Lohnt sich BetriebsRente?

25
eingestellt am 17. Jul 2012
Hallo,

mein Betrieb bietet mir eine Betriebsrente über die Allianz an.
Hat jemand Erfahrungen, lohnt sich das?

Ich bin 25. Wenn ich 20€ einzahle (also ca. 13€ Netto), erhalte ich 97,04€ ab 65 Jahren.
Zusätzliche Info
25 Kommentare

Also hört sich eher unrentabel an

Normalerweise lohnt sich sowas schon, da der AG in der Regel ja noch etwas bei gibt und der Eigenanteil steuerfrei ist. Bei dir hört sich das allerdings etwas seltsam an. Du sollst monatlich 20 EUR einzahlen und bekommst dann monatlich 97,04 EUR ab dem 65. Lebensjahr? Kein guter Deal. Da fährt man wohl mit einer Riesterrente besser...

Und die 97,04 € darfst du dann auch noch versteuern. (Wenn es bis heute noch kein Gesetz gibt, dann wird es in 40 Jahren eines geben.)

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GelöschterUser16449

Rechne mal 40 Jahre Schnitt Inflation dazu

Dieser ganze Rentenmist ist imo sinnlos, da keiner weiss, wieviel Kaufkraft diese 97 Euro überhaupt mal haben. Ich investiere in Immos. Ist natürlich auch mit Risiken verbunden und auch Arbeit, aber da weiß ich wenigstens, wo das Geld wohnt.

Meinen Fonds-Riester-Vertrag habe ich pausiert und werde den wohl auch nicht wieder aktivieren - die Jahreskosten für die Vorhaltung und Verwaltung sind größer als das, was dieses Konstrukt jährlich abwirft. Da kann ich die Kohle auch gleich aus dem Fenster werfen.

Gebannt

...in Kunst investieren. Ist ziemlich sicher, wenn man sich etwas auskennt.

Rein rechnerisch (ohne die Inflation/mögliche Währungsreformen/Steuerpflichtigkeit zu berücksichtigen) lohnt sich das natürlich:

Wenn du die 20€ für die nächsten 40 Jahre einzahlst, sind das 20*12*40= 9600€.
Nehmen wir mal an, du wirst 95 Jahre alt.
Dann kassierst du ab Rentenentrittsalter 30 Jahre lang monatlich 97€.
97*12*30= 34920€

Ziehst du die "investierten" 9600€ ab, landest du bei 25320€

Es lohnt sich aber auch schon, wenn du nur 75 wirst, dann natürlich in geringerem Ausmaß: 97*12*10= 11640€

Ziehst du die "investierten" 9600€ ab, landest du bei 2040€

Portabilität bei Stellenwechsel und Steuerpflicht sind da noch gar nicht berücksichtigt.

Am besten du setzt dich mal mit einem Honorarberater zusammen, der Anlagekompetenz besitzt.


PS: Nicht einmal riestern lohnt sich immer.

@kurtd
Die Rendite wird noch schlechter, weil du zinsfrei gerechnet hast.

Gebannt
brucet

@kurtdDie Rendite wird noch schlechter, weil du zinsfrei gerechnet hast.


Und natürlich inflationsfrei
kurtd

PS: Nicht einmal riestern lohnt sich immer.


Dazu gabs vor einiger Zeit eine nette Doku im TV. Bin ich froh, dass ich die Finger von der "Riester-Rente" gelassen habe ...
brucet

@kurtdDie Rendite wird noch schlechter, weil du zinsfrei gerechnet hast.



Jup, da haste recht.

Also wenn ich die 97€ auf heute abzinse (40 Jahre mit 2,5% Inflation) ist der Wert heute 35,38€... Wenn man bedenkt, dass du 40 Jahre einzahlst und wohlmöglich die 40 Jahre nicht ausgezahlt bekommst, sondern eher 20? dann wärst du etwa gleich gefahren.
Dafür nimmst du aber die Risiken der Gesetzesänderung, Vermögensanrechnung? (Bei Arbeitslosigkeit), höherer Inflation und natürlich vorzeitigem Tod in Kauf...
ich würds nicht machen o_O

Kann man pauschal doch alles nicht bewerten...
In den meisten Betriebsrenten sind ja noch andere Leistungen (z.B. BU, Hinterbliebenenleistungen etc) enthalten. Dadurch kann sich das ganze dann wieder lohnen.

Rein von der Rendite gibt es nur sehr sehr wenige Verträge die sich lohnen... Weder Riester noch Betriebsrente noch kapitalbildende Lebensversicherung. Ist ja eigentlich auch logisch... Wenn man bedenkt, dass ja Versicherungskonzern, Staat und eventuell ein Vermittler / Makler mitkassieren wollen.

wwwwww

Dieser ganze Rentenmist ist imo sinnlos, da keiner weiss, wieviel … Dieser ganze Rentenmist ist imo sinnlos, da keiner weiss, wieviel Kaufkraft diese 97 Euro überhaupt mal haben. Ich investiere in Immos. Ist natürlich auch mit Risiken verbunden und auch Arbeit, aber da weiß ich wenigstens, wo das Geld wohnt.Meinen Fonds-Riester-Vertrag habe ich pausiert und werde den wohl auch nicht wieder aktivieren - die Jahreskosten für die Vorhaltung und Verwaltung sind größer als das, was dieses Konstrukt jährlich abwirft. Da kann ich die Kohle auch gleich aus dem Fenster werfen.



Es kommt drauf an wo Du deinen Riester Vertrag abgeschlossen hast.
Da sind wie Du sagtst teilweise horende Jährliche Kosten enthalten.
Es gibt aber Anbieter wo es sich wirklich lohnt und die Kosten kannste halbieren.Ein Versicherungsmakler ,ein unabhängiger kann da wirklich etwas machen.Ich habe 2 Kinder drauf und muss sagen.......hätte ich schon früher machen sollen.Aber google mal nach den " besten" Anbietern

Naja, hoch sind die Kosten nicht (um die 20 Euro im Jahr), aber da es im Moment etwas kriselt an der Aktienfront ist die Fonds-Ausbeute marginal .. bzw. letztes Jahr sogar negativ. So geht das eigentlich gewonnene Geld dezent flöten. (_;)

Bei uns gab es das auch und ich habe den Leuten vertraut, die mir das empfohlen haben. Hinterher habe ich mich mit anderen Kollegen unterhalten und die haben mir das bisserl anders erklärt: die ersten Jahren gehen die Einzahlungen rechnerisch an die Allianz (d.h. hohe Gebühren), auch steckt das Geld in einem Aktienfond, und naja, im letzten Jahr ist es weniger geworden, nicht mehr.
Außerdem bin ich jetzt nicht mehr bei der Firma und soviel ist auch nicht eingezahlt.

Klar ist, dass zuerst die gezillmerten Abschlusskosten fällig werden. Und die Abschlusskosten sind auf die restlichen 42 Jahre, die du noch arbeiten musst bezogen. Du hast also das Risiko, dass du den betrib wechselst und dir dein neuer Chef einen anderen Durchführungsweg anbietet. Weil es Entgeltumwandlug ist, ist der Anspruch sofort unverfallbar, aber die Rendite ist dann noch viel niedriger. Wenn du sie freiwillig weiter bezahlst, dann tust du das aus versteuertem Einkommen und dann ist der Vorteil der betriebsrente sowieso weg.

Aber die 97,04 € sind garantiert (momentaner Rechnungszins 1,75%, es sei denn es ist ein fondsgebundenes Produkt). Evt., wenn die Zinsen anziehen, kommt ein dicker Übschuss und Schlussüberschuss hinzu.

Ich würde sagen, du bist jetzt noch zu jung, um 42 Jahre in die Zukunft zu planen und daher ist das Geldverschwendung. Und bei dem aktuellen Zinsniveau eh!

wwwwww

Naja, hoch sind die Kosten nicht (um die 20 Euro im Jahr), aber da es im … Naja, hoch sind die Kosten nicht (um die 20 Euro im Jahr), aber da es im Moment etwas kriselt an der Aktienfront ist die Fonds-Ausbeute marginal .. bzw. letztes Jahr sogar negativ. So geht das eigentlich gewonnene Geld dezent flöten. (_;)



Fonds sind ne tolle Erfindung für Versicherungen. Bei Altverträgen müssen sie bis die Personen sterben 4% ganrantieren, was sie schon aktuell kaum noch so schaffen, geschweige denn wenn japanische Verhältnisse einkehren. Bei fondgebundenen Verträgen liegt das Zinsrisiko voll beim Kunden. Da haben die Versicherungen keinen Stress mit und genauso dicke Abschlusskosten. Andererseits: Wer will schon eine nicht fondgebundene bei 1,75 5 Garantiezins.
blubdidup

Kann man pauschal doch alles nicht bewerten... In den meisten … Kann man pauschal doch alles nicht bewerten... In den meisten Betriebsrenten sind ja noch andere Leistungen (z.B. BU, Hinterbliebenenleistungen etc) enthalten. Dadurch kann sich das ganze dann wieder lohnen. Rein von der Rendite gibt es nur sehr sehr wenige Verträge die sich lohnen... Weder Riester noch Betriebsrente noch kapitalbildende Lebensversicherung. Ist ja eigentlich auch logisch... Wenn man bedenkt, dass ja Versicherungskonzern, Staat und eventuell ein Vermittler / Makler mitkassieren wollen.



Bei 20 euro eine BU? Wie viel soll die bei so nem kleinen Beitrag leisten? Die Invalidisierungswahrscheinlichkeit ist höher, als man allgemeinhin deken mag, also glaube ich nicht, dass sich das rechnen würde.
blubdidup

Kann man pauschal doch alles nicht bewerten... In den meisten … Kann man pauschal doch alles nicht bewerten... In den meisten Betriebsrenten sind ja noch andere Leistungen (z.B. BU, Hinterbliebenenleistungen etc) enthalten. Dadurch kann sich das ganze dann wieder lohnen. Rein von der Rendite gibt es nur sehr sehr wenige Verträge die sich lohnen... Weder Riester noch Betriebsrente noch kapitalbildende Lebensversicherung. Ist ja eigentlich auch logisch... Wenn man bedenkt, dass ja Versicherungskonzern, Staat und eventuell ein Vermittler / Makler mitkassieren wollen.



Er hat nichts über den evtl Anteil seines Arbeitgebers gesagt... Mein AG zahlt pauschal eine Summe bei uns, damit eben entsprechende Risiken abgesichert sind. Das ist ja das besondere an den bAV... Darin ist sehr viel Gestaltungsmöglichkeit enthalten und unterm Strich bleibt alles steuerlich begünstigt (zumindestens in der Ansparphase).
blubdidup

Kann man pauschal doch alles nicht bewerten... In den meisten … Kann man pauschal doch alles nicht bewerten... In den meisten Betriebsrenten sind ja noch andere Leistungen (z.B. BU, Hinterbliebenenleistungen etc) enthalten. Dadurch kann sich das ganze dann wieder lohnen. Rein von der Rendite gibt es nur sehr sehr wenige Verträge die sich lohnen... Weder Riester noch Betriebsrente noch kapitalbildende Lebensversicherung. Ist ja eigentlich auch logisch... Wenn man bedenkt, dass ja Versicherungskonzern, Staat und eventuell ein Vermittler / Makler mitkassieren wollen.



Meinst du als vermögenswirksame Leistung? Guter Hinweis. Wäre tatsachlich interessant zu wissen, ob der Chef was beisteuert. Sind ja dann bis zu 40 Euro mehr (die man allerdings versteuern muss).

Nein das ist nochmal etwas anderes...

Betriebsrente ist ein Aspekt der bAV; dient halt i.d.R. dafür den Arbeitgeber interessanter für entsprechende Personenkreise (z.B. Hochschulabsolventen) zu machen. Gleichsam ist es halt eine Personalbindungsmaßnahme, da der Arbeitgeber für x Jahre eine Rückerstattung (gehst du innerhalb der ersten 5 Jahre nach Abschluss, muss der Betrag von x EUR je Monat an den AG rückvergütet werden - maximal aber das, was der AG eingezahlt hat) vereinbaren kann.

blubdidup

Nein das ist nochmal etwas anderes... Betriebsrente ist ein Aspekt der … Nein das ist nochmal etwas anderes... Betriebsrente ist ein Aspekt der bAV; dient halt i.d.R. dafür den Arbeitgeber interessanter für entsprechende Personenkreise (z.B. Hochschulabsolventen) zu machen. Gleichsam ist es halt eine Personalbindungsmaßnahme, da der Arbeitgeber für x Jahre eine Rückerstattung (gehst du innerhalb der ersten 5 Jahre nach Abschluss, muss der Betrag von x EUR je Monat an den AG rückvergütet werden - maximal aber das, was der AG eingezahlt hat) vereinbaren kann.



Jup, danke für die Erläuterung. Ich arbeite in dem Bereich. Du kannst deine vermögenswirksamen Leistungen auch in die Betriebsrente geben, das lohnt sich dann nochmal...

Wenn der Chef natürlich einfach so was drauftut, noch besser. Er spart ja schließlich auch Sozialabgaben.

Aber das mit der Berufsunfähigkeit zusätzlich ist mir neu. D.h. ich kenne das Produkt nicht. Deswegen wäre es interessant mal Details darüber zu erfahen...

Der Arbeitgeber muß was dazugeben. Mindestens 20 %. Ansonsten dürfte sich die Sache für dich nicht rentierten.
Denn bedenke, in der Altersrente zahltst du volle Sozialversicherungsbeiträge, nicht nur den AN-Anteil. Aktuell sind das mind. 17,45 %.
Dann mußt du die Rente auch voll versteuern, nicht wie bisher nur mit dem Ertragsanteil.
Ferner reduziert du mit den reduzierten Rentenbeiträgen in der Ansparphase unter anderem auch deine spätere Altersrente.

Man kann im Schnitt davon ausgehen, daß von deiner späteren Betriebsrente ca. 50 % abgehen.

Deshalb ist es wichtig, daß der Arbeitgeber in der Ansparphase mitfinanziert oder was dazugibt.

Ganz nüchtern betrachtet würde ich lieber selber für eine gute Rendite sprich Inflationsausgleich + Überschuss sorgen.

Selbst wenn du nur "Tagesgeld" monatlich zurücklegst kommt da im Laufe von sagen wir 10 Jahren schon was zusammen. Du kannst natürlich dann auch einen Teil in eine gute solide Daxaktie stecken welche jährliche Dividenden ausschüttet.
Im Moment würde ich z. B. EON empfehlen - völlig unterbewertet (ca. 14€) und im Mai wohl eine Dividende von mind. 1€.

Später würde sich dann die Investition in ein Eigenheim oder ETW lohnen bzw. zumindest die Anschaffung und Vermietung einer solchen.

Also um das ganze Abzukürzen - lass es sein und mach es selber (besser!)

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