Krankenversicherung Promotion

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eingestellt am 8. Jan
Ich fange demnächst (ca. 1 Monat) meine Promotion an. Aktuell bin ich noch in der Familienversicherung mitversichert und zahle deswegen keine Beiträge. In gut einer Woche werde ich allerdings 25 und muss mich deswegen selber versichern. Gesetzliche Krankenversicherungen bieten während der Promotion keine Studententarife an. Da ich "nur" ein Stipendium bekommen werde ist das natürlich relativ teuer. Private Krankenversicherungen hingegen sollen dabei eine günstigere Alternative sein. Ich hatte da konkret an die Signal Iduna gedacht.
Kommt man nach Abschluss der Promotion wieder aus der PKV raus bzw. ist es später wenn man arbeitet günstiger in der PKV zu bleiben (falls das dann überhaupt möglich ist)?
Welche Erfahrungen habt ihr mit einer PKV insbesondere mit der Signal Iduna gemacht?
Zusätzliche Info
Diverses
Beste Kommentare
Ich fasse mich auch kurz. Der Wechsel in die PKV sollte sehr gut überlegt sein. Denn anfangs mag es aus finanzieller Sicht sinnvoll erscheinen, da man jung und gesund ist. Mit steigendem Alter können dir die Beiträge dennoch das Genick brechen. Ich kann mittlerweile ohne weiteres in die PKV wechseln, bleibe dennoch bewusst weiterhin in der GKV.
26 Kommentare
Kurz und knapp:
Kommt auf dein Gehalt deines Berufs nach der Promotion an: Bleibst du unter der Beitragsbemessungsgrenze mit deinem Bruttolohn dann bist du automatisch gesetzlich krankenversichert und wählst zum Beschäftigungsbeginn eine gesetzliche Krankenkasse, bist du über der BBG dann bleibst du „automatisch“ in der PKV (außer die GroKo kommt und die SPD boxt die Bürgerversicherung durch(horror) )
Bitte an eine Fachmann wenden......Gibt gute Angebote
Erbse938. Jan

Kurz und knapp:Kommt auf dein Gehalt deines Berufs nach der Promotion an: …Kurz und knapp:Kommt auf dein Gehalt deines Berufs nach der Promotion an: Bleibst du unter der Beitragsbemessungsgrenze mit deinem Bruttolohn dann bist du automatisch gesetzlich krankenversichert und wählst zum Beschäftigungsbeginn eine gesetzliche Krankenkasse, bist du über der BBG dann bleibst du „automatisch“ in der PKV (außer die GroKo kommt und die SPD boxt die Bürgerversicherung durch(horror) )


Ist das nicht so, dass man als Berufseinsteiger, sofern als AN beschäftigt, dann bei Berufseinstieg ohnehin zurück in die GKV kann?
Ich fasse mich auch kurz. Der Wechsel in die PKV sollte sehr gut überlegt sein. Denn anfangs mag es aus finanzieller Sicht sinnvoll erscheinen, da man jung und gesund ist. Mit steigendem Alter können dir die Beiträge dennoch das Genick brechen. Ich kann mittlerweile ohne weiteres in die PKV wechseln, bleibe dennoch bewusst weiterhin in der GKV.
Mööp, falsches Forum...
tehq8. Jan

Ist das nicht so, dass man als Berufseinsteiger, sofern als AN …Ist das nicht so, dass man als Berufseinsteiger, sofern als AN beschäftigt, dann bei Berufseinstieg ohnehin zurück in die GKV kann?


Kommt, wie weiter oben schon bemerkt, auf das Gehalt an. Über BBG --> du musst in der PKV bleiben, darunter --> du musst in die GKV wechseln.
michel8. Jan

Ich fasse mich auch kurz. Der Wechsel in die PKV sollte sehr gut überlegt …Ich fasse mich auch kurz. Der Wechsel in die PKV sollte sehr gut überlegt sein. Denn anfangs mag es aus finanzieller Sicht sinnvoll erscheinen, da man jung und gesund ist. Mit steigendem Alter können dir die Beiträge dennoch das Genick brechen. Ich kann mittlerweile ohne weiteres in die PKV wechseln, bleibe dennoch bewusst weiterhin in der GKV.



Alles wahr.
Auch wer darüber nachdenkt irgendwann eine Familie zu gründen sollte sich die PKV gut überlegen.
Es gibt natürlich auch handfeste Vorteile, das muss eben jeder selber wissen.
Ist keine Wissenschaft das Thema, man sollte sich aber vor einem evt. Wechsel durchaus etwas belesen, die Folgen können gravierend sein.
Promotion in was? Das ist wichtig.
Ich dachte du machst Promotion FÜR eine Krankenkasse und willst uns hier Verträge aufschwatzen^^
Was für ein Stipendium? Wenns eins der „klassischen“ Begabtenförderwerke geht auch mal bei deren Promotionsvertretern reden, da gibt es eine förderwerksübergreifende Initiative!

Sonst ggf nachfragen, ob eine Möglichkeit zur Einschreibung als Promotionsstudent gibt, dann kann man ggf. noch in die gesetzliche im Studierendentarif bis zum 30. Geburtstag
Gibt doch bald eh die Bürgerversicherung
Erbse938. Jan

Kurz und knapp:Kommt auf dein Gehalt deines Berufs nach der Promotion an: …Kurz und knapp:Kommt auf dein Gehalt deines Berufs nach der Promotion an: Bleibst du unter der Beitragsbemessungsgrenze mit deinem Bruttolohn dann bist du automatisch gesetzlich krankenversichert und wählst zum Beschäftigungsbeginn eine gesetzliche Krankenkasse, bist du über der BBG dann bleibst du „automatisch“ in der PKV (außer die GroKo kommt und die SPD boxt die Bürgerversicherung durch(horror) )



Das Zauberwort lautet nicht „Beitragsbemessungsgrenze“, sondern „Jahresarbeitsentgeltgrenze“.
AC-Supporter8. Jan

Das Zauberwort lautet nicht „Beitragsbemessungsgrenze“, sondern „Ja …Das Zauberwort lautet nicht „Beitragsbemessungsgrenze“, sondern „Jahresarbeitsentgeltgrenze“.


Bäm! Endlich jemand der es gecheckt hat!
the.doc8. Jan

Was für ein Stipendium?



Es handelt sich dabei um ein Deutschlandstipendium
therealpink8. Jan

Auch wer darüber nachdenkt irgendwann eine Familie zu gründen sollte sich d …Auch wer darüber nachdenkt irgendwann eine Familie zu gründen sollte sich die PKV gut überlegen.


Ich kenne mich mit dem Thema nicht so gut aus. Warum ist es gerade bei einer Familiengründung schlecht? Und welche anderen Folgen/Nachteile hat die PKV?
muhkuhmd8. Jan

Gibt doch bald eh die Bürgerversicherung


Na hoffentlich .
nickie09118. Jan

Warum ist es gerade bei einer Familiengründung schlecht? Und welche …Warum ist es gerade bei einer Familiengründung schlecht? Und welche anderen Folgen/Nachteile hat die PKV?


In der GKV gibt es eine Familienversicherung in der unter Umständen Ehepartner als auch Kinder kostenfrei mitversichert sind. Dies gibt es in der PKV nicht. Schau mal hier bei Finanztip:
finanztip.de/fam…ng/
Telefonier‘ mal ein paar GKVen schön freundlich ab. Stell dich blöd und sag, dass du einfach nicht genug von der Uni bekommst und deshalb mit ner Promotion weiter machst. Habe zuhauf in Doktorandenforen gelesen, dass einige GKVen Doktoranden ohne relevanten Lohn in die studentische KV (-> ~ 85€ mtl.) packen. Das wäre das beste, was Dir passieren kann.
AC-Supporter8. Jan

Das Zauberwort lautet nicht „Beitragsbemessungsgrenze“, sondern „Ja …Das Zauberwort lautet nicht „Beitragsbemessungsgrenze“, sondern „Jahresarbeitsentgeltgrenze“.


Mein Fehler, vertauscht Aber immerhin war das mit der „Grenze“ schon mal richtig...
Erbse938. Jan

(außer die GroKo kommt und die SPD boxt die Bürgerversicherung d …(außer die GroKo kommt und die SPD boxt die Bürgerversicherung durch(horror) )


Finde ich tatsächlich mal gut, obwohl es von der SPD kommt.
Ich hab selbst jahrelang eine private Krankenversicherung genossen und weiß um die Vorteile. Aber auch Nachteile.

Genau so habe ich mich mit der Bürgerversicherung beschäftigt.
Fakt ist, dass die ganz hohen Einkommensklassen (und damit meine ich jetzt nicht irgendwelche Beamten oder Leute, die knapp über der "Bemessungsgrenze" sind) anteilig deutlichst weniger zahlen, als die gesetzlich Versicherten.

Mit einer Bürgerversicherung stünde also für die Krankenversorgung aller Deutschen VIEL mehr Geld zur Verfügung.

Ich weiß natürlich auch, dass die PKV eine Menge Kosten und Investitionen im Gesundheitswesen querfinanzieren.
Deswegen muss gleichzeitig natürlich auch der Gebührensatz für alle Behandlungen stufenweise erhöht werden, sollte aber auch möglich sein, wenn die Bürgerversicherung insgesamt über mehr Geld verfügt.

Außerdem fallen einfach eine Menge Verwaltungskosten weg.
Allerdings kann man die Jobs die daran hängen, relativ Vernünftig abbauen, vermutlich dürften jetzige Privatversicherte noch bis an ihr Lebensende privatversichert bleiben.
nickie09118. Jan

Es handelt sich dabei um ein Deutschlandstipendium Ich kenne mich mit dem …Es handelt sich dabei um ein Deutschlandstipendium Ich kenne mich mit dem Thema nicht so gut aus. Warum ist es gerade bei einer Familiengründung schlecht? Und welche anderen Folgen/Nachteile hat die PKV?


Du solltest klären, ob Du einen Vertrag auf freiberuflicher Basis erhälst, oder als Angestellter arbeitest.
Ist ersteres der Fall schlage ich vor bei einer GKV einen freiwilligen Versicherungsvertrag zu wählen, so dass Du nach Deiner Promotion, wenn Du als Angestellter eingestellt wirst dort weiter versichert bleiben kannst. Wenn Du gut bei Gesundheit bist empfehlen sich tarife mit Selbstbehalt, zum Beispiel 1500 EUR pro Jahr, dann ist der monatliche Beitragssatz deutlich geringer bieten aber ein gewisses Risiko (dass man Ende 1500 EUR für die Gesundheit selbst aufwenden muss).
Ich bin seit vielen Jahren in der PKV und kann eigentlich nur davor warnen. Wie schon in einigen Kommentaren erwähnt, scheint es Anfangs (Jung + Ledig) attraktiv das ändert sich aber recht schnell. Es kann schon mal passieren das die PKV einfach mal so 150 Euro (im Monat) teurer wird, wehren kann man sich dagegen nur schlecht. Spätestens ab dem ersten Kind hört der Spaß auf, knapp 300 Euro/Monat.
Vor ~15 Jahren bin ich mal mit 345 Euro/Monat in die PKV eingestiegen, heute (1 Kind) sind wir schon bei 950 Euro/Monat.
Beim Arzt wird man auch das Gefühl nicht los, das bei PKV Patienten immer etwas gefunden wird.
In die PKV zu gehen war einer meiner größten Fehlentscheidungen.

Ausnahme: Falls Du eine Beamtenkarierre planst, dann auf jeden Fall PKV, weil komplett gesponsert!
Bearbeitet von: "singbird" 9. Jan
singbird9. Jan

Ausnahme: Falls Du eine Beamtenkarierre planst, dann auf jeden Fall PKV, …Ausnahme: Falls Du eine Beamtenkarierre planst, dann auf jeden Fall PKV, weil komplett gesponsert!


Achja?
Inwiefern gesponsort?
AC-Supporter9. Jan

Achja?Inwiefern gesponsort?


Die PKV ist für Beamte massiv günstiger, da Vater Staat einen Großteil der Gesundheitskosten übernimmt. Du wirst dadurch z.B. kaum einen verbeamteten Lehrer finden, der nicht privat versichert ist. Man wäre als Beamte auch schön blöd wenn man das nicht machen würde.
Bedingt durch diese Besonderheit wird sich vermutlich eine Bürgerversicherung kaum durchsetzen lassen.
Wenn Du mehr darüber wissen willst, z.B. hier:
private-krankenversicherungen.net/ber…te/
Bearbeitet von: "singbird" 9. Jan
singbird9. Jan

Die PKV ist für Beamte massiv günstiger, da Vater Staat einen Großteil der …Die PKV ist für Beamte massiv günstiger, da Vater Staat einen Großteil der Gesundheitskosten übernimmt. Du wirst dadurch z.B. kaum einen verbeamteten Lehrer finden, der nicht privat versichert ist. Man wäre als Beamte auch schön blöd wenn man das nicht machen würde.Bedingt durch diese Besonderheit wird sich vermutlich eine Bürgerversicherung kaum durchsetzen lassen.Wenn Du mehr darüber wissen willst, z.B. hier:https://www.private-krankenversicherungen.net/berufsgruppen/beamte/


Mir ist schon bekannt, wie Beamte versichert sind. Aber "komplett gesponsort" ist jawohl eine Lüge, da Beamte nur zu 70% Beihilfe-berechtigt sind.
Die fehlenden 30% werden i.d.R. privat versichert, dafür müssen Beamte jedoch auch einen Beitrag leisten. Der - offen gestanden - günstiger ist, als wenn man sich komplett selbst versichert ;-)
AC-Supporter9. Jan

Mir ist schon bekannt, wie Beamte versichert sind. Aber "komplett …Mir ist schon bekannt, wie Beamte versichert sind. Aber "komplett gesponsort" ist jawohl eine Lüge, da Beamte nur zu 70% Beihilfe-berechtigt sind.Die fehlenden 30% werden i.d.R. privat versichert, dafür müssen Beamte jedoch auch einen Beitrag leisten. Der - offen gestanden - günstiger ist, als wenn man sich komplett selbst versichert ;-)


Aha Lüge also? Na dann entschuldige, da habe ich mich wohl getäuscht, das die besondere Art der Krankenversicherung für Beamten nahezu komplett auf dem Steuerzahler abgewälzt wird.
Kannst dich aber wieder beruhigen, an dem System wird sich eh nix ändern.
AC-Supporter9. Jan

Aber "komplett gesponsort" ist jawohl eine Lüge, da Beamte nur zu 70% …Aber "komplett gesponsort" ist jawohl eine Lüge, da Beamte nur zu 70% Beihilfe-berechtigt sind.


Für 70 % braucht es aber schon zwei Kinder. Als Single oder mit einem Kind sind es "nur" 50 %. Beihilfe ist eben Gehaltsbestandteil. Gäbe es keine Beihilfe, müssten die Gehälter wieder höher sein.
Bearbeitet von: "alex12" 9. Jan
nickie09118. Jan

Es handelt sich dabei um ein Deutschlandstipendium Ich kenne mich mit dem …Es handelt sich dabei um ein Deutschlandstipendium Ich kenne mich mit dem Thema nicht so gut aus. Warum ist es gerade bei einer Familiengründung schlecht? Und welche anderen Folgen/Nachteile hat die PKV?


Deutschlandstipendium ist da tatsächlich die schwierigste Konstellation, weil Dir das Netzwerk der BMBF-Förderwerke fehlt. Würd technigs Vorschlag ausprobieren und versuchen, Dich als Promotionsstudent zu immatrikulieren und dann eine GKV nach der anderen durchzutelefonieren. Als Stipendiat hast Du ja eben keinen Arbeitsvertrag, sondern nur eine Stipendienvereinbarung - und damit fällst Du meiner Erfahrung nach durch sämtliche Raster. PKV nur mit Fördervereinbarung und ohne Studierendenstatus dürfte meines Erachtens sowieso unlösbar sein, die nehmen Dich nicht auf.
Bearbeitet von: "the.doc" 9. Jan
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