[Lebenshilfe] Kfz Verkauf: Kurzzeitkennzeichen

Hallo,

ich müsste auch mal die Mydealz-Lebenshilfe in Anspruch nehmen Hab wirklich schon ganz dolle gegoogelt.

Ich möchte mein Auto privat verkaufen. Am Wochenende kommt ein Interessent vorbei, Anreise über 200 km. Wenn er das Auto kauft, nimmt er es direkt mit. Meine Kennzeichen darf er nicht mitnehmen, habe ich mit der Versicherung besprochen. Also bleibt im Grunde nur ein Kurzzeitkennzeichen. Wie ist da der Ablauf?

Der Käufer besorgt sich bei seiner (zukünftigen) Versicherung eine Versicherungsbestätigung (eVb) und geht damit zu seiner Zulassungsstelle. Dort muss er neben seinem Perso noch einen "Nachweis über die gültige HU" vorlegen. Was muss ich ihm da schicken? Das Auto ist 2,5 Jahre alt und war noch nicht beim TÜV. Reicht da eine Kopie vom Fahrzeugschein?

26 Kommentare

gültige HU ist quatsch. Er bekommt im Prinzip nen leeren Fahrzeugschein den er für jedes beliebige KFZ verwenden kann... Die EVB muss für ein Kurzzeitkennzeichen beantragt sein, dass muss er dazu sagen bei der Versicherung...

Du machst es dem Typ aber unnötig kompliziert. Lass ihn heimfahren und das Ding abmelden...

In der Praxis läuft es normalerweise so dass der Käufer das Auto mit deinen Kennzeichen kauft und dann bei sich ummeldet.
Wichtig dabei ist es dies vertraglich festzuhalten und die Uhrzeit der Fahrzeugübergabe zu erwähnen.

Ganz unproblematisch ist das zwar nicht, aber versetze dich mal in die Lage eines potenziellen Gebrauchtwagenkäufers. Du willst dir ein Fahrzeug anschauen würdest es vielleicht gleich kaufen, müsstest dazu aber ein Kurzzeitkennzeichen mitbringen. Musst Zeit und Geld investieren und am Ende kaufst du das Auto vielleicht nicht und bleibst auf den Kosten sitzen.

Ich bin als Einzelfahrer eingetragen und man kann keinen weiteren Fahrer eintragen ohne aufwändig den Versicherungsvertrag zu ändern. Die Versicherungshotline sagte ganz klar, dass der Käufer nicht versichert ist, wenn er mit meinen Kennzeichen heimfährt. Probefahrt ist kein Problem.

Versicherung ist die AllSecur, falls das jemanden interessiert.

DarkCody

gültige HU ist quatsch. Er bekommt im Prinzip nen leeren Fahrzeugschein den er für jedes beliebige KFZ verwenden kann... Die EVB muss für ein Kurzzeitkennzeichen beantragt sein, dass muss er dazu sagen bei der Versicherung... Du machst es dem Typ aber unnötig kompliziert. Lass ihn heimfahren und das Ding abmelden...



Das WAR mal richtig, seit letztem Jahr gibt es das aber nicht mehr.

Ich würde empfehlen, das Auto angemeldet zu übergeben mit vertraglich festgehaltener Vereinbarung über "unverzügliche Ummeldung". ZUSÄTZLICH würde ich noch eine Probefahrt Vereinbarung machen. Dort trägst du (für eine tatsächliche Probefahrt) den Beginn ein und - wenn der Interessent dann zum Käufer wird - trägst du als Enddatum "Umschreibung oder Außerbetriebsetzung" als Endeitpunkt ein. Wenn er das Auto nicht haben will, die dann aktuelle Uhrzeit.

Beide Formulare gibt es hier:

KAUFVERTRAG
PROBEFAHRTVEREINBARUNG

Achte darauf, ALLES penibel auszufüllen und freie Leerflächen zu streichen. Fülle auch die Mitteilungen an Versicherung und Zulassungsstelle aus.

Zusätzlich kannst du noch eine Sicherheit hinterlegen lassen. Ich empfehle einen pauschalen "für den Interessenten schmerzhaften" Betrag, mindestens aber die Selbstbeteiligung deiner Rechtsschutzversicherung. So bist du auf der sicheren Seite. Die Sicherheit überweist du ihm nach nachgewiesener Ummeldung zurück.

Ich würde NIEMALS jemanden mit MEINEN KENNZEICHEN und MEINER VERSICHERUNG auf die Reise schicken!
Wer glaubst du zahlt denn, wenn da was passiert?

Soll er doch ein Kurzzeitkennzeichen mitnehmen und das mit seiner Versicherung ausmachen. So habe ich es zumindest gemacht.

Meinen letzten Gebrauchtwagen habe ich auch mit den alten Kennzeichen überführt. Kommt halt auf die Versicherung an. Ist man bei einer größeren Versicherung, mit persönlichem Ansprechpartner, dann geht sowas einfacher als bei einer Billig-Online-Only-Versicherung

bear2

Ich würde NIEMALS jemanden mit MEINEN KENNZEICHEN und MEINER VERSICHERUNG auf die Reise schicken!Wer glaubst du zahlt denn, wenn da was passiert?Soll er doch ein Kurzzeitkennzeichen mitnehmen und das mit seiner Versicherung ausmachen. So habe ich es zumindest gemacht.



Kann man machen, aber aktuelle nur mit aktueller gültiger HU (in diesem Fall nicht erforderlich, da Neufahrzeug innerhalb der ersten 3 Jahre).

Das Problem an Kurzzeitkennzeichen ist jedoch, dass zuvor die Papiere im Original bei der Zulassungsstelle vorzulegen sind und dass das meist unmöglich ist: Verkäufer tut die vor dem Kauf natürlich nicht raus und sowas macht man oft am Wochenende, an dem die Zulassungsstelle geschlossen ist.

pinarella

Das Problem an Kurzzeitkennzeichen ist jedoch, dass zuvor die Papiere im Original bei der Zulassungsstelle vorzulegen sind und dass das meist unmöglich ist: Verkäufer tut die vor dem Kauf natürlich nicht raus und sowas macht man oft am Wochenende, an dem die Zulassungsstelle geschlossen ist.



Das ist genau das Problem. Warum ist das nur so unnötig kompliziert?

bear2

Ich würde NIEMALS jemanden mit MEINEN KENNZEICHEN und MEINER VERSICHERUNG auf die Reise schicken!Wer glaubst du zahlt denn, wenn da was passiert?Soll er doch ein Kurzzeitkennzeichen mitnehmen und das mit seiner Versicherung ausmachen. So habe ich es zumindest gemacht.


Jap, gibt genug assis.
Hat man hier auch schon gelesen, bloß nicht angemeldet verkaufen.
Egal was fürn Aufwand das ist, und wenn der 1000km fährt, wenn der die Karre nicht abmeldet und dann scheiße baut, viel spaß.

Uhrzeit in den vetrag und gut ist. Wie geht ihr ohne Helm aus dem Haus?

Also ich hab meine autos immer abgemeldet verkauft. Das natuerlich mitlerweile die HU notwendig ist für ein Kurzzeitkennzeichen ist ziemlich bescheiden..

Ansonsten gibt es noch meh möglichkeiten:
Rotes kennzeichen ausleihen von (guten) bekannten.
Mit anhänger kommen lassen
Dem Käufer sein Problem halt einfach.. Ich persönlich würde nie ein fzg angemeldet verkaufen. Aber jeder wie er mag

Was mir noch einfällt:
Einmal hat einer einen unfaller von mir abgeholt, kam wohl irgendwo aus dem ostblock. Das Auto fuhr zwar noch aber durch den seitenschaden an der fahrerseite nicht mehr geradeaus (dazu musste man das lenkrad ordentlich schiefstellen) Ein und aussteigen konnte man nur durch die beifahrertür und wirklich platz hatte man auf dem fahrersitzauch auch nicht mehr(:| .
ich habe ihm mehrfach gesagt das die karre quasi nicht mehr ohne weiteres fahrtauglich ist, aber er wollte einfach nicht hören, schraubte kennzeichen (keine deutschen) drann und fuhr dann ohne mit der wimper zu zucken los. KV und so war alles aber ordentlich gemacht, nie wieder was von ihm gehört

Nakres, so einfach ist das leider nicht mehr. Ich arbeite im Autohaus und erlebe einiges. Auch nicht so positives....leider. :-/

@OE42: An Deiner Stelle würde ich das Fahrzeug auf keinen Fall ohne erfolgter Außerbetriebsetzung herausgeben. Erstens: Es besteht ein Risiko. Du kennst den Käufer nicht bzw. kannst ihm nur vor und nicht in den Kopf sehen. Zweitens: Der Versicherungsschutz der Fahrzeugs erlischt, sobald es von einer anderen Person geführt wird. Ergo bist Du derjenige, der unmittelbar haftbar gemacht wird. Wenn was passiert und bei dem anderen Fahrer nichts zu holen ist, dann kannst Du Dir denken, wer für eventuelle Schäden aufkommen muss. ;-)

Die Lösung: Wenn er Dein Auto so toll findet (und das tut er wohl), dann soll er jetzt am WE bezahlen, Du meldest es am Montag ab, schickst ihm die Papiere zu, er meldet es in seinem Zulassungsbezirk an und er kommt ein zweites Mal - mit den Kennzeichen - zu Dir, um es abzuholen. Ist ja im Autohaus auch nicht anders, wenn der Kunde sein Fzg. selbst zulässt.
(Bitte auch nicht "nur" anzahlen lassen! Kenne leider einen Fall, wo eine Person auf Betrüger reingefallen ist, die ihr die Hälfte angezahlt haben, das Auto auf sich umgemeldet haben, die 2. Hälfte der Geldsumme nicht bezahlt haben, sondern sie stattdessen wegen Unterschlagung angezeigt haben, dass sie das Auto nicht herausgeben würde. Im Brief und Schein waren ja die neuen "Eigentümer"=Betrüger sogar rechtmäßig eingetragen.:-(( )

Um ihm etwas entgegen zu kommen, könntest Du es so machen (auch wenn es mit etwas Arbeit verbunden ist). Allerdings nur, wenn er schon bezahlt hat! :-))
Du lässt Dir von ihm seine EVB-Nummer, die Kopie seines Personalausweises (bei Ausländern zusätzlich auch die Meldebescheinigung plus Passkopie; bei Gewerbe zusätzlich auch den Nachweis über das Gewerbe/Auszug aus dem Handelsregister) und seine Vollmacht zuschicken, gehst auf die Zulassungsbehörde und besorgst das Kurzzeitkennzeichen. Das geht in anderen Zulassungsbezirken inzwischen, weil es fahrzeugbezogen ist. Du musst dann nur noch Deinen Fahrzeugschein, Deinen Ausweis und Geld mitnehmen und dann sollte es klappen.

Ich drück Dir die Daumen, dass alles gut für Dich verläuft. Hol am besten noch einen Freund am Tag der Übergabe als Zeugen mit dazu.

pinarella

... "unverzügliche Ummeldung"....Achte darauf, ALLES penibel auszufüllen und freie Leerflächen zu streichen. Fülle auch die Mitteilungen an Versicherung und Zulassungsstelle aus.Zusätzlich kannst du noch eine Sicherheit hinterlegen lassen. Ich empfehle einen pauschalen "für den Interessenten schmerzhaften" Betrag, mindestens aber die Selbstbeteiligung deiner Rechtsschutzversicherung. So bist du auf der sicheren Seite. Die Sicherheit überweist du ihm nach nachgewiesener Ummeldung zurück.



1. NIEMALS "unverzüglich" schreiben! Umbedingt ein konkretes Datum hinschreiben bis zu dem die Ummeldung zu erfolgen hat - am besten gleich den nächsten Werktag an dem die Zulassung offen hat.
2. Dieses ganz klar dokumentieren das die Haftung ab Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe in vollem Umfang auf den Erwerber übergeht. Spielt jedoch für die Versicherung erstmal keine Rolle, aber ggf. für einen privatrecthlichen Anspruch.
3. In der Regel ist für einen "begrenzten Zeitraum" auch ein anderer Fahrer versichert - kommt aber anscheinend auf die Versicherung an...mag sein, dass es da bei diversen NUR-ONLINE-BILLIG-VERSICHERUNGEN nicht möglich ist...
4. Das mit der Sicherheit ist ein guter Hinweis. Und wenn es ein "normaler Käufer" ist wird er - alleine für dein entgegenkommen bei der Abwicklung sicherlich einem entsprechendem Betrag (z. B. 300€) zustimmen.
5. Lass dich nicht verrückt machen man kann durchaus sein Fahrzeug angemeldet verkaufen, wobei dies bei einer so weiten Strecke natürlich wesentlich mehr Risiko bedeutet als wenn man Regional verkauft. Du sparst dir dadurch halt auch noch gleich die Abmeldekosten.

Wenn du dein Fahrzeug vor der Besichtigung abmelden würdest und der Käufer würde es doch nicht abnehmen, dann könntest du ja auch keine Probefahrten mehr machen lassen und das würde einen Verkauf später sicherlich deutlich erschweren...
Mit Sicherungsleistung und ordentlichem Vertrag sehe ich da kein Problem. Wenn dir am Käufer jedoch irgendwas seltsam vorkommt, dann lass es lieber...

DarkCody

gültige HU ist quatsch. Er bekommt im Prinzip nen leeren Fahrzeugschein den er für jedes beliebige KFZ verwenden kann... Die EVB muss für ein Kurzzeitkennzeichen beantragt sein, dass muss er dazu sagen bei der Versicherung... Du machst es dem Typ aber unnötig kompliziert. Lass ihn heimfahren und das Ding abmelden...



Sorry, hab genau diese Prozedere ende 2014 durchgemacht. Hatte nicht bedacht, dass sich hierbei event. etwas geändert haben könnte....

Das Kurzzeitkennzeichen ist leider extrem verschlechtert worden (gültige HU erforderlich, Kennzeichen nur für ein bestimmtes Fahrzeug ausstellbar, sodass man nicht mehrere testen und eins kaufen kann usw.).

Habe bisher auch immer angemeldete Fahrzeuge verkauft und das im Vertrag festgehalten. Oft auch so gekauft. Ist angenehm für alle Beteiligten und laut Versicherung auch nicht problematisch.

bear2

Ich würde NIEMALS jemanden mit MEINEN KENNZEICHEN und MEINER VERSICHERUNG auf die Reise schicken!Wer glaubst du zahlt denn, wenn da was passiert?Soll er doch ein Kurzzeitkennzeichen mitnehmen und das mit seiner Versicherung ausmachen. So habe ich es zumindest gemacht.



So pauschal kann man das nicht sagen.

Ich empfehle euch, mal im Vorfeld bei der eigenen Versicherung anzufragen.

Bei meiner derzeitigen ist es beispielsweise so, dass ich bei einem Unfall des Käufers nicht zurückgestuft werde, sobald ich denen eine Kopie des Kaufvertrages gefaxt, gemailt oder geschickt habe.

Bei einem Autoverkauf mache ich daher immer sofort ein Foto des Kaufvertrages und maile es direkt an meine Versicherung, noch bevor der Käufer mit meinem Auto verschwindet.

So kann mir in der Richtung nichts mehr passieren. Schlimmstenfalls muss ich den Beitrag der KFZ Versicherung noch bis zur Zwangsabmeldung tragen (dauert aber auch nur max einen Monat) und auch das ist mir noch nie passiert.

Ist aber sicher von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Ich frag mich nur wie du die Kiste abmelden willst?

Wenn er die Karre mit nimmt will er doch bestimmt auch die Papiere dazu haben, die brauchst du aber auch für die Abmeldung.

schinkengott

Edited By: schinkengott on May 09, 2016 21:24: Kackfeld ‌


Nur fürs Protokoll:
Man hat bei online Versicherungen die selben Rechte, wie auch bei klassischen Versicherungen.
Kulanz ist ziemlich subjektiv und Fälle werden von Versicherung zu Versicherung anders angegangen

alle versicherungen bei denen ich bis jetzt war, meinten zu mir, dass der verkauf eines angemeldeten fahrzeugs keine probleme macht.
wenn man im kaufvertrag uhrzeiten, datum etc. korrekt einträgt, trägt der käufer ab diesem zeitpunkt das risiko.
kann mir schlecht vorstellen, dass die alle unrecht hatten...

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