[Lebenshilfe] Hausverkauf wegen Altersheim trotz Bewohnung durch Kind/Enkelkind?

Mich beschäftigt dieses Thema zurzeit und da ich bisher keine Antwort im Internet bei dieser Konstellation finden konnte, versuche ich mal hier ein paar Antworten zu bekommen. Vll. kennt sich der ein oder andere damit ja etwas aus.

Folgende Situation:

Es geht um ein Eigenheim einer alten Dame mit 3 Etagen:

- Oma ist nun im Altersheim wegen Demenz, wohnte in der mittleren Etage, nicht mehr geschäftsfähig
- Kind (eines von zwei, Wittwe) wohnt im Erdgeschoss, geringes Einkommen
- Enkelkind wohnt im Dachgeschoss, Hartz4 und 1€ Job
- kein Vermögen (außer Haus der Oma) vorhanden

Nun, müsste ja das Haus verkauft werden um die Kosten für das Altersheim zu decken. Allerdings müssen deshalb ja die Mutter und das Enkelkind sich jeweils eine eigene Wohnung suchen, obwohl sie das ungerne möchten.

Gibt es bei dieser Konstellation irgendeine Möglichkeit, bspw. Vermietung der mittleren Etage, um wenigstens einen Teil der Kosten zu decken und somit einen Verkauf des Hauses zu verhindern?

Ich denke ja, sie werden nicht drum rum kommen, aber vll. gibt es ja doch eine Möglichkeit. Z.B. würde der Staat die Miete des Sohnes sparen, da er ja aktuell kostenfrei wohnt. Kann man das gegenrechnen?

Über die finanziellen Verhältnisse des anderen Kindes ist mir nichts bekannt. Nur beide Kinder wären gleichberechtigte Erben, da kein Testament vorhanden.

Danke.

60 Kommentare

Optionen wären lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauch.
Teilung der Fläche gem. Teilungserklärung natürlich auch möglich. So kann alles Einzeln verkauft werden. Zieht aber Investitionen nach sich.

JulsG

Optionen wären lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauch.Teilung der Fläche gem. Teilungserklärung natürlich auch möglich. So kann alles Einzeln verkauft werden. Zieht aber Investitionen nach sich.


Die Oma ist nicht mehr geschäftsfähig, sollte ich noch erwähnen. Dann geht das nicht mehr, oder?

Oder kann dieses Recht nun das Kind, welches bevollmächtigt ist, für sich selbst aussprechen? Wäre schön, kann ich mir aber nicht vorstellen.

Du hast richtig schön die Arschkarte gezogen, da du/ihr wahrscheinlich gar nichts VORHER geregelt habt.
Wenn ihr Pech habt und überhaupt keine Vollmachten habt, kommt ihr noch nicht mal was von der (ihrer) Bank.

Da es hier aber um Rechtliches geht, empfehle ich eine Seite die sich darauf spezialisiert hat.
123recht.net hat ein kostenloses Forum.

Ich denke auch, dass es klug gewesen wäre, das Haus zu teilen und an die Kinder per Schenkung zu übertragen. Somit wäre dann zumindest mal die eine Wohnung gesichert, da eigennutzung. Generell würde ich hier auf jeden Fall einen Anwalt aufsuchen!

Wenn nur die Oma im Grundbuch steht wird das schwierig. Hat das Haus überhaupt noch einen nennenswerten Wert?

Da das Haus der Oma gehört und offensichtlich nur ihr alleine kannst du es abschreiben. Da spielt es keine Rolle ob der Enkel oder die Tochter darin wohnt.

Wie wäre es damit, alle Wohnungen zu vermieten. Kind und Enkelkind können ja die Miete als ALG II oder als Wohngeld beantragen. Um die Vermietung der Wohnung der Oma müsste sich halt kümmern, wer für ihre Angelegenheiten verantwortlich ist.

Phallus69

Du hast richtig schön die Arschkarte gezogen, da du/ihr wahrscheinlich gar nichts VORHER geregelt habt. Wenn ihr Pech habt und überhaupt keine Vollmachten habt, kommt ihr noch nicht mal was von der (ihrer) Bank. Da es hier aber um Rechtliches geht, empfehle ich eine Seite die sich darauf spezialisiert hat. 123recht.net hat ein kostenloses Forum.


ltdcomdata

Ich denke auch, dass es klug gewesen wäre, das Haus zu teilen und an die Kinder per Schenkung zu übertragen. Somit wäre dann zumindest mal die eine Wohnung gesichert, da eigennutzung. Generell würde ich hier auf jeden Fall einen Anwalt aufsuchen!




Bei manchen Leuten hilft das alles nichts. Die wollten das quasi so. Ist die gleiche Familie wie hier.

Da redet man gegen eine Wand, wollte das vor Jahren schon angehen, aber war sinnlos, wie so vieles. Jetzt ist die Situation eingetreten und versuche zu retten was zu retten ist, oder eben nicht. Denke ja auch fast letzteres.

therealpink

Wenn nur die Oma im Grundbuch steht wird das schwierig. Hat das Haus überhaupt noch einen nennenswerten Wert?


100K sollten drin sein. Ist aber nur meine persönliche Einschätzung. (Irgendjemand war wohl mal da und meinte bis zu 180K, aber habe auch keine Ahnung, ob der wirklich Ahnung hatte)

Hilft dir jetzt nicht, aber allen anderen hier:
Regelt Erbsachen und Vorsorgevollmachten frühzeitig. So gibt es dann im Fall der Fälle klare Verhältnisse.

JulsG

Optionen wären lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauch. Teilung der Fläche gem. Teilungserklärung natürlich auch möglich. So kann alles Einzeln verkauft werden. Zieht aber Investitionen nach sich.



Wenn Geld fehlt (was bei Pflege praktisch immer ist) betrachtet das Amt die vergangenen 10 Jahre. Alles was in dieser Zeit passiert ist, wird hinterfragt und ggf. rückabgewickelt.

Ich sag meiner Familie auch..sie sollen eine Lebensversicherung nach meinem Tod abschließen...

Also echt...wie soll da was zu retten sein?

Ok, habe ich mir ja schon gedacht. Sieht wohl sehr schlecht aus. Frag dann nochmal im 123Recht Forum. Kannte ich noch gar nicht, danke soweit.

JulsG

Optionen wären lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauch. Teilung der Fläche gem. Teilungserklärung natürlich auch möglich. So kann alles Einzeln verkauft werden. Zieht aber Investitionen nach sich.


Wenn das Kind eine Generalvollmacht hat, sollte das grundsätzlich schon gehen. Man beachte aber die notarielle Geschichte im Hintergrund.

Hole dir einen Beratungshilfeschein und dann ab zum Anwalt. Zaubern kann der aber auch nicht.

Ben1981

Ich sag meiner Familie auch..sie sollen eine Lebensversicherung nach meinem Tod abschließen...Also echt...wie soll da was zu retten sein?


Ja, die Fam. liegt mir doch am Herzen und wollte es wohl einfach noch mal bestätigt haben, was mein logischer Menschenverstand schon immer gesagt hat. Ist für die Fam. jetzt eine richtige Tragödie, insbesondere für das Enkelkind.

Aber was soll man machen, die haben ja noch nicht mal den Stromanbieter gewechselt, obwohl man über 800€ pro Jahr sparen konnte (Nachtspeicher), trotz vozeigen bei Preisvergleich. Obwohl es böse ist, jetzt bekommen sie die Rechnung für die Ignoranz.

JulsG

Optionen wären lebenslanges Wohnrecht oder Nießbrauch. Teilung der Fläche gem. Teilungserklärung natürlich auch möglich. So kann alles Einzeln verkauft werden. Zieht aber Investitionen nach sich.



So kenne ich es auch. Gibt ja immer so ganz schlaue, die meinen sie könnten noch alles verschenken oder irgendwie umschreiben, wenn es schon zu spät ist...

QNO

Hole dir einen Beratungshilfeschein und dann ab zum Anwalt. Zaubern kann der aber auch nicht.


Da war das Kind schon, der hat wohl auch die Vollmacht wegen Geschäftsunfähigkeit der Oma ausgestellt (glaube aber nur deshalb war sie überhaupt da). Bin über den aktuellen Stand jetzt aber auch nicht informiert, da über das Thema halt immer noch ungerne geredet wird und ich so wie so nur telefonisch Kontakt zum Sohn habe. Anfang März bin ich dann dort und werde mal schauen wie es genau aussieht und mit Hilfe von hier und 123Recht versuchen was zu retten.

Ich kenne mich nicht mit der Pflege von Demenzkranken aus, aber warum kümmert sich der H4ler nicht erstmal um die Oma, wenn kein Geld da ist?

Dennis159

Ich kenne mich nicht mit der Pflege von Demenzkranken aus, aber warum kümmert sich der H4ler nicht erstmal um die Oma, wenn kein Geld da ist?


Haben Sie, aber am Ende ging es eben wirklich nicht mehr, weil Mutter arbeitet und Sohn 4,5 Stunden am Tag 1€ Job. Da war eine Spanne wo niemand da war und das ging dann leider echt nicht mehr. (Zwangseinweisung von Pflegedienst)

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