Köln verbannt Fernbusse aus der Innenstadt

Den Kölner Hauptbahnhof und die Innenstadt dürfen mit sofortiger Wirkung keine Fernbusse mehr anfahren:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/koeln-verbannt-fernbusse-aus-der-innenstadt-13879053.html

Welch ein Zufall, daß die Stadt Köln der größte Eigentümer des Köln-Bonner Flughafens ist und dort gerade ein Fernbusterminal gebaut hat. Ist ja vollkommen wurscht, daß die wenigsten Fernbuskunden zum Abflug wollen und die meisten in die Stadt. Ist ja auch vollkommen wurscht, daß der Flughafen von der Innenstadt weiter entfernt ist als zum Beispiel der Leverkusener Bahnhof. Und ganz bestimmt hat die Bahn überhaupt garnichts damit zu tun, daß ihre Hauptkonkurrenz aus derr Stadt hinauskomplimentiert wird. Und die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB, 100% Stadt Köln) hat sicher auch dagegen gekämpft, eine Million Fernbuskölner kostenpflichtig befördern zu müssen. Und der legendäre Kölsche Klüngel existiert doch nur in den Köpfen von Nichtkölnern und Düsseldorfern.

Statt pro Tag 100 Fernbusse aus Köln fernzuhalten, könnte die Stadt Köln ja auch einfach pro Tag den ersten 1000 einzelbesetzten Luxuslimousinen die Einfahrt verweigern und zum Parken am Flughafen zwingen.

Köln - nicht uninnovativ, aber auch nicht klug.

23 Kommentare

Als Entlastung des Verkehrs in der Innenstadt? Haha, dann fährt eben jeder Busfahrende nun mit dem Auto zum Flughafen um da in den Bus zu steigen. Wie behindert manche doch sind.

Absolut bescheurt.
Die Touristen gar nicht erst in die Stadt lassen, sondern vor den Toren stehen lassen.

Mich hätten sie damit jedenfalls von den Ferbussen abgeschreckt und ins Auto/Bahn getrieben, also Ziel wohl erreicht.
Ich fahre nich mit Gepäck zu irgendwelchen Flughäfen /Messen um mich mit einer S-Bhn herumzuplagen

Sehr bitter und dämlich. MeinFernbus' Reaktion ist klasse - von Leverkusen aus kommt man wahrscheinlich schneller nach Köln rein als vom Flughafen. Je nach Lage der Kölner Haltestelle muss man dort erstmal zehn Minuten übers Flughafengelände tingeln, in Leverkusen am Busbahnhof sind es zweihundert Meter zu den Gleisen.

Der Breslauer Platz ist halt nicht für Busse geeignet. Also musste man handeln.

Seneca

Der Breslauer Platz ist halt nicht für Busse geeignet. Also musste man handeln.


Handelsbedarf bestreitet niemand. Nur ist das Ergebnis für alle gut - nur nicht für die Reisenden.

Als ich nach Köln mit dem Bus gefahren bin standen wir alleine 1,5h im Stadtverkehr. Wenn das des öfteren der Fall ist. In Berlin darf man überwiegend auch nur zur Messe fahren.

JulsG

Absolut bescheurt. Die Touristen gar nicht erst in die Stadt lassen, sondern vor den Toren stehen lassen.

Die zahlreichen Touristenbusse dürfen ja auch nach wie vor direkt am Dom und in der Komödienstraße halten und dann kostenlos im städtischen Buspark am Hafen parken. Für's Halten am Fernbusterminal muss natürlich gezahlt werden. Das ist ja auch voll okay, ist woanders auch so und könnte man in der Innenstadt auch ohne weiteres einführen. Sollte man auch - schon, damit Fahrgäste dort etwas Infrastruktur bekommen. Zu allem Überfluss ist aber auch bekannt geworden, daß die Stadt Köln mit dem Flughafen - also quasi mit sich selbst - einen Vertrag geschlossen hat, indem sie sich verpflichtet auf Straßen und sonstigem städtischen Gelände zu bauen oder bauen zu lassen. Bös ist, wer Böses dabei denkt...

Seneca

Der Breslauer Platz ist halt nicht für Busse geeignet. Also musste man handeln.

Selbst mit einer Handlungsnotwendigkeit muss man nicht automatisch zur schlechtesten, abseitigsten, teuersten und unpraktischten Alternative greifen. Für alles andere gibt's ja auch Erlaubnis und Raum. Schon der damals als Provisorium errichtete Musical Dome steht ja auf demselben Gelände/Parkplatz.

Aber man könnte ja beispielsweise am Messebahnhof Deutz einen ZOB einrichten. Wäre den meisten sicher egal, ob sie dann mal eben über die Hohenzollernbrücke zum Dom rüberlatschen oder sonstwie von da in die Innenstadt und sonstwo weiterfahren.

Köln ist übrigens laut einer Statistik im Jahre 2014 die Stau-Hauptstadt geworden. Ich kann das schon nach vollziehen Die Busunternehmen tragen da schon auch bei. Wer schonmal sich das Bus Chaos am Breslauer Platz angeschaut hat kann verstehen warum die Stadt so reagiert.

ksta.de/koe…tml

die Bahn-Lobby funktioniert.

Samsonito

Köln ist übrigens laut einer Statistik im Jahre 2014 die Stau-Hauptstadt geworden. Ich kann das schon nach vollziehen Die Busunternehmen tragen da schon auch bei.


So ein quatsch! Es ist genau andersrum.

traurig
hab mich gestern auch schon geärgert als ich die mitteilung las

Samsonito

Köln ist übrigens laut einer Statistik im Jahre 2014 die Stau-Hauptstadt geworden. Ich kann das schon nach vollziehen Die Busunternehmen tragen da schon auch bei. Wer schonmal sich das Bus Chaos am Breslauer Platz angeschaut hat kann verstehen warum die Stadt so reagiert. http://www.ksta.de/koeln/-stau-sote-verkehr-studie,15187530,31538594.html

Als ob 100 Busse den Verkehr einer Millionenmetropole ernsthaft kratzen können. Sie hätten ja auch entweder den Platz umgestalten können oder die Fernbusse nach Deutz verlegen können oder oder oder. Fernbusverkehr erspart Individualverkehr. Und Individualverkehr ist vielfach belastender als öffentlicher Verkehr. Und nun gibt's auf dem Breslauer Platz einfach mehr Parkplätze für den Individualverkehr und mehr Taxistellplätze. Doll gemacht, Kölle!

Als wenn die Busunternehmen so groß an der aktuellen Verkehrssituation in und um Köln schuld wären. Das ist ein jahrezehntelanges verschlafenes Problem der Politik von Bund und Land, die historischen Fehler (bei den Anfängen des Autobahnbaus dachte man noch anders bzw. waren heutige Dimensionen schwer vorstellbar) auszubügeln. Entlastung für den Fernverkehr, der die Metropole weiträumig umfahren könnte, gibt es quasi nicht. Dazu gab es letztens auch eine schöne Doku im TV. NRW oder allein nur die Metropolregion Rhein-Ruhr ist verkehrstechnisch mit keiner anderen Region in Deutschland vergleichbar und toppt in der Hinsicht alles. Auch was die Probleme angeht. Im Ruhrgebiet hat man noch "Glück im Unglück". Beispielsweise ist die Ost-West-Achse an Autobahnen (A2, 42, 40 und 1) durchaus entlastend, auch wenn man das zu Stoßzeiten nicht glauben will Aber Richtung Köln sieht das ganz anders aus. Versuche und Planungen gab es genug. Nur dann fehlte entweder das Geld, der politische Wille oder die Unterstützung aus der Bevölkerung - die Metropolregion Rhein-Ruhr ist beispielsweise halb so groß wie die Metropolregion München, hat aber direkt mal das 5 fache an Bevölkerungsdichte. So viele grüne Wiesen wie in Bayern gibt es dann halt auch nicht

tekkit

Als ich nach Köln mit dem Bus gefahren bin standen wir alleine 1,5h im Stadtverkehr. Wenn das des öfteren der Fall ist. In Berlin darf man überwiegend auch nur zur Messe fahren.


1. in Berlin werden auch Südkreuz, Alex, Zoo und Flughafen Schönefeld angefahren
2. die Messe in Berlin liegt kaum 3,5km vom Zoo entfernt; und am S-Bahnring. Gemessen an den Dimensionen Berlins ist das zentral.

tekkit

Als ich nach Köln mit dem Bus gefahren bin standen wir alleine 1,5h im Stadtverkehr. Wenn das des öfteren der Fall ist. In Berlin darf man überwiegend auch nur zur Messe fahren.



Außerdem ist der ZOB nunmal an der Messe. Ist ja keine Schikane, die Leute "extra" zur Messe zu fahren.

totmacher

Als Entlastung des Verkehrs in der Innenstadt? Haha, dann fährt eben jeder Busfahrende nun mit dem Auto zum Flughafen um da in den Bus zu steigen. Wie behindert manche doch sind.


die Parkgebühren am Flughafen sind aber auch alles andere als günstig.

Wenn ich den Thread lese um mir ein Bild von der Fernbus Situation in Köln zu machen, werde ich aus den unterschiedlichsten Reaktionen nicht schlau.
Ich bis jetzt nur einmal in Köln.

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