sonys SA-NS510. Beide sind preislich gar nicht so weit auseinander. Das Sonos liegt im Preisvergleich aktuell bei ~ 350€ (gab es bereits für knapp~300€), dass Sony Gerät bei rund 260€ (war zuletzt Anfang Januar für ~200€ zu haben). Klanglich liegen zwischen dem drahtlosen Multiroom Modell von Sonos und Sonys drahtlosen Audio-Lautsprecher  allerdings Welten. Ebenso beim Design. Während die Sonos Box sich optisch schlicht und kompakt gibt, punktet die Sony SA-NS510 mit seiner stylischen Trichter Form, die zuweilen eher an eine  Designerblumenvase, denn an einen Lautsprecher erinnert. Einzig verfügbare Farbe ist schwarz, während der Sonos Play:5 auch in weiß verfügbar ist. Festzustellen bleibt: auf ihre Art sind beide Geräte schick. Sony zeigt allerdings wesentlich mehr Mut zur Andersartigkeit. Wie ich im Introtext bereits andeutete reicht das natürlich nicht aus, um dem Sonos auf dem Hauptfeld – dem Klang – ernsthaft Konkurrenz zu machen. Schauen wir uns die beiden Geräte mal im Einzelnen an.


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Sonos Play 5

Das Gehäuse des Play:5 besteht aus mattem Plastik. Fühlt sich sehr angenehm an. Die Maße sind kompakt gehalten: 217 x 365 x 123 mm bei einem Gewicht von 4.15 Kilogramm. An der oberen Seite befinden sich die Bedienungstasten. Hier gilt: Weniger ist mehr. Lautstärkeregler und Stummschalter. Mehr nicht. Beide benötigt man übrigens bei der Erstinstallation um sie mit dem Netzwerk, bzw. dem sendenden Gerät zu synchronisieren. Auf der Rückseite findet man zwei Ethernet-Anschlüsse, einen Kopfhörer sowie einen Line-In-Anschluss. Im Inneren sind 5 digitale Verstärker, mit fünf Lautsprechern verbunden. Zwei Hochtöner, zwei 3-Zoll Mitteltöner und ein 3,5-Zoll Subwoofer. Laut Sonos Marketingabteilung sorgt das für einen Soul Shaking. Ob das Gerät den blumigen Versprechungen gerecht wird? Lassen wir all jenen ein wenig (Klang-) Raum, die sich bereits mit dem Play:5 auseinander gesetzt haben. Hierfür werfen wir einen Blick in die Amazon Kommentare: 84 Rezensenten liefern einen Gesamtwert von 4.3 Sternen. Beschreibungen wie “Spitzenklasse”, “Erstklassig” oder “Ich würde es immer wieder kaufen” können der Mehrheit der Beurteilungen zugeordnet werden. Unaufgeregte Zeitgenossen finden den Play:5 “nicht billig, aber gut”, ein “fast perfektes System” oder schlichtweg ein “brilliantes 560904.jpgProdukt mit einer großen Schwachstelle”. Wirklich enttäuschte “Zuerst Hui, dann Pfui” – Tester finden sich natürlich auch, sind aber im Bewertungspool des Onlinehändlers in der Minderheit. Da diese aber in der Regel am interessantesten sind, werfen wir da mal einen genaueren Blick drauf. Für vier Rezensenten kam das Streaming System nicht über einen Stern hinaus. Schuld daran war 1. die Zuverlässigkeit des System, dass laut einem Nutzer wohl gerne mal während des Betriebs abschmiert, bzw. den Bezug zur Abspielquelle verlor oder aufgrund “ständiger” Updates, inklusive Neusynchronisierung der Itunes Bibliothek, den störungsfreien Musikbetrieb nicht gewährleistete. Beide Kritikpunkte sind nachvollziehbar. Kennt man von anderen Geräten auch. Anhand meiner kurzen Testphase konnte ich dies allerdings nicht in einem störenden Maß feststellen. Alles lief rund und Updates waren auch nur einmal zu tätigen. Den beschriebenen Umstand eines Rezensenten, dass die Sonos Station nur mithilfe einer sogenannten Bridge funktioniert, die ein eigenes 2,4 Ghz W-Lan Netzwerk aufbaut in dem das Sonos agiert, kann ich so nicht bestätigen. Funktioniert auch ohne. Klar sollte jedem Interessenten allerdings sein, dass es einen Controller braucht, sprich eine Hardwareeinheit wie beispielsweise ein Smartphone oder Tablet, um die Einheit zum Leben zu erwecken. An anderer Stelle ist davon zu lesen, dass man “mindestens das Wissen und die Fertigkeiten eines Netzwerkadmin haben muss, um die Komponenten einzurichten.” Kann ich nicht bestätigen. Der Anschluss der Box an das Netzwerk erfolgt via Ethernet Kabel (die Bridge würde das umgehen), anschliessend dem Installationsprozess mithilfe der Software/App folgen (MAC/Windows/iOS/Android/Windows Phone). Eigentlich ganz einfach. Da sich meine Frau weigerte als Testperson herzuhalten, konnte ich den Noob-Konfig-Faktor leider nicht bestimmen. Man möge es mir verzeihen. Ich gehe aber fest davon aus, dass sie das auch hinbekommen hätte. Die Sonos App ist übrigens auch nach der Installation zwingend erforderlich. Schade finde ich hierbei, dass es für die Steuerung und Verwaltung der Musik eine eigene Applikation braucht. Sinnvoller wäre es m.M. nach gewesen, wenn man direkt aus Itunes, etc. seine Musik streamen könnte. Wäre sicherlich machbar gewesen. Nun gut, da seit Kurzem die Integration der Itunes Mediathek funktioniert, muss man wenigstens nicht auf seine gewohnten Inhalte, bzw. Listen verzichten. Wer lustig ist kann übrigens zwei Systeme als jeweils linken und rechten Lautsprecher verbauen, um sein Stereo-Erlebnis zu bekommen. Mit dem zusätzlich erhältlichen Subwoofer kann man zudem einen externen Bums ins Set-Up integrieren. Im Bereich der Netzwerk/Streaming Systeme kann man dem Play:5 ein ordentliches, der Größen entsprechendes Klangvolumen attestieren. Bei etwas mehr Lautstärkepegel hatte ich zwar den Eindruck, dass die Höhen ein wenig kreischig werden und man ohne zusätzliches Bassmodul nicht richtig in die tiefen Regionen kommt, die ein oder andere (Cocktail-) Party kann man mit dem Teil aber durchaus zum Leben erwecken. Vorausgesetzt man akzeptiert den nicht ganz billigen Anschaffungspreis. Gerade wenn eine 2 Box Stereo-, sowie Subwoofer (Vergleichspreis ~ 650€) Lösung auf dem Wunschzettel steht. Die Bridge für ~ 37€ fällt dann kaum noch ins Gewicht.


Sony SA-NS510

Wie bereits erwähnt besticht der Sony SA-NS510 360Grad Netzwerklautsprecher in erster Linie durch seine stylishe Erscheinung. Trichterförmig, ausgestattet mit einen lamellierten Oberfläche kann man mit diesem Teil etwaige Gäste von der eigenen Geschmackssicherheit überzeugen. Nicht ganz überzeugend finde ich, den glänzenden Plastikeindruck, der mich arg an die erste PS3 erinnert. Sieht mit persönlich ein wenig zu billig aus. Inwiefern die Design Formel “Form Follows Function” seine Entsprechung findet, wollen wir auch hier zuerst anhand der Amazon Rezensionen herausfinden. Insgesamt  4.1 von 5 Sterne. Ausgewogen, aber sicherlich kein wirklich guter Wert bei mageren 12 Bewertungen. Im Detail liest sich das so: 5 x 5 Sterne, 3 x 4 Sterne und 3 x 3 Sterne. Kommentare wie “Geniales Ding”, “Sound is great”, “Sehr guter Airplay Lautsprecher” und “Attraktives Soundmonster” bilden die positive Speerspitze. In tieferen Sterne-Regionen finden sich Kritikpunkte wie: “Kein Bluetooth-Empfänger” oder der Umstand, dass die Funktionstasten (z.B. An/Aus) auf dem Boden des Gehäuses angebracht sind. 560904.jpgDer Lautsprecher ist mit 4,2 Kilogramm zwar nicht unbedingt schwer, aber nervig erscheint mit das schon. Störend empfände ich, dass der kabellose Betrieb laut Hersteller nur rund fünf Stunden möglich ist. Schaut man in die Rezensionen sind, natürlich abhängig von der Lautstärke die man fährt, vier Stunden weitaus realistischer. Danach muss das Gerät wieder geladen werden. Man kann es zwar auch mit Kabel betreiben, aber dann lädt auch parallel dazu ununterbrochen der Akku und zudem widerspricht das ja auch der angepriesenen Mobilität seitens Sony. Zum Lautsprecher: das SA-NS510 ist ein 2 Wege-System, dass mit vier Hochtönern und einem Subwoofer im Bassreflexprinzip daher kommt. Fünf Treiber sorgen für dynamischen Sound. Insgesamt berichten die Käufer von einem transparenten und ausgewogenem 360 Grad Klangerlebnis. Mir persönlich war das System allerdings etwas zu basslastig. Wenig Mitten. Wenig Höhen. Insgesamt zu matschig. Schepperte ganz ordentlich. Mag an der Plastikhülle liegen. Ich mag es ausgewogen. Bass gerne, aber bitte in der geeigneten Dosis. Auch hier gilt natürlich: die eigenen Hörpräferenzen dienen als Massstab. Wie man bei Amazon lesen kann, gibt es einige die mit dem Sound vollkommen zufrieden sind. Deshalb: Lautsprecher IMMER selber testen. Das mal am Rande. Weiter mit den Features. Neben der Wifi-Funktionalität (unterstützte DLNA-zertifizierte Server: Windows Media Player 11 & 12 für XP, Vista & Windows 7), verfügt das Gerät über einen Ethernet-Anschluss, sowie einen  3,5mm Line-In Klinkenanschluss. Der direkte Anschluss einer externen Quelle ist also kein Problem. Airplay ist ebenfalls an Bord. Die iTunes Sammlung somit immer und überall greifbar. Auf mehrere Boxen kann man über den integrierten “Partymodus” zugreifen, der alles miteinander synchronisiert. Andere externe Geräte können im Betreib der Box allerdings nicht bespielt werden. Schade. Als störend empfand ich zudem, dass es immer zu einigen Sekündchen Delay kam, wenn ich über Wifi gestreamt habe. Scheint ein grundsätzliches Problem der SA-NS510. Gerade bei Videos, deren Sound man über den SA fährt, ist das doch sehr ärgerlich. Je schneller das Device (iPhone 4s oder iPhone 5) desto weniger Verzögerung, aber ganz ohne ging eben nicht. Im LAN Betrieb war wiederum alles okay. Wer will, der kann übrigens den Sony eigenen Musikdienst Music Unlimited (PlayStation User kennen das) nutzen. Ich persönlich tue das nicht, deshalb gibt es darüber jetzt auch nicht soviel an dieser Stelle zu berichten.


Fazit

Fassen wir kurz zusammen: Hauptkritikpunkte am Sonos Play:5 liegen ganz klar in der scheinbaren Unzuverlässigkeit im Streaming Betrieb. Abstürze, ständige Synchronisierung mit Itunes und häufiges updaten mindern den Dauerbetrieb. Ich konnte das bei meinem Test zwar nicht feststellen, aber es gab einige denen das negativ auffiel. Zudem ist der Hohe Anschaffungspreis, gerade wenn man sich mit weiteren Modulen ausstatten möchte, um den vollen Stereo + Subwoofer Sound geniessen zu können, wird es teuer. Eine Steuerungseinheit, wie iPhone, etc. setzt das Gerät voraus. Zudem fehlt die Airplay Funktion. Das man zwangsläufig über die Sonos eigene App gehen muss um das Gerät zu bedienen, ist keine Beinbruch, aber ungewohnt. Wenigstens kann man seit neuestem auf seine iTunes Listen zugreifen. Positiv sticht der, für diese Kategorie, wirklich gute Klang hervor. Ebenso das sehr ansehnliche Äußere. Optisch trifft es meinen Geschmack voll und ganz. Wer im Streaming-Bereich seine Erfüllung sucht, der wird an der Sonos Play Reihe seinen Gefallen finden. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Die störendsten Faktoren des Sony SA-NS510 sind das fehlende Bluetooth, Verzögerung bei der Wifi-Wiedergabe und der – zugegeben subjektiv empfundene – unausgewogene Sound. Dafür punktet Sonys Box mit ansprechendem Design, kabellosem Betrieb (wenn auch “nur” 4 Stunden) und der Airplay Funktion. Bei einem aktuellem Preis von rund 268€ sollte man sich gut überlegen, ob man nicht ein wenig höher greift und die Sonos Play:5 Reihe für ~ 350€ in Erwägung zieht. Wäre ich nicht schon umfangreich ausgestattet, würde ich zum letzteren tendieren. Mein Anfangs erwähnter Kollege hat sich übrigens letztendlich für ganz was anderes entschieden: das Companion 5 von Bose (?!). Seine Beweggründe will ich an dieser Stelle nicht hinterfragen. Ob er streamlos glücklich wird, wissen wir in ein paar Wochen.


Welche System nennt ihr euer Eigen? Wie wichtig sind euch Wifi, Bluetooth und Airplay? 


 

Zusätzliche Info
8 Kommentare

Auch hier gilt: Wer ist dieser "ich"? Wie soll man diesen Bericht im Vergleich zu anderen einordnen? Entweder ihr urteilt und schreibt als "Redaktion", oder aber der "ich", der hier schreibt, muß irgendwie kenntlich gemacht werden, damit man das Ganze irgendwie einordnen kann.

Verfasser Redaktion

Der ich bin ich!

kann man nicht an das Ende des Artikels elroq irgendwie einbinden würde das übersichtlicher machen

Informativ ist der Artikel ohne Frage, aber stilistisch reisst er mich nicht vom Hocker. Man muss Stellen teilweise mehrfach lesen, da der Satzbau auf dem Niveau der 5. Klasse ist und nicht wirklich stringent beim Informationspfad. So springt man von Oberflächlichkeiten beider Geräte direkt aufs Ende mit Retour, zurück zu einem Resumé, gefolgt von Einzelbetrachtungen, wilder und unreflektiereter Einwürfe aus Amazon Bewertungen, nochmal eben die Oberfläche erwähnen und die LAN Ports (Checkliste der technischen Details lag wohl neben der Tastatur?), und direkt weiter zu Sony und den selben Salat veranstalten.
Am Ende hat man 5 Minuten Lebenszeit vertan und das Gefühl informiert zu sein, nur unklar, worüber - zumal persönliche Erfahrungsberichte, die Quintessenz jedes Blogs, hier völlig in den Hintergrund rücken mit Ausnahme der Diskriminierung der Lebensgefährtin als Noob.
Super Idee, miese Umsetzung.

Das dem Sonos-Ssystem die Airplay-Funktion fehlt, ist nicht richtig. Ist seit einem letzten update letztes Jahr möglich.

Der Vergleich mit der preisgleichen SONOS Play: 3 wäre angebracht.

Momo

Ich gebe gleich zu, dass ich ein Sonos Besitzer von mehreren Play 3 und einem Play 5 bin.

Mein Fazit zum Play 5 ist:

Teure Anschaffung vor allem wenn man Surround haben möchte.

Die Bedienung kann über Android, IOS, Windows, MAC und dem Sonos Controller stattfinden.
Airplay geht.

Ganz großes Plus was Sonos gegenüber anderen Multi Room Wireless Systemen ausmacht, es ist einfach zu handhaben.
Ich will es nicht mehr missen!

Ich hab zwar nicht die SA-NS510 aber habe 2x 310, 1x 410 und im Wohnzimmer einen richtigen 7.2 AV-Receiver mit PartyStreaming usw. . Das Sonos System hatte ich mir natürlich auch angeschaut aber um ein Surround System zusammen zustellen gebe ich doch nicht €2500(restlichen Zimmer nicht mit eingerechnet) für ein paar Plaste Boxen aus.

Es kommt aber auch drauf an wie man die LS überhaupt nutzen will. Einfach nur eine oder zwei als Hauptlautsprecher oder so wie ich im Wohnzimmer das Hauptsystem mit Kino feeling und die anderen LS (310,410 oder 510) tragen den Sound durchs ganze Haus per PartyStreaming.

Wifi müssen solche LS einfach haben und auf Bluetooth kann man verzichten. Zumal bei den Sony LS funktioniert die Steuerung ja über DLNA da bringt einem Bluetooth nichts.

hohlesrad
Ganz großes Plus was Sonos gegenüber anderen Multi Room Wireless Systemen ausmacht, es ist einfach zu handhaben.
Ich will es nicht mehr missen!

da ist sonos nichts besonders. Bei den Sony Geräten nimmt man einfach die Hauseigene App oder irgend eine DLNA Controller und bedient sie.

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