Kann ein Händler die Erstattung der Rücksendekosten (bei Falschlieferung) ohne Quittung/Beleg ablehnen?

Habe einen ganz blöden Fall: Ein Händler hat mir einen Artikel zugesendet den ich so nicht bestellt hatte. Ich habe das entsprechend per Mail reklamiert und als Antwort bekommen, ich möge den Artikel zurücksenden. Mit dem Paket bin ich zur Post, habe einen Versandaufkleber ausgefüllt, aufgeklebt, bezahlt und bin mit der Quittung gegangen.

Die Ware ist inzwischen wieder beim Händler angekommen und ich habe um Erstattung der ausgelegten Versandkosten gebeten. Daraufhin bat mich der Händler, dass ich ihm eine Kopie der Quittung zusenden möge, da er mir ansonsten die ausgelegten Versandkosten nicht erstatten werde. So weit kann ich das alles nachvollziehen, wobei ich mich frage, ob ich überhaupt verpflichtet bin, einen Nachweis zu erbringen (?).

Jedenfalls habe ich jetzt folgendes Problem: Auf dem Beleg, den ich in der Postfiliale ausgehändigt bekam, steht ein Betrag von 0,00 Euro. Obwohl ich die Rücksendung in der Filiale bezahlt hatte! Wie ich inzwischen rausgefunden habe ist das allem Anschein nach üblich. So gibt es wohl einen Einlieferungs-/Quittungsbeleg und einen zweiten Beleg (Zahlungsbeleg auf dem die Kosten für das DHL-Paket stehen).

Ich nehme an, wenn ich dem Händler den Quittungsbeleg mit 0,00 Euro zusende, dass er mir keine Rücksendekosten erstatten wird. Den zweiten Beleg mit dem gezahlten Betrag habe ich nicht.

Die Sendungsnummer steht auf der 0,00 Euro Quittung und bei der DHL-Sendungsverfolgung kann ich auch nachvollziehen, dass es sich um ein Paket handelt und das es vom Händler in Empfang genommen wurde.

Was mache ich jetzt?

9 Kommentare

Das nächste mal die richtige Quittung mitnehmen.

Entweder zur Post gehen und sagen, dass die dir ne Rechnung ausstellen sollen, wo der Preis auch drin steht oder einfach die Quittung die du hast, dem Händler schicken. Mehr bleibt dir wohl nicht übrig.

ich würde spontan "nein" sagen. Er ist verpflichtet dir die zugesagte Sache zu schicken. Wenn er aus Dusseligkeit dir eine falsche Sache schickt, dann ist das nicht dein Bier. Er sollte sich eigentlich bei dir bedanken, dass du dir die Mühe gemacht hast, die Sache an ihn zu senden und ihm sogar die Versandkosten vorgestreckt hast. Eigentlich hätte er dir einen Versandaufkleber oder ähnliches schicken müssen.

Evtl. kannst du dort noch eine Quittung dafür erhalten (über die Sendungsnummer/Vorgang), ansonsten ist es wohl egal ob du eine Quittung hast, wenn er für den Rückversand aufkommen müsste und dir keinen Rücksendeschein geben hat.
Preise sind ja offensichtlich und die Post arbeitet nicht umsonst. Würde ich mal so meinen wollen...

Ansonsten evtl. auf den Thread hier verweisen und ggf. den Namen nennen, damit sich andere Kunden ggf. Ihre Quittung ausstellen lassen...
Vorher bitte die exakte rechtliche Situation prüfen, da wir weder den Preis noch die AGB, Mailverkehr, Absprachen, Vertragsgegenstand etc. kennen...

Sofern der Händler die Rücksendekosten zu tragen hat*, entweder eine Versandmarke anfordern oder unfrei zurücksenden oder sich den Betrag vorab erstatten lassen. Niemals in Vorleistung treten. Wenn der Händler sich nicht rührt, unfrei senden und bei Annahmeverweigerung die Kosten der Rücksendung und Kosten für den eventuellen Ersatzkauf per Anwalt einfordern.

*Gewährleistung, eventuell Widerruf (je nach AGB) und unverlangt zugesandte Ware (wobei bei letzterem die Bereitstellung zur Abholung reicht)

torbenp89

entweder eine Versandmarke anfordern oder unfrei zurücksenden oder sich den Betrag vorab erstatten lassen. Niemals in Vorleistung treten. Wenn der Händler sich nicht rührt, unfrei senden und bei Annahmeverweigerung die Kosten der Rücksendung und Kosten für den eventuellen Ersatzkauf per Anwalt einfordern.



Richtig. Die meisten Händler bieten sogar kommentarlos ein Retourenschein oder Hinweis "unfrei".

Das hilft die jetzt natürlich nichts mehr... sag halt das du den Nachweis nicht hast, da es nicht dein Fehler war (Falschlieferung) bitte um Kulanzerstattung...

Mein Tipp:Schreib Handschriftlich den Preis drauf, oder aber du kaufst einen Paketschein und schickst ihm die Rechnung dann, kann man ja eh mal gebrauchen.

Wie soll der gute Mann das den bitte in der Buchhaltung festhalten?
Ohne Beleg keine Buchung.
Du kannst auf Kulanz gehen, aber verpflichtet ist er nicht.

Im konkreten Fall hatte mir der Händler mit der Bitte, nicht den unfreien Versandweg aufgrund der unverhältnismäßig hohen Kosten, geschrieben, dass ich den Artikel zurücksenden möge und mir dieser anschließend die entstandenen Versandkosten erstattet.

Ich kann verstehen wenn der Händler ohne Quittung ein Problem für seine Buchhaltung hat. Wenn das beim Finanzamt jedoch derart wichtig ist (und ich fühle mich nicht verpflichtet davon Sachkenntnis zu haben), dann wäre es nun mal sinnvoll gewesen, mir einen frankierten Rücksendeaufkleber zuzusenden.

Heute Nachmittag war ich in einer Postfiliale und habe dort mein Problem vorgetragen. Eine Mitarbeiterin hat mir kurzerhand einen Beleg rausgeschrieben.

Soweit ich das jetzt noch gesehen habe, sind Pakete, Päckchen usw. ohnehin von der Umsatzsteuer ausgenommen. Ich sende diese beiden Belege jetzt dem Händler zu und hoffe das sich das bald erledigt hat. Danke für eure Mithilfe!

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