[Lebensberatung] Entgeltoptimierung sinnvoll?

Bei dem Arbeitgeber meiner Frau war heute ein "Finanzberater".

Er schlug den Angestellten eine Entgeltoptimierung vor:

Meine Frau würde 137,90 Euro brutto / Monat weniger erhalten

Stattdessen würde sie folgende Leistungen erhalten:
- Prepaid-Kreditkarte mit 44 Euro Guthaben zum Tanken
- 18 Euro Handykostenzuschuss
- 54,90 Euro Essensgutscheine
- 21 Euro für eine Werbeflächenvermietung am Auto (?!?)

Laut dem Finanzberater ergibt sich ein Netto-Vorteil von 74,35 Euro

Im Kleingedruckten steht dann noch, dass sich dadurch die Rente um 57 Euro reduziert,
das Krankengeld um 19,45 Euro und das Arbeitslosengeld um 45,60 Euro reduziert.

Das Ganze kommt mir nicht so ganz koscher vor... Wie sind Eure Erfahrungen / Meinungen?

26 Kommentare

Hört sich seltsam an...
Wenn extra jemand vorbeikommt um einem ein Angebot anzudrehen kann es ja nicht so toll sein...

Bis auf die Werbeflächenvermietung und die Reduktion von Rente, Kranken- und Arbeitslosengeld eine tolle Geschichte

Im Kleingedruckten steht dann noch, dass sich dadurch die Rente um 57 Euro reduziert, das Krankengeld um 19,45 Euro und das Arbeitslosengeld um 45,60 Euro reduziert.


sagt schon genug aus, das ich es nicht abschliessen würde ;), die Kürzung der Leistungen merkt man vorallem nach 10, 20 oder 30 Jahren

sind die Kürzungen eigentlich pro Monat oder Jahr ?

Im Kleingedruckten steht dann noch, dass sich dadurch die Rente um 57 Euro reduziert, das Krankengeld um 19,45 Euro und das Arbeitslosengeld um 45,60 Euro reduziert.


Monat

Hört sich nach ner schönen Abzocke an.

Entgeltoptimierung = Immer zum Vorteil des Arbeitgebers.


Die 44 € kannst du sofort aus dem "Netto"-Vorteil rausrechnen, einmal vertankt, ist das Geld futsch. Oder soll die monatlich aufgeladen werden?

Würd ich nicht machen,alleine schon wegen der Rentenreduzierung,Hört sich alles irgendwie suspekt an.

Im Kleingedruckten steht dann noch, dass sich dadurch die Rente um 57 Euro reduziert, das Krankengeld um 19,45 Euro und das Arbeitslosengeld um 45,60 Euro reduziert.



ja - sind monatlich!

FyInfo

Hört sich nach ner schönen Abzocke an. Entgeltoptimierung = Immer zum Vorteil des Arbeitgebers. Die 44 € kannst du sofort aus dem "Netto"-Vorteil rausrechnen, einmal vertankt, ist das Geld futsch. Oder soll die monatlich aufgeladen werden?



Die Karte wird monatlich aufgeladen. Was ich mich halt auch frage, ob das Finanzamt Steuer für die Gutscheine kassiert - Stichwort geldwerter Vorteil bzw. die Fahrtkostenpauschale kürzt...

Das mit der Tankwarte hatten die bei uns auch mal im Gespräch. Sollte steuerfrei bleiben bei der Summe ( meine die muss aber nicht in 44 Euro sondern in einer Literzahl lauten die 44 Euro am Ende nicht überschreitet ). Hier spart aber der Arbeitgeber eindeutig am meisten das dieser die Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung spart ( Lohnfortzahlung bei Krankheit, evtl. Weihnachtsgeld anteilig ) und das alles für ihn völlig risikofrei.

Dürfte als geldwerter Vorteil zu versteuern sein. Dann spart es hauptsächlich dem Unternehmen etwas, was in der Summe eine ganze Menge Renten- und KK-Beiträge spart, was langfristig auf sie zurückfällt - das sind im Jahr immerhin über 600€ Rente, die ihr da durch die Lappen gehen. Bei klassischerweise 22,5 Jahren Rentenbezug sind das über 13.000€.
Außerdem ganz banal: Gehalt kann man relativ problemfrei einklagen, bei diesen vereinbarten Zusatzleistungen ist das immer etwas schwierig. Bei "Prepaid-Kreditkarte" und Gehaltsersatz sträuben sich mir zumindest die Nackenhaare. Ich vermute mal, das der geringe Steuervorteil den ganzen Aufwand nicht wert ist.

Alles persönliche Meinung hier

Das Steuersparmodell war hier zum Teil auch schon Thema: mydealz.de/div…820
Es gibt aber offenbar seriöse Unternehmen die sich darauf spezialisiert haben.

Herrje...zig antworten und keiner hat Ahnung.
Das was der Berater da vorgeschlagen hat ist definitiv sinnvoll. Es handelt sich dabei genau um die Beträge, die vom Gesetzgeber als steuerfrei eingestuft werden. Dadurch erhält man mehr Nettogehalt. Im Gegenzug bringt das natürlich auch dem Arbeitgeber was - er muss weniger Lohnnebenkosten zahlen. Daher kommt dann die niedrigere Rente.
Aber was ist besser - jetzt 75€ mehr oder in 40 Jahren 50€ Rente mehr? Was sind 50€ in 40 Jahren überhaupt noch wert?
Die meisten Arbeitgeber bieten so eine Möglichkeit leider gar nicht an - zu hoher Verwaltungsaufwand.
Bzgl der Autowerbung reicht zB ein winziger Aufkleber irgendwo am Auto, wenn überhaupt - kontrollieren wird das nämlich niemand.



Das ist das Problem bei den Tankkarten - die müssen auf Liter ausgestellt werden, was dann wiederum nicht unter 44€ sein darf, was natürlich schwierig abzuschätzen ist.
Daher nimmt man prepaid Kreditkarten - dann gibt es kein Problem mehr.


sascha_

Das mit der Tankwarte hatten die bei uns auch mal im Gespräch. Sollte steuerfrei bleiben bei der Summe ( meine die muss aber nicht in 44 Euro sondern in einer Literzahl lauten die 44 Euro am Ende nicht überschreitet ). Hier spart aber der Arbeitgeber eindeutig am meisten das dieser die Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung spart ( Lohnfortzahlung bei Krankheit, evtl. Weihnachtsgeld anteilig ) und das alles für ihn völlig risikofrei.

Im Kleingedruckten steht dann noch, dass sich dadurch die Rente um 57 Euro reduziert, das Krankengeld um 19,45 Euro und das Arbeitslosengeld um 45,60 Euro reduziert.



Was ist wohl besser - 74€ jetzt oder 57€ in 40 Jahren?

Bloß die Finger weg von so einem Kram! Selbstredend geht es diesen Abzockern ganz und garnicht um die Entgeltoptimierung ihrer potentiellen und tatsächlichen Kunden. Das ist nur deren scheinneutraler Abzockeinstieg, um den Leuten was verkaufen zu können und Provision dafür einzusacken. Beim den Arbeitgebern bekommen sie neben den windigen Versprechugen an die Angestellten natürlich auch deshalb einen Fuß in die Tür, weil der Arbeitgeber Sozialbeiträge, also Geld spart. Verkäufer und Arbeitgeber sind dann auch die einzigen mit sicherem, langfristigem und noch dazu absolut risikolosem Vorteil. Beim Arbeitnehmer sieht das neben der Überflüssigkeit von zumindest Teilen des Monatspaketes schon beim erwähnten Kleingedruckten (Renten-, Arbeitslosen- und Krankgeldeinbußen) ganz anders aus.

Bloß die Finger weg von solchen Kombiverträgen! Auf den ersten Blick und überrumpelt kann man schon auf sowas hereinfallen. Nach ein wenig Aufklärung und Warnung sollte sich aber jeder weit genug weg von der Erwägung der Unterschrift befinden. <-;<

Ist halt die Frage wieviel du davon gebrauchen kannst. Tanken kann man ja sofort einpreisen, die Werbepauschale auch. Essensgutschein? Für die Kantine oder so einen Edenred oder ähnliches was man auch im Supermarkt einlösen kann? Kann man die Handykosten einpreisen oder muss man dafür einen Vertrag haben der auch min 18€ kostet.

Sie kriegt Brutto gleich Netto als steuerfreie Sachbezüge... wenn ich das in Geld für mich umtauschen kann würde ich es machen. Wieviel Jahre muss deine Frau noch arbeiten? Soll sie jeden Monat von dem Bezügen 57€ aufs Tagesgeld legen, bei Renteneintritt kann sie das dann wieder abheben. Wird mehr bei rumkommen als wenn man das direkt in die Rente einzahlt

sascha_

Das mit der Tankwarte hatten die bei uns auch mal im Gespräch. Sollte steuerfrei bleiben bei der Summe ( meine die muss aber nicht in 44 Euro sondern in einer Literzahl lauten die 44 Euro am Ende nicht überschreitet ). Hier spart aber der Arbeitgeber eindeutig am meisten das dieser die Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung spart ( Lohnfortzahlung bei Krankheit, evtl. Weihnachtsgeld anteilig ) und das alles für ihn völlig risikofrei.



Ist für den Arbeitgeber aber ne riskante Nummer. Vieler dieser Leistungen sind nur steuer- und sozialversicherungsfrei wenn sie zusätzlich geleistet werden. Das beschriebene Modell klingt aber so als ob ein bestehender Bruttolohnanspruch in einen freien Nettolohn umgewandelt wird.
Wenn also der Betroebsprüfer kommt und die fehlende Zusätzlichkeit erkennt gibts ne saftige Nachzahlung.

JohnnyBonjourno

Ist halt die Frage wieviel du davon gebrauchen kannst. Tanken kann man ja sofort einpreisen, die Werbepauschale auch. Essensgutschein? Für die Kantine oder so einen Edenred oder ähnliches was man auch im Supermarkt einlösen kann? Kann man die Handykosten einpreisen oder muss man dafür einen Vertrag haben der auch min 18€ kostet. Sie kriegt Brutto gleich Netto als steuerfreie Sachbezüge... wenn ich das in Geld für mich umtauschen kann würde ich es machen. Wieviel Jahre muss deine Frau noch arbeiten? Soll sie jeden Monat von dem Bezügen 57€ aufs Tagesgeld legen, bei Renteneintritt kann sie das dann wieder abheben. Wird mehr bei rumkommen als wenn man das direkt in die Rente einzahlt



Essensgutscheine gehen problemlos im Supermarkt. Handyvertrag über mind 18€ braucht man, aber das haben wohl die meisten. Der Rest ist Cash.


Turaluraluralu

Bloß die Finger weg von so einem Kram! Selbstredend geht es diesen Abzockern ganz und garnicht um die Entgeltoptimierung ihrer potentiellen und tatsächlichen Kunden. Das ist nur deren scheinneutraler Abzockeinstieg, um den Leuten was verkaufen zu können und Provision dafür einzusacken. Beim den Arbeitgebern bekommen sie neben den windigen Versprechugen an die Angestellten natürlich auch deshalb einen Fuß in die Tür, weil der Arbeitgeber Sozialbeiträge, also Geld spart. Verkäufer und Arbeitgeber sind dann auch die einzigen mit sicherem, langfristigem und noch dazu absolut risikolosem Vorteil. Beim Arbeitnehmer sieht das neben der Überflüssigkeit von zumindest Teilen des Monatspaketes schon beim erwähnten Kleingedruckten (Renten-, Arbeitslosen- und Krankgeldeinbußen) ganz anders aus. Bloß die Finger weg von solchen Kombiverträgen! Auf den ersten Blick und überrumpelt kann man schon auf sowas hereinfallen. Nach ein wenig Aufklärung und Warnung sollte sich aber jeder weit genug weg von der Erwägung der Unterschrift befinden. <-;<



Alles, was du geschrieben hast, ist falsch. Bitte verbreite doch so einen eklatant falschen Schwachsinn nicht noch weiter, wenn du schon keine Ahnung hast.

dschamboumping

Essensgutscheine gehen problemlos im Supermarkt. Handyvertrag über mind 18€ braucht man, aber das haben wohl die meisten. Der Rest ist Cash.



Aber nicht bei Aldi oder? Und vielen haben auch ne WinSimkarte für 4-10€. Nächste Frage wäre ob das auch bei Prepaid klappt oder wirklich ein Laufzeitvertrag vorhanden ist.

Man sollte also prüfen wie gut man die Prämien in Euros umwandeln kann. Klappt das gut würd ich es machen.

Vermögensberatung ist nichts anderes als eine blumige Umschreibung für Haustürkriecherei namens Versicherungsvertretung, also so ziemlich das Allerletzte. Das ist der wirkliche Abstieg, a-b-s-c-h-a-u-m (wurde auf mydealz zensiert ^^), Versicherung, das bewegt sich noch unterhalb von Bahnhofsprostitution.


aus dem buch "moebelhaus", wirklich zu empfehlen, sehr lustig und treffend amazon.de/M%C…04X



achja, und:

- 21 Euro für eine Werbeflächenvermietung am Auto (?!?)


spaetestens wenn der typ nicht selbst werbung auf dem auto hat, solltest du dich fragen warum

Um himmels Willen macht das ja nicht!
Das mit dem Tankguthaben wollten wir auch mal machen.
Ist für kleinere Betriebe aber mehr Aufwand, als alles andere.
Dazu kommt noch:
Verfällt der Restbetrag, wenn du im Monat die 44 € nicht abrufst?
Wie kann man prüfen, ob oder wieviel noch auf der Karte ist?
Handyzuschuss und Essenszuschuss:
Kann der Arbeitgeber diese einbehalten, wenn der Arbeitnehmer krank ist und werden sie anteilig gekürzt, wenn man im Urlaub ist?
Über Werbeflächen am Auge möchte ich mich nicht aus lassen das muss jeder selber wissen.
21 € ist aber die billigste Plakatleinwand die ich kenne.

Für ihren Arbeitgeber sicherlich eine gute Sache (wenn auch viel Aufwand) für deine Frau bedeutet es schlicht Mehraufwand bei jedem kleinscheiß. Wer hier wirklich verdient ist der "Berater".
Macht das nicht. Bauernfängerei.

PS: Wir wollten das bei unseren Mitarbeiter mit dem Tanken zusätzlich machen ohne zu kürzen.

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