ABGELAUFEN

Nachweis bei Briefversand

Hallo,

da ich nicht jeden Tag einen Brief versende habe ich diesbzgl 2 Fragen zur Nachweispflicht:

1. ist generell der Versender für den Nachweis verpflichtet (bei Verlust od. angeblicher Nichtzustellung)

2. wie verhält sich das bei Briefen aus der Schweiz

Hintergrund: im ersten Falle bin ich Verkäufer, im zweiten Käufer. Möchte nur sicher gehen, dass ich in beiden Fällen keinen Bock schieße.

Danke

12 Kommentare

1. Nein
Du einigst dich natürlich mit dem Käufer auf die gewünschte Versandart, ob versichert oder nicht...

folgendes szenario: ich einige mich in beiden fällen auf unversichert.
im ersten fall erhält der empfänger angeblich den brief nicht, im zweiten fall erhalte ich aufgrund von postproblemen den brief nicht.
wer hat den schaden bzw. den Nachweis zu erbringen?

Wenn der Käufer per Paypal zahlt wäre ich ganz vorsichtig, die scheißen auf das Gesetz. Wenn du nicht nachweist du hast den Brief abgeschickt = Pech

folgendes szenario: wir einigen uns auf unversicherten versand.

1. der brief kommt tatsächlich nicht an und wird von der post verdaddelt
2. der empfänger "erhält den brief nicht"

wer hat die nachweispflicht?

Bei Privatveräufen haftet (in Deutschland) grundsätzlich der Käufer fürs Versandrisiko; sonst der gewerbliche Verkäufer.

Paypal schreibt nach AGB einen Nachweis vor und das ist natürlich legal (und auch legitim, niemand wird gezwungen PP zu nutzen).

Aber per Brief versendete Ware sind ja oft Gutscheine oder Tickets und die sind von Paypal ohnehin ausgenommen vom Käuferschutz. Außerdem gibt es die unter-25-Euro-Ausnahmeregel.

d.h., dass es bei folgendem Szenario wie folgt wäre:

1. Ich versende unversichert als privater einen brief der angeblich nicht ankommt und der Käufer haftet?!

2. Ich empfange den unversicherten Brief aus der Schweiz nicht und bleibe auf dem Schaden sitzen?!

1. ja genau, wenn Privatverkauf.

Zur Schweiz - keine Ahnung wie die Rechtslage dort ist und wie es dann bei Grenzübertritt aussieht. Aber gerade bei Ausland wäre ich noch vorsichtiger, denn selbst wenn die Gegenseite haftet wird es sehr schwierig sein Recht zu bekommen/durchzusetzen.

1. Du lässt dem Käufer die Wahl ob er versicherten oder unversicherten Versand zahlen möchte...

Bei dem Kauf eines Privatkäufers bei einem gewerblichen Händler grundsätzlich das Versandrisiko beim Händler liegt. (im deutschen Privatrecht, Schweiz kA)
(B2B und C2C Versandverkäufe sind anders: Siehe Michalala und meinen Korrekturbeitrag weiter unten)

Jetzt mal ohne laienhafte rechtliche Aussagen:
Es gibt ja immer eine Vielzahl an Eckdaten die man berücksichen sollte.

Wie hoch ist der Wert der Sendung? (Kann ich den Verlust verschmerzen)

Halte ich den Verlust für wahrscheinlich? (nicht wirklich leicht zu beantworten, aber das Reclam Heft kommt wohl nicht so schnell weg wie der Goldbarren)

Wie groß ist das Vertrauen in den "Geschäftspartner"? Bei Ebay kann man die Bewertungen betrachten, nutzt man als Käufer Paypal, hat man nicht die schlechtesten Möglichkeiten sein Geld im Falle des Verlustes zurückzuholen und kann auch mit negativer Bewertung drohen. Heißt umgekehrt aber auch, dass man als Verkäufer besser einen Beleg für den Versand und die Zustellung der Sendung hat.

Wie auch immer, ich versende nur mit Versandnachweis wenn ich etwas verkaufe, da man damit viele Probleme ausschließen kann. Davon haben beide (Käufer und Verkäufer) was. 2,05 Euro zusätzlich für die Einschreiben-Option beim Brief sich nicht viel. Bei Paketen, muss man halt die verschiedenen Anbieter vergleichen.




Grundsätzlich hat nicht die Bedeutung "immer", aber eben sofern nichts anderes vereinbart wurde. Ich verstehe dein Argument nicht so ganz, warum nicht grundsätzlich der Käufer haften würde.



Michalala

Grundsätzlich hat nicht die Bedeutung "immer", aber eben sofern nichts anderes vereinbart wurde. Ich verstehe dein Argument nicht so ganz, warum nicht grundsätzlich der Käufer haften würde.


Du hast recht, sowohl beim B2B als auch beim C2C Verkauf geht die Haftung bereits bei der Übergabe an den Versanddienstleister auf den Käufer über. (Ausnahme: es ist anders vereinbart oder es wird nicht der vereinbarte oder von Käufer gewünschte Versanddienstleister gewählt). Meine Erinnerung an die entsprechenden Vorlesungen ist wohl nicht mehr die Beste...

Ich editiere meinen obigen Beitrag!

Ich weis der Thread ist alt, aber schlichtweg irreführend.
Auch bei einem Privat zu Privat Geschäft müssen beide Seite ihren Teil einhalten und nachweisen können. Der Käufer bezahlt, der Verkäufer übergibt an das Versandunternehmen. Der Käufer haftet zwar versichert oder unversichert für den Versand, aber nur wenn der Verkäufer den Versand auch nachweisen kann. Das heißt also dass, selbst wenn der Kunde zwischen versichert und unversichertem Versand wählen kann, der Verkäufer für den Versand haftet wenn er ihn nicht nachweisen kann.
Ich gebe natürlich keine Gewähr auf meine Aussagen
Grüße,
Ich

Dein Kommentar
Avatar
@
    Text
    Top Diskussionen
    1. Preisvorschläge bei Ebay - automatisch akzeptieren22
    2. Groupon löscht Gutscheine im Nachhinein - Neue Masche?610
    3. Antivirus für Handy kostenlos1113
    4. Dell Cashback Lieferdatum oder Bestelldatum bei Ebay ausschlaggebend? Und w…11

    Weitere Diskussionen