LIMAL / Ihre Bestellung / Bosch Kappsäge / E2888365F [T-B93YJBA1WT-59]

12
eingestellt am 21. Jul 2017
Soeben erreichte mich folgende Email:

vielen Dank für Ihren Einkauf bei LIMAL am 31.05.2017 des Artikels „BOSCH PCM 8 S Set Kappsäge Gehrungssäge Winkelsäge Kreissäge mit Gestell NEU“ mit der Artikelnummer 311764649810, den Sie insgesamt 1x erworben hatten. Der Artikel wurde Ihnen am 02.06.2017 mit GLS-Paket Nr. 683246376345 zugestellt.

Mit Bedauern haben wir bei der jüngsten Revision festgestellt, dass es sich hierbei um einen Preisfehler handelte. Der Wert des Artikels entspricht in der Regel dem fünffachen des angebotenen Preises. Formal handelt es sich um einen sogenannten Angebotsirrtum, wir fechten deshalb den genannten Kaufvertrag hiermit an.

Sie haben nun zwei Möglichkeiten:

1) Sie geben den Artikel zurück. Sollten Sie den Artikel benutzt haben, ist das kein Problem. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir senden Ihnen ein Paket-Rücksende-Etikett kostenlos zu. Bitte verpacken Sie den Artikel gut gesichert und senden Sie ihn an uns zurück. Sobald der Artikel eingetroffen ist, schreiben wir Ihnen den ursprünglichen Kaufpreis zzgl. 20 Euro als Entschädigung für Ihre Mühen gut.

2) Sie zahlen die Differenz, wobei wir Ihnen stark entgegen kommen. Der Artikel wird aktuell mit 246,00 Euro gehandelt ( hornbach.de/sho…635 ), Sie hatten den Betrag von 52,65 Euro bezahlt. Wir berechnen Ihnen die Differenz zu nur 80% gegenüber dem aktuell günstigsten Preis bei HORNBACH, das sind 150 Euro. Wenn Sie diesen Weg gehen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf, wir stellen die entsprechende Differenzrechnung aus, Sie können den Betrag dann per Banküberweisung oder per PAYPAL ausgleichen.

Selbstverständlich lassen wir die Kaufvertragsanfechtung in beiden Fällen dann sofort fallen und werden Ihnen das dann auch nochmals abschließend schriftlich bestätigen. Sollten Sie nichts von sich hören lassen, sehen wir uns leider gezwungen, die Anfechtung weiter zu verfolgen.

Bitte haben Sie Verständnis: Mit dieser Nachricht wollen wir Sie nicht ärgern. Nein, hier ist ein offensichtlicher Fehler passiert, der nicht passieren durfte und für den wir uns ausdrücklich und aller Form bei Ihnen entschuldigen möchten. Nichtsdestotrotz ist ein nicht unerheblicher materieller Schaden entstanden, auf den wir es leider nicht beruhen lassen können.

Wir freuen uns über eine Antwort und bitten vielmals um Entschuldigung. Gerne stehen wir auch telefonisch unter 04321-4990980 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Christian Dollowski | Leitung Kundenservice

LIMAL GmbH | Tungendorfer Straße 10 | 24536 Neumünster
Zusätzliche Info
Diverses
12 Kommentare
Und nun?
Anfechtung NACH Lieferung? Ist doch schon dein Eigentum. Können die gern zurückkaufen, aber ich würde nachdem der Kaufvertrag bereits abgeschlossen ist nix mehr zurück senden. Du kannst den ja schließlich bereits weiter gegeben haben, kannst mit deinem Eigentum ja machen was du willst. Komischer Laden.
Hier wird schon fleißig diskutiert...
UnbekannterNr121. Jul 2017

Anfechtung NACH Lieferung? Ist doch schon dein Eigentum. Können die gern …Anfechtung NACH Lieferung? Ist doch schon dein Eigentum. Können die gern zurückkaufen, aber ich würde nachdem der Kaufvertrag bereits abgeschlossen ist nix mehr zurück senden. Du kannst den ja schließlich bereits weiter gegeben haben, kannst mit deinem Eigentum ja machen was du willst. Komischer Laden.


haha...tolle einstellung - rechtlich nur leider nicht zutreffend
brandy198621. Jul 2017

haha...tolle einstellung - rechtlich nur leider nicht zutreffend


Nach 1,5 Monaten ist es rechtlich eindeutig. Da kann man auch mit viel Augen zudrücken nicht mehr von unverzüglich sprechen. Und schon gar nicht über eBay, da ist Kauf = Kaufvertrag. Selbst die für 1€ Zeug verkauft haben mussten liefern, wurde sogar gerichtlich festgestellt, dass man auch als Händler auf eBay verpflichtet ist zu liefern. Mal davon ab glaube ich kaum, dass der Händler tatsächlich rechtliche Schritte einleitet. Selbst wenn, einfach in Widerspruch gehen und dann wird der sich 2x überlegen ob er 500€ für ne Verhandlung zahlen will um 200€ zu holen, das macht keiner bei Verstand. E-Mails mit Forderungen ist wie ne Infopost, kann man getrost ignorieren.
Limal? Die schicken nach dem Kauf immer unaufgefordert Newsletter. Das ist dann wohl ausgleichende Gerechtigkeit .

Nach 1,5 Monaten hast du da nichts mehr zurückzugeben. Alles deren Problem.

Zudem scheint Limal das schon relativ früh aufgefallen zu sein, da sie einige Sägen nicht versendet haben. Dann mehr als 4 Wochen später den Kauf wegen Irrtums anfechten funktioniert nicht.

ERGO: Viel Spaß mit der Säge .
Bearbeitet von: "Ermittler" 21. Jul 2017
Das du solche Mails überhaupt bekommst. Landet das normal nicht im SPAM-Filter?
Anfechtung sollte man schon wenigstens per Einschreiben schicken, weil man ja sonst idR keinen Nachweis über die Zustellung hat - es sei den der Kunde antwortet darauf.

In wieweit überhaupt unverzüglich gehandelt wurde ist auch nicht klar...

Ist aber schon auch ne seltsame Nummer - vielleicht hofft man auf Kulanz bzw. Unkenntnis des Kunden?
Stimmen den die Preisangaben überhaupt?
UnbekannterNr121. Jul 2017

Anfechtung NACH Lieferung? Ist doch schon dein Eigentum. Können die gern …Anfechtung NACH Lieferung? Ist doch schon dein Eigentum. Können die gern zurückkaufen, aber ich würde nachdem der Kaufvertrag bereits abgeschlossen ist nix mehr zurück senden. Du kannst den ja schließlich bereits weiter gegeben haben, kannst mit deinem Eigentum ja machen was du willst. Komischer Laden.



Eine Anfechtung kann immer erst NACH Entstehung eines Kaufvertrag durchgeführt werden und der Kaufvertrag kommt bei fast allen Online-Shops erst mit Versand zustande. Soviel Unwissen verzapfen....

UnbekannterNr121. Jul 2017

Nach 1,5 Monaten ist es rechtlich eindeutig. Da kann man auch mit viel …Nach 1,5 Monaten ist es rechtlich eindeutig. Da kann man auch mit viel Augen zudrücken nicht mehr von unverzüglich sprechen. Und schon gar nicht über eBay, da ist Kauf = Kaufvertrag. Selbst die für 1€ Zeug verkauft haben mussten liefern, wurde sogar gerichtlich festgestellt, dass man auch als Händler auf eBay verpflichtet ist zu liefern. Mal davon ab glaube ich kaum, dass der Händler tatsächlich rechtliche Schritte einleitet. Selbst wenn, einfach in Widerspruch gehen und dann wird der sich 2x überlegen ob er 500€ für ne Verhandlung zahlen will um 200€ zu holen, das macht keiner bei Verstand. E-Mails mit Forderungen ist wie ne Infopost, kann man getrost ignorieren.



Richtig, mit dem Kauf entsteht ein Kaufvertrag. Und diesen Vertrag kann man anfechten.
UnbekannterNr121. Jul 2017

Nach 1,5 Monaten ist es rechtlich eindeutig. Da kann man auch mit viel …Nach 1,5 Monaten ist es rechtlich eindeutig. Da kann man auch mit viel Augen zudrücken nicht mehr von unverzüglich sprechen. Und schon gar nicht über eBay, da ist Kauf = Kaufvertrag. Selbst die für 1€ Zeug verkauft haben mussten liefern, wurde sogar gerichtlich festgestellt, dass man auch als Händler auf eBay verpflichtet ist zu liefern. Mal davon ab glaube ich kaum, dass der Händler tatsächlich rechtliche Schritte einleitet. Selbst wenn, einfach in Widerspruch gehen und dann wird der sich 2x überlegen ob er 500€ für ne Verhandlung zahlen will um 200€ zu holen, das macht keiner bei Verstand. E-Mails mit Forderungen ist wie ne Infopost, kann man getrost ignorieren.


Eben nicht rechtlich eindeutig, sondern völlig von der Tatsachenlage abhängig.
Da kann man ganz und gar nicht mit starren Fristen wie "nach 1,5 Monaten definitiv nicht mehr!!" arbeiten.
§ 121 BGB - Anfechtung hat unverzüglich zu erfolgen. Unverzüglich ist da legaldefiniert als "ohne schuldhaftes Zögern". Beginn ist der Zeitpunkt der Kenntniserlangung, nämlich der Erlangung zuverlässiger (= positiver) Kenntnis. Hinzu kommt, dass die Einholung rechtlichen Rates vor'm Handeln kein schuldhaftes Zögern ist.
Daher ist nicht der Knackpunkt, wieviel Zeit absolut vergangen ist - wie Abs. 2 zeigt, können auch 9 Jahre und 11 Monate zwischen Vertragsschluss und Anfechtung vergangen sein - sondern, wie viel Zeit zwischen Kenntniserlangung und Anfechtung vergeht. Btw, du stellst mit deinem Verweis auf gerichtliche Entscheidung vmtl auf eine ganz andere Sachlage ab, bei Irrtum steht es auch einem Ebay-Verkäufer zu, seine Willenserklärung anzufechten.

Da hat @Ermittler ja die Info, dass der Händler möglicherweise früh Kenntnis davon hatte. Das wäre ein Ansatzpunkt. Ein anderer wäre, dass der Zugang einer E-Mail kaum zu beweisen ist.
Bearbeitet von: "tehq" 22. Jul 2017
Ich warte jetzt erst mal auf den gerichtlichen Mahnbescheid.... Vorher reagiere ich nicht
ZockerFreak22. Jul 2017

Ich warte jetzt erst mal auf den gerichtlichen Mahnbescheid.... Vorher …Ich warte jetzt erst mal auf den gerichtlichen Mahnbescheid.... Vorher reagiere ich nicht


Und dem kann man ganz einfach widersprechen.
tehq22. Jul 2017

Eben nicht rechtlich eindeutig, sondern völlig von der Tatsachenlage …Eben nicht rechtlich eindeutig, sondern völlig von der Tatsachenlage abhängig. Da kann man ganz und gar nicht mit starren Fristen wie "nach 1,5 Monaten definitiv nicht mehr!!" arbeiten. § 121 BGB - Anfechtung hat unverzüglich zu erfolgen. Unverzüglich ist da legaldefiniert als "ohne schuldhaftes Zögern". Beginn ist der Zeitpunkt der Kenntniserlangung, nämlich der Erlangung zuverlässiger (= positiver) Kenntnis. Hinzu kommt, dass die Einholung rechtlichen Rates vor'm Handeln kein schuldhaftes Zögern ist. Daher ist nicht der Knackpunkt, wieviel Zeit absolut vergangen ist - wie Abs. 2 zeigt, können auch 9 Jahre und 11 Monate zwischen Vertragsschluss und Anfechtung vergangen sein - sondern, wie viel Zeit zwischen Kenntniserlangung und Anfechtung vergeht. Btw, du stellst mit deinem Verweis auf gerichtliche Entscheidung vmtl auf eine ganz andere Sachlage ab, bei Irrtum steht es auch einem Ebay-Verkäufer zu, seine Willenserklärung anzufechten.Da hat @Ermittler ja die Info, dass der Händler möglicherweise früh Kenntnis davon hatte. Das wäre ein Ansatzpunkt. Ein anderer wäre, dass der Zugang einer E-Mail kaum zu beweisen ist.


Naja, "Schul"jura ist vor Gericht jetzt nicht so viel wert. Das mag zwar der theoretische Ansatz sein, aber als Richter hat man auch auf eine gewisse wirtschaftliche Plansicherheit des Käufers und den Umstand einzugehen, ob das Unternehmen(!) - bei nach der Verkehrsauffassung objektiv pflichtgemäßen Verhalten - den Fehler hätte früher erkennen können und und und. Die fließenden Übergänge ins HGB mal außen vor gelassen. Das was einer verbindlichen Aussage hier am nächsten kommt ist daher lediglich der Gang zu einem Anwalt für Vertragsrecht, darum plädiere ich auch dafür, dass jede Form von Rechtsberatung und sei sie auch nur angedeutet von der Redaktion gelöscht und entsprechend in den Regeln festgehalten wird.
Hier braucht es Erfahrungswerte, die weder Studenten vor dem ersten Examen noch Leute vorbringen können, die sich im Internet etwas angelesen haben
. @admin@David
Dein Kommentar
Avatar
@
    Text

    Top Diskussionen

    Top-Händler