Muss man für Handyvertragsabschluss deutsch sprechen können?

War heute in eine Shop mit Planeten-Namen, als ich mitbekam wie ein Verkäufer zum Kunden (der seinen sprachlichen Fähigkeiten nach vielleicht noch nicht so lange in Deutschland lebt, aber sich doch durchaus verständlich machen konnte) sagte, dass wenn er für seine Mutter einen Mobilfunk-Vertrag abschließen wollte diese nicht nur selber vor Ort unterschreiben sondern auch selber deutsch sprechen können müsste.Denn falls mal was mit der Rechnung nicht stimmen würde und man dann mit dem Support sprechen müsste gäbe es sonst evtl. Probleme. ???

Das irritierte mich etwas, weil ich selber schon mit Leuten Verträge abschloss die noch kein Wort deutsch sprachen (zuletzt erst wieder für die Nichte einer Freundin, die hier zum Deutschlernen & dann zum Studieren hierher kam) und ich auch gerade deswegen überhaupt als Hilfe mit dabei war.

Ausweispapiere, Aufenthaltstitel, Bankkonto, Schufa, das verstehe ich ja noch alles, aber Sprachkenntnisse? Ist das wirklich so?

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Wenn die AGB nur in deutsch vorliegen, der Verkäufer aber damit rechnen muss, dass diese dem Kunden unmöglich zur Kenntnis gebracht werden können - wie kann er dann eine Unterschrift darunter akzeptieren?

18 Kommentare

Wenn die AGB nur in deutsch vorliegen, der Verkäufer aber damit rechnen muss, dass diese dem Kunden unmöglich zur Kenntnis gebracht werden können - wie kann er dann eine Unterschrift darunter akzeptieren?

Kann ich mir so nicht vorstellen, dass das Beherrschen der Sprache mandatorisch ist. Man sollte zwar wissen und verstehen, was man da unterschreibt, aber dafür ist man ja dann auch selber verantwortlich.

Deutsche Sprache ist nicht zwingend, wahrscheinlich wil er aber, dass Mutti versteht, was sie unterschreibt.

Kannst deine Frage ja mal an Herrn Solmecke stellen: wbs-law.de/

Muss doch jeder Anbieter selbst wissen, welche Anforderungen er an denjenigen stellt, mit dem er ein recht weit ausgestaltetes Vertragsverhältnis führt. Stichwort: Privatautonomie.
Grundsätzlich haben diese ihre Verträge aber auch durchaus in anderen Sprachen formuliert. Vielleicht konnte der Mitarbeiter vor Ort damit aber schlichtweg nicht dienen.

Wenn jemand nicht versteht was er unterschreibt ist das bei Verträgen sehr problematisch.

Ich habe dazu folgenden Artikel gefunden ->‌ Klick

Ihr glaubt gar nicht wieviele nicht deutsch sprechende Kunden bei so einer Kundenhotline anrufen und dann erwarten, dass man sie versteht und Ihnen weiterhilft

Naja, mir kam das fast ein wenig vor wie als wollten die jenes süd-osteuropäisches Grüppchen einfach nur verscheuchen.

xmetal

Wenn die AGB nur in deutsch vorliegen, der Verkäufer aber damit rechnen muss, dass diese dem Kunden unmöglich zur Kenntnis gebracht werden können - wie kann er dann eine Unterschrift darunter akzeptieren?



Stellt euch nicht so an. Kein Mensch liest die AGB und wieso sollte man das unbedingt erwarten. Schließlich ist auch das Zeug was drin steht auch nicht verständlich. Wenn du als Tourist eine Prepaidkarte kaufst liest du doch auch nicht die AGB auf chinesisch, kroatisch oder sonst was.
Bearbeitet von: "Nazar" 11. September

Ist doch die ganz große Masche der meisten Mobilfunkanbieter im Moment, sie lassen Flüchtlinge horrend teure Verträge abschließen ohne inklusiv Minuten und Volumen usw bzw mit teuren Auslandsgesprächskosten. Die verstehen die Konditionen verständlicherweise nicht und dürfen sich später darüber wundern, wenn Mahnungen mit mehreren tausend € Kosten anfallen.
Wundert mich, dass dieser Händler so vorsichtig ist.

fhz

Naja, mir kam das fast ein wenig vor wie als wollten die jenes süd-osteuropäisches Grüppchen einfach nur verscheuchen.


Kennst du die Personen also doch? Oder wie kommst du auf ein "süd-osteuropäisches Grüppchen"?

Aber letztendlich hast du wohl Recht und bist auf dem richtigen Weg. Der Verkäufer hat erkannt, dass die eigentliche Kundin wohl nicht aus Deutschland kommt und/oder der deutschen Sprache nicht mächtig ist und somit sie lieber "schützen" wollte. Und das geht eben mal sowas von gar nicht! Das ist Geld, was dem deutschen Staat entgeht! Und das kann einfach nicht sein! Ruf am besten schnell den Hallaschka oder besser gleich den Springer an, die sind spezialisiert auf solche Fälle.

Krummi

Ist doch die ganz große Masche der meisten Mobilfunkanbieter im Moment, sie lassen Flüchtlinge horrend teure Verträge abschließen ohne inklusiv Minuten und Volumen usw bzw mit teuren Auslandsgesprächskosten. Die verstehen die Konditionen verständlicherweise nicht und dürfen sich später darüber wundern, wenn Mahnungen mit mehreren tausend € Kosten anfallen. Wundert mich, dass dieser Händler so vorsichtig ist.


Und das System geht wunderbar auf. Nach ein paar Monaten sind die Leute nicht mehr zu greifen und Die Prämie ist lange sicher kassiert.

xmetal

Wenn die AGB nur in deutsch vorliegen, der Verkäufer aber damit rechnen muss, dass diese dem Kunden unmöglich zur Kenntnis gebracht werden können - wie kann er dann eine Unterschrift darunter akzeptieren?


Je nachdem was auf dem Spiel steht, sollte man aber in der Lage sein die zu lesen wenn Mangas wissen will.

beneschuetz

Deutsche Sprache ist nicht zwingend, wahrscheinlich wil er aber, dass Mutti versteht, was sie unterschreibt.


Denke auch dass er sie nur schützen wollte und vor allem kein bock auf eine schreiende Mutti nachdem die Prämien weg sind und der Vertrag 60€ kostet. Zumal sie dann runerzählen wird dass das alles Verbrecher sind. So wie meine Nachbarin... Wer schließt eigentlich noch im Saturn diese Verträge ab? Das habe ich genau ein Mal gemacht. Mit meinem ersten o2 Vertrag. Mit Jamba Option.

Du hast es doch selber geschrieben.
Versteh nicht mal im Ansatz, wie man dann zu der Frage kommen kann, außer um es wie in den Kommentaren von dir passiert, das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Er wollte einen Vertrag für seine Mutter abschließen. Die zufälliger Weise nicht dabei war.

Das funktioniert schon mal gar nicht.

Oder möchtest du das deine Tochter, Sohn, Sauffkumpel oder wer auch immer ohne dein Beisein, einen Vertrag für dich abschließen kann?

Ja dieser böse Verkäufer, der keinen Vertrag auf jemanden schreiben möchte, der nicht da ist und sich noch die Märchen aus 1001 einer Nacht anhören darf, ist da natürlich der Böse. War bestimmt ein AfD Wähler, der denen nichts gegönnt hat.

Natürlich kann er nicht einfach die Warheit sagen, wenn es ihm dubios vorkommt. Besonders wenn es ein kleines Grüppchen ist.

Ich habe von 15Jahre selber in dieser Branche gearbeitet und da war es schon das selbe. Mit geklauten KK, Ausweiß usw.

Das waren auch immer kleine südländische Gruppen. Entweder man bekam ein tolles Angebot ,über die KK auch noch was für sich selbst zu kaufen,mit einen Vertrag abzuschließen oder man wurde einfach bedroht.
Später kamen auch osteuropäische Grüppchen, mit diesen Angeboten vorbei.

Und jetzt halt dich fest, sogar unsere türkischen Kollegen haben keine Geschäfte mit denen gemacht.

Ist aber auch schon witzig, wenn sie KK und Ausweise von Peter Müller unter deine Nase halten, kaum ein Wort deutsch sprechen und immer den Daumen auf dem Ausweisbild haben. Davor noch etwas durch den Laden schlendert und sich mehr die Decke angeschaut haben, als die Vitrinen.


Ein Verkäufer wird also sicherlich nicht einfach so einen Umsatz ausschlagen, sondern seine Gründe haben.
Man kennt seine Aspiranten und leider ist man zu oft noch gezwungen, dabei freundlich zu bleiben.


Da es dir aber soviel Kopfzerbrechen bereitet, hättest du doch für seine Mutti, den Vertrag abschließen können oder einfach mal den Verkäufer in Ruhe danach gefragt.
Er ist nämlich der Einzige, der dir die Situation erklären könnte.
Aber lieber stellt man im Netz irgendwelche Vermutungen an. Vielleicht ist es sogar eine Verschwörung, dieses bösen Marktes mit einem Planten als Namen.

Wer irgendwo Sarkasmus finden sollte, kann ihn behalten.

okolyta

Wer irgendwo Sarkasmus finden sollte, kann ihn behalten.



X) X) X)
Du bist aber angefressen heute, versteh ich gut, ging mir gestern so...

Virtuelles Highfive und Snickers für dich!
X) X) X)

dodo2

Ihr glaubt gar nicht wieviele nicht deutsch sprechende Kunden bei so einer Kundenhotline anrufen und dann erwarten, dass man sie versteht und Ihnen weiterhilft


Als ob bei allen Hotlines nur Muttersprachler sitzen und alle Hotline-Zentren im Inland liegen würden

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