[Lebensberatung] BU kündigen oder erhöhen?

Hallo zusammen,

zu meiner Person, ich bin 30, angestellt als Fachinformatiker, sportlich, ernähre mich rel. gesund, top fit und habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Absicherung von 1000 € die mich monatlich ca. 37 € kostet.
Jetzt habe ich die Möglichkeit diese anzupassen auf 1500 € (1000€ ist zu wenig da Versorgungslücke zu groß) für ca. 17 € mehr im Monat, oder aber ich kündige die Versicherung komplett.

Wollte einfach mal in die Runde fragen, was ihr an meiner Stelle machen würdet.
aCryL

24 Kommentare

Was soll man dazu sagen?

Jede Versicherung ist so gut, wie man sie gebrauchen kann.

Ich erachte eine Berufsunfähigkeitsversicherung immer noch für sinnvoll. Kündigen würde ich diese nicht. Ob die 17€ mehr, die 500€ höhere Absicherung aufwiegen, kann ich schlecht beurteilen ohne die Leistungen zu kennen. Aber mit gekündigtem Vertrag hast du auf jeden Fall eine noch größere Versorgungslücke...

Im Zuge Deiner Überlegung würde ich mal prüfen, ob die BU noch den aktuellen Bedürfnissen entspricht. Evtl. gibt es bei gleichem Beitrag mehr Leistung bei anderen Anbietern.

Würde dann folgende Eckpunkte mal prüfen:

Sind die möglichen Risiken abgedeckt? Stichwort körperliche Schäden (Unfall), geistige Schäden (Burnout). Ebenfalls sinnvoll finde ich den Punkt, dass die letzte ausgeübte >>Tätigkeit<< nicht mehr ausgeführt werden kann, und nicht der erlernte Beruf. Gerade als Fachinformatiker gibt es ja viele Möglichkeiten, jemanden in andere Arbeit zu stecken.

Außerdem würde ich mal prüfen, ob Deine BU zum Ende der Laufzeit auch Beiträge wieder auszahlt und diese nicht einfach weg sind, sollte man die BU nicht in Anspruch genommen haben. Gibt einige Kombi-Produkte am Markt.

Reichen Dir denn 1500€, falls Du wirklich berufsunfähig wirst?
Stichwort: Dynamisierung ohne weitere Gesundheitsfragen......
Du brauchst in jedem Falle eine BU , egal bei welchem Anbieter.....

Zur Zeit bin ich bei der Nürnberger Versicherung.
Mit 1500 € im Monat käme ich zurecht, dazu würde ja noch ein kleiner Betrag vom Staat kommen?!
Meine BU beinhaltet, dass ich nicht einfach in einen anderen Job gesteckt werden kann. Einen Betrag am Ende erhalte ich nicht zurück, sonst wäre es wohl teurer.
Das wären halt 50 € im Monat, die einfach so futsch sind, und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen BU zu werden. Selbst wenn ich nur noch ein Bein habe, bin ich ja noch lange nicht BU, weil ich kann ja dennoch am Schreibtisch sitzen und meine Arbeit erledigen. Daher bin ich momentan skeptisch ob ich die 50 € nicht besser investieren könnte. Z.B. in ETF's für die Altersvorsorge.

Und ich habe Angst, dass wenn es doch dazu kommen sollte (hoffentlich nicht) die Versicherung nicht zahlen will.... Eine Rechtsschutzversicherung habe ich nicht....

Kündigen ist im Normalfall bei einer BU die schlechteste Variante, wenn Dein Vertrag prinzipiell in Ordnung ist.
Ich würde auf jeden Fall darauf achten, dass die BU bis zum Erreichen des Rentenalters läuft, wenn die "nur" 15 Jahre
läuft und Du danach eine neue abschliessen musst, wirst Du Dich wundern wie die Beiträge sind, denn natürlich ist die
BU-Prämie ganz stark vom Eintrittsalter geprägt.
Na ja, man will sich das nicht vorstellen, aber wenn Du z.B. krank wirst und regelmässig Chemo oder Dialyse brauchst,
glaubst Du das Du dann noch arbeiten kannst ?

Sorry aber die 1000€ BU war für den Arsch. Du bekommst alleine 730€ von staatlicher Seite wenn du keine Arbeit hast. Du hast also mit der Versicherung 270€ mehr im Monat gehabt als mit H4. Und wenn diese BU wirklich keine dynamische Anpassung hatte wäre der erste Schritt den ich machen würde den Versicherungsberater zu wechseln. Die 1000€ Versicherung kommt mir nämlich sehr nach "ich brauch einen neuen Vertrag und verkaufe mal irgendetwas" vor. Wenn du wirklich aktuell total Gesund bist kannst du mal bei anderen Versicherern nachfragen, auch wegen dem Preis. Und schlussendlich solltest du, falls du wirklich eine BU willst, diese mit einem angemessen Betrag abschließen. Eine mickrige BU bringt dir gar nichts außer das du der Versicherung etwas zahlst. Du solltest ca. 75% deiner Einnahmen berechnen und als BU abschließen dazu eine Anpassung von 2-3% pro Jahr (oder 5% alle 2 Jahre).
Und wie ffischer sagt: Aufpassen das deine wirkliche letzte Tätigkeit versichert ist. Als Informatiker kann man ja in vielen Berufen eingesetzt werden.
Und dazu noch: Die Versicherung sollte bis zum 67ten Lebensjahr laufen
Und schaue nochmal nach ob es wirklich eine BU ist oder nur eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung (wurde gerne Studenten und Schülern damals verkauft)

Habe gerade einmal geschaut, mein Vertrag läuft bis 2052, da wäre ich dann 67.
Und abgeschlossen habe ich den Vertrag 2009, damals war der Vertrag genau auf mich zugeschnitten, wenn ich kündige und neu abschließe würde es wohl nochmal teurer.
Daher ist denke ich erhöhen die bessere Variante als wechseln.
Oder eben doch kündigen, wir sprechen hier über gut 22.000 € die ich über die Jahre einsparen könnte, habe eine große Familie die mich auffangen würde, und eben den staatlichen Anteil wenn man seinen Beruf nicht mehr ausführen kann.
Habt ihr denn keine Bedenken dass die Versicherung sich weigern würde zu zahlen im Ernstfall?! Und ich dann keine Rechtsschutzversicherung habe. Habe auch mal gehört das die Versicherungen es gerne so weit wie möglich rauszögern zu zahlen..

aCryL

Habt ihr denn keine Bedenken dass die Versicherung sich weigern würde zu zahlen im Ernstfall?!


Natürlich, das ist doch der Versicherungen liebstes Tun – erst jahrelang fleißig Beiträge kassieren, und wenn dann ein Schadensfall eintritt, dann wollen se nicht zahlen bzw. kündigen dann ihrerseits irgendwelche Versicherungen. Und das ist der Grund, warum ich meine Versicherungen inzwischen alle schon gekündigt habe (außen PV).

Die einzige Nicht-Pflichtversicherung, die ich habe, ist Haftpflicht. Ich persönlich würde also kündigen Aber das musst du selber entscheiden, ob du es möchtest oder nicht. Bedenken hätte ich auch, im Ernstfall mit der Versicherung diskutieren zu müssen - das kann nur keiner im Einzelfall vorher wissen.

Für jede Versicherung gibt es gute Gründe dafür und bei einigen auch dagegen. Am Ende ist es die eigene Risikoabschätzung. Ich persönlich fühle mich derzeit in Deutschland und meinem Umfeld genug abgesichert und meine eine BU nicht brauchen zu müssen.

udo1964

Reichen Dir denn 1500€, falls Du wirklich berufsunfähig wirst? Stichwort: Dynamisierung ohne weitere Gesundheitsfragen...... Du brauchst in jedem Falle eine BU , egal bei welchem Anbieter.....

Vielleicht brauchst ja du auf jeden Fall eine, wegen persönlichem Erkrankungsverlauf, Berufsbild, Familie, Planung oder weiß der Geier was. Als absolute, anonyme, unpersönliche Behauptung aber kann man dieser Forderung nur eins entgegnen: Blödsinn! d-:=

aCryL

[...] Selbst wenn ich nur noch ein Bein habe, bin ich ja noch lange nicht BU, weil ich kann ja dennoch am Schreibtisch sitzen und meine Arbeit erledigen. Daher bin ich momentan skeptisch ob ich die 50 € nicht besser investieren könnte. Z.B. in ETF's für die Altersvorsorge.

Wenn man die bislang dafür aufgebrachten Monatsraten selbst vernünftig anlegt - besser noch die für eine als angemessen propagierte Versicherungshöhe - dann hat man die wahrscheinlich beste Wahl getroffen. Die Versicherungen machen selbst ja auch nichts anderes, nur daß die mit den Versicherteneinnahmen erstmal Gehälter, Provisionen, Glaspaläste, Werbung und Verwaltung, Versicherungssteuer - und was sonst noch alles im Wasserkopf drinsteckt - bezahlen müssen.

Natürlich kann's für jeden von uns auch ganz dicke kommen, sodaß wir körperlich oder/und geistig nichts mehr können. Aber da wäre die BU-Kohle dann nur ein nettes Zubrot, dank funktionierendem Sozialstaat - und in deinem Fall auch großer Familie - wären unsere Existenz nicht tatsächlich gefährdet. Und in diesem Katastrophenfall wird nicht gerade die Fortsetzung unseres bisherigen Konsumverhaltens den Lebensmittelpunkt bilden.

Wie Za666 gerade auch noch geschrieben hat Außer der tatsächlich existenzsichernden Haftpflicht gibt es keine freiwillige Versicherung, die man tatsächlich jedem ans Herz legen muss. Wenn man notorisch nicht mit Geld umgehen kann, einem alles durch die Finger rinnt und nie was anspart, dann mag die ein oder andere langfristige Versicherung mit späterer Auszahlung/Rente persönlich sindnvoll sein. Ansonsten im Zweifelsfall Finger weg davon oder bei Gelegenheit weg damit - spätestens, wenn man es wie im konkreten Fall konkret erwägt. (-;=

Spar dir lieber das Geld auf anderem Weg. Die Angst ist der größte Freund der Versicherung. Du kannst theoretisch morgen auch tot umfallen, dann nützt dir die Versicherung gar nichts; das Geld, das du unter deine Matratze gelegt hast hingegen schon (gibt sicherlich wieder Leute, die mich für den Vergleich anprangern).

Ich halte es wie za666. Habe auch nur eine Haftpflicht, den ganzen anderen Rest nicht. Arbeite auch im Büro und stufe mein Risiko daher als gering ein. Aber das muss letztlich jeder für sich selber wissen.

Ansonsten kann ich dir diesen Thread noch empfehlen (da war das Thema ähnlich): mydealz.de/div…460

redgool

Spar dir lieber das Geld auf anderem Weg. Die Angst ist der größte Freund der Versicherung. Du kannst theoretisch morgen auch tot umfallen, dann nützt dir die Versicherung gar nichts; das Geld, das du unter deine Matratze gelegt hast hingegen schon (gibt sicherlich wieder Leute, die mich für den Vergleich anprangern). Ich halte es wie za666. Habe auch nur eine Haftpflicht, den ganzen anderen Rest nicht. Arbeite auch im Büro und stufe mein Risiko daher als gering ein. Aber das muss letztlich jeder für sich selber wissen. Ansonsten kann ich dir diesen Thread noch empfehlen (da war das Thema ähnlich): http://www.mydealz.de/diverses/welche-versicherungen-brauche-ich-wirklich-585460


Was nützt einem Toten die Kohle?

aCryL

Habt ihr denn keine Bedenken dass die Versicherung sich weigern würde zu zahlen im Ernstfall?!


also deine versicherung zahlt in 65,2% der fälle

spiegel.de/wir…tml

oklolololo

Was nützt einem Toten die Kohle?


Seiner Familie nützt es.

Turaluraluralu

Wie Za666 gerade auch noch geschrieben hat Außer der tatsächlich existenzsichernden Haftpflicht gibt es keine freiwillige Versicherung, die man tatsächlich jedem ans Herz legen muss.



Verstehe ich nicht. Auf die BU kannst du verzichten, weil "HartzIV reicht doch". Dann kannst doch auch auf die Haftpflicht verzichten. Für den unwahrscheinlichen Fall das du einen Millionenschaden verursachst, bleibst dir ein Pfändungsfreibetrag der immer über Hartz IV ist, oder eben Hartz IV.

aCryL

Und ich habe Angst, dass wenn es doch dazu kommen sollte (hoffentlich nicht) die Versicherung nicht zahlen will.... Eine Rechtsschutzversicherung habe ich nicht....



Die Prozessquote der BU Versicherer liegt im Durchschnitt bei unter 2%.

Und wenn du jetzt hier nur 2 Tage angemeldet bist, wirst du feststellen das nicht alle ehrlich sind. Es gibt daher auch den einen oder anderen der das Geld von der BU will obwohl er gar nichts hat.

oklolololo

Was nützt einem Toten die Kohle?


Denen nützt auch ne Sterbegeldversicherung

Turaluraluralu

Wie Za666 gerade auch noch geschrieben hat Außer der tatsächlich existenzsichernden Haftpflicht gibt es keine freiwillige Versicherung, die man tatsächlich jedem ans Herz legen muss.

Hartz IV reicht natürlich den allerwenigsten zum Glücklichsein, sondern lediglich zum gesicherten, abgesicherten und einigermaßen freien Weiterleben. Die Versicherungen Haftpflicht und Berufsunfähigkeit zu vergleichen erfordert aber schon einen sehr weiten Spagat. Bei der Haftpflicht geht's um sehr teure, teils lebenslange Schäden, die jeder von uns versehentlich oder fahrlässig einem anderen zufügen kann. Zum Beispiel die Arbeitsunfähigkeit des anderen. Oder ein Schadensfall mit riesigem Sachschaden. Und bei all dem kostet die Haftpflicht nur ein paar dutzend Euro pro Jahr, uns hier sogar teils nur ein paar Euro bis hin zu Minusbeträgen. Die Berufsunfähigkeit ist für etliche Berufe durchaus interessant bis relevant. Bei Schreibtischtätigkeiten hingegen müsste man ja schon ein Organversagen haben oder nachhaltig was auf den Kopf bekommen, daß die greifen könnte. Da sind andere Lebensrisiken, gegen die sich kein Mensch versichert, wesentlich größeres Gefährdungspotential.

Aber, nur zu, versichert euch ruhig alle gegen Berufsunfähigkeit und Kometeneinschläge. Dann verteilt sich der Basiswasserkopf auf mehr Verträge und unser aller Haftpflicht wird vielleicht noch ein bißchen billiger. (-:=

Turaluraluralu

Die Berufsunfähigkeit ist für etliche Berufe durchaus interessant bis relevant. Bei Schreibtischtätigkeiten hingegen müsste man ja schon ein Organversagen haben oder nachhaltig was auf den Kopf bekommen, daß die greifen könnte. Da sind andere Lebensrisiken, gegen die sich kein Mensch versichert, wesentlich größeres Gefährdungspotential.



Über 40% aller Berufsunfähigkeiten beruhen auf Erkrankungen der Psyche( ganz groß Depressionen). Da bist du am Schreibtisch noch anfälliger für.

Aber letztendlich reicht ein Blick auf die Versicherungen. Für 40 Jahre Haftpflichtschutz verlangt er gerade mal 2000€. Die wahrscheinlichkeit das die Versicherung als für einen Versicherungsnehmer 1.000.000€ zahlt ist mehr als gering. Wenn die Versicherung hingegen 2000€ im Jahr verlangt ist die wahrscheinlichkeit mehr als groß das sie zahlen muss.

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