Lokal vom Bauern einkaufen - der Umwelt zuliebe und für gutes Essen - helft mit eine Übersicht zu machen

Redaktion 61
eingestellt am 17. Okt 2019
Hallo Freunde der Sonne und des guten Geschmacks. Nach dem letzten Jenke Experiment haben wir (also meine kleine Familie) meinen Urlaub genutzt und sind das Projekt "Plastikfrei" zu Hause angegangen. Es ist unglaublich schwer, das steht fest und es ist auch teuer, da anders verpackte Produkte doch meist mehr kosten. Aber wer das eine will, muss das andere dann wohl in Kauf nehmen und weniger konsumieren oder mehr Geld für gute Sachen ausgeben.

Dazu fällt mir gerade die Werbung von Bio Company ein:

1449760.jpg
Besonders viel Plastik fällt aber bei der Verpackung an und so haben wir nach Unverpackt-Läden Ausschau gehalten. In Berlin wohl kein Problem, hier leben viele Hipster die das schon länger machen, aber irgendwie hat uns der Laden da nicht gefallen, war nicht gut barrierefrei und insgesamt ist es (für mich speziell) doch sehr umständlich mit mehreren Glasbehältern loszuziehen und einzukaufen. Daher habe ich nach Alternativen gesucht und suche auch immernoch.

Ich würde gerne eine kleine Liste an Läden anlegen die es uns allen erleichtert unverpackt und lokal einzukaufen und die Sachen sogar geliefert zu bekommen. Da wir uns hier im WWW bewegen möchte ich in die Liste auch nur Lieferservices oder Online-Shops aufnehmen. Offline kann ja eigentlich jeder selbst nachsehen, ob etwas in seiner Nähe ist. Achtet bei Wochenmärkten darauf, dass die Produkte wirklich aus der Region kommen. Wenn sie nicht mehr lokal sind, könnt ihr auch im Supermarkt kaufen gehen.

Vielleicht kann der ein oder andere von euch ja dazu einen Link beisteuern, ich würde ihn dann einfach hier ergänzen? Lets go:

Bundesweit

  • Marktschwaermer ist ziemlich flächendeckend verfügbar. Ihr könnt hier eine Woche vorher bestellen was ihr haben wollt, die Lieferanten aus der Umgebung bieten alles schön aufbereitet an, lokal und meist auch Bio. Danach könnt ihr einfach am Abholtag eure Lebensmittel mitnehmen. Ich habe jetzt bei mehreren Abholstationen nachgesehen und meist sind die Produkte nicht über 50km gefahren, bis du sie abholen kannst. Im normalen Supermarkt sind es wohl 3600km. Bei Marktschwaermer muss generell abgeholt werden, für den ein oder anderen nicht praktikabel, daher hier noch mehr Möglichkeiten:

  • Pielers - Online-Lebensmittelnetzwerk mit sehr vielen Erzeugern und deutschlandweiter Lieferung
  • Solawis - es gibt über 255 Gemeinschaften, bei denen ihr den Herstellern nicht nur finanzielle Sicherheit gebt und tolle lokale Produkte bekommt, sondern Teil einer Gemeinschaft werdet und sogar Mitspracherecht habt. Ihr werdet mit den Bauern und anderen privaten Haushalten teil einer Wirtschaftsgemeinschaft.
  • Ökokiste - 100% Bio!
  • Bringmirbio - ebenfalls 100% Bio und ohne Flugware
  • Hofläden - Hofläden bekommen ihre Produkte meist direkt beim Erzeuger - somit entfällt der Zwischenhandel, Transport und ihr bekommt gutes Essen auf den Tisch.
  • Etepetete-Bio - hier bekommt ihr Lebensmittel, die es sonst nicht in die Regale schaffen würden, also weit weg von EU-Verordnungen. Das alles wieder so lokal wie möglich und Bio.
  • Mundraub.org - eine Liste von herrenlosen Obstbäumen zum Selberpflücken
  • Mein-Bauernhof - hier findet ihr Wochenmärkte und Erzeuger in eurer Gegend

Berlin, Potsdam und Umgebung


Sieht dann so ähnlich aus, wir haben die Obst- und Gemüsekiste bestellt und dazu noch ein paar Dinge unverpackt, die dann in Glasbehältern geliefert werden und bei der nächsten Lieferung wieder mitgenommen werden.

1449760.jpg

Augsburg und Umgebung


Milchtankstellen

Wenn man die Milch direkt kauft, hat der Bauer mehr von deinem Geld und du kannst die Milch direkt in ein Gefäß von dir abfüllen, das spart Verpackung


So, ich würde mich natürlich freuen, wenn noch ein paar Links zu Stande kommen und ich würde mich natürlich noch viel mehr freuen, wenn du auch lokal einkaufen würdest. Vielleicht teilt ja jemand seine Erfahrungen oder wie lange er schon lokal einkauft?

Alles Liebe
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61 Kommentare
Top. Sehr gutes Ding!
Leipzig:
Locker & Lose
Wie macht ihr das mit der Aufbewahrung als ich mich umgeschaut habe nach neuen beziehungsweise nach brauchbaren Behältern ist mir aufgefallen dass fast alle aus Plastik sind oder eine Plastikdeckel haben die einzigen die ich gefunden habe die aus Glas und Edelstahl sind sind unbezahlbar da sie von WMF sind. Sorry Siri Action
QukI17.10.2019 18:11

Wie macht ihr das mit der Aufbewahrung als ich mich umgeschaut habe nach …Wie macht ihr das mit der Aufbewahrung als ich mich umgeschaut habe nach neuen beziehungsweise nach brauchbaren Behältern ist mir aufgefallen dass fast alle aus Plastik sind oder eine Plastikdeckel haben die einzigen die ich gefunden habe die aus Glas und Edelstahl sind sind unbezahlbar da sie von WMF sind. Sorry Siri Action


Ikea
Sonnenschein217.10.2019 18:12

Ikea


Plastik
Oder ist Meerweg Plastik dann doch besser als ein Weg?
Bearbeitet von: "QukI" 17. Okt 2019
QukI17.10.2019 18:12

PlastikOder ist Meerweg Plastik dann doch besser als ein Weg?


Es macht schon einen Unterschied wenn man ständig Plastik in Form von Wegwerffolie kauft oder einmal im Jahr/aller 2 Jahre 8 Tupperdosen die man immer wieder verwendet.
QukI17.10.2019 18:12

PlastikOder ist Meerweg Plastik dann doch besser als ein Weg?


Hab mir das zugelegt:

Glas-Frischhaltedosen 18 Stück [9 Behälter + 9 Deckel] - Glasbehälter - Transparente Deckel - BPA frei - für Home Küche oder Restaurant - von Utopia Kitchen amazon.de/dp/…26V

Denk plastikdeckel sind soweit noch ok für sowas.
Tante Pati in Moers(NRW, am Niederrhein)
tantepati.de
Bearbeitet von: "fsociety" 17. Okt 2019
QukI17.10.2019 18:12

PlastikOder ist Meerweg Plastik dann doch besser als ein Weg?


Bei Ikea gibt es seit einer Weile sehr viele Glasbehälter
Sonnenschein217.10.2019 18:26

Bei Ikea gibt es seit einer Weile sehr viele Glasbehälter


Das stimmt, die hatte ich such schon gefunden, allerdings passt darauf dann ein Plastik Deckel.

Ich finde die auch gut, nur bin ich erfahrungsgemäß mehr Richtung hardliner, der irgendwann komplett umdchwenkt. Dann hätte ich allerdings das Plastik in Form von Deckeln umsonst gekauft.
Hat den noch jemand Tipps für rein-glas stapelbares Zeug?

Achja und schonmal danke für die ideen bisher
Da ich gerade 'Deal des Tages' McDonalds sehe, was ist überhaupt mit denen, wann fangen die mal an was dagegen zu unternehmen?!

Die Leute bestellen burger, welche einzeln in Plastik verpackt werden und landen direkt im Müll, da 90% davon umgehend nach dem kassiervorgang gegessen wird 🤙
QukI17.10.2019 18:30

Das stimmt, die hatte ich such schon gefunden, allerdings passt darauf …Das stimmt, die hatte ich such schon gefunden, allerdings passt darauf dann ein Plastik Deckel.Ich finde die auch gut, nur bin ich erfahrungsgemäß mehr Richtung hardliner, der irgendwann komplett umdchwenkt. Dann hätte ich allerdings das Plastik in Form von Deckeln umsonst gekauft.Hat den noch jemand Tipps für rein-glas stapelbares Zeug?Achja und schonmal danke für die ideen bisher


Stapelbar: brabantia.com/de/ aber leider Plaste-Deckel. Wurde auch schon nachgemacht.

Hier mit Bambusdeckel, aber nicht wirklich günstig: amazon.de/dp/…WU=
Imperator_5817.10.2019 18:33

Da ich gerade 'Deal des Tages' McDonalds sehe, was ist überhaupt mit …Da ich gerade 'Deal des Tages' McDonalds sehe, was ist überhaupt mit denen, wann fangen die mal an was dagegen zu unternehmen?! Die Leute bestellen burger, welche einzeln in Plastik verpackt werden und landen direkt im Müll, da 90% davon umgehend nach dem kassiervorgang gegessen wird 🤙


Spannend, wir haben gerade erst gesehen, dass McDoof andere Verpackungsmaterialien testet. So soll es die Löffel aus dem McFlurry bald nicht mehr geben... Mal sehen wann die Strohhalme endlich verschwinden. Aktuell sind es knapp 100 Gramm Müll pro Kunde.
[deleted]
Bearbeitet von: "Old_Dude" 26. Okt 2019
Das Zeug bei McDonalds ist doch eigentlich alles in Papier oder Papper eingepackt.
Davon ab, wer geht da noch freiwillig hin?

Ist ja ne nette Idee, ich halte es allerdings für Quatsch.
Wo Plastik einfach überflüssig ist (Einweg-Kaffeebecher, Getränke, Gemüse, vieles mehr) gerne, aber jetzt die Tupperdosen wegschmeißen um Glas zu kaufen ist imho nicht sinnvoll. Ich nimm nen Beutel mit zum Bäcker und sag den Dame beim Metzger, dass sie das in (Verbund)papier eingeschlagene Fleisch nicht nochmal in ne Plastiktüte packen soll.
Und wo hört man auf? Kosmetik? Zahnbürsten? Elektronik? Damenhygiene? Meine Brille? Dein Rollstuhl?
Es ist ein Illusion, dass ein Leben in einem Industriestaat ohne Plastik möglich ist.
Old_Dude17.10.2019 18:56

Ist ja grundsätzlich eine Nette Idee, aber man muss die Sache auch mal aus …Ist ja grundsätzlich eine Nette Idee, aber man muss die Sache auch mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Das Problem ist nicht das Plastik an sich, sondern dessen Verwertung. Würden alle das gekaufte Plastik normgerecht entsorgen und es nicht in den Hausmüll oder dem Strand oder wo auch immer hinwerfen, hätten wir sehr wahrscheinlich das Plastikproblem überhaupt nicht.Es ist ja auch schön wenn jeder immer an das Essen denkt, aber was ist denn mit den ganzen Verpackungsmüll den wir mit unseren Technikkäufen fabrizieren? Geht irgendjemand in den Elektromarkt und sagt das er die Verpackung da lässt und wenn, warum wird alles mögliche dann Online gekauft? Richtig, ist oft teurer oder wir haben nicht die Zeit und Lust einzukaufen.Denkt mal drüber nach



Naja, Technik ist doch aber eine andere Hausnummer als Lebensmittel, die täglich benötigt und gekauft werden.
therealpink17.10.2019 18:57

Ich nimm nen Beutel mit zum Bäcker und sag den Dame beim Metzger, dass sie …Ich nimm nen Beutel mit zum Bäcker und sag den Dame beim Metzger, dass sie das in (Verbund)papier eingeschlagene Fleisch nicht nochmal in ne Plastiktüte packen soll.


Früher gab es beim Bäcker reine Papiertüten. Beim Metzger Butterbrotpapier. Wir bewegten uns aber teilweise sogar in den letzten Jahren dort zurück zu mehr Plastik. Bei beiden Orten gibt es heute manchmal Plastiktüten bzw. Beschichtetes.

Zellophan gibt es auch, übrigens wie der Name sagt kein "Plastik" aus Erdöl. Leider ist nicht wirklich ersichtlich, wo es benutzt wird. Ich denke oftmals denkt man bei in durchsichtiger Folie Verpacktem fälschlich, dass man ein Erdölprodukt in der Hand hält. Den Kampf gegen Papier verstehe ich nicht. Man erzeugt ganz neue PRobleme.
Bearbeitet von: "Eisthomas" 17. Okt 2019
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Bearbeitet von: "Old_Dude" 26. Okt 2019
Old_Dude17.10.2019 19:07

Wohl wahr, dennoch vom Prinzip her nichts anderes. Aber gerade Technik ist …Wohl wahr, dennoch vom Prinzip her nichts anderes. Aber gerade Technik ist viel einfacher ohne Verpackung zu kaufen, da sie nicht schlecht werden kann. Wer zb. entsorgt Kabel etc. normgerecht? Ich denke die schmeißen viele in den Hausmüll.Und zudem...wer trennt den Plastikmüll richtig, wer wäscht ihn eventuell vorher ab? Wenige. Und da steckt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer


Meine Meinung dazu ist, dass einfach viel zu viel in Kunststoff verpackt ist. Müsste sich mal grundsätzlich ändern.

Apropos, schau dir doch mal an wie übertrieben zb sd Karten verpackt werden...
[deleted]
Bearbeitet von: "Old_Dude" 26. Okt 2019
Old_Dude17.10.2019 19:07

Wohl wahr, dennoch vom Prinzip her nichts anderes. Aber gerade Technik ist …Wohl wahr, dennoch vom Prinzip her nichts anderes. Aber gerade Technik ist viel einfacher ohne Verpackung zu kaufen, da sie nicht schlecht werden kann. Wer zb. entsorgt Kabel etc. normgerecht? Ich denke die schmeißen viele in den Hausmüll.Und zudem...wer trennt den Plastikmüll richtig, wer wäscht ihn eventuell vorher ab? Wenige. Und da steckt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer


Du wäschst den Plastikmüll aus bevor er dann verbrannt wird?
Old_Dude17.10.2019 18:56

Ist ja grundsätzlich eine Nette Idee, aber man muss die Sache auch mal aus …Ist ja grundsätzlich eine Nette Idee, aber man muss die Sache auch mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Das Problem ist nicht das Plastik an sich, sondern dessen Verwertung. Würden alle das gekaufte Plastik normgerecht entsorgen und es nicht in den Hausmüll oder dem Strand oder wo auch immer hinwerfen, hätten wir sehr wahrscheinlich das Plastikproblem überhaupt nicht.Es ist ja auch schön wenn jeder immer an das Essen denkt, aber was ist denn mit den ganzen Verpackungsmüll den wir mit unseren Technikkäufen fabrizieren? Geht irgendjemand in den Elektromarkt und sagt das er die Verpackung da lässt und wenn, warum wird alles mögliche dann Online gekauft? Richtig, ist oft teurer oder wir haben nicht die Zeit und Lust einzukaufen.Denkt mal drüber nach


Das stimmt so leider gar nicht. Das Problem ist in den meisten Fällen, dass die Verpackungen aus unterschiedlichen Bestandteilen gefertigt werden und dadurch nicht recycelt werden können. Und Nein, die falsche Tonne ist nicht das Problem, sondern dass sich der Scheiß gar nicht recyceln lässt und in irgendwelchen Deponien im Ausland landet. Dort werden sie verbrannt oder für immer gelagert bis sie in die Umwelt geweht werden. Ein Fernseher fällt bei unserem restlichen tagtäglichen Müll gar nicht ins Gewicht. Und Plastikmüll lässt sich nur vermeiden indem man keinen Plastikmüll hat, so einfach ist das. Die Umsetzung ist schwer aber da hat jeder einzelne seine Verantwortung. Sich auf andere zu verlassen hilft hier nicht.
[deleted]
Bearbeitet von: "Old_Dude" 26. Okt 2019
Old_Dude17.10.2019 19:17

SD Karten sind ein Klasse Beispiel. Bin deiner Meinung.Genau so wie viel …SD Karten sind ein Klasse Beispiel. Bin deiner Meinung.Genau so wie viel Kleinstelektroartikel..USB Sticks, Batterien,usw. Wäre auch ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Konzerne das ändern würden. Aber ganz ehrlich.....Das werden wir nicht ändern in dem wir Lebensmittel in Tupperdosen und Gläsern kaufen. Man müsste den Herstellern die Kosten der Entsorgung auferlegen, wie bei Elektroartikeln ( TV. etc). Wir das kleine Volk bezahlen mit den Müllgebühren die Entsorgung des ganzen Plastiks. Was meinst du wie schnell Hersteller nach Alternativlösungen suchen würden, wenn das so kommen würde


Die Kosten würden 1:1 an den Endverbraucher weitergereicht werden
Old_Dude17.10.2019 19:17

SD Karten sind ein Klasse Beispiel. Bin deiner Meinung.Genau so wie viel …SD Karten sind ein Klasse Beispiel. Bin deiner Meinung.Genau so wie viel Kleinstelektroartikel..USB Sticks, Batterien,usw. Wäre auch ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Konzerne das ändern würden. Aber ganz ehrlich.....Das werden wir nicht ändern in dem wir Lebensmittel in Tupperdosen und Gläsern kaufen. Man müsste den Herstellern die Kosten der Entsorgung auferlegen, wie bei Elektroartikeln ( TV. etc). Wir das kleine Volk bezahlen mit den Müllgebühren die Entsorgung des ganzen Plastiks. Was meinst du wie schnell Hersteller nach Alternativlösungen suchen würden, wenn das so kommen würde


Nur du, mit deinem Kaufverhalten kannst etwas andern. Dann reagieren Firmen darauf und suchen nach neuen Lösungen.
therealpink17.10.2019 18:57

Das Zeug bei McDonalds ist doch eigentlich alles in Papier oder Papper …Das Zeug bei McDonalds ist doch eigentlich alles in Papier oder Papper eingepackt.Davon ab, wer geht da noch freiwillig hin?Ist ja ne nette Idee, ich halte es allerdings für Quatsch.Wo Plastik einfach überflüssig ist (Einweg-Kaffeebecher, Getränke, Gemüse, vieles mehr) gerne, aber jetzt die Tupperdosen wegschmeißen um Glas zu kaufen ist imho nicht sinnvoll. Ich nimm nen Beutel mit zum Bäcker und sag den Dame beim Metzger, dass sie das in (Verbund)papier eingeschlagene Fleisch nicht nochmal in ne Plastiktüte packen soll.Und wo hört man auf? Kosmetik? Zahnbürsten? Elektronik? Damenhygiene? Meine Brille? Dein Rollstuhl? Es ist ein Illusion, dass ein Leben in einem Industriestaat ohne Plastik möglich ist.


Es gibt wirklich genug Beispiele von Familien die Plastikfrei unterwegs sind. Klar, mein Rollstuhl ist nicht plastikfrei, so wie viele andere Dinge bei uns auch nicht. Darum geht es doch auch gar nicht. Niemand soll hier zum Hardliner werden. Ich möchte damit nur anregen seine Lebensmittel lokal zu kaufen, da dort am Meisten einzusparen ist und es nur ein Umdenken erfordert.
Old_Dude17.10.2019 19:17

SD Karten sind ein Klasse Beispiel. Bin deiner Meinung.Genau so wie viel …SD Karten sind ein Klasse Beispiel. Bin deiner Meinung.Genau so wie viel Kleinstelektroartikel..USB Sticks, Batterien,usw. Wäre auch ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Konzerne das ändern würden. Aber ganz ehrlich.....Das werden wir nicht ändern in dem wir Lebensmittel in Tupperdosen und Gläsern kaufen. Man müsste den Herstellern die Kosten der Entsorgung auferlegen, wie bei Elektroartikeln ( TV. etc). Wir das kleine Volk bezahlen mit den Müllgebühren die Entsorgung des ganzen Plastiks. Was meinst du wie schnell Hersteller nach Alternativlösungen suchen würden, wenn das so kommen würde


Ansatzgedanke ist gut, in der Praxis würde aber auch das wieder darin enden, dass die Preise erhöht werden, damit die Gewinnspanne nicht sinkt und doch wieder der Endverbraucher draufzahlt.

Grundsätzlich würde ich Plastik auch nicht verteufeln.

Denke den Ansatz muss man wirklich in der Entsorgung suchen. Vieles kann richtig entsorgt recycelt werden. Dies müsste nur eben auch entsprechend kontrolliert und „bestraft“ werden. Ein Umdenken fängt bei vielen leider erst an, wenn es im Geldbeutel weh tut

Btt: wer die Möglichkeit hat in der Nähe Hofläden oder Bauernmärkte zu nutzen, sollte dies tun.
Neben weniger Plastik- und mehr Mehrweg-Verpackung ist es dort oftmals sogar günstiger, da kein weiterer Händler mitverdienen möchte und auch Transportwege kürzer sind.
Zum Thema: in einer studentischen Hippiestadt wie Freiburg kann man prima Bio und unverpackt einkaufen. Bsp.laden: Glaskiste
Bearbeitet von: "Cascadeya" 17. Okt 2019
El_Lorenzo17.10.2019 19:31

Es gibt wirklich genug Beispiele von Familien die Plastikfrei unterwegs …Es gibt wirklich genug Beispiele von Familien die Plastikfrei unterwegs sind. Klar, mein Rollstuhl ist nicht plastikfrei, so wie viele andere Dinge bei uns auch nicht. Darum geht es doch auch gar nicht. Niemand soll hier zum Hardliner werden. Ich möchte damit nur anregen seine Lebensmittel lokal zu kaufen, da dort am Meisten einzusparen ist und es nur ein Umdenken erfordert.



Naja, wobei eine wirklich lokale Ernährung auch Illusion ist.
Wie soll denn der Ruhrpott 'lokal' ernährt werden? Das gilt für alle Ballungsgebiete.
Was wenn bei mir lokal nur Zuckerrüben und Mais für die Biogasanlage angebaut werden?
Man sollte imho die Auswirkungen der Menschheit nicht überschätzen. Im Endeffekt gibt es immer Veränderung auf dem Planeten, in Wirklichkeit sind das alles nur temporäre Phänomene. Mal Dinos, mal Menschen, mal heiß, mal kalt.
Zu glauben, dass wir da auf Dauer einen entscheidenden Einfluß drauf haben ist imho vermessen. Ein Blinzeln in der Erdgeschichte.
Reine Mode jetzt dem auf Ökozug hinterher zu hipstern.
Imperator_5817.10.2019 18:33

Da ich gerade 'Deal des Tages' McDonalds sehe, was ist überhaupt mit …Da ich gerade 'Deal des Tages' McDonalds sehe, was ist überhaupt mit denen, wann fangen die mal an was dagegen zu unternehmen?! Die Leute bestellen burger, welche einzeln in Plastik verpackt werden und landen direkt im Müll, da 90% davon umgehend nach dem kassiervorgang gegessen wird 🤙


Die paar Male, die ich Burger bei denen geholt habe, waren die in einer Art Butterbrotpapier eingewickelt. Ich habe allerdings auch stets "zum Sofortessen" geordert.
Was ist denn gewonnen, wenn das eingesparte Rohöl des Plastiks am Ende in einem Verbrennungsmotor landet?

Schlimmer ist doch die mangelnde Wertschätzung für Geschmack, Qualität und Herstellung. Im Aldi und Lidl-Land muss es doch vor allem billig sein.

Als Kind habe ich den Sommer oft in einem Schweizer Bergdorf verbracht. Die kleine Käserei mit dem unglaublich leckeren Bergkäse gibt immer noch:
"Cascharia Lumbrein: Im Sommer sind die Lumbreiner Kühe auf der Alp Staviala vedra (2000 m.ü.M). Dort werden sie vom Alppersonal betreut und zweimal täglich gemolken. Diese BIO-Alpmilch fliesst durch die Milchpipeline direkt von der Alp in die Käserei. Aus der Bio-Rohmilch stellen wir das ganze Jahr den Lumbreiner BIO-Käse, Bio-Butter, Bio-Rahm, Ziger und Lumbreiner-Fondue her."

Öffnungszeit ist immer noch 18-19 Uhr. Plastik war noch nie ein Thema - die Milch wird in die mitgebrachte Milchkanne geschüttet.
Gscheidhaferl17.10.2019 21:08

Was ist denn gewonnen, wenn das eingesparte Rohöl des Plastiks am Ende in …Was ist denn gewonnen, wenn das eingesparte Rohöl des Plastiks am Ende in einem Verbrennungsmotor landet?Schlimmer ist doch die mangelnde Wertschätzung für Geschmack, Qualität und Herstellung. Im Aldi und Lidl-Land muss es doch vor allem billig sein.Als Kind habe ich den Sommer oft in einem Schweizer Bergdorf verbracht. Die kleine Käserei mit dem unglaublich leckeren Bergkäse gibt immer noch: "Cascharia Lumbrein: Im Sommer sind die Lumbreiner Kühe auf der Alp Staviala vedra (2000 m.ü.M). Dort werden sie vom Alppersonal betreut und zweimal täglich gemolken. Diese BIO-Alpmilch fliesst durch die Milchpipeline direkt von der Alp in die Käserei. Aus der Bio-Rohmilch stellen wir das ganze Jahr den Lumbreiner BIO-Käse, Bio-Butter, Bio-Rahm, Ziger und Lumbreiner-Fondue her."Öffnungszeit ist immer noch 18-19 Uhr. Plastik war noch nie ein Thema - die Milch wird in die mitgebrachte Milchkanne geschüttet.


Wieso soll denn das eingesparte Rohöl in einem Verbrennungsmotor landen?
Im Gegenteil, die Produkte sind lokaler, daher wird sogar das noch eingespart.
Klasse Thema!
Wir beziehen seit knapp 2 Jahren regelmäßig so eine Kiste und sind von der Qualität der Produkte (bestellen dort überwiegend Obst & Gemüse) begeistert.
Für München + westliche Umgebung kann ich ganz klar die Kisten vom Amperhof empfehlen. (Im Westen von München der Konkurrent zur rollenden Gemüsekiste.)
Finde die Idee super, aber dann doch wieder
im Internet zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen, führt das Ganze doch ad absurdum.

In Köln gibt es die Gemüse-Koop auf Solidarprinzip. Wer bei der Ernte und Ausgabe hilft, zahlt weniger.

gemuesekoop.de/

Ansonsten statt wegzuwerfen, Foodsharing nutzen:
togoodtogo.de
El_Lorenzo17.10.2019 21:18

Wieso soll denn das eingesparte Rohöl in einem Verbrennungsmotor landen? …Wieso soll denn das eingesparte Rohöl in einem Verbrennungsmotor landen? Im Gegenteil, die Produkte sind lokaler, daher wird sogar das noch eingespart.


Weil die Menschheit den Rohstoff Öl nutzen wird, bis er komplett aufgebraucht sein wird.

Es wäre übrigens auch heutzutage schon ziemlich einfach Plastikverpackungen in vielen Bereichen durch kompostierbares Bioplastik, etwa aus Stärke, zu ersetzen. Das wäre weniger hipstermäßig und deutlich massentauglicher bei kleinerem Aufpreis und würde somit auch deutlich mehr bringen in der Summe.

Der Kunde entscheidet im Endeffekt über das Sortiment der Händler und hier muss man einfach feststellen, dass Lebensmittel hier einfach eine extrem niedrige (monetäre) Wertschätzung erfahren - auch geschuldet durch den ewigen Preiskampf der Discounter.

Ich bin mir auch nicht sicher, was genau deine Überschrift "direkt beim Bauern kaufen" mit einer Auflistung von Unverpackt-Läden zu tun hat - Märkte und Hofläden verstehe ich ja noch. Abgesehen davon sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine rein regionale Ernährung extreme Abstriche in vielen Bereichen mit sich bringen würde - gerade im Winter.

Und ja, ich habe mich mit den Thematiken durchaus auseinandergesetzt.
Old_Dude17.10.2019 18:56

Ist ja grundsätzlich eine Nette Idee, aber man muss die Sache auch mal aus …Ist ja grundsätzlich eine Nette Idee, aber man muss die Sache auch mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Das Problem ist nicht das Plastik an sich, sondern dessen Verwertung. Würden alle das gekaufte Plastik normgerecht entsorgen und es nicht in den Hausmüll oder dem Strand oder wo auch immer hinwerfen, hätten wir sehr wahrscheinlich das Plastikproblem überhaupt nicht.Es ist ja auch schön wenn jeder immer an das Essen denkt, aber was ist denn mit den ganzen Verpackungsmüll den wir mit unseren Technikkäufen fabrizieren? Geht irgendjemand in den Elektromarkt und sagt das er die Verpackung da lässt und wenn, warum wird alles mögliche dann Online gekauft? Richtig, ist oft teurer oder wir haben nicht die Zeit und Lust einzukaufen.Denkt mal drüber nach



Falsch! Aller Anfang ist gut... und glaub mir wer sowas wie Lorenzo macht, der geht auch weiter. Wir sind auch gerade dabei Verpackungsmüll massiv zu reduzieren... wenn meine Küche fertig ist werd ich mich auch ner lokalen Genossenschaft hier in Mannheim anschliessen. Die bewirtschaften gemeinsam Felder und teilen sich dafür die Ernte. Find ich geil.

CCC8617.10.2019 22:08

Weil die Menschheit den Rohstoff Öl nutzen wird, bis er komplett …Weil die Menschheit den Rohstoff Öl nutzen wird, bis er komplett aufgebraucht sein wird.Es wäre übrigens auch heutzutage schon ziemlich einfach Plastikverpackungen in vielen Bereichen durch kompostierbares Bioplastik, etwa aus Stärke, zu ersetzen. Das wäre weniger hipstermäßig und deutlich massentauglicher bei kleinerem Aufpreis und würde somit auch deutlich mehr bringen in der Summe.Der Kunde entscheidet im Endeffekt über das Sortiment der Händler und hier muss man einfach feststellen, dass Lebensmittel hier einfach eine extrem niedrige (monetäre) Wertschätzung erfahren - auch geschuldet durch den ewigen Preiskampf der Discounter.Ich bin mir auch nicht sicher, was genau deine Überschrift "direkt beim Bauern kaufen" mit einer Auflistung von Unverpackt-Läden zu tun hat - Märkte und Hofläden verstehe ich ja noch. Abgesehen davon sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine rein regionale Ernährung extreme Abstriche in vielen Bereichen mit sich bringen würde - gerade im Winter. Und ja, ich habe mich mit den Thematiken durchaus auseinandergesetzt.


Ich sehe keine echte Einschränkung durch saisonales EInkaufen. Gerade Obst/Gemüse schmeckt doch abseits der Saison eh tw. extrem Scheisse. Und ab und zu kann man sich ja auch mal was exotisches gönnen. Aber ganz ehrlich: Erdbeeren etc. im Winter... pfui deibel.
Dodgerone17.10.2019 23:53

Falsch! Aller Anfang ist gut... und glaub mir wer sowas wie Lorenzo macht, …Falsch! Aller Anfang ist gut... und glaub mir wer sowas wie Lorenzo macht, der geht auch weiter. Wir sind auch gerade dabei Verpackungsmüll massiv zu reduzieren... wenn meine Küche fertig ist werd ich mich auch ner lokalen Genossenschaft hier in Mannheim anschliessen. Die bewirtschaften gemeinsam Felder und teilen sich dafür die Ernte. Find ich geil.Ich sehe keine echte Einschränkung durch saisonales EInkaufen. Gerade Obst/Gemüse schmeckt doch abseits der Saison eh tw. extrem Scheisse. Und ab und zu kann man sich ja auch mal was exotisches gönnen. Aber ganz ehrlich: Erdbeeren etc. im Winter... pfui deibel.


Solches Obst esse ich sowieso nicht im Winter.

Hier findest du ein recht gutes Poster (zum Ausdrucken, wer daran Spaß hat), auf welchem eine Übersicht abgedruckt ist, was hier wann wächst: deutsches-obst-und-gemuese.de/sai…er/

Ob das eine Einschränkung bedeutet, kann nur jeder Einzelne für sich selbst entscheiden. Ich bezog mich aber darauf, wenn man wirklich alles nur noch aus regionalem Anbau bezieht und alles andere nicht konsumiert.
CCC8617.10.2019 22:08

Ich bin mir auch nicht sicher, was genau deine Überschrift "direkt beim …Ich bin mir auch nicht sicher, was genau deine Überschrift "direkt beim Bauern kaufen" mit einer Auflistung von Unverpackt-Läden zu tun hat - Märkte und Hofläden verstehe ich ja noch. Abgesehen davon sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine rein regionale Ernährung extreme Abstriche in vielen Bereichen mit sich bringen würde - gerade im Winter. Und ja, ich habe mich mit den Thematiken durchaus auseinandergesetzt.


Was ist daran nicht zu verstehen? Auch in den Läden werden halt lokale Erzeugnisse verkauft. Das ist der Sinn der ganzen Sache, dass das Gemüse nicht durch halb Europa gekarrt wird und man weiß wo die Sachen her kommen. Außerdem sind die Produkte zu einem Großteil Bio und da die Erzeuger bei den Läden über 80% der Einnahmen bekommen ist halt ein wirklich deutlicher Vorteil gegenüber Supermärkten, wo es meist unter 30% sind. So dass die Landwirte wieder mehr für ihre Ernte bekommen und der ganze Prozess wieder fairer gestaltet wird.
CCC8618.10.2019 07:04

Solches Obst esse ich sowieso nicht im Winter.Hier findest du ein recht …Solches Obst esse ich sowieso nicht im Winter.Hier findest du ein recht gutes Poster (zum Ausdrucken, wer daran Spaß hat), auf welchem eine Übersicht abgedruckt ist, was hier wann wächst: https://deutsches-obst-und-gemuese.de/saisonkalender/Ob das eine Einschränkung bedeutet, kann nur jeder Einzelne für sich selbst entscheiden. Ich bezog mich aber darauf, wenn man wirklich alles nur noch aus regionalem Anbau bezieht und alles andere nicht konsumiert.


Was fehlt dir denn, wenn du im Winter regional kaufst?
Tim17.10.2019 22:06

Finde die Idee super, aber dann doch wiederim Internet zu bestellen und …Finde die Idee super, aber dann doch wiederim Internet zu bestellen und sich nach Hause liefern zu lassen, führt das Ganze doch ad absurdum. In Köln gibt es die Gemüse-Koop auf Solidarprinzip. Wer bei der Ernte und Ausgabe hilft, zahlt weniger.http://www.gemuesekoop.de/Ansonsten statt wegzuwerfen, Foodsharing nutzen:togoodtogo.de


Hier fuhr ein Sprinter vom Brodowiner Hof und hat die Kisten verteilt. In unserer Straße allein 3 Kisten. Jetzt stell dir vor dieser eine Transporter würde nicht fahren, sondern die 50 Haushalte die er beliefert würden selbst zu dem Ort fahren wo er her kommt. Was ist da wohl sinnvoller? Meistens fährt ja doch kein Bus oder S Bahn zum Bio Hof und man muss das Auto sowieso nehmen.
Bearbeitet von: "El_Lorenzo" 18. Okt 2019
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