Nebenkostenabrechnung - Grundsteuer starker Anstieg

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eingestellt am 9. Sep
Hallo zusammen,

in meiner Nebenkostenabrechnung für 2019 ist wie immer der Posten Grundsteuer enthalten. Nachdem er über Jahre konstant war hat er sich nun über 50% erhöht.
Die Hausverwaltung hat sich schön öfters als unfähig erwiesen. Aber bevor ich da auf die Barrikaden gehe wollte ich mal nachfragen ob sich hier jemand auskennt.

Gibt es plausible Gründe für eine (so starke) Erhöhung?

Es geht um Stuttgart und es gab sogar eine Senkung des Hebesatzes von 2018 auf 2019:
stuttgart.de/rat…php

An der Verteilung auf die Mietparteien liegt es auch nicht, die Erhöhung ist in den Gesamtkosten.

Vielen Dank im Voraus!
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Es gab doch eine Reform der Grundsteuer wenn ich mich nicht irre.
36 Kommentare
Es gab doch eine Reform der Grundsteuer wenn ich mich nicht irre.
Die Reform führte wahrscheinlich dazu, dass du übermässig benachteiligt wurdest.

Hebesatz für Grundsteuer B wurde auf 520 Prozent festgesetzt oder noch höher?
Bearbeitet von: "headhunter74" 9. Sep
Lt. Wikipedia: „Die Frage sei nun, was auf die Steuerpflichtigen bei der neuen Grundsteuer genau zukommt. Bis 1. Januar 2022 müssen alle Grundstücke in Deutschland neu bewertet werden, danach alle sieben Jahre. Die neue Grundsteuer soll erstmals am 1. Januar 2025 fällig werden.“
Bearbeitet von: "Aushilfsmafiosi" 9. Sep
Wohnst du da schon länger, oder erst letztes Jahr eingezogen?
Keeper09.09.2020 18:35

Wohnst du da schon länger, oder erst letztes Jahr eingezogen?


„Nachdem er über Jahre konstant war hat er sich nun über 50% erhöht.“
Dieser_Typ09.09.2020 18:38

„Nachdem er über Jahre konstant war hat er sich nun über 50% erhöht.“


Tja, aber das wäre halt eine mögliche Erklärung gewesen.
Ruf bei der Hausverwaltung an oder bei der Stadtkämmerei.
Die Hausverwaltung muss auf Anfrage offenlegen, wie Sie zu diesem Ergebnis gekommen sind.
Frag daher noch, ob da ein Fehler vorliegt oder lass dir die Nachweise dafür zeigen.
Bearbeitet von: "Cahuella" 9. Sep
Cahuella09.09.2020 19:31

Die Hausverwaltung muss auf Anfrage offenlegen, wie Sie zu diesem Ergebnis …Die Hausverwaltung muss auf Anfrage offenlegen, wie Sie zu diesem Ergebnis gekommen sind.Frag daher noch, ob da ein Fehler vorliegt oder lass dir die Nachweise dafür zeigen.



Ja darauf wird es wohl hinauslaufen, aber ich wollte mir vorher schon mal "Munition" anlesen, wie ich ins Rennen gehe.

Sollte es außer dem Hebesatz (der sich ja sogar gesenkt hat) keine Stellschraube geben, wäre das ja eine unkritische Sache...
Cahuella09.09.2020 19:31

Die Hausverwaltung muss auf Anfrage offenlegen, wie Sie zu diesem Ergebnis …Die Hausverwaltung muss auf Anfrage offenlegen, wie Sie zu diesem Ergebnis gekommen sind.Frag daher noch, ob da ein Fehler vorliegt oder lass dir die Nachweise dafür zeigen.


Das stimmt, zahlen muss man erst mal trotzdem „unter Vorbehalt“ (oder so ähnlich). Bei Fehlern gibts dann Geld zurück.
Christopher_M.09.09.2020 19:49

Das stimmt, zahlen muss man erst mal trotzdem „unter Vorbehalt“ (oder so äh …Das stimmt, zahlen muss man erst mal trotzdem „unter Vorbehalt“ (oder so ähnlich). Bei Fehlern gibts dann Geld zurück.



Darüber lässt sich streiten. Im Zweifel würde ich nur den strittigen Betrag einbehalten.
Also beispielsweise die Erhöhung der Grundsteuer nachzahlen, sobald der Sachverhalt aufgeklärt wurde.
Die unstrittigen Posten sollten natürlich sofort bezahlt werden.

Einfacher ist es aber, eventuell telefonisch einfach kurz nachzufragen.
Da spart man sich unter Umständen viel Papierkram.

@Sche Ja ist klar, das zahlen wir bestimmt über unsere Nebenkostenabrechnungen
Bearbeitet von: "Cahuella" 9. Sep
Cahuella09.09.2020 19:57

Darüber lässt sich streiten. Im Zweifel würde ich nur den strittigen Be …Darüber lässt sich streiten. Im Zweifel würde ich nur den strittigen Betrag einbehalten.Also beispielsweise die Erhöhung der Grundsteuer nachzahlen, sobald der Sachverhalt aufgeklärt wurde.Die unstrittigen Posten sollten natürlich sofort bezahlt werden.Einfacher ist es aber, eventuell telefonisch einfach kurz nachzufragen.Da spart man sich unter Umständen viel Papierkram.@Sche Ja ist klar, das zahlen wir bestimmt über unsere Nebenkostenabrechnungen



Das ist eine Rechnung. Da kann man sich nicht aussuchen, was man zahlt. Sonst darf der Vermieter/ Verwalter mahnen
@Christopher_M. Das ist schlicht und ergreifend nicht richtig.
Dann kann ich dir auch einfach irgendeine Rechnung schreiben.
Stell dir vor da verrutscht ein Komma einfach um zwei Stellen, da sind falsche Posten drauf oder ähnliches.
Du musst keine Rechnung bezahlen, die nicht klar nachvollziehbar ist.
Das kannst du glauben oder auch nicht.

Und wenn ein eigentlich fixer Posten plötzlich so stark steigt, dann ist die Rechnung ohne Nachweis eben nicht mehr nachvollziehbar. In solchen Fällen ist es nicht außergewöhnlich, erst einmal die unstrittigen Posten zu bezahlen.
Bearbeitet von: "Cahuella" 9. Sep
Christopher_M.09.09.2020 20:30

Das ist eine Rechnung. Da kann man sich nicht aussuchen, was man zahlt. …Das ist eine Rechnung. Da kann man sich nicht aussuchen, was man zahlt. Sonst darf der Vermieter/ Verwalter mahnen


Und der kann man nicht widersprechen? Und, was soll dann passieren, wenn der strittige Betrag einbehalten wird?
Schreib die Stadt an, sie sollen die Höhe der Grundsteuer des Grundstücks liefern.

Es könnte auch sein, dass die Höhe von der Stadt falsch berechnet wurde, dann einfach widersprechen.
Bearbeitet von: "boerse" 9. Sep
boerse09.09.2020 20:55

Schreib die Stadt an, sie sollen die Höhe der Grundsteuer des Grundstücks l …Schreib die Stadt an, sie sollen die Höhe der Grundsteuer des Grundstücks liefern.Es könnte auch sein, dass die Höhe von der Stadt falsch berechnet wurde, dann einfach widersprechen.


Die Stadt liefert ihm garnichts - Steuergeheimnis.
Der Vermieter bzw. die Hausverwaltung ist sein Ansprechpartner und zur Auskunft verpflichtet.
Bearbeitet von: "suedpol" 10. Sep
suedpol09.09.2020 20:59

Die Stadt liefert im garnichts - Steuergeheimnis.Der Vermieter bzw. die …Die Stadt liefert im garnichts - Steuergeheimnis.Der Vermieter bzw. die Hausverwaltung ist sein Ansprechpartner und zur Auskunft verpflichtet.


Wenn die Auskunft geweigert wird, dann einfach nicht zahlen, da die Höhe unbekannt ist. Steuergeheimnis trifft hier nicht zu, da er diese Steuer (wenn auch anteilig, spielt keine Rolle) zahlen muss.
boerse09.09.2020 21:06

Wenn die Auskunft geweigert wird, dann einfach nicht zahlen, da die Höhe …Wenn die Auskunft geweigert wird, dann einfach nicht zahlen, da die Höhe unbekannt ist. Steuergeheimnis trifft hier nicht zu, da er diese Steuer (wenn auch anteilig, spielt keine Rolle) zahlen muss.


Ironie bitte kennzeichnen oder meinst Du das wirklich ernst?
boerse09.09.2020 21:06

Wenn die Auskunft geweigert wird, dann einfach nicht zahlen, da die Höhe …Wenn die Auskunft geweigert wird, dann einfach nicht zahlen, da die Höhe unbekannt ist. Steuergeheimnis trifft hier nicht zu, da er diese Steuer (wenn auch anteilig, spielt keine Rolle) zahlen muss.



Nicht dein ernst, oder?
Mckick09.09.2020 21:07

Ironie bitte kennzeichnen oder meinst Du das wirklich ernst?


Im Ernst. Er muss die Steuer zahlen, daher soll die Höhe ihm bekannt sein. Punkt.
boerse09.09.2020 21:09

Im Ernst. Er muss die Steuer zahlen, daher soll die Höhe ihm bekannt sein. …Im Ernst. Er muss die Steuer zahlen, daher soll die Höhe ihm bekannt sein. Punkt.


Sicher und dann sollte er sich vom Finanzamt noch die Steuererklärung des Vermieters holen, schließlich zahlt er ja einen Teil seiner Einkünfte. Punkt!
boerse09.09.2020 21:09

Im Ernst. Er muss die Steuer zahlen, daher soll die Höhe ihm bekannt sein. …Im Ernst. Er muss die Steuer zahlen, daher soll die Höhe ihm bekannt sein. Punkt.



Dann informier dich vielleicht noch mal, wer der Steuerpflichtige ist. Tipp: Es ist nicht der Mieter, auch wenn er den Betrag letztendlich aufgebrummt bekommt.
Leute, er hat doch schon die Nebenkostenabrechnung für 2019 bekommen, wo der Posten Grundsteuer befindet. Also ist es kein Geheimnis mehr. Da ein erheblicher Unterschied mit dem Vorjahr ist (über 50%), ist bestimmt ein Fehler. Wahrscheinlich technischer. Die Gegenseite ist in der Pflicht, zu widerlegen und die korrekte Höhe zu benennen. Punkt.
Bearbeitet von: "boerse" 9. Sep
boerse09.09.2020 21:13

Leute, er hat doch schon die Nebenkostenabrechnung für 2019 bekommen, wo …Leute, er hat doch schon die Nebenkostenabrechnung für 2019 bekommen, wo der Posten Grundsteuer befindet. Also ist es kein Geheimnis mehr. Da ein erheblicher Unterschied mit dem Vorjahr ist (über 50%), ist bestimmt ein Fehler. Wahrscheinlich technischer. Die Gegenseite ist in der Pflicht, zu widerlegen und die korrekte Höhe zu benennen. Punkt.



Meld dich doch bitte einfach nicht bei Diskussionen mit irgendwelchen Behauptungen zu Wort, wenn du zum Thema nicht mal Grundlagenwissen besitzt.
suedpol09.09.2020 20:59

Die Stadt liefert im garnichts - Steuergeheimnis.Der Vermieter bzw. die …Die Stadt liefert im garnichts - Steuergeheimnis.Der Vermieter bzw. die Hausverwaltung ist sein Ansprechpartner und zur Auskunft verpflichtet.


Ich schicke meinem Mieter immer eine Kopie der Grundsteuer mit bei der Jahresabrechnung. Ist fair und er weiß dann das alles korrekt für seine Wohnung läuft. Über die Stadt oder Hausverwaltung würde er wirklich keine Info bekommen, das stimmt.
Ich würde einfach die Stadt anschreiben und die Antwort abwarten. Fertig. Danach die Hausverwaltung. Bis alles geklärt ist, nicht zahlen, da die Höhe unbekannt.
Dümmere Vorschläge als vom User boerse wirst du kaum mehr bekommen, greif schnell zu @brokz.
Nur um es auch noch eingeworfen zu haben:
Vertragspartner ist der Vermieter.
Von dem solltest du Auskunft verlangen, die Gemeinde wird dir mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Auskunft geben und müssen.
Bearbeitet von: "Cahuella" 9. Sep
Mit der Grundsteuerreform hat die Erhöhung nichts zu tun. Diese kommt erst noch. Es kann bei unveränderten Hebesatz oder sogar gesunkenen Hebesatz vielmehr nur eine Wertfortschreibung des Einheitswertes (Erhöhung) erfolgt sein (Fehlerkorrektur oder Baumaßnahmen). Es spricht bei einer so heftigen Erhöhung viel dafür, dass dies rückwirkend für ein paar Jahre erfolgt ist und in dem Erhöhungsbetrag auch Nachzahlungen für die Vorjahre enthalten sind. Die Nachforderung dieser Beträge gegenüber einem Mieter sollte verjährt sein. Ansonsten liegt ein Fehler nahe.

Edit: Du hast ein Einsichtsrecht in die Belege beim Vermieter bzw. der Hausverwaltung.
Bearbeitet von: "micha2500" 9. Sep
micha250009.09.2020 21:31

Mit der Grundsteuerreform hat die Erhöhung nichts zu tun. Diese kommt erst …Mit der Grundsteuerreform hat die Erhöhung nichts zu tun. Diese kommt erst noch. Es kann bei unveränderten Hebesatz oder sogar gesunkenen Hebesatz vielmehr nur eine Wertfortschreibung des Einheitswertes (Erhöhung) erfolgt sein (Fehlerkorrektur oder Baumaßnahmen). Es spricht bei einer so heftigen Erhöhung viel dafür, dass dies rückwirkend für ein paar Jahre erfolgt ist und in dem Erhöhungsbetrag auch Nachzahlungen für die Vorjahre enthalten sind. Die Nachforderung dieser Beträge gegenüber einem Mieter sollte verjährt sein. Ansonsten liegt ein Fehler nahe.Edit: Du hast ein Einsichtsrecht in die Belege beim Vermieter bzw. der Hausverwaltung.


Vielen Dank, genau nach sowas habe ich gesucht. Das Einsichtsrecht steht sogar auf der Abrechnung drauf, aber ohne vorher sowas mit der rückwirkenden Korrektur schon mal gehört zu haben, hätte ich dann auch nur gesehen "Abrechnungsbetrag stimmt mit Steuerebscheid überein" und gedacht es passt.

In dem Jahr wurde übrigens das halbe Dach neu gedeckt, kann das den EInheitswert erhöhen?
Baumaßnahmen wirken erst immer ab dem Folgejahr (Feststellung auf den 01.01. nach den da gültigen Verhältnissen). Die Gründe für eine Erhöhung können vielfältig sein. Unproblematisch kannst du prüfen, ob Nachzahlungen für Vorjahre enthalten sind. Dann müsstest du dich mit der Verjährung belesen (ist glaube ich umstritten). Ansonsten kannst du noch prüfen, ob alle Gebäudeteile gleichwertig sind. So führt z.B. eine gewerbliche Nutzung / freiberufliche Nutzung allein für diese Teile zum Teil zu Erhöhungen von locker 50%, was dann jedoch nicht deine Baustelle wäre, sondern die des gewerblichen Nutzers. Eine Aufteilung nach qm wäre dann nämlich vermutlich nicht mehr sachgerecht. Dafür müsstest du den alten und neuen Einheitswertbescheid vergleichend auseinander nehmen und natürlich Ahnung von der Sache haben, sonst wird das schwer. Bei mir war es z.B. so, dass durch den Einbau einer Zentralheizung eine Wertfortschreibung (einziger wertbeeinflussender Faktor bei einer Komplettsanierung) durchgeführt wurde. Man hat dann statt den tatsächlichen Mieten 1935 (Gebäude liegt in den neuen Ländern) eine fiktive Miete genommen. Folge: Wohnnutzung von 0,40 Mark auf 0,80 Mark und Gewerbenutzung von 0,40 Markt auf 1,20 Mark. Einheitswert hat sich um Faktor 2,5 erhöht. Statt Komplettsanierung wäre das gleiche Ergebnis bei alleinigen Einbau einer Zentralheizung bei ansonsten unveränderten Bauzustand erfolgt. Das ist der Grund, warum das verfassungswidrig ist.
ich liebe es vermieter zu sein
Du findest den aktuellen Hebesatz nicht auf der Internetseite deiner Stadt
intus10.09.2020 15:30

Du findest den aktuellen Hebesatz nicht auf der Internetseite deiner Stadt


stuttgart.de/rat…php

Der Eintrag "Die Hebesätze (in v.H.) in Stuttgart seit 1990." (letzte Zeile 2020) unter obigem Link sagt was anderes.
Baroenchen09.09.2020 22:16

ich liebe es vermieter zu sein


Und ich hasse es. Nix als Ärger...Man sollte nur noch Garagen vermieten. Gute Rendite und kaum Probleme.
Ollimausi11.09.2020 20:05

Und ich hasse es. Nix als Ärger...Man sollte nur noch Garagen vermieten. …Und ich hasse es. Nix als Ärger...Man sollte nur noch Garagen vermieten. Gute Rendite und kaum Probleme.


ja Parkplätze sind der absolute Wahnsinn XD.
Bei wohnungen verzichte ich gern auf ein paar euro im jahr, wenn ich dafür ein gutes gefühl bei mieter habe. aber klar, man kann den leuten nicht ins innere schauen.
aber bei Problemen führe ich genau ein nettes aber klares gespräch und wenn das nicht fruchtet, ab zum anwalt.
Bearbeitet von: "Baroenchen" 11. Sep
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