Katholische Kirche: Austritt und Wiedereintritt - Erfahrungen?

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eingestellt am 7. Jul
Da ich keinen Bezug zur katholischen Kirche habe und zumindest einige Dinge dort durchaus kritisch sehe, überlege ich, auszutreten und den Betrag der Kirchensteuer anderweitig zu investieren (teils in selbst ausgewählte gemeinnützige Projekte, teils in meinen eigenen ETF-Sparplan).

In meinem momentanen Job interessiert sich keiner für meine Kirchenzugehörigkeit, bei zukünftigen Arbeitgebern könnte das aber anders sein. Daher ist natürlich die Möglichkeit, später ggf. wieder einzutreten, für mich schon wichtig. Offenbar muss man dafür ja ein Gespräch mit dem örtlichen Pfarrer führen und braucht dann die Zustimmung vom Bischof. Ich gehe davon aus, dass das wohl kein größeres Problem wäre, denn auch die haben ja natürlich ein Interesse an mehr Mitgliedern.

Mich würde trotzdem interessieren, ob hier schon jemand einen Austritt und anschließenden Wiedereintritt hinter sich hat und kurz berichten kann, ob das wirklich so unkompliziert lief.

Klappt es auch wenn ich dem Pfarrer sage: Ich will wieder beitreten, weil mein neuer Arbeitgeber darauf wert legt oder muss ich mir eine andere Begründung ausdenken?

Und entstehen durch den Kirchenaustritt irgendwelche anderen Nachteile, die ich übersehe?

Danke
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Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion interessieren würde, wäre das nicht mein "nächster Arbeitgeber"!
MotherTrucker07.07.2019 08:53

Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion i …Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion interessieren würde, wäre das nicht mein "nächster Arbeitgeber"!


Dann darfst du halt nie bei christlichen Einrichtungen arbeiten wie, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und andere Einrichtungen, die von Kirchen betrieben werden.

Dort bekommst du bei Einstellungen Fragen gestellt, die bei normalen Firmen verboten wären aber die haben ja einen Freifahrtschein und berufen sich auf ihr Kirchenrecht was über allem steht.

Wenn du in solchen Einrichtungen arbeitest musst du auch aufpassen, gab doch schon genug Berichte wenn du dich hast scheiden lassen und wieder geheiratet hast bekommst du auf einmal die Kündigung ... Weil das nicht mit der Kirche und deren Glauben vereinbar ist.

Das ist sowas von hinterm Mond.
bei Religionszugehörigkeit dann zukünftig einfach md (mydealz) angeben - ist ja quasi wie eine Ersatzreligion
Also ich bin bereits 2 mal ausgetreten. Das erste mal vor 3 Jahren. Danach hab ich einen lustigen 3 Seiten langen Brief vom Pfarrer erhalten der fast schon wie eine Drohung war was ich alles nun verpasse
Ein Jahr nach dem Austritt musste ich wieder in die Kirche eintreten, da ich Taufpate bei meiner Nichte sein sollte. Im Gespräch mit dem Pfarrer hab ich ganz offen mitgeteilt, dass ich nicht damit einverstanden bin so viel Geld für die Kirche zu zahlen und für was die das Geld nutzen. Hab indirekt schon gesagt, dass ich nur wegen der Taufe wiedereintrete. Hat aber keinen gejuckt.
2 Monate später bin ich wieder ausgetreten.
120 Kommentare
Es entstehen dir keine Nachteile bin schon seit 20 Jahren draußen und es hat auf deutsch gesagt noch keine Sau interessiert.

Außer du willst in der katholischen Kirche dich trauen lassen, dann musst du meines Wissens Mitglied sein.

Und ganz ehrlich für das Gespräch kannst du dir doch einfach eine Story ausdenken, sollte doch nicht schwer sein, dann hast du halt zum Glauben zurück gefunden...

Austreten geht übrigens sehr leicht kurzer Besuch beim Amtsgericht, Austritt erklären und ganz wichtig das Dokument was du dann erhälst und was deinen Kirchenaustritt dokumentiert seht gut aufbewahren!
Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion interessieren würde, wäre das nicht mein "nächster Arbeitgeber"!
MotherTrucker07.07.2019 08:53

Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion i …Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion interessieren würde, wäre das nicht mein "nächster Arbeitgeber"!



Im Gesundheitswesen kann das schon problematisch sein. Es gibt eine beträchtliche Anzahl an Krankenhäusern mit kirchlichem Träger, je nach beruflichen Zielen und örtlicher Gebundenheit kann es eine deutliche Einschränkung sein, die alle zu meiden. Und da ist es leider immer noch nicht ungewöhnlich, dass Mitarbeiter, die aus der Kirche austreten, entlassen werden. Es gibt selbst Fälle, in denen Chefärzte entlassen wurden, weil dem katholischen Krankenhausträger deren zweite Hochzeit nicht gepasst hat.
Bearbeitet von: "chrhiller187" 7. Jul
chrhiller18707.07.2019 09:00

Im Gesundheitswesen kann das schon problematisch sein. Es gibt eine …Im Gesundheitswesen kann das schon problematisch sein. Es gibt eine beträchtliche Anzahl an Krankenhäusern mit kirchlichem Träger, je nach beruflichen Zielen und örtlicher Gebundenheit kann es eine deutliche Einschränkung sein, die alle zu meiden. Und da ist es leider immer noch nicht ungewöhnlich, dass Mitarbeiter, die aus der Kirche austreten, entlassen werden. Es gibt selbst Fälle, in denen Chefärzte entlassen wurden, weil dem katholischen Krankenhausträger deren zweite Hochzeit nicht gepasst hat.


google.de/amp…tml
MotherTrucker07.07.2019 08:53

Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion i …Also wenn sich mein "nächster Arbeitgeber" für meine Religion interessieren würde, wäre das nicht mein "nächster Arbeitgeber"!


Dann darfst du halt nie bei christlichen Einrichtungen arbeiten wie, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und andere Einrichtungen, die von Kirchen betrieben werden.

Dort bekommst du bei Einstellungen Fragen gestellt, die bei normalen Firmen verboten wären aber die haben ja einen Freifahrtschein und berufen sich auf ihr Kirchenrecht was über allem steht.

Wenn du in solchen Einrichtungen arbeitest musst du auch aufpassen, gab doch schon genug Berichte wenn du dich hast scheiden lassen und wieder geheiratet hast bekommst du auf einmal die Kündigung ... Weil das nicht mit der Kirche und deren Glauben vereinbar ist.

Das ist sowas von hinterm Mond.
Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass du dich in der Vergangenheit aktiv für einen Austritt entschieden hattest, auch wenn du danach wieder eingetreten bist.

kleine buchempfehlung an dieser Stelle: „gottlos glücklich“
tomjonnson07.07.2019 09:07

Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass …Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass du dich in der Vergangenheit aktiv für einen Austritt entschieden hattest, auch wenn du danach wieder eingetreten bist. kleine buchempfehlung an dieser Stelle: „gottlos glücklich“



Bekommt der das mit bzw. kann das überprüfen?
tomjonnson07.07.2019 09:07

Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass …Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass du dich in der Vergangenheit aktiv für einen Austritt entschieden hattest, auch wenn du danach wieder eingetreten bist. kleine buchempfehlung an dieser Stelle: „gottlos glücklich“


Woher soll der potentielle Arbeitgeber das denn wissen?

Der Arbeitgeber fragt doch welche Konfession du hast und bekommt für die Lohnabrechnung gemeldet "Konfession katholisch"

Es wäre mir neu, dass da gemeldet wird "seit 2019 Mitglied".

Oder meinst du die Fragen dann für jeden Mitarbeiter bei der Kirche an ob die schon Mal ausgetreten sind?
bei Religionszugehörigkeit dann zukünftig einfach md (mydealz) angeben - ist ja quasi wie eine Ersatzreligion
tomjonnson07.07.2019 09:07

Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass …Für „den nächsten Arbeitgeber“ könnte es aber durchaus kritisch sein, dass du dich in der Vergangenheit aktiv für einen Austritt entschieden hattest, auch wenn du danach wieder eingetreten bist. kleine buchempfehlung an dieser Stelle: „gottlos glücklich“


So ein Blödsinn.

Austreten hat absolut keine Nachteile außer die offensichtlichen (kirchliche Trauung, Pate werden, ...). Entscheiden solltest du das für dich und nicht für deinen eventuell zukünftigen Arbeitgeber.
Stelle mir auch die Frage ob es noch Sinn macht in der Kirche (Ev), die kümmern sich mehr um Tempo Beschränkungen als um Notleidende Menschen.
Man zahlt tausende von Euros an Kirchensteuer und hat keine Vorteile, das Geld landet nur auf nem großen Haufen und wird kaum Sinnvoll eingesetzt.
Nachteile bei der Berufsvergabe wurden schon öfters vor Gericht gekippt.
EInzig das man nicht Kirchlich Heiraten darf und die Kinder nicht taufen kann + Rede bei der Beerdigung sehe ich als Nachteil.
Das hat sich aber bis auf letzteres schon erledigt bei mir
Meine Eltern waren so schlau und ließen mich nicht taufen. Sollte der Bengel selbst entscheiden.

Hat bisher gut geklappt, ohne Gott, Kirche und Kirchensteuer zu leben.

Meinen Zivildienst habe ich sogar in einer karitativen Einrichtung machen können.
Also ich bin bereits 2 mal ausgetreten. Das erste mal vor 3 Jahren. Danach hab ich einen lustigen 3 Seiten langen Brief vom Pfarrer erhalten der fast schon wie eine Drohung war was ich alles nun verpasse
Ein Jahr nach dem Austritt musste ich wieder in die Kirche eintreten, da ich Taufpate bei meiner Nichte sein sollte. Im Gespräch mit dem Pfarrer hab ich ganz offen mitgeteilt, dass ich nicht damit einverstanden bin so viel Geld für die Kirche zu zahlen und für was die das Geld nutzen. Hab indirekt schon gesagt, dass ich nur wegen der Taufe wiedereintrete. Hat aber keinen gejuckt.
2 Monate später bin ich wieder ausgetreten.
afru07.07.2019 09:16

Nachteile bei der Berufsvergabe wurden schon öfters vor Gericht …Nachteile bei der Berufsvergabe wurden schon öfters vor Gericht gekippt.EInzig das man nicht Kirchlich Heiraten darf und die Kinder nicht taufen kann + Rede bei der Beerdigung sehe ich als Nachteil.Das hat sich aber bis auf letzteres schon erledigt bei mir



De facto bekommt man in einem Krankenhaus mit katholischem Träger definitiv keinen Job, wenn man aktiv aus der Kirche ausgetreten ist. Wer gar nicht erst getauft wurde, kann Glück haben. Wer sich mit einem Austritt aktiv gegen die Kirche entschieden hat, hat keine Chance. Ich war selbst schon mal in so einem Haus zum Bewerbungsgespräch und wurde explizit darauf hingewiesen, dass das so gehandhabt wird.

Dass man das prinzipiell gerichtlich anfechten kann und sich dann eventuell nach längerem Rechtsstreit dort eine Anstellung einklagen kann, mag sein, spielt aber in der Realität für die meisten keine Rolle.
Die Frage, die sich mir nun hauptsächlich stellt ist: Bekommt der Arbeitgeber mit, dass ich mal ausgetreten war, wenn ich zwischenzeitlich wieder eingetreten bin?
Zweitaccount07.07.2019 09:13

So ein Blödsinn. Austreten hat absolut keine Nachteile außer die o …So ein Blödsinn. Austreten hat absolut keine Nachteile außer die offensichtlichen (kirchliche Trauung, Pate werden, ...). Entscheiden solltest du das für dich und nicht für deinen eventuell zukünftigen Arbeitgeber.


wow.... ich schrieb ja "könnte"... aber, erst Mal "Blödsinn" schreiben... ne?
Es kann zu Nachteilen kommen. Wenn du dich als Person aktiv gegen die Kirche entscheidest, dann hast du nicht die Möglichkeit bei einer kirchlichen Institution zu arbeiten. Die aktive Entscheidung für den Austritt ist "schlimmer" für die Kirche/ den kirchlichen Arbeitgeber, als wenn du erst gar nicht getauft worden wärst.

Und ja, soll jeder für sich wissen. Ich bin auch in keinem der Vereine Mitglied und könnte mir auch nicht vorstellen bei einem kirchlichen Träger zu arbeiten...
afru07.07.2019 09:16

Stelle mir auch die Frage ob es noch Sinn macht in der Kirche (Ev), die …Stelle mir auch die Frage ob es noch Sinn macht in der Kirche (Ev), die kümmern sich mehr um Tempo Beschränkungen als um Notleidende Menschen.Man zahlt tausende von Euros an Kirchensteuer und hat keine Vorteile, das Geld landet nur auf nem großen Haufen und wird kaum Sinnvoll eingesetzt.Nachteile bei der Berufsvergabe wurden schon öfters vor Gericht gekippt.EInzig das man nicht Kirchlich Heiraten darf und die Kinder nicht taufen kann + Rede bei der Beerdigung sehe ich als Nachteil.Das hat sich aber bis auf letzteres schon erledigt bei mir


Dann bewirb dich Mal bei einer kirchlichen Einrichtung wenn du ausgetreten bist.

Wenn du dann abgelehnt wirst musst du erst einmal nachweisen, dass es wegen der fehlenden Religion war.

Recht hin und Recht her, die Kirche ist doch nicht wirklich dafür bekannt für einen schnellen Wandel, wenn da ein altbackener Personaler sitzt wirst du halt nicht eingestellt.

Und zu Gerichtsurteilen, da gab's auch Unterschiede Mal wurde gesagt Kündigung rechtmäßig ein anderes Gericht sagte nicht rechtmäßig.
tomjonnson07.07.2019 09:27

wow.... ich schrieb ja "könnte"... aber, erst Mal "Blödsinn" schreiben... n …wow.... ich schrieb ja "könnte"... aber, erst Mal "Blödsinn" schreiben... ne?Es kann zu Nachteilen kommen. Wenn du dich als Person aktiv gegen die Kirche entscheidest, dann hast du nicht die Möglichkeit bei einer kirchlichen Institution zu arbeiten. Die aktive Entscheidung für den Austritt ist "schlimmer" für die Kirche/ den kirchlichen Arbeitgeber, als wenn du erst gar nicht getauft worden wärst. Und ja, soll jeder für sich wissen. Ich bin auch in keinem der Vereine Mitglied und könnte mir auch nicht vorstellen bei einem kirchlichen Träger zu arbeiten...


Ich beschreibe Mal ein Vorstellungsgespräch einer Freundin, die sich in einem kirchlichen Krankenhaus beworben hatte.

Welche Konfession?

Könnten sie auch mit einem sterbenden zusammen das xy Gebet beten?

Helfen, Einsetzen für, Sie müssen, Sie sollen, man sollte doch, wir müssen was tun!
Ich lasse helfen, pauschal per Abo, als Mitglied der Ev-Kirche.

Allgemein sollte man nirgends Mitglied sein, außer man möchte es wirklich. Denn das erzeugt Hass ( siehe GEZ ).
Also um mal meinen Senf zu geben, um kirchlich getraut zu werden reicht es wenn einer der beiden ein Mitglied der Kirche ist. (Meine ich noch zu wissen).
Geldtechnisch spart man weniger als man denkt, da die Kirchensteuer bei einer Steuererklärung eine Rolle spielt und irgendwie angerechnet wird.
Eine Beerdigung kostet so oder so Geld. Ob als Mitglied die 5 Sätze inklusive sind ist meiner Meinung nach zu vernachlässigen bei einer Summe von 3k€+.

Und nun zur job situation. Leider ist die Kirche oder nahe positionierte Träger vieler vieler vieler sozialen/medizinischer Einrichtungen.
Altenheime, Krankenhäuser etc.
Fakt ist, als nicht Katholik ist es sehr schwierig. Auch die evangelischen Einrichtungen sind da nicht so locker, aber wohl lockerer als die rk-kath.

Sollte ein personaler der Vereine den aktiven Austritt mitbekommen ist es ein ko Kriterium. Hin oder her.
Mike19XX07.07.2019 09:34

Helfen, Einsetzen für, Sie müssen, Sie sollen, man sollte doch, wir müssen …Helfen, Einsetzen für, Sie müssen, Sie sollen, man sollte doch, wir müssen was tun!Ich lasse helfen, pauschal per Abo, als Mitglied der Ev-Kirche. Allgemein sollte man nirgends Mitglied sein, außer man möchte es wirklich. Denn das erzeugt Hass ( siehe GEZ ).


Komisch... Die Kirche hat für mich noch nie etwas getan außer dass man mir gesagt hatte ich sollte noch die andere Wange hinhalten als ich von einem anderem Mitglied mit dem messer bedroht wurde... Er kommt halt aus schwierigen familiären Verhältnissen...

Da war so der Punkt wo ich gesagt hatte, dass dieser Verein für mich gestorben ist.

Hilfe = 0
Einsatz = 0

6 setzen, waren aber auch die Katholiken.

Und genau deswegen seit > 20 Jahren nicht GEZahlt.

Kann man halt nicht beichten gehen und bekommt seine Sünden nicht erlassen.
QukI07.07.2019 09:41

Geldtechnisch spart man weniger als man denkt, da die Kirchensteuer bei …Geldtechnisch spart man weniger als man denkt, da die Kirchensteuer bei einer Steuererklärung eine Rolle spielt und irgendwie angerechnet wird.


Da scheint sich ja einer mächtig auszukennen
jamann07.07.2019 09:43

Da scheint sich ja einer mächtig auszukennen



Sehr hochwertiger Kommentar.

Ich wollte damit nur hinweisen es man nicht die Summe zahlt2, die abgezogen wird.
QukI07.07.2019 09:41

Also um mal meinen Senf zu geben, um kirchlich getraut zu werden reicht es …Also um mal meinen Senf zu geben, um kirchlich getraut zu werden reicht es wenn einer der beiden ein Mitglied der Kirche ist. (Meine ich noch zu wissen).


Das mit der Hochzeit ist meine ich nur bei der evangelischen Kirche so.

Bei der katholischen müssen beide Mitglied sein.

Zumindest hatte mir das jemand Mal so gesagt, ob das richtig ist bitte beim Pastor des Vertrauens erfragen.

Und was das Geld angeht also über 20 Jahre habe ich schon eine Menge gespart und warum soll ich für etwas zahlen an das ich weder glaube und wo ich nicht Mal eine Gegenleistung für bekomme weil ich keine Dienstleistungen nutze.

Und wenn man sie nutzt wir es eine bekannte Mal getan hat, dann wird noch dreist nach einer Spende gebeten, als ich das gehört hatte bin ich fast lachend von Stuhl gefallen.
afru07.07.2019 09:16

EInzig das man nicht Kirchlich Heiraten darf und die Kinder nicht taufen …EInzig das man nicht Kirchlich Heiraten darf und die Kinder nicht taufen kann + Rede bei der Beerdigung sehe ich als Nachteil.Das hat sich aber bis auf letzteres schon erledigt bei mir


Die Rede bei der Beerdigung ist ihr Geld nicht wirklich wert. Ich hatte dieses Jahr bereits zwei Beerdigungen, bei der ersten konnte jedoch leider kein Pfarrer ein paar warme Worte sagen, da keiner verfügbar war und die Verstorbene kein regelmäßiger Kirchgänger war, also keine Priorität hatte (wir reden hier von knapp 50 Jahren gezahlter Kirchensteuer). Den Job hat dann ein Trauerredner für knapp ~300€ übernommen, und er hat das richtig gut gemacht, inklusiv Begleitung zum Urnengrab usw. Das Vorab-Gespräch zur Person dauerte gut 3 Stunden. Dann ein paar Monate später nahezu die gleiche Beerdigung mit Rede durch einen Pfarrer, das war dann leider nichts. Das Gespräch zur Person dauerte knappe 30min und die "warmen Worte" waren eine absolut generische Rede. Was ich damit sagen will, warum 10tausende von Euros für etwas bezahlen, was im Bedarfsfall von jemand anderem besser und für einen Bruchteil des Geldes gemacht wird.
QukI07.07.2019 09:47

Sehr hochwertiger Kommentar.Ich wollte damit nur hinweisen es man nicht …Sehr hochwertiger Kommentar.Ich wollte damit nur hinweisen es man nicht die Summe zahlt2, die abgezogen wird.


Und trotzdem viel zu viel... Sag doch Mal in welchen Ländern die Kirche ihre Mitglieder noch "besteuert".
inkognito07.07.2019 09:49

Und trotzdem viel zu viel... Sag doch Mal in welchen Ländern die Kirche …Und trotzdem viel zu viel... Sag doch Mal in welchen Ländern die Kirche ihre Mitglieder noch "besteuert".



Ich will den Verein keinesfalls verteidigen, ich spiele selber seit langem mit dem Gedanken auszutreten, mache das aber aus anderen Gründen nicht.

Ganz entkommt man der Kirche in de leider sowieso nicht, den deren Gehälter werden aus Steuergeldern finanziert.

Ob die Kirche überhaupt Steuern zahlt?! Puh spontan würde ich sagen: bestimmt nicht... aber da möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen.
Ich bin vor etwa 25 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten und vor etwa 5 Jahren in die evangelische eingetreten.
Durch den Austritt hatte ich keine Nachteile, aber ich habe die Kirchenzugehörigkeit vermisst (wollte allerdings nicht mehr katholisch sein).
Der Eintritt in die evangelische Kirche war mit einem Hausbesuch unseres Dorfpfarrers und einem Gespräch verbunden, ich musste belegen, dass ich getauft bin.
Ich bin also konvertiert und fühle mich damit wohl. Die Kirchensteuer schmerzt mich nicht, obwohl ich sonst eher sparsam bin.
QukI07.07.2019 09:41

Geldtechnisch spart man weniger als man denkt, da die Kirchensteuer bei …Geldtechnisch spart man weniger als man denkt, da die Kirchensteuer bei einer Steuererklärung eine Rolle spielt und irgendwie angerechnet wird.


Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Kirche stehen, ich finde das spielt schon eine Rolle.
Plagiate_Tempel07.07.2019 09:52

Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Ki …Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Kirche stehen, ich finde das spielt schon eine Rolle.


Vielleicht sind das für ihn nur Peanuts.
inkognito07.07.2019 09:57

Vielleicht sind das für ihn nur Peanuts.


Damit habe ich dann wohl die Spende von Münchens Kardinal Reinhard Marx "übernommen". Danke, ungern geschehen
Plagiate_Tempel07.07.2019 09:52

Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Ki …Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Kirche stehen, ich finde das spielt schon eine Rolle.



Na dann glückwunsch zu deinem offensichtlich sehr anständigen Gehalt ;-)
Eventuell wäre hier für dich auch eine Kappung des Kirchensteuersatzes möglich gewesen, das passiert nur in einigen Bundesländern automatisch. Wenn du aber keine beruflichen Gründe für einen Verbleib in der Kirche hast sehe ich das wie du: Einfach austreten.
Hmm, keine Erfahrung damit. Aber als praktische Begründung für das Gespräch mit dem Pfarrer stelle ich mir vor, dass Du sagt, dass irgendein Skandal Dich zum Austritt getrieben und Du aber nach Jahren gemerkt hast, dass Deine spirituelle Heimat trotzdem die katholische Kirche ist und Du Dich trotz innerer Zerissenheit um die nicht abreißenden Skandale wieder in den Schoß der Kirche begeben möchtest.
Nur dürfen die Kinder nicht auf den Schoß des Pfarrers.

Wichtig: Austrittsbestätigung aufheben. In Berlin versuchen es die Kirchen ganz perfide. Nach 10 Jahren kommen die und behaupten, DU wärst nicht ausgetreten und sollst es belegen. Wenn Du die Bescheinigung nicht aufgehoben hast, bist Du gearscht.
Bearbeitet von: "samba" 7. Jul
Plagiate_Tempel07.07.2019 09:52

Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Ki …Bei mir bleiben nach der Steuererklärung noch pro Jahr gut 1850€ für die Kirche stehen, ich finde das spielt schon eine Rolle.


Also bei mir bleiben ca. 200€,
Herzlichen Glückwunsch zu so einem soliden Verdienst. In solchen spheres bewege ich mich leider nicht.
inkognito07.07.2019 09:04

Dann darfst du halt nie bei christlichen Einrichtungen arbeiten wie, …Dann darfst du halt nie bei christlichen Einrichtungen arbeiten wie, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und andere Einrichtungen, die von Kirchen betrieben werden. ;)Dort bekommst du bei Einstellungen Fragen gestellt, die bei normalen Firmen verboten wären aber die haben ja einen Freifahrtschein und berufen sich auf ihr Kirchenrecht was über allem steht.Wenn du in solchen Einrichtungen arbeitest musst du auch aufpassen, gab doch schon genug Berichte wenn du dich hast scheiden lassen und wieder geheiratet hast bekommst du auf einmal die Kündigung ... Weil das nicht mit der Kirche und deren Glauben vereinbar ist.Das ist sowas von hinterm Mond.



wenn es so ist, dass der Staat die Mitgliedsbeiträge als Steuer bezeichnet, dann ist alles gesagt.
Bearbeitet von: "Sche" 7. Jul
Plagiate_Tempel07.07.2019 09:48

Die Rede bei der Beerdigung ist ihr Geld nicht wirklich wert. Ich hatte …Die Rede bei der Beerdigung ist ihr Geld nicht wirklich wert. Ich hatte dieses Jahr bereits zwei Beerdigungen, bei der ersten konnte jedoch leider kein Pfarrer ein paar warme Worte sagen, da keiner verfügbar war und die Verstorbene kein regelmäßiger Kirchgänger war, also keine Priorität hatte (wir reden hier von knapp 50 Jahren gezahlter Kirchensteuer). Den Job hat dann ein Trauerredner für knapp ~300€ übernommen, und er hat das richtig gut gemacht, inklusiv Begleitung zum Urnengrab usw. Das Vorab-Gespräch zur Person dauerte gut 3 Stunden. Dann ein paar Monate später nahezu die gleiche Beerdigung mit Rede durch einen Pfarrer, das war dann leider nichts. Das Gespräch zur Person dauerte knappe 30min und die "warmen Worte" waren eine absolut generische Rede. Was ich damit sagen will, warum 10tausende von Euros für etwas bezahlen, was im Bedarfsfall von jemand anderem besser und für einen Bruchteil des Geldes gemacht wird.



Ich habe mich als fast Erwachsener taufen lassen und bin vor einigen Jahren wieder ausgetreten, weil mir der Kurs der Kirche und die zunehmende Politisierung total gegen den Strich gehen.

Ich war jedoch in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen (schönen und weniger schönen) auf einigen kirchlichen Veranstaltungen und es waren seitens der Kirche überall motivierte Leute, ob Hochzeit in einer katholischen Kirche im tiefsten Bayern oder Beerdigung in Brandenburg.
QukI07.07.2019 10:11

Also bei mir bleiben ca. 200€,Herzlichen Glückwunsch zu so einem soliden Ve …Also bei mir bleiben ca. 200€,Herzlichen Glückwunsch zu so einem soliden Verdienst. In solchen spheres bewege ich mich leider nicht.


Der deutsche Durchschnittsverdiener wird in Steuerklasse I jeden Monat über 50 € abführen was im Jahr über 600 € sind.

Dafür kannst du dir auch schon Mal einen Urlaub leisten.

In Steuerklasse III sind es dann die Hälfte aber immer noch 300 € für, wenn man nichts von Verein nutzt, nichts.
Bearbeitet von: "inkognito" 7. Jul
inkognito07.07.2019 10:26

Der deutsche Durchschnittsverdiener wird in Steuerklasse I jeden Monat …Der deutsche Durchschnittsverdiener wird in Steuerklasse I jeden Monat über 50 € abführen was im Jahr über 600 € sind.Dafür kannst du dir auch schon Mal einen Urlaub leisten.In Steuerklasse III sind es dann die Hälfte aber immer noch 300 € für, wenn man nichts von Verein nutzt, nichts.


Tatsächlich ist es effektiv wie oben schon jemand erwähnt hat nicht ganz so viel, da du die Kirchensteuer am Ende wieder als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen kannst. Dennoch ist es ein erheblicher Betrag, da gebe ich dir völlig recht.
"Und entstehen durch den Kirchenaustritt irgendwelche anderen Nachteile, die ich übersehe?"


Sollte - wider Erwarten und wider aller Vernunft - am Ende doch etwas dran gewesen sein an der Story von Kreuz und Erlösung, Engeln und Teufel, Auferstehung und jüngstem Gericht könntest Du schlechte Karten haben in Sachen Fegefeuer...
Tonschi207.07.2019 10:36

"Und entstehen durch den Kirchenaustritt irgendwelche anderen Nachteile, …"Und entstehen durch den Kirchenaustritt irgendwelche anderen Nachteile, die ich übersehe?"Sollte - wider Erwarten und wider aller Vernunft - am Ende doch etwas dran gewesen sein an der Story von Kreuz und Erlösung, Engeln und Teufel, Auferstehung und jüngstem Gericht könntest Du schlechte Karten haben in Sachen Fegefeuer...


Der Zug ist für mich eh schon abgefahren. Aufstieg in den Himmel wird nichts mehr, ob mit oder ohne Kirchensteuer
inkognito07.07.2019 08:52

Es entstehen dir keine Nachteile bin schon seit 20 Jahren draußen und es …Es entstehen dir keine Nachteile bin schon seit 20 Jahren draußen und es hat auf deutsch gesagt noch keine Sau interessiert.Außer du willst in der katholischen Kirche dich trauen lassen, dann musst du meines Wissens Mitglied sein.Und ganz ehrlich für das Gespräch kannst du dir doch einfach eine Story ausdenken, sollte doch nicht schwer sein, dann hast du halt zum Glauben zurück gefunden...Austreten geht übrigens sehr leicht kurzer Besuch beim Amtsgericht, Austritt erklären und ganz wichtig das Dokument was du dann erhälst und was deinen Kirchenaustritt dokumentiert seht gut aufbewahren!



(Frank bist du es? ->PM)

Ich bin auch seit Ewigkeiten ausgetreten und nachteile gibts da keine.
ok die Vorteile mit Flucht und schutz im vati kahn nach bösen taten entfällt dann halt

Allerdings ist die Kirche eine H u r e und mit einer großzügigen Spende kannst du dich auch trauen lassen.

Aber ganz ehrlich wenn men etwas klar im Kopf ist und 1+1 zusammenzählen kann, ja dann kann einem nur noch ne frau in die quere kommen *huhst*
Bearbeitet von: "bigm" 7. Jul
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