Kioskpresse liefert und bucht weiter ab trotz Kündigung

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eingestellt am 22. Mai
Hallo zusammen,

ich habe aktuell (wie wahrscheinlich einige hier) ein Problem mit Kioskpresse aka PVZ Stockelsdorf.

Kurz zusammengefasst worum es geht:

Ich habe letztes Jahr ein Abonnement an die Adresse meiner Eltern bestellt, welches auf 4 Monate begrenzt war. Die Kündigung meinerseits wurde fristgerecht an PVZ geschickt. Nun bin ich über meine Kontoauszüge darauf aufmerksam geworden, dass eine weitere Abbuchung stattgefunden hat für das gleiche Abonnement.

Bei einem Anruf bei PVZ wurde nun behauptet:

Die Kündigung kam zwar innerhalb der Frist an, die Kündigungsbearbeitung durch die Kollegin war aber fehlerhaft, sodass diese mir ein falsches Kündigungsdatum bescheinigt haben und per Post verschickt haben (von dem Brief weiß ich nichts?).

Die Lieferung wird jetzt zwar eingestellt, die über die MVLZ und jetzt "zusätzlich" gelieferten Ausgaben müsse ich aber trotzdem bezahlen, da ich bei der Kündigungsbestätigung nicht auf ihr fehlerhaftes Datum hingewiesen habe.

Nun die Frage:

Ist deren Vorgehen rechtens? Eine Kündigung ist doch einseitig und nur weil PVZ das Kündigungsdatum falsch eingeordnet haben, kann ich doch nicht einfach weiter Zeitschriften liefern, bis der Fehler beim Kunden auffällt?

Ich habe das leider erst recht spät gemerkt, sodass ich die Lastschriften nun nicht mehr von der Bank zurückholen kann.

Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über jede Hilfe freuen!
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Beste Kommentare
backdoor22.05.2019 12:08

Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die A …Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die Abbuchungen hätten auffallen müssen und meine Mutter die Zeitungen ja auch bekommen hat.


Du hast eine Anwältin kontaktiert, befragst aber trotzdem noch die berühmt berüchtigten Hobbyjuristen?
Und aus diesem Grund schließt man kein Zeitungsabo ab.
Meine Mama hat mich vor 30 Jahren schon davor gewarnt
Generell ist eine Kündigung "einseitig". Bedeutet selbst wenn du keine Bestätigung bekommst, ist die Kündigung rechtens.
Als Laie würde ich daher behaupten, dass dich das falsche Datum nicht zu interessieren hat.
Ich würde mal bei Seiten wie 123 Recht nachfragen.

Mehr als Druck machen kannst du aber sowieso kaum. Bei dem vermutlich geringen Streitwert lohnt sich kein Anwalt.
31 Kommentare
Von wie viele zusätzlichen Ausgaben reden wir denn überhaupt?
Welche Kosten sind entstanden; und wie viel Energie möchtest Du nun hineinstecken.

(Und was sagt der Anwalt? )
Generell ist eine Kündigung "einseitig". Bedeutet selbst wenn du keine Bestätigung bekommst, ist die Kündigung rechtens.
Als Laie würde ich daher behaupten, dass dich das falsche Datum nicht zu interessieren hat.
Ich würde mal bei Seiten wie 123 Recht nachfragen.

Mehr als Druck machen kannst du aber sowieso kaum. Bei dem vermutlich geringen Streitwert lohnt sich kein Anwalt.
Und aus diesem Grund schließt man kein Zeitungsabo ab.
Meine Mama hat mich vor 30 Jahren schon davor gewarnt
Du hast gekündigt. Du hast den Nachweis über den Eingang durch die Ausführungen seitens des Gegners. Also kannst du vor Gericht die korrekte Kündigung beweisen. Alles andere ist völlig irrelevant. Zudem habe die keinen Beweis für den Eingang des falschen Schreibens bei dir, wäre aber auch egal. Hol das Geld zurück. Schreib denen dass du auf der von dir übermittelten Kündigung bestehst. Wenn blöde Mahnungen kommen widersprechen. Geht eh nicht vor Gericht.
Wenn es um sehr wenig Geld geht, könnte man noch darüber nachdenken es zu akzeptieren um keinen Stress zu haben.
Lastschrift zurückbuchen?
Kannst du nicht wenigstens anteilig Lastschriften zurück holen?
Bearbeitet von: "XadreS" 22. Mai
Mich würde außerdem noch interessieren, ob du in deiner Kündung ein konkretes Datum geschrieben hast zu dem kündigen willst oder - was viele Leute auch machen - einfach "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" reingeschrieben hast. Könnte nämlich auch einen Unterschied machen.
tomsan22.05.2019 11:31

Von wie viele zusätzlichen Ausgaben reden wir denn überhaupt?Welche Kosten …Von wie viele zusätzlichen Ausgaben reden wir denn überhaupt?Welche Kosten sind entstanden; und wie viel Energie möchtest Du nun hineinstecken.(Und was sagt der Anwalt? )



bastmast8922.05.2019 11:43

Lastschrift zurückbuchen?



XadreS22.05.2019 11:50

Kannst du nicht wenigstens anteilig Lastschriften zurück holen?


Leider nur die letzte <10€... Die anderen 2-3 (erste Sep. 2018) nicht mehr. Leider ist mir das auch jetzt erst aufgefallen.
Ich seh aber dennoch nicht ein, warum ich für etwas zahen soll, was ich fristgerecht gekündigt habe.
Also geht es um ca <30€, richtig?

Grundsätzlich bist du im Recht. Du kannst natürlich eine Mahnung verschicken und auf Regulierung hoffen, aber die stellen sich bestimmt eher stur. Sprich du müsstest bis vor Gericht um dein Geld und deine Auslagen erstattet zu bekommen. Dann hast du aber auch viel Zeit investiert, die dir niemand ersetzt. Lohnt sich also nicht.

Du hättest früher deine Kontoauszüge prüfen müssen, so ist es wohl Lehrgeld.
Bearbeitet von: "XadreS" 22. Mai
Förmliches Schreiben per Post an PVZ mit Fristsetzung und auf Rückzahlung pochen. Da Du ja "leider" auch die Zeitung erhalten hast (also auch Leistung) ist es vielleicht nicht super glasklar (kommt vermutlich auch drauf an wieviele Zeitungen zwischenzeitlich kamen). Ich würde es trotzdem auf dem schrifltichen Wege mit Fristsetzung machen. Danach noch einen weiteren Brief mit weiteren rechtlichen Schritten drohen. Das ist ein Zeitaufwand von 10 Minuten (mit 2 Kalendereinträgen).
Bearbeitet von: "admin" 22. Mai
admin22.05.2019 12:04

Förmliches Schreiben per Post an PVZ mit Fristsetzung und auf Rückzahlung p …Förmliches Schreiben per Post an PVZ mit Fristsetzung und auf Rückzahlung pochen. Da Du ja "leider" auch die Zeitung erhalten hast (also auch Leistung) ist es vielleicht nicht super glasklar (kommt vermutlich auch drauf an wieviele Zeitungen zwischenzeitlich kamen). Ich würde es trotzdem auf dem schrifltichen Wege mit Fristsetzung machen. Danach noch einen weiteren Brief mit weiteren rechtlichen Schritten drohen. Das ist ein Zeitaufwand von 10 Minuten (mit 2 Kalendereinträgen).



Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die Abbuchungen hätten auffallen müssen und meine Mutter die Zeitungen ja auch bekommen hat.
backdoor22.05.2019 12:08

Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die A …Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die Abbuchungen hätten auffallen müssen und meine Mutter die Zeitungen ja auch bekommen hat.


Die Abbuchungen sind vermutlich nicht so schlimm wie die Leistung in Anspruch genommen zu haben. Aber auch das könnte man sicher verargumentieren, dass man das nicht ständig prüft. Ich würds mit möglichst wenig aufwand probieren es zu lösen
backdoor22.05.2019 11:56

Leider nur die letzte <10€... Die anderen 2-3 (erste Sep. 2018) nicht m …Leider nur die letzte <10€... Die anderen 2-3 (erste Sep. 2018) nicht mehr. Leider ist mir das auch jetzt erst aufgefallen.Ich seh aber dennoch nicht ein, warum ich für etwas zahen soll, was ich fristgerecht gekündigt habe.


Dann buch auf jedenfall die zurück.
Hast du bei der Kündigung explizit das Sepa-Mandat widerrufen? Dann müsstest du soweit ich weiß sogar ein halbes Jahr zurückbuchen können
backdoor22.05.2019 12:08

Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die A …Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die Abbuchungen hätten auffallen müssen und meine Mutter die Zeitungen ja auch bekommen hat.


Du hast eine Anwältin kontaktiert, befragst aber trotzdem noch die berühmt berüchtigten Hobbyjuristen?
Bernare22.05.2019 12:29

Du hast eine Anwältin kontaktiert, befragst aber trotzdem noch die berühmt …Du hast eine Anwältin kontaktiert, befragst aber trotzdem noch die berühmt berüchtigten Hobbyjuristen?


Naja von 10 Anwälten bekommt man in so einem Fall sicher auch mindestens 3 verschiedene Antworten.
backdoor22.05.2019 11:56

Leider nur die letzte <10€... Die anderen 2-3 (erste Sep. 2018) nicht m …Leider nur die letzte <10€... Die anderen 2-3 (erste Sep. 2018) nicht mehr. Leider ist mir das auch jetzt erst aufgefallen.Ich seh aber dennoch nicht ein, warum ich für etwas zahen soll, was ich fristgerecht gekündigt habe.


Hol den 10er zurück und vergiss den Rest. Ist die Mühe nicht wert
admin22.05.2019 12:11

Die Abbuchungen sind vermutlich nicht so schlimm wie die Leistung in …Die Abbuchungen sind vermutlich nicht so schlimm wie die Leistung in Anspruch genommen zu haben. Aber auch das könnte man sicher verargumentieren, dass man das nicht ständig prüft. Ich würds mit möglichst wenig aufwand probieren es zu lösen



wobei man von "in anspruch genommen" hier wahrscheinlich weniger reden kann. er hat ja nicht drum gebeten, dass zeitschriften geliefert werden.

ansonsten habe ich es hier wie admin: rückzahlung fordern mit fristsetzung. dass die einen fehler gemacht haben und dennoch weiter geliefert wurde, ist nicht dein bier. zur not können sie die zeitschriften auch gerne bei deiner mutter nach entsprechender terminvereinbarung abholen. sind die zeitschriften nciht mehr vorhanden weil schon altpapier, kann das deine mutter denen dann auch sagen, wenn die zum abholen kommen würden ...:)

ich könnte mir zudem vorstellen, dass die kündigungsbearbeitung tatsächlich fehlerhaft war, was man aber womöglich öfter mal so macht ... das darf man nicht unterstützen

eine PVZ hat auch mal bei kay-uwe meyer angerufen:

Kay Uwe Meyer
Wie unfähig ist eigentlich die Menschheit geworden, wegen so einem Kleinkram eine Anwältin zu beauftragen.
Ich sehe das so, bis zur richtigen MVLZ würde ich zahlen, auch wenn ein falsches Datum bei der Kündigungsbestätigung bescheinigt wurde. Obwohl dies sicher auch zu hinterfragen sei.

Aber zusätzliche, nicht bestellte Hefte müssen überhaupt nicht bezahlt werden. Auch muß hier niemand der PVZ dies mitteilen.
Das ist deren Fehler und dafür müssen die aufkommen. Ist wie mit einer Lieferung von nicht bestellten Artikeln.

Daher würde ich es der PVZ entsprechend mitteilen, das bis zur richtigen MVLZ selbstverständlich bezahlt wird. Was ja sicher durch die erste Abbuchung erfolgte. Für nicht bestellte, gelieferte Hefte, werden keine zahlungen geleistet.

Die kündigung ist wirksam und wenn weiter beliefert wird, ist es sache von PVZ. Frist setzen für eine Erstattung, andernfalls zurückbuchen lassen.
bastmast8922.05.2019 12:23

Dann buch auf jedenfall die zurück.Hast du bei der Kündigung explizit das S …Dann buch auf jedenfall die zurück.Hast du bei der Kündigung explizit das Sepa-Mandat widerrufen? Dann müsstest du soweit ich weiß sogar ein halbes Jahr zurückbuchen können



Es sind sogar 13 Monate.
Falls Du also im Zuge deiner Kündigung auch das SEPA-Lastschriftmandat widerrufen hast oder dieses bei Vertragsende automatisch endet (z.B. durch entsprechenden Passus in den AGB), könntest Du Dir die unrechtmäßig abgebuchte Kohle immer noch zurückholen.
bastmast8922.05.2019 12:23

Dann buch auf jedenfall die zurück.Hast du bei der Kündigung explizit das S …Dann buch auf jedenfall die zurück.Hast du bei der Kündigung explizit das Sepa-Mandat widerrufen? Dann müsstest du soweit ich weiß sogar ein halbes Jahr zurückbuchen können



KleinerSpinner22.05.2019 15:23

Es sind sogar 13 Monate.Falls Du also im Zuge deiner Kündigung auch das …Es sind sogar 13 Monate.Falls Du also im Zuge deiner Kündigung auch das SEPA-Lastschriftmandat widerrufen hast oder dieses bei Vertragsende automatisch endet (z.B. durch entsprechenden Passus in den AGB), könntest Du Dir die unrechtmäßig abgebuchte Kohle immer noch zurückholen.



Folgende Musterkündigung habe ich damals verwendet

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Zeitungen-Vertrag fristgerecht, hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung der Kündigung unter Angabe des Beendigungszeitpunktes zu.

Sofern Ihnen für den betreffenden Vertrag eine Einzugsermächtigung vorliegt, widerrufe ich diese zum Ablauf des Vertrages.

Jegliche Form der Kontaktaufnahme Ihrerseits zum Zweck der Rückwerbung ist nicht erwünscht und ich bitte freundlich darum, davon abzusehen.

SEPA Mandat sollte also damit widerrufen worden sein oder irre ich mich?

Meine Kundennummer, Anschrift und Datum warum natürlich auch auf dem Brief ersichtlich
Bearbeitet von: "backdoor" 22. Mai
backdoor22.05.2019 15:31

SEPA Mandat sollte also damit widerrufen worden sein oder irre ich …SEPA Mandat sollte also damit widerrufen worden sein oder irre ich mich?Meine Kundennummer, Anschrift und Datum warum natürlich auch auf dem Brief ersichtlich


Wenn Du die Kündigung unterschrieben und per Brief verschickt hast, ist das SEPA-Mandat wirksam widerrufen.
Meines Wissens nach erfordert der Widerruf eines Lastschriftmandats nämlich zwingend die Schriftform.
KleinerSpinner22.05.2019 15:47

Wenn Du die Kündigung unterschrieben und per Brief verschickt hast, ist …Wenn Du die Kündigung unterschrieben und per Brief verschickt hast, ist das SEPA-Mandat wirksam widerrufen.Meines Wissens nach erfordert der Widerruf eines Lastschriftmandats nämlich zwingend die Schriftform.


Wurde ähnlich wie bei aboalarm „automatisch“ unterschrieben und per Fax verschickt.
KleinerSpinner22.05.2019 15:47

Wenn Du die Kündigung unterschrieben und per Brief verschickt hast, ist …Wenn Du die Kündigung unterschrieben und per Brief verschickt hast, ist das SEPA-Mandat wirksam widerrufen.Meines Wissens nach erfordert der Widerruf eines Lastschriftmandats nämlich zwingend die Schriftform.



Habe aber gerade gelesen:

Auch bei gekündigten Verträgen ist es nicht nötig, die Einzugsermächtigung zu widerrufen, da bei Ende des Vertrages automatisch auch die Pflicht zur Zahlung endet. Sind Sie unsicher, können Sie aber ein entsprechendes Widerrufsschreiben versenden.

bezahlen.net/ratgeber/einzugsermaechtigung-kuendigen/

„Hängt die erteilte Einzugsermächtigung mit einem Vertrag zusammen, der ausläuft oder gekündigt wird, endet ihre rechtliche Grundlage mit Vertragsende. Ein Widerruf wäre damit nicht zwangsläufig notwendig, ist aber dennoch ratsam. Ein separates Schreiben musst du in diesem Fall nicht verfassen; es ist ausreichend, wenn du in deinem Kündigungsschreiben die Ermächtigung aufhebst.“

volders.de/rat…ung


Da ich fristgerecht gekündigt habe, sollte das also in meinem Fall anwendbar sein?
Bearbeitet von: "backdoor" 22. Mai
Ist eigentlich 'ne klare Sache. Du hast fristgemäß gekündigt. Damit endet deine Entscheidungsbefugnis und euer gemeinsamer Vertrag. Ob der Vertragspartner die Kündigung nicht richtig (oder garnicht) verarbeitet, ob sie sich in der Bestätigung verschreiben, ob sie überhaupt eine schicken, ob sie weiterhin was zusenden, ob sie dafür dann auch Geld wollen, ist alles ausschließlich deren Sache und Versäumnis.

Was sie dir nachher noch zusenden, ist unverlangt. Auch falls es dir auffällt, musst du nicht selbst aktiv werden. Prinzipiell hätten sie wie bei anderer unverlangter Ware einzig die Möglichkeit, die Ware wieder an der Haustür entgegenzunehmen. Im Gegensatz zu anderer Ware erscheint's aber nicht gerade wahrscheinlich, daß ein zur Entscheidung belästigtes Gericht den Konsumenten zur Aufbewahrung von längst wertlos gewordenen Periodika anhalten wollte.

Knackpunkt hier ist dann eher der Umstand, daß schon bezahlt worden ist und man den Vertragspartner nicht mehr mit ausbleibender Zahlung unter Zugzwang setzen kann, sondern sich bei dessen Beharrlichkeit letztlich amtlicher Schritte bemüssigen müsste. Also A) Rückbuchen, was sich noch rückbuchen lässt. Und B) Den Vertragspartner auf seine alleinige Verantwortlichkeit verweisen, Zahlungen zurückverlangen und weitere Schritte (Gericht, Verbraucherschutz, Medien...) ankündigen.

... ist ja nicht nur Zufall, daß es ausgerechnet von PVZ immer wieder solche Klöpse gibt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Das ist so, wie früher bei Mobilcom ...
Bearbeitet von: "Turaluraluralu" 22. Mai
PVZ; Kioskpresse

Ich hatte ein ähnliches Problem. Ich frage mich wieso hier immer noch Deals von diesen Vereinen eingestellt werden, ohne Warnung
PVZ Stockelsdorf. Gehört echt abgeschafft der Verein
backdoor22.05.2019 12:08

Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die A …Anwältin hat mir gesagt, dass es wohl schwierig werden könnte, da mir die Abbuchungen hätten auffallen müssen und meine Mutter die Zeitungen ja auch bekommen hat.


Lulz, bester Mann. Niemals Anwälten trauen, von Jura haben die keinen Peil.
backdoor22.05.2019 15:52

Auch bei gekündigten Verträgen ist es nicht nötig, die Einzugsermächtigung …Auch bei gekündigten Verträgen ist es nicht nötig, die Einzugsermächtigung zu widerrufen, da bei Ende des Vertrages automatisch auch die Pflicht zur Zahlung endet.


Das ist so pauschal falsch. Wenn Du bei Vertragsende noch nicht alle offenen Forderungen des Gläubigers erfüllt hast, bestehen diese natürlich auch noch nach Vertragsende fort. Beispiel: Schlussrechnung des Stromversorgers, die kommt immer erst mehrere Wochen nach Vertragsende.
Gemeint ist hier wohl: Wenn bei Vertragsende keine berechtigten Forderungen des Gläubigers mehr bestehen, darf er auch kein Geld mehr von Deinem Konto abbuchen, daher ist der Widerruf des Lastschriftmandats eigentlich unnötig.
So, und nun tritt (wie bie Dir) der Fall ein, dass der Gläubiger trotzdem abbucht, obwohl er es eigentlich nicht darf.
Fall1: Das Lastschriftmandat wurde nicht widerrufen --> Rückholung der Lastschrift 8 Wochen lang möglich.
Fall2: Das Lastschriftmandat wurde widerrufen --> Rückholung der Lastschrift 13 Monat lang möglich.

backdoor22.05.2019 15:52

Hängt die erteilte Einzugsermächtigung mit einem Vertrag zusammen, der a …Hängt die erteilte Einzugsermächtigung mit einem Vertrag zusammen, der ausläuft oder gekündigt wird, endet ihre rechtliche Grundlage mit Vertragsende. Ein Widerruf wäre damit nicht zwangsläufig notwendig, ist aber dennoch ratsam. Ein separates Schreiben musst du in diesem Fall nicht verfassen; es ist ausreichend, wenn du in deinem Kündigungsschreiben die Ermächtigung aufhebst.


Dieselbe Aussage wie im ersten Zitat, es wird im Grunde nur darauf abgestellt, dass der Gläubiger kein Recht mehr hat, weiter abzubuchen. Aber auch das beeinflusst ja nicht zwingend das (Weiter)Bestehen des SEPA-Lastschriftmandats.

Insofern hast Du inhaltlich mit Deinem Kündigungsschreiben alles richtig gemacht.
Nun das große "Aber": Leider hast Du das Schreiben per Fax versandt. Eine Anforderung an den Widerruf des SEPA-Mandats ist die Schriftform mit eigenhändiger Unterschrift. Das bedeutet: per Brief, ein nicht digital signiertes Fax ist hier nicht ausreichend.

Ich würde jetzt folgendes machen:
(1) Per Einwurfeinschreiben oder per Fax mit qualifiziertem (!) Sendebeleg die Rückzahlung der unrechtmäßig abgebuchten Beträge forden. Frist auf 14 Tage setzen, Begründung und Gesamtsumme der Forderung angeben, Kontoverbindung angeben.
(2) Wenn keine Rückzahlung erfolgt: Einen Tag nach Ablauf der Frist bei der Bank die Rückgabe der unrechtmäßigen Lastschriften beantragen mit dem Hinweis, dass kein Lastschriftmandat mehr besteht, weil vertrag und Mandat zum Zeitpunkt X gekündigt wurden.
Bei PVZ braucht man viel Geduld und eine gewisse Dreistigkeit - dann sollte es funktionieren....
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