[Lebensberatung] KFZ Unfall mit 100% Schuld beim Gegner - mit oder ohne Anwalt?

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eingestellt am 14. Mai
In mein geparktes Auto ist jemand reingefahren. Er ist dann stehen geblieben, mir seine Daten gegeben und seine Versicherung wurde vor ein paar Tagen informiert. Gutachter war heute da und ich warte jetzt auf den Bericht. Schätzungsweise 3000-3500 Euro Schaden, knapp an der Grenze zum wirtschaftlichen Totalschaden oder etwas darüber, je nachdem was der Gutachter genau ausrechnet.

Soll ich bei einem solchen klaren Fall trotzdem einen Anwalt beauftragen? Im Internet schreibt der eine, dass man grundsätzlich zum Anwalt muss, da die Versicherungen immer versuchen etwas zu kürzen, der andere sagt doch nicht, nur wenn sich die Versicherung quer stellt. Wenn ich erst dann einen Anwalt nehme, wenn die Versicherung z.B. 200 Euro weniger bezahlt, dann wären ja nur diese 200 Euro der Streitwert, oder? Finde ich dann überhaupt einen Anwalt, der sich damit herumschlagen möchte?
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Für was brauchst du einen Anwalt, alles läuft automatisch ab. Kostenvoranschlag wird der Versicherung zugesendet, du hast dann die Wahl reparieren lassen oder Auszahlung - 19 % Märchensteuer. Da wird nichts gekürzt.
Anwalt macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn die Versicherung irgendwas nicht zahlen will. Wenn alles nach Plan läuft wozu dann einen Anwalt? Das kostet nur unnötig Zeit bei der Regulierung und Geld für uns Versicherte (Versichertengemeinschaft).
Bearbeitet von: "hotice" 14. Mai
Hatte schon diverse heftige Parkschäden an Autos, alle 100% fremdverschuldet, Schadenshöhe von 2000.-€ (damals Totalschaden) bis ~8000€ Reparaturkosten. Noch nie einen Anwalt genommen, hat immer problemlos funktioniert. Natürlich plus Ausfall/Mietwagen und Auslagenpauschale. Ist keine Rocketscience. Wenn die gegnerische Versicherung zickt kann es aber nervig werden.

Wer sich maximal bereichern will und höhere Versicherungsbeiträge für alle mag sollte zum Anwalt. Wer auch sonst im Leben gut klar kommt und sich alleine die Schuhe zubinden kann kann das im Normalfall selbst machen in einem einfachen Fall ohne Verletzungen etc..
51 Kommentare
Also ich habe einen Anwalt genommen, auch wenn ich nicht musste. Die Versicherung muss ja deinen Anwalt bezahlen. Der kümmert sich um alles schriftliche. War für mich der unkomplizierteste und sicherste Weg. Hat sogar noch Schmerzensgeld raus geholt, ohne das ich zum Arzt musste.
Am besten direkt zum Anwalt. Der weiß was zu tun und der Gegenseite zu berechnen ist. Ist ja nicht nur der Schaden an sich, gibt ja noch andere Kosten (Mietwagen / Nutzungsausfall, div. Pauschalen etc). Zudem den Gutachter besser selber bestellen und nicht die Gegenseite machen lassen.
100% mit anwalt sonst wirds nix mit den 100% schuld des anderen
Immer mit anwalt
Für was brauchst du einen Anwalt, alles läuft automatisch ab. Kostenvoranschlag wird der Versicherung zugesendet, du hast dann die Wahl reparieren lassen oder Auszahlung - 19 % Märchensteuer. Da wird nichts gekürzt.
Mir ist vor ein paar Jahren auch jemand in mein stehendes Auto gefahren (saß sogar noch drin).
Hat auch ohne Anwalt geklappt, keine Problem. Schaden wurde voll bezahlt (ca. 2500€).
Bearbeitet von: "Baroenchen" 14. Mai
Wozu nen Anwalt? Hatte genau so einen Fall und da gab es kaum etwas worum ich mich kümmern musste.
Verfasser
freewillyvor 33 m

100% mit anwalt sonst wirds nix mit den 100% schuld des anderen



Auch wenn das Auto schon seit 2 Tagen geparkt war und ich gar nicht drin oder daneben war?

Ich tendiere auch eher zum Anwalt, wollte aber zuerst nach Erfahrungen und Tipps fragen, da ich noch nie in einem Unfall verwickelt war und auch niemanden kenne, der es war. Nicht, dass wenn man gleich von Anfang an einen Anwalt nimmt, sich die Versicherung dann extra Zeit nimmt und ich am Ende 3 Monate anstatt 2 Wochen auf das Geld warte oder so etwas. Ansonsten weiß ich, dass der Anwalt sowieso von der gegnerischen Versicherung bezahlt wird.
Anwalt macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn die Versicherung irgendwas nicht zahlen will. Wenn alles nach Plan läuft wozu dann einen Anwalt? Das kostet nur unnötig Zeit bei der Regulierung und Geld für uns Versicherte (Versichertengemeinschaft).
Bearbeitet von: "hotice" 14. Mai
Bei Fremdverschulden immer Anwalt nehmen - Punkt.
Ivochvor 2 m

Auch wenn das Auto schon seit 2 Tagen geparkt war und ich gar nicht drin …Auch wenn das Auto schon seit 2 Tagen geparkt war und ich gar nicht drin oder daneben war?Ich tendiere auch eher zum Anwalt, wollte aber zuerst nach Erfahrungen und Tipps fragen, da ich noch nie in einem Unfall verwickelt war und auch niemanden kenne, der es war. Nicht, dass wenn man gleich von Anfang an einen Anwalt nimmt, sich die Versicherung dann extra Zeit nimmt und ich am Ende 3 Monate anstatt 2 Wochen auf das Geld warte oder so etwas. Ansonsten weiß ich, dass der Anwalt sowieso von der gegnerischen Versicherung bezahlt wird.



Ich kann Dir nur aus meiner Erfahrung dazu raten. Wir haben einige KFZ in der Familie und leider auch den ein oder anderen Unfall gehabt (90% nicht selbst verschuldet). Wir haben es genau einmal ohne Anwalt gemacht,. Selbst bei kleinkram mache ich das nicht mehr ohne. da ist die Versicherungsbranche leider selber schuld, denn die werden zu 99% irgendeinen Grund finden die Zahlung zu verzögern oder zu kürzen.
Bearbeitet von: "freewilly" 14. Mai
Du hast ein Recht auf anwaltliche Vertretung. Die Kosten dafür trägt der Gegner, also idR dessen Versicherung.
Trittst du als Laie auf, wird gerne alles „un“mögliche versucht, deinen Anspruch zu mindern, vielleicht läßt du dich aus Unkenntnis und/oder wegen erfolgter Einschüchterung darauf ein.
Anwaltlich vertreten wird einfach und anspruchsgerecht abgewickelt.
Bearbeitet von: "JurTech1" 14. Mai
Es ist doch ganz einfach: Der Anwalt ist für dich kostenfrei, da die gegnerische Versicherung die kosten hierfür übernehmen muss.
Dadurch kannst du nur gewinnen.

Oder in Mydealz ausgedrückt: FREEBIE! Und das nimmt man mit. Immer. Egal ob mans braucht.
So einfach ist die Sache nicht und pauschale Antworten aus Blogs oder Kleinstkanzleien sind mit Vorsicht zu genießen.

Es gibt für beide Seiten Urteile und grundsätzlich sind Anwaltskosten zu erstatten. Trotzdem gilt auch eine Schadensminderungspflicht sowie das Wirtschaftlichkeitsgebot. Für unstrittige Forderungen besteht daher grundsätzlich ein Kostenrisiko.

Daher abwarten, ob vollständig und ohne Einschränkung reguliert wird.
Admin
Recht haben und Recht bekommen

Leider musste ich in der Arbeitswelt hier schon zu oft dieses Sprichwort spüren.

Ergo: Nimm Dir den Anwalt.
Hatte vor kurzem ganz ähnlichen Fall: gegen das geparkte Auto ist ein Lieferdienstmoped gefallen, hatte zettel mit Daten am Auto (Verursacher hatte sogar die Polizei gerufen!).
Versicherung hat sich nach wenigen Tagen gemeldet, Gutachter kam, dann problemlose Auszahlung des Geldes (Schäden war eine Delle im Nummernschild und ein nur fühlbarer Kratzer an der Stosstange, dafür gab's knapp 700 Euro!)
Kann unfallhelden.de uneingeschränkt empfehlen, Kommunikation bis Schnelligkeit: 1a!
adminvor 26 m

Recht haben und Recht bekommen Leider musste ich in der Arbeitswelt …Recht haben und Recht bekommen Leider musste ich in der Arbeitswelt hier schon zu oft dieses Sprichwort spüren. Ergo: Nimm Dir den Anwalt.



Recht hast Du bei "Recht haben und Recht bekommen".
Aber warum jetzt schon den Anwalt ?
Wenn die Versicherung des Gegners zahlt, das Gutachten O.K. ist, braucht man doch keinen Anwalt.
Ich würde abwarten wie das Gutachten aussieht und was die Versicherung mitteilt.
Als Laie weiß man doch gar nicht welche Ansprüche man hat und welche Berechnunhsmethode am günstigsten für einen ist. Selbst ich als Jurist mut 2 Staatsexamen kann das als Nichtverkehrsrechtler kaum mehr überblicken. Und die Versicherung sagt es einem bestimmt nicht. Deshalb würde ich sowas immer über einen spezialisierten Anwalt machen lassen. Und wenn die Haftungsfrage klar und did Gegenseite die Kosten zu 100% trägt erst recht. Der Anwalt freut sich zudem wenn man gleich kommt, da er dann noch den vollen Streitwert abrechnen kann und nicht einen noch etwaigen streitigen Rest.
Immer mit! Der darf dann die gegnerische Versicherung ausquetschen. Nutzungsausfallentschädigung, Portopauschalen, Gutachterkosten, Zulassungskosten,... kommt einiges zusammen womit man normalerweise nicht rechnet
Adamanvor 4 h, 6 m

Als Laie weiß man doch gar nicht welche Ansprüche man hat und welche B …Als Laie weiß man doch gar nicht welche Ansprüche man hat und welche Berechnunhsmethode am günstigsten für einen ist. Selbst ich als Jurist mut 2 Staatsexamen kann das als Nichtverkehrsrechtler kaum mehr überblicken. Und die Versicherung sagt es einem bestimmt nicht. Deshalb würde ich sowas immer über einen spezialisierten Anwalt machen lassen. Und wenn die Haftungsfrage klar und did Gegenseite die Kosten zu 100% trägt erst recht. Der Anwalt freut sich zudem wenn man gleich kommt, da er dann noch den vollen Streitwert abrechnen kann und nicht einen noch etwaigen streitigen Rest.


Der Streitwert wird mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem niedriger angesetzt, wenn die Versicherung voll oder teilweise reguliert. Nur eine mögliche Differenz wird als Grundlage genommen. Als Versicherer würde ich wegen Verstoß gegen Schadensminderungspflicht weitere Anwaltskosten abwehren. Gibt ein paar Präzedenzfälle und Urteile hierzu.

Erstattungsfähig sind nur Kosten, die zur Durchsetzung der Forderung notwendig waren. Wartet man nicht einmal das erste Schreiben der Versicherung ab und beauftragt direkt einen Anwalt, fällt das unter Privatvergnügen.
Adamanvor 4 h, 8 m

Als Laie weiß man doch gar nicht welche Ansprüche man hat und welche B …Als Laie weiß man doch gar nicht welche Ansprüche man hat und welche Berechnunhsmethode am günstigsten für einen ist. Selbst ich als Jurist mut 2 Staatsexamen kann das als Nichtverkehrsrechtler kaum mehr überblicken. Und die Versicherung sagt es einem bestimmt nicht. Deshalb würde ich sowas immer über einen spezialisierten Anwalt machen lassen. Und wenn die Haftungsfrage klar und did Gegenseite die Kosten zu 100% trägt erst recht. Der Anwalt freut sich zudem wenn man gleich kommt, da er dann noch den vollen Streitwert abrechnen kann und nicht einen noch etwaigen streitigen Rest.


Du bringst es auf dem Punkt:" Der Anwalt freut sich...". Liebe Mitjuristen seid doch bitte nicht so gierig.
Und lieber Threadersteller: wenn du bei Schnupfen zum Arzt gehst, dann kannst auch hier zum Anwalt gehen
bluuuubbvor 6 h, 44 m

Für was brauchst du einen Anwalt, alles läuft automatisch ab. K …Für was brauchst du einen Anwalt, alles läuft automatisch ab. Kostenvoranschlag wird der Versicherung zugesendet, du hast dann die Wahl reparieren lassen oder Auszahlung - 19 % Märchensteuer. Da wird nichts gekürzt.



Und genau auf solche Ratschläge kann man verzichten. Da wird gekürzt, dass sich die Balken biegen.

Selben Fall vor 5 Monaten gehabt und wieder mal den Fehler gemacht nicht sofort einen Anwalt zu nehmen.

Dachte man kann der Versicherung was Gutes tun (Wie dumm)

Ende vom Lied: Gutachten mit Gegengutachten um 1/3 gekürzt und danach haben sie sich stur gestellt.

Wollte dann nachträglich zum Anwalt, dieser meint angeblich da die Versicherung nun einen Teil gezahlt hat, hätte ich keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen Anwalt. Keine Ahnung ob es richtig ist, oder er keine Lust hat weil es nur noch 1/3 des Betrages sind, der strittig ist. (vielleicht weiß hier jemand genueres)

Jetzt werde ich meine eigene Rechtsschutz beauftragen müssen und auf eine Kostenübernahme hoffen.

Also bitte nicht immer Ratschläge geben in Sachen, in denen man sich nicht zu 100% auskennt.
Geizivor 5 h, 33 m

Recht hast Du bei "Recht haben und Recht bekommen".Aber warum jetzt schon …Recht hast Du bei "Recht haben und Recht bekommen".Aber warum jetzt schon den Anwalt ? Wenn die Versicherung des Gegners zahlt, das Gutachten O.K. ist, braucht man doch keinen Anwalt.Ich würde abwarten wie das Gutachten aussieht und was die Versicherung mitteilt.



Genau das ist die falsche Vorgehensweise, siehe meinen ersten Beitrag.

Man sollte immer sofort zum Anwalt rennen, auch wenn sich das kleinlich oder übertrieben anhört. Wenn man zu 100% nicht schuldig ist, dann sollte man sich nicht durch die Versicherungen über den Tisch ziehen lassen, es ist euer Recht und so geregelt, da ist nichts mit Kosten verursachen oder Gutmütigkeit usw. Jeder ist nur am Geld interessiert, keiner hat was zu verschenken.
Eigener Gutachter, oder gutachter der gegnerischen Versicherung?
Beim eigenen/selbstgewählter Gutachter mag es gutgehen.
Bei Gutachter der von der gegnerischen Versicherung gestellt wurde, sofort zum Anwalt. Denn der Arbeitet im Auftrag der Versicherung, und somit wird versucht den Schaden so gering wie möglich (Schadenhöhe, Restwert) zu halten.
Verfasser
Anticsvor 2 h, 5 m

Der Streitwert wird mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem niedriger …Der Streitwert wird mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem niedriger angesetzt, wenn die Versicherung voll oder teilweise reguliert. Nur eine mögliche Differenz wird als Grundlage genommen. Als Versicherer würde ich wegen Verstoß gegen Schadensminderungspflicht weitere Anwaltskosten abwehren. Gibt ein paar Präzedenzfälle und Urteile hierzu.


Hast du vielleicht 1-2 Links zu solchen Fällen oder AZ o.ä.?
Verfasser
biowernersenvor 34 m

Eigener Gutachter, oder gutachter der gegnerischen Versicherung?Beim …Eigener Gutachter, oder gutachter der gegnerischen Versicherung?Beim eigenen/selbstgewählter Gutachter mag es gutgehen.Bei Gutachter der von der gegnerischen Versicherung gestellt wurde, sofort zum Anwalt. Denn der Arbeitet im Auftrag der Versicherung, und somit wird versucht den Schaden so gering wie möglich (Schadenhöhe, Restwert) zu halten.


Eigener Gutacher - ich hatte schon gelesen, dass es viel besser ist, unter anderem aus den von dir genannten Gründen. Aber ist es nicht egal, im Bezug auf den Anwalt? Ob der gegnerische Gutachter den Schaden um x Euro drückt kann der Anwalt doch nicht beurteilen?
Immer Anwalt nehmen.
Dann kommt die Kohle auch schneller
Ich finde das alles sehr affig, wenn ich einen Kfz-Schaden hatte, dann habe ich einen Kostenvoranschlag machen lassen, damit zur Gegenseite - wenn die n Problem damit hatten gab es ein dekra Gutachten ( welches sich die Versicherungen unter 2500 Euro in der Regel sparen) und der Drops war gelutscht. Wer das nicht hin bekommt sollte auch nur noch Schuhe mit Klettverschluss kaufen. Anwälte kommen auch anders an Honorare.
Ivochvor 39 m

Hast du vielleicht 1-2 Links zu solchen Fällen oder AZ o.ä.?


Bin gerade nur am Smartphone und meine Quellen sind alle kostenpflichtig.

Per Google solltest du aber einiges finden können.

Ein Beispiel:
Klick

Für einen Nichtjuristen nicht einfach zu verstehen und es gibt auch Urteile, die das anders interpretieren.

Die Aussage, dass bei einem Unfall der Gegner immer die Anwaltskosten des Geschädigten zu zahlen hat, darf aber angezweifelt werden.
hoticevor 8 h, 20 m

Anwalt macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn die Versicherung irgendwas …Anwalt macht meiner Meinung nach nur Sinn wenn die Versicherung irgendwas nicht zahlen will. Wenn alles nach Plan läuft wozu dann einen Anwalt? Das kostet nur unnötig Zeit bei der Regulierung und Geld für uns Versicherte (Versichertengemeinschaft).


Nein! Bei 3000 Euro auf alle Fälle Anwalt!
bluuuubbvor 8 h, 40 m

Für was brauchst du einen Anwalt, alles läuft automatisch ab. K …Für was brauchst du einen Anwalt, alles läuft automatisch ab. Kostenvoranschlag wird der Versicherung zugesendet, du hast dann die Wahl reparieren lassen oder Auszahlung - 19 % Märchensteuer. Da wird nichts gekürzt.


Falsch!
Geizivor 7 h, 29 m

Recht hast Du bei "Recht haben und Recht bekommen".Aber warum jetzt schon …Recht hast Du bei "Recht haben und Recht bekommen".Aber warum jetzt schon den Anwalt ? Wenn die Versicherung des Gegners zahlt, das Gutachten O.K. ist, braucht man doch keinen Anwalt.Ich würde abwarten wie das Gutachten aussieht und was die Versicherung mitteilt.


Anwalt! Ohne Warten, bei 3000 Euro gibt's nichts zu zögern.
Eigene Erfahrung : PKW vom Gegner geschrottet, Totalschaden 2500 € , Gutachter sowieso eingeschaltet (ab ca 750€ Schäden immer! ) , Gegnerversicherung ADAC , wollte sich da wohl einer besonders komisch vorkommen. Egal , waren am Ende gesamt 5500 € !
Grund: Versicherung beim Abschlepper nicht gemeldet, der wiederum Kennzeichen behalten, konnte mit abmelden=Standgebühren mit Abschleppkosten wuchsen auf über 1000€ an, 43 ! Tage Ausfallgeld bekommen usw.
Versicherung wollte auch,das ich Ersatzfahrzeug vorfinanziere, abgewimmelt mit hoher , nicht leistbarer Ratenzahlung
Also ganz klar Anwalt !
Bearbeitet von: "UmHimmelWillen" 14. Mai
Du nimmst alleine schon deshalb einen Anwalt, weil er für dich deutlich mehr rausholen kann und du dich darum nur noch minimal kümmern musst.

Grundsätzlich geht es nicht darum, dass du demjenigen, der dir ins Auto gefahren ist noch besondere Kosten aufdrückst, sondern darum, dass jede Versicherung versucht so weit als möglich die Kosten zu minimieren und da glaubst du garnicht, was da teilweise für Tricks angewendet werden.

Bei 100% Schuld des anderen ist das also wie eine kostenlose Einladung, dich dagegen zu stellen und denen auch von einem Fachmann klarzumachen (die sehen das ja direkt), dass du jetzt eine Leistung möchtest, die deinem Ausfall Rechnung trägt ohne dass du in irgendeiner Weise einschränkter bist als vorher.

Mal davon ab, dass dir der Anwalt meist sogar seinen mit ihm zusammenarbeitenden Gutachter selbst stellen kann, dem ich auch deutlich mehr Vertrauen entgegenbringen würde.
Bearbeitet von: "iSunrise" 14. Mai
Hatte schon diverse heftige Parkschäden an Autos, alle 100% fremdverschuldet, Schadenshöhe von 2000.-€ (damals Totalschaden) bis ~8000€ Reparaturkosten. Noch nie einen Anwalt genommen, hat immer problemlos funktioniert. Natürlich plus Ausfall/Mietwagen und Auslagenpauschale. Ist keine Rocketscience. Wenn die gegnerische Versicherung zickt kann es aber nervig werden.

Wer sich maximal bereichern will und höhere Versicherungsbeiträge für alle mag sollte zum Anwalt. Wer auch sonst im Leben gut klar kommt und sich alleine die Schuhe zubinden kann kann das im Normalfall selbst machen in einem einfachen Fall ohne Verletzungen etc..
Verfasser
Anticsvor 1 h, 36 m

Bin gerade nur am Smartphone und meine Quellen sind alle …Bin gerade nur am Smartphone und meine Quellen sind alle kostenpflichtig.Per Google solltest du aber einiges finden können.Ein Beispiel:KlickFür einen Nichtjuristen nicht einfach zu verstehen und es gibt auch Urteile, die das anders interpretieren.Die Aussage, dass bei einem Unfall der Gegner immer die Anwaltskosten des Geschädigten zu zahlen hat, darf aber angezweifelt werden.



Interessante Lektüre, danke für den Link. Warum finden sich dann aber keine Beschwerden von Geschädigten in Foren, deren Kosten nicht übernommen wurden, während viele (wie auch in diesem Thema) schreiben, dass ihr von Anfang an eingeschalteter Anwalt sogar mehr Geld herausgeholt hat? Ich bezweifle nicht deine Interpretierung, wundere mich nur woran diese augenscheinliche Diskrepanz liegen könnte.
Ich wollte einen Parkschaden selbst abwickeln, war nur eine kaputte Stoßstange. Nur die Versicherung wollte mir den einen Tag Nurzungsausfall und die 400€ Wertminderung einfach nicht zahlen, welche mein Gutachter vorgesehen hat (Auto war damals ein 3/4 Jahr alt und hatte knapp 10.000km).
Dazu wollten sie den Stundensatz kürzen auf eine freie Werkstatt, da diese es genauso wie der deutsche Premium Glaspalast machen würde. Im Prinzip klar, nur nicht bei einem Auto dieses Alters.


Habe mich mehrfach an die Hotline gewand, einen Brief geschrieben und nie eine Reaktion bekommen. Anwalt hat ein Schreiben aufgesetzt und sogar noch 20€ Telefon und Portokosten geltend gemacht.
Mein Fazit: nächstes mal direkt hin, den Aufwand wäre es mir nicht erneut wert.
Ivochvor 26 m

Interessante Lektüre, danke für den Link. Warum finden sich dann aber k …Interessante Lektüre, danke für den Link. Warum finden sich dann aber keine Beschwerden von Geschädigten in Foren, deren Kosten nicht übernommen wurden, während viele (wie auch in diesem Thema) schreiben, dass ihr von Anfang an eingeschalteter Anwalt sogar mehr Geld herausgeholt hat? Ich bezweifle nicht deine Interpretierung, wundere mich nur woran diese augenscheinliche Diskrepanz liegen könnte.


Vorsicht, man muss hier sehr genau lesen. Ich liefere nur Belege für einen speziellen Fall. Es ist auch nicht meine Interpretation sondern Rechtssprechung.

In den allermeisten Fällen mit Anwälten gibt es eine unterschiedliche Auffassung über Schadenshöhe und Co. Das ist nach gängiger Rechtssprechung ersatzfähig. Des Weiteren kann eine Versicherung auch einfach die Gebühren aus wirtschaftlichkeitsgründen zahlen.

Auf die Masse würde ich mich bei Fachthemen nicht verlassen. Des Weiteren gibt es auch bei Juristen eine Normalverteilung.

Ich würde daher abwarten, wie die Versicherung reagiert und die weiteren Schritte davon abhängig machen. Bei Dissens kannst du immer noch zum Anwalt und trägst dann auch ein wesentlich kleineres Kostenrisiko.
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