Lebensberatung Schenkung von Wohnung Schwiegereltern

144
eingestellt am 29. Jan 2021
Dieser Weg ist sehr ungewöhnlich, allerdings möchte ich die ehrliche Meinung von neutralen Personen.



Folgende Situation:

Mir war es schon immer wichtig mal eine eigene Immobile zubesitzen, die mir gehört und aus der mich niemand heraus ekeln/werfen kann. Da ich dieses Negativbeispiel von meinen Eltern kenne.

Vor 4 Jahren bin ich zu meiner Freundin in die Einliegerwohnung (gesamtes Dachgeschoss) im Haus ihrer Eltern gezogen. Das funktioniert auch alles sehr gut und nachdem ich meine Frau geheiratet habe ging dann auch die Suche los nach Eigentum.

Da es hier in der Gegend nicht leicht bzw sehr überteuert ist, ging die Suche entsprechend lange. Irgendwann im Sommer kamen dann die Schwiegereltern aus dem Urlaub zurück und der Schwiegervater bot von sich aus an, ob wir nicht im Dachgeschoss weiterhin wohnen wollen. Er würde die Wohnung an uns beide verschenken und dann könnten wir auch Geld aufnehmen um einige Sanierungen/Umbauten vorzunehmen.



Um ehrlich zu sein hätte ich damit nie gerechnet und es schon gar nicht erwartet, dass er uns dieses Angebot macht. Wahrscheinlich spielt es auch einfach eine große Rolle, dass sie ihre Tochter in der Nähe haben wollen.

Nach langem hin und her haben wir alle Dinge dafür in die Wege geleitet und es war von Anfang an klar, dass auch ich Eigentümer und Kreditnehmer werde.

Nun soll die Hälfte der Wohnung von meiner Frau noch auf mich überschrieben werden und der Notar hat im Vorfeld noch eine Passage aufgenommen:



Für den Fall, dass unsere Ehe rechtskräftig geschieden wird, kann meine Frau die Rückübertagung der Hälfte des Wohnungseigentums verlangen. Zug um Zug wäre dann eine Abfindung in Höhe von 25% des Gesamtwertes des Wohneigentums an mich zu leisten.



Um ehrlich zu sein bin ich damit überhaupt nicht glücklich,denn schließlich hieß es im Grunde von Anfang an, dass ich gleichberechtigter Eigentümer werde und nun fühle ich mich dadurch ziemlich benachteiligt. Denn angenommen meine Frau würde sich in kürzester Zeit scheiden lassen, würden diese 25% nicht die Hälfte des Kreditbetrages decken, für den ich ja definitiv haftbar bin. Durch die Situation fühle ich mich wie ein Bittsteller, als müsste ich meiner Frau usw immer gerecht sein, denn ansonsten sitzt sie ja am längeren Hebel (was für eine dumme Formulierung).

Natürlich wäre ich in dieser luxuriösen Situation gar nicht,wenn ihr Vater nicht so großzügig zu uns ist. Dessen bin ich mir bewusst, aus dem Grund habe ich auch schon von mir aus den Wunsch geäußert, dass wir danach unbedingt im Testament festhalten müssen, dass im Todesfalle die Eigentumsanteile direkt an meine Frau gehen und meine Eltern usw keinen Anspruch darauf haben.



Das ganze verunsichert mich entsprechend, ob ich da eben wirklich im Recht wäre, z.B. zu sagen ich würde das nur bei 50 % des Gesamtwertes mit tragen. Oder wenn eine zusätzliche Klausel sowas beinhaltet wie, wenn meine Frau sich scheiden lassen würde, dann würde ich 50% bekommen und wenn ich selbst die Scheidung beantrage eben nur die 25% weil ich dann ja selber schuld bin?!?

Letztendlich wird es durch Kinderwunsch und der Wunsch meiner Frau sich selbstständig zu machen so sein, dass ich die größere finanzielle Last trage. Womit ich auch null Probleme habe, wenn wir dann eben wirklich zu 100% gleichgestellt wären.



Selbstverständlich kann ich dieses Problem nur mit meiner Frau usw klären, ich habe das natürlich auch direkt angesprochen. Allerdings habe ich da wohl einen falschen Moment erwischt und sie hat direkt gemauert. Es ist klar, dass ich nochmal mit ihr darüber reden muss, aber ich wollte eben erstmal möglichst neutrale Rückmeldungen ob ich da einfach zu fordernd und im Unrecht bin oder meine Bedenken begründet sind.



Wenn meine Frau da weiterhin mauern würde, würde ich sogar ehrlich gesagt lieber das ganze ablehnen und ihr sagen, dass ich das dann alles nicht mehr will und lieber wieder nach etwas Neuem (Immobilie oder Grundstück) suchen würde. Auch wenn wir dadurch mehr Schulden aufnehmen müssten usw, aber dann würde uns beiden in guten wie in den schlechten Zeiten gleichberechtigt die Hälfte von allem gehören.



Also, ich bin für jede konstruktive Kritik dankbar. Falls da jemand noch andere Lösungsvorschläge hat, bin ich da ganz offen.

Hinweise wie, dass ich es mir nochmal genau überlegen soll mit meiner Schwiegermutter unter einem Dach zu leben, kenne ich zu genüge. Keine Sorge, da kommen wir alle gut miteinander zurecht
Das ganze ist mir irgendwie auch etwas unangenehm. Bin langjähriger MyDealzer und habe nur dafür einen eigenen Acc angelegt -.-
Zusätzliche Info
Fragen & Gesuche
Beste Kommentare
144 Kommentare
Dein Kommentar