Neuer Kindersitz -> muss es wirklich ein Reboarder sein?

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eingestellt am 22. Nov 2020
Servus liebe Community

bevor ich zu meinem Anliegen komme.
Ich möchte mir hier NICHT das Okay holen, um am Kindersitz zu sparen.
Ich hoffe lediglich ein paar Erfahrungen von anderen Eltern zu erhalten.

Wir suchen aktuell neue Kindersitze (3 Stück) für meine 15 Monate alte Tochter.
Diese passt inzwischen nicht mehr in die Maxi Cosi Babyschale, daher müssen neue her.

Nach dem ich mich die letzte Woche enorm viel damit beschäftigt habe, stand für mich eigentlich fast fest, das es kein Reboarder wird.
Gründe dafür:
- nimmt enorm viel Platz weg. (Wir fahren nur Golf und Polo)
- Sitzposition ist in meinen Augen unkomfortabel, wenn ich sehe wie manche Kinder ihre Beine anwinkeln müssen.
- finanziell kosten die natürlich ne ganze Stange Geld. (Nein ich möchte nicht auf Krampf an der Sicherheit sparen, es muss aber mit dem Nutzenfaktor passen)

Mir stellt sich einfach die Frage: Muss es ein Reboarder sein?

Wann nutzen wir die Sitze?
In der Woche fährt die kleine höchstens mal 5-10km mit zum einkaufen.
Am WE geht es dann vielleicht mal in den Zoo.
Die Großeltern holen die kleine 1x die Woche ab (ca. 5km)
Längere Strecken -> 2x im Jahr 500km bis an die Ostsee.

Wie ihr seht fahren wir recht wenig Auto.

Am liebsten wäre mir ein ordentlicher Kindersitz (3 Stück) von Cybex, Britax Römer oder Maxi Cosi mit 5 Punkt Gurt und Isofix, welcher alle Gruppen (9-36kg) abdeckt.
Mir ist bewusst das die Sitze mit Fangkörper nach vorne die sichersten sind, aber auch mit diesen Sitzen haben viele Kinder ihre Probleme. Ausschließen will ich diese aber nicht!

Nun habe ich mich gestern mal vor Ort beraten lassen und bin total verunsichert.
Die Kollegin (welche in meinen Augen wirklich auch Ahnung hatte) schüttelte sofort mit dem Kopf, als ich sagte 9-36kg und vorwärtsgereichtet.

1.
Seien die Sitze von 9-36Kg nichts halbes und nix ganzen, weil vor allen der Seitenaufprallschutz sowie die Kopfstütze einfach nicht in der richtigen Höhe für die kleinen Mäuse in dem Alter sind.
2.
Unbedingt einen Reboarder kaufen -> Alles andere ist unverantwortlich! (so brachte sie mir das ganze tatsächlich auch rüber)
3.
definitiv einen Sitz von 9-18Kg, welcher viel besser an die Kinder in dem Alter angepasst sind.

Ich komme selbst aus dem Vertrieb und weis das die Verkäufer an so nem Reboarder wahrscheinlich auch das meiste verdienen, aber irgendwie hatte ich trotzdem nie das Gefühl das sie mir nur etwas teures verkaufen möchte.

Den Laden habe ich am Ende noch verunsicherter verlassen, als wie ich ihn betreten hatte.

Nun muss ich für Uns aber dennoch entscheiden, was für Sitze es werden.
Ich tendiere immer noch zum vorwärtsgerichteten Kindersitz mit Isofix und 5 Punkt Gurt.
Auch da gibt es Sitze, die mit ähnlichen Noten wie die Reboarder und die die Sitze mit Fangkörper abschneiden. (ADAC)
Ich frage mich allerdings wirklich, warum inzwischen soviel Hersteller Sitze mit 9-36Kg herstellen, obwohl die letztendlich beim Thema Sicherheit nicht das bieten können was Sitze mit 9-18kg bieten.
Ist es tatsächlich die Bequemlichkeit der Käufer nur einen Sitz kaufen zu wollen?
Was habt ihr für Erfahrungen mit euren Sitzen gemacht?
Hat von Euch tatsächlich schon mal jemand schwerere Unfälle gehabt, bei welchen der Kindersitz versagt hat? (Ich hoffe nicht)

Letztendlich muss ich auch immer daran denken, auf was wir früher gesessen haben.
Das spielt heut zu Tage keine Rolle mehr, aber ich finde die Aussage "Alles andere als Reboarder ist unverantwortlich" irgendwie übertrieben.

Vielen Dank an ALLE.
LG Nolle
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