[Lebensberatung] Sturmschaden, welche Versicherung zahlt?

Hallo.

In den letzten Tagen hat es der Wind ja gut mit unseren Windkraftbetreibern gemeint. Leider hat sich auch das Trampolin meines Nachbarn dadurch verselbstständigt und ist über den Zaun auf mein Auto geweht worden. Mit der Folge dass die Motorhaube eine anständige Delle inkl. Lackschaden abbekommen hat. Dachte natürlich die Versicherung des Nachbarn wird's schon richten, aber die spricht jetzt von höhere Gewalt und will wohl nicht zahlen. Habe eine Teilkasko-Versicherung, die in den kommenden Tagen einen Gutachter schicken will, der den Schaden eben begutachten will. Wenn die zahlen würden, hätte ich aber immer noch eine Selbstbeteiligung von 150€. Bleibe ich auf den (Gesamt-)Kosten eventuell sitzen? Welche Versicherung des Nachbarn müsste denn theoretisch bei diesem Fall zahlen oder ist der aus dem Schneider, weil es mal ein bisschen mehr wehte? Er muss doch sicher trotzdem sicherstellen, dass die Gegenstände auf seinem Grundstück gesichert sind. Es war schließlich durchaus vorher angekündigt.

Vielleicht kann mir jemand in diesem Sachverhalt weiterhelfen.

Besten Dank
Gruß Sky

Beste Kommentare

Bernare

Auch hier wieder die einfachste Antwort: Deinen Versicherungsexperten fragen! Du hast keinen? Dann merkst du vielleicht jetzt, warum du einen haben solltest...


Ah, ein versicherungsfritze, der Werbung für seinen "Berufs"stand macht.
11 Kommentare

Privathaftpflicht und sonst der Nachbar privat. Wetter kam ja nun nicht überraschend, und jeder muss für sein Eigentum aufkommen. Wenn ein Hagelsturm dein Auto kaputt macht ist das Wetter schuld... Aber wenn der Nachbar sein Eigentum nicht ordnungsgemäß sichert kannst du ihn haftbar machen

Verfasser

Und was ist mit dem Argument der höheren Gewalt? Gilt ja wohl ab Windstärke 8, was wohl auch mindestens gewesen sein dürfte. Hätte natürlich sein Trampolin auch abbauen können.

Würde ich mir an deiner Stelle keine Gedanken machen. Es war sein Trampolin, also muss er sich mit seiner Versicherung rumschlagen, nicht du Du bekommst deinen Schaden bezahlt, egal wie ...

Deine KFZ-Versicherung wird sich mit seinem Haftpflicht-Versicherer auseinandersetzen.
Wer dann bezahlt kann dir eigentlich egal sein, Teilkasko wird ja auch nicht zurückgestuft.

Fakt 1: Der Schaden ist durch Gedöns von deinem Nachbar entschaden. Also muss dein Nachbar dafür aufkommen.

Fakt 2: Sollte keine Versicherung deines Nachbarn, aus welchen Gründen auch immer, nicht dafür aufkommen, muss er selber die Geldbörse öffnen.

Sonst lasse ich demnächst meine Messersammlung vom Grill im Garten. Beim nächsten Sturm wird der vorbeigehende Fußgänger erstochen. Soll ich dann auch sagen: Du, sorry, höhere Gewalt?

Haben eine entfernt ähnliche Situation mit unserem Nachbarn. Der hat Lärchen an unserer Grundstücksgrenze und deren Nadeln zerstören uns alles auf dem Grundstück. Stellt sich hin und verweist auf höhere Gewalt ab besagter Stärke 8. Wenn ein Baum umfällt und unser Haus trifft, ist das unser Problem. Lustige Rechtsprechung oO

Sofern die Lage bei dir nicht anders ist, kannst du nichts machen.

tonyko

Haben eine entfernt ähnliche Situation mit unserem Nachbarn. Der hat Lärchen an unserer Grundstücksgrenze und deren Nadeln zerstören uns alles auf dem Grundstück. Stellt sich hin und verweist auf höhere Gewalt ab besagter Stärke 8. Wenn ein Baum umfällt und unser Haus trifft, ist das unser Problem. Lustige Rechtsprechung oO Sofern die Lage bei dir nicht anders ist, kannst du nichts machen.



Zu Bäumen hab ich das gefunden:

Stehen Bäume im Garten, sollte der Eigentümer sie regel­mäßig kontrollieren. Eine Sicht­kontrolle zweimal im Jahr reicht: einmal im belaubten und einmal im unbe­laubtem Zustand (Bundes­gerichts­hof, Az. III ZR 225/2003). Doch sobald etwas verdächtig erscheint, zum Beispiel abge­storbenes Laub, dürre Äste, Beschädigungen oder auffallende Schief­stel­lungen, oder wenn der Stamm erkenn­bar durch Sturm oder Blitz­schlag geschädigt ist oder Pilzbefall zeigt, muss er einge­hend untersucht werden (OLG Hamm, Az. 9 U 144/2002). Ist die Standsicherheit wegen des hohen Alters nicht mehr gegeben, muss der Besitzer den Baum fällen (BGH, Az. V ZR 319/02). Wer solche Schutz­maßnahmen unterlässt, verstößt gegen die Verkehrs­sicherungs­pflicht. Unter Umständen haftet er sogar dann, wenn dem Baum gar nicht anzu­sehen war, dass er marode war. Ein gesunder Baum wird bei Wind­stärke 7 bis 8 normaler­weise nicht entwurzelt, wenn er nicht ohnehin schadhaft war ( (OLG Düssel­dorf, Az. 4 U 73/01).

Übertragen auf ein Trampolin würde ich sagen das der Nachbar auf jeden Fall für den Schaden haften muss. Schliesslich wurde es nicht ausreichend gesichert (abgebaut, weggepackt, verzurrt). Also ich würde mich auf keinen Fall so einfach abspeisen lassen...

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Verfasser

Also falls die Teilkasko übernehmen sollte, wird's ja im Endefekt "nur" um die Erstattung der 150€ Selbstbeteiligung gehen. Aber naja, ist ohnehin alles noch nicht so spruchreif. Besten Dank für eure Meinungen!

Bernare

Auch hier wieder die einfachste Antwort: Deinen Versicherungsexperten fragen! Du hast keinen? Dann merkst du vielleicht jetzt, warum du einen haben solltest...


Ah, ein versicherungsfritze, der Werbung für seinen "Berufs"stand macht.

Hier ist übrigens ein ähnlicher Fall nur dass ich hier der "Übeltäter" bin bzw. ein Sessel von mir.
Der Schaden am Fahrzeug ist zwar minimal aber hoffe hier auf die Privathaftpflicht...

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