[Lebenshilfe] Urlaubsgeld zurück zahlen

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eingestellt am 21. Jun
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir hier jemand von euch helfen, folgendes "Problem":

Ich habe letzen Monat Urlaubsgeld von meinem Arbeitgeber erhalten, Ende des Monats habe ich mein Arbeitsverhältnis gekündigt. Nun hat in der aktuellen Abrechnung mein Arbeitgeber die Hälfte des ausgezahlten Urlaubsgeldes wieder "eingezogen", bzw. von meinem nächsten Gehalt abgezogen.

In meinem Arbeitsvertrag findet sich dazu folgende Zeile:
"Der Arbeitnehmer erhält als Sonderzahlung eine jährliche, mit dem Maigehalt fällige Urlaubsgratifikation in Höhe von XX% des Bruttomonatsgehalts brutto."

Nach meiner Recherche müsste explizit drin stehen, dass es eine Prämie für Betriebstreue ist (z.B. Anteilig für jeden Monat, etc.), mein Arbeitgeber es aber nicht zurück fordern kann, wenn es als Sonderzahlung zu einem bestimmten Tag im Jahr ausgezahlt wird. Allerdings möchte ich mich da jetzt auch nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen.

Hat jemand zufällig schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht, oder kennt sich damit zufällig aus und kann mir dazu etwas sagen? Lohnt es sich einen Anwalt aufzusuchen oder erstmal so mit dem Arbeitgeber zu reden (eigentlich gehe ich im Guten, möchte da keinen unnötigen Stress anfangen).
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Beste Kommentare
Hier ist dein Arbeitgeber..... wenn du weiter so einen Aufstand machst, zieh ich den Rest auch ein.

Schönes Wochenende
Nein, also mit dem Arbeitgeber zu reden ist absolut keine Option. Der könnte einem ja aus versehen die Sache erklären.
19 Kommentare
Ist doch keine Prämie. Ist doch Urlaubsgeld.
Beim Weihnachtsgeld gibt es ähnliche Probleme....
Nein, also mit dem Arbeitgeber zu reden ist absolut keine Option. Der könnte einem ja aus versehen die Sache erklären.
tomsan21.06.2019 20:07

Ist doch keine Prämie. Ist doch Urlaubsgeld.Beim Weihnachtsgeld gibt es …Ist doch keine Prämie. Ist doch Urlaubsgeld.Beim Weihnachtsgeld gibt es ähnliche Probleme....


Beim Weihnachtsgeld steht explizit drin dass es zurück gezahlt werden muss wenn man bis zum 31.03 gekündigt hat
Ich würde es dabei lassen. Es sei denn es steht anders im Arbeitsvertrag
Hättest besser zum 15.07. oder 01.08. gekündigt, dann hättest du auch die restlichen Urlaubstage ausbezahlt bekommen.
OliverSc21.06.2019 21:01

Hättest besser zum 15.07. oder 01.08. gekündigt, dann hättest du auch die r …Hättest besser zum 15.07. oder 01.08. gekündigt, dann hättest du auch die restlichen Urlaubstage ausbezahlt bekommen.


Ausbezahlt bekommen habe ich alles, nur wird mit der jetzigen Abrechnung die Hälfte wieder von meinem Lohn abgezogen (was ich selber erst heute in der Abrechnung gesehen habe).
bastiian21.06.2019 21:03

Ausbezahlt bekommen habe ich alles, nur wird mit der jetzigen Abrechnung …Ausbezahlt bekommen habe ich alles, nur wird mit der jetzigen Abrechnung die Hälfte wieder von meinem Lohn abgezogen (was ich selber erst heute in der Abrechnung gesehen habe).


Ich würde übrigens sagen, dass das so rechtens ist, weil es eine freiwillige Leistung ist. Trotzdem würde ich unter o.g. Link einfach mal 30 Euro investieren und nachfragen.
Oder vielleicht regelt eine Rechtsschutzversicherung.

Zu dem Thema weis ich übrigens nur eins ganz genau. Eine Zuviel Zahlung von unter 10% des üblichen bruttomonatsgehalt muss nicht zurück gezahlt werden. BGH Urteil.

Daraus würde ich persönlich ableiten, das.....
Frag einen kompetenten Anwalt!
Wenn Du gekündigt hast, musst Du das Geld zurück zahlen.

Wenn der Arbeitgeber kündigt muss es nicht zurück gezahlt werden!
Hier ist dein Arbeitgeber..... wenn du weiter so einen Aufstand machst, zieh ich den Rest auch ein.

Schönes Wochenende
Erster Treffer bei Google


arbeitsvertrag.org/url…ng/


Nur Urlaubsgeld kann bei Kündigung anteilig oder vollständig zurückgefordert werden. Urlaubsentgelt, also die “Lohnfortzahlung zur Urlaubszeit”, ist nicht widerrufbar.Entscheidend ist zudem, ob der betroffene Arbeitnehmer einen rechtlichen Anspruch auf Urlaubsgeld besitzt. Bei einer Kündigung sind anteilige Rückforderungen nur dann möglich, wenn es sich um eine freiwillige Gratifikationgehandelt hat. Genaue Richtlinien dazu hat das Bundesarbeitsgericht BAG (aufgestellt). Diese gelten nach einer Kündigung auch bei Urlaubsgeld.
Tarifvertraglicher Vertrag? Dann sollte dazu was im Tarifvertrag stehen.
Frag doch einfach deine Gewerkschaft, da hast du sogar Rechtsschutz. Ansonsten Betriebsrat fragen.
bastmast8921.06.2019 22:02

Tarifvertraglicher Vertrag? Dann sollte dazu was im Tarifvertrag stehen.


Nein. Die Passage ist auch die Einzige mit Bezug auf das Urlaubsgeld im Vertrag.
computer.says.no21.06.2019 22:06

Frag doch einfach deine Gewerkschaft, da hast du sogar Rechtsschutz. …Frag doch einfach deine Gewerkschaft, da hast du sogar Rechtsschutz. Ansonsten Betriebsrat fragen.


Weder noch vorhanden.
Steht irgendwo im Arbeitsvertrag, dass Ansprüche im Ein- bzw. Austrittsjahr nur anteilig gelten? Sprich erstmal mit deinem Arbeitgeber, wobei es so wirkt als wäre es üblich. Ein Anwalt würde ich sein lassen, bin relativ sicher, dass es ok ist was dein Arbeitgeber macht (ohne natürlich deinen Arbeitsvertrag im Detail zu kennen)
Geh zum Arbeitsgericht und trage dem Fall einem Rechtspfleger vor. Klagen vor dem Arbeitsgericht sind kostenfrei und es gibt keine anwaltspflicht. So brauchst du kein Geld für einen Anwalt investieren und hast endgültige Sicherheit
bastiian21.06.2019 21:03

Ausbezahlt bekommen habe ich alles, nur wird mit der jetzigen Abrechnung …Ausbezahlt bekommen habe ich alles, nur wird mit der jetzigen Abrechnung die Hälfte wieder von meinem Lohn abgezogen (was ich selber erst heute in der Abrechnung gesehen habe).



Entweder steht dazu was im Arbeitsvertrag oder irgendwo gibts Infos im Betrieb. Normalerweise gibts Urlaubsgeld Anteilig nach Kalendermonaten die man im Betrieb arbeitet...
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