Kaffeevollautomat Delonghi Cold Brew

eingestellt am 26. Mär 2023
Hallo Leute,

ich stand gerade vor der Herausforderung, einen neuen Kaffeevollautomaten auszuwählen. Da ich selbst kein Freund von diversen, unverständlichen Herstellerbezeichnungen für ein und dieselbe Maschine bin, wollte ich die Ergebnisse meiner Recherche (Stand März 2023) mit der Community teilen.

Generelles
Verallgemeinert sind wohl alle KVA - egal welchen Herstellers - im höheren Preissegment (~600€+) zu gebrauchen und liefern sowohl guten Kaffee/Espresso als auch guten Milchschaum. Letzteres gilt wohl laut Kommentaren nicht für meine erste P/L-Entdeckung, die Siemens EQ6 plus S700 (verarbeitete Milch zu kalt; nicht smooth genug; Gerät schon sehr lange auf dem Markt).

WIFI/App-Konnektivität
Mein weiteres Entscheidungsmerkmal war dann WIFI/App-Konnektivität. Den für mich einzigen relevanten Usecase "aus dem Bett remote einen Kaffee zubereiten" unterstützen wohl die wenigsten Maschinen, da man, bis auf ein paar Siemens Maschinen (Typen nicht weiter recherchiert), nicht den Reinigungsvorgang beim Starten unterbinden kann (auch nicht bei Delonghi).

Innovation Cold Brew Kaltextraktion
Enttäuscht vom "alle Maschinen bieten das Gleiche" war ich dann auf der Suche nach Innovationen im Bereich KVA. Dabei bin ich auf die Cold Brew Funktion gestoßen. Wer schon mal im asiatischen Raum reisen war oder Cold Brew Kaffee (kurz: Kaffee löst sich über ~12h im Kühlschrank in Wasser und gibt dabei besondere geschmackliche Nuancen frei) bereits kennt, weiß, dass dieser "kalte Kaffee" eine willkommene Erfrischung vor allem in der heißeren Jahreszeit ist. Dieses Feature wurde nach meinen Recherchen erstmals bei der Jura Z10 eingeführt, die die gemahlenen Kaffeebohnen auch ohne zusätzliche Erwärmung "brühen" kann. Allerdings ist diese Maschine aufgrund ihres Preises (~2000€) und der fest verbauten Brühgruppe direkt aus der Suche gefallen. Natürlich ist das Cold Brew Ergebnis des KVA nicht mit dem originalen Herstellungsprozess vergleichbar, liefert mir auf Knopfdruck (+Eiswürfel!) jedoch ein zufriedenstellendes Erlebnis

Stiftung Warentest
Typisch deutsch habe ich bei meiner Recherche natürlich auch die Ergebnisse von Stiftung Warentest für Kaffeevollautomaten (11/2022) berücksichtigt, bei denen die Delonghi Eletta Explore ECAM450.55 den ersten Platz belegte. Eine tiefere Recherche dieser Maschine ergab, dass es bereits eine neue Modellreihe gibt, die auch die Kaltextraktion von Kaffee unterstützt. Diese umfasst die folgenden, technisch identischen Plastik-Modelle (vgl. Delonghi Website):
  • ECAM450.86.T - titan + To Go Becher
  • ECAM450.65.S - silber "E-Shop exklusiv" + nichts
  • ECAM452.67.G - schwarz + Kaffeekanne
Andere Typen der Eletta Explore sind älteren Ursprungs und unterstützen die Cold Brew Funktion meiner Recherche nach nicht. Dafür sind diese Modelle aktuell auch wesentlich günstiger zu erhalten (Suchfunktion).

Fazit
Ich habe mich letztendlich für die silberne Version (ECAM450.65.S) entschieden und noch 7% Cashback (leider nicht über Shoop) mitgenommen. Bisher hat mich die Maschine geschmacklich überzeugt und auch, dass sie leicht zu reinigen ist. Auch die ersten Cold Brew Kaffees finde ich klasse Die Maschine über die App zu starten und dann erst den ersten Kaffee brühen zu lassen, reicht mir bisher auch aus (Reinigungsvorgang überspringen wäre trotzdem nice-to-have).

Fragen und Anregungen bitte gerne in die Kommentare. Ich bin gespannt, ob zukünftig noch weitere Hersteller dieses Feature anbieten werden.
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7 Kommentare

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  1. BlueAngel's Profilbild
    Kalter Kaffee *schüttel*
    Barney's Profilbild
    Cold Brew ist nicht einfach nur erkalteter Kaffee, sondern wird gänzlich anders extrahiert. Probier es ruhig mal aus, ist gerade im Sommer echt angenehm und kann man auch ohne teure Maschine herstellen.
  2. tobiwan80's Profilbild
    Die Maschine über die App zu starten und dann erst den ersten Kaffee brühen zu lassen, reicht mir bisher auch aus
    Also anstatt einen Knopf an der Maschine zu drücken (so funktioniert das an meiner Delonghi) nimmt man erstmal das Handy, öffnet die App und schaltet damit die Maschine an und geht zu eben jener um das Spülwasser vor dem ersten Kaffee zu entsorgen oder eben ein Tasse unter den Auslauf zu stellen?
    Es gibt Dinge die müssen nicht Smart sein, bzw. Smart macht es nur umständlicher.
    Das einzige wofür ich bei meinr Delonghi die App Nutze ist wenn ich alle Jubeljahre mal an den Rezepten rumspiele.
    Kloeffer1's Profilbild
    Ne die Idee ist, das Wasser am Vorabend aufgefüllt zu haben und die Tasse bereits darunter gestellt zu haben, um dann von seinem Bett aus den Brühvorgang zu starten (idealerweise ohne Reinigung beim Start der Maschine). Ich stell mir das eigentlich ganz nett vor. Würd mir jedoch nichts bringen, da ich dennoch immer zum Automaten laufen müsste um sicherzustellen, dass ich am Vorabend eine Tasse darunter gestellt hab.

    Aber ich geb dir recht es muss nicht alles Smart sein oder z.B. auf Touch basieren, zumindest wenn es dann nicht gut umgesetzt ist. Das Touchfeld der Siemens Maschine einer Freundin ist ein Graus. Nimmt Eingaben nur wenn man richtig fest drückt, da kann ich auch bei einem Knopf bleiben. (bearbeitet)
  3. jottlieb's Profilbild
    Ich weiß nicht, was dein Problem mit der fest verbauten Brühgruppe bei Jura ist. Wenn man die Reinigung gemäß Anweisung durchführt, dann ist die auch nach Jahren noch picobello.
    tmoe23's Profilbild
    Autor*in
    Habe kein Problem damit, mein Problem war in erster Linie der Preis Wenn es da etwas zu beanstanden gäbe, hätte Jura auch nicht so einen guten Ruf, denke ich. Ich komme aber von einer "verschlossenen" Krups und wollte nun mal selbst "Hand angelegen" können
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