Kirchenaustritt - Pro/Contra?

Ich erwäge mittlerweile doch den Direkteinstieg nach dem ersten Studium. Habe bereits ein adäquates Job-Angebot in einen Konzern meiner Wahl bekommen und Master geht dort ggf. auch berufsbegleitend. Jetzt hab ich mal anhand des Brutto-Gehalts errechnet, was ich ungefähr raus bekomme; dazu berücksichtigt, dass da noch 8 % Kirchensteuer von der Lohnsteuer zu zahlen sind (ev. - Bayern)

Das ist ja der Wahnsinn was da weg geht im Jahr?! Da kann ich ja locker nen Urlaub von finanzieren oder myDealzen ohne Ende... Wie habt ihr das gemacht? Unabhängig ob Studium oder Ausbildung.... spätestens nach der Ausbildung wurde ja die Kirchensteuer bei euch auch fällig; zumindest für die meisten schätze ich.... seit ihr einfach ausgetreten oder verzichtet ihr da lieber auf nen Urlaub und tretet das Geld in die Tonne (zumindest seh ich das so) - irgendwie würde ich mich wohler fühlen auszutreten und lieber mal was zu spenden (Was man ja auch steuerlich absetzen kann ^^). Das Hauptproblem was sich aus meinen Austritt ergeben könnte ist allerdings massiver Stress mit meiner Freundin... das wäre jetzt der einzige Nachteil, den ich momentan sehe. Was wäre bei einen eventuellen Austritt noch zu berücksichtigen? Wäre es vielleicht sinnvoller die ersten Jahre noch drin zu bleiben und erst später nach (hoffentlich) noch weiter steigenden Gehalt diesen Schritt zu wagen? Wenn ich ehrlich bin, wäre es aber schon jetzt ein dicker Batzen - besonders aus meiner "noch" studentischen Sichtweise.

Bin jetzt etwas hin- und hergerissen, ob ich den Austritt wagen soll oder nicht. Bevor ich jetzt bei irgend nem Studi- oder Berufseinsteiger-Forum nen Thread erstelle, wollte ich erstmal die myDealz-Gemeinde befragen, da man von euch immer die besten und amüsantesten Antworten erhält ^^


Ach ja: Mit Hölle und Fegerfeuer hab ich kein Problem... ich mags eh warm

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Tja...8% im Monat weniger kriegen oder nicht. SCHWIERIG!

Wenn mir meine Alte wegen meinem Austritt aus der Kirche (und Nichtglauben) Stress machen würde, wüsste ich schonmal wen ich nicht heiraten würde.

tehq

Heirate kirchlich, und dann raus



Machen viele und ist ASOZIAL. Weiß nicht, wie man sich selbst mehr verraten kann.
Entweder ich hasse den Laden...das ist okay. Aber dann bin ich auch so konsequent und suche ihn mir nicht als Location aus.


"Nachteile", wenn man stringent ist:
- keine kirchliche Trauung
- keine kirchliche Taufe des Kindes
- keine Kommunion/Konfirmation des Kindes, während der Rest seiner Klasse ein Fest feiert (wir reden von einem Bundesland, wo dies gängig ist)
- Keine Firmung des Kindes, während der Rest seiner Klasse ein Fest feiert
- keine kirchliche Beerdigung/Beisetzung
- sozialer Druck
- in einigen Berufen schlechtere Jobchancen, bzw. Jobverbot (Die Kirche ist der größte Arbeitgeber Deutschlands...mehr als Post oder sonstwer).
Durch den Kirchenaustritt keine Anstellung in einigen priv. Krankenhäusern, als Lehrer fallen viele krichliche Privatschulen weg, etc. pp. (kommt eben auf Dich an).


PS: Ich finde es okay, wenn Jemand austritt. Dann aber bitte mit allen Konsequenzen leben und nicht wieder Schlupflöcher suchen (Kirchliche schöne Heirat, Kind will man nicht benachteiligt wissen, etc. pp)



MrBrightside

Sie engagiert sich halt auch kirchlich etc.Sie engagiert sich halt auch kirchlich etc.Sie engagiert sich halt auch kirchlich etc.Sie engagiert sich halt auch kirchlich etc.Sie engagiert sich halt auch kirchlich etc.


----> NEXT oO

82 Kommentare

Heirate kirchlich, und dann raus

Is der Thread dein ernst X)
Nachteile hast keine, obwohl in Bayern, als Ev. . Soetwas gibt es ja?
Also solltest später Kinder haben hast du evtl Probleme es irgendwo in einer Kita die kirchlich ist dann unterzubringen.
Aber die Kohle wäre es mir auch nicht wert, dieser Prozentsatz ist sofern man mit der Kirche nichts am Hut hat, unverschämt und letzten Endes weißt du nicht wo das Geld genau hinfließt.

tehq

Heirate kirchlich, und dann raus



Heirat wird erst frühestens nach ihrem Studium sein - dauert also noch 2-3 Jahre. Außerdem kann ich nicht davon ausgehen, dass die Beziehung ewig hält, obwohl es momentan gut aussieht. Ich schätze auch, dass ein Austritt bei ihrer Family schlecht ankommen würde - auch wenn mir das weniger wichtig ist, da ich ja mit ihr zusammen bin. Sie engagiert sich halt auch kirchlich etc.

Ich kann doch falls ich jetzt austreten würde, wieder spontan eintreten oder gibt es dort irgendwelche Barrieren?

Tja...8% im Monat weniger kriegen oder nicht. SCHWIERIG!

Wenn mir meine Alte wegen meinem Austritt aus der Kirche (und Nichtglauben) Stress machen würde, wüsste ich schonmal wen ich nicht heiraten würde.

Also nach den letzten Staffeln Supernatural würde ich Hölle & Fegefeuer nicht mehr so toll finden hehe

cityhawk

Aber die Kohle wäre es mir auch nicht wert, dieser Prozentsatz ist sofern man mit der Kirche nichts am Hut hat, unverschämt und letzten Endes weißt du nicht wo das Geld genau hinfließt.



Exakt - man weis es eben absolut nicht, wo es hin fließt. Ein guter Kumpel von mir, der schon seit über 10 Jahren bei Bosch arbeitet, hat eine Patenschaft von einem Kind in nem Drittwelt-Land übernommen. Finde sowas wesentlich nobler und sinnvoller, wenn man überhaupt solch ein spendables Engagement in sich trägt.

tehq

Heirate kirchlich, und dann raus


Ja, relativ spontan. Du musst in jedem Fall Gespräche mit 'nem Geistlichen führen, und wirst dann idR im Rahmen eines Gottesdienstes wieder aufgenommen. Wie bekannt, im katholischen ein wenig größer, im protestantischen keine sonderlich große Sache.
Dazu: de.wikipedia.org/wik…itt

Keine vernüftige Beerdigung. Ist der einzige Grund.
Außerdem Kirchen sind sozial engagiert. Kindergarten, Altenpflege ohne evangelische und katholische Kirchen wäre der Sektor ziemlich bescheiden. Also einfach als Spende ansehen und brav weiterzahlen.

Hanzo

Tja...8% im Monat weniger kriegen oder nicht. SCHWIERIG!



Von der Lohnsteuer, nicht vom gesamten Brutto-Gehalt. Der dadurch resultierende Stress mit der Freundin könnte halt zum Problem werden...

Kirchliche Hochzeit, Taufe, Beerdigung etc.
Ist halt eine Frage ob diese Dinge für dich wichtig sind.
Ein späterer Einstieg muss begründet und vom Pastor abgesegnet werden ^^

(Hab da mal arbeitsrechtlich was mitbekommen in der Altenpflege! Ein riesen Hick Hack)

Sofort austreten. Werde ich auch machen, sobald ich genug Geld verdiene, dass ich Steuern zahlen muss.

MrBrightside

...eine Patenschaft von einem Kind in nem Drittwelt-Land übernommen.



Solang es nicht die Stiftung von Karlheinz Böhm ist. Da fließt das Geld aber woanders hin.

dandytheapple

Keine vernüftige Beerdigung. Ist der einzige Grund.



Das ist eh nur eine Sache für die Überlebenden, sollen die doch das machen was sie glücklich macht.

dandytheapple

Außerdem Kirchen sind sozial engagiert. Kindergarten, Altenpflege ohne evangelische und katholische Kirchen wäre der Sektor ziemlich bescheiden.



Das bekommen die aber zu einem großen Teil auch durch andere Steuern vergütet...

kirchlich heiraten geht doch auch, wenn nur einer von beiden in der kirche ist :-)
meist verlangt der pastor nur eine kleine spende an die kirche und dann geht die sache durch ;-)
die frechheit ist nur, dass der austritt auch noch geld kostet... religionsfreiheit usw...

Du bekommst meinen Segen für nur 4%!

Wenn du nix mit der Kirche zu tuen hast, musste auch nicht Spendabel sein.

?! Meine Beerdigung ist mein letzter großer Auftritt, da will ich schon das volle Programm und nicht was nem staatlichen Friedhof verscharrt werden. Die sind nicht besonders schön bei mir.

dandytheapple

Außerdem Kirchen sind sozial engagiert. Kindergarten, Altenpflege ohne evangelische und katholische Kirchen wäre der Sektor ziemlich bescheiden. Also einfach als Spende ansehen und brav weiterzahlen.

kotzendes-einhorn.de/blo…rd/

Ehrlicherweise sollte man - wenn man es denn will - schon gleich austreten und nicht erst, wenn einen die Steuer stört.

Ansonsten ist die Kirchensteuer ein Beitrag zu einem nebenstaatlichen Sozialsektor. Jugend-, Senioren- und sonstige Arbeit sind nicht zu unterschätzen. Wenn alle wegen 8 bzw.9% von der Einkommenssteuer aus der Kirche austreten, könnte das langfristig zu einem verstärkten Abbau der Leistungen führen, die meiner Meinung nach einen nicht unwichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten.

Überleg es dir gut und schau die dabei auch an, was in deiner Region von kirchlichen Trägern alles angeboten wird.

Austreten, wenn man mit der Kirche nichts am Hut hat oder findet, dass die Kirche das Geld unnützt verwendet. Das gesparte Geld dann an einen Hilfsdienst seiner Wahl spenden. Das kann man dann auch am Ende vom Jahr wieder steuerlich geltend machen.

Austreten, keine Frage.

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