Objektiv(e) für Natur + Tiere Kanada

5
eingestellt am 6. AugBearbeitet von:"seppla"
Hallo zusammen,

wäre sehr dankbar über eine Kaufberatung für ein Objektiv mit gutem Preis/Leistungsverhältnis für Natur + Tiere (Kanada).
Die Photos werden ohne Stativ gemacht werden.
Bisher vorhanden: Tamron sp af 28-75
Kamera: EOS 650D

Wie wäre z.b. das Tamron 100-400 dafür geeignet?
(und warum ist dieser ebay preis (520€)so verdächtig günstiger als der letzte Deal auf mydealz ca 640euro?)

Lg

Seppla
Zusätzliche Info
Diverses
5 Kommentare
Das Objektiv von ebay ist von einem Verkäufer aus Hongkong - also ein Grauimport (mit 2 Jahren Garantie) - da muss man für sich selbst entscheiden, ob der günstige Preis die fehlende europäische Garantie (Bei Tamron mit Onlineregistrierung 5 Jahre) wett macht - im Falle eines Falles muss das Objektiv wohl zu deren UK-Repair-Center geschickt werden.

Um Bären, Vögel oder was auch immer in der Ferne fotografisch einzufangen sollte das 100-400er Tamron schon gut geeignet sein. Musste halt nicht so weit ran an Papa oder Mama Bär (bloß Vorsicht wenn Cubs, also junge Bären, mit dabei sind - die sehen zwar niedlich aus aber mit Mama Bär ist dann nicht wirklich zu spaßen) und hast im Falle eines Falles noch mehr Fluchtwegvorsprung.

Ehrlich gesagt würde ich mir die verschiedenen Objektive insbesondere im Fotofachhandel mal zu Gemüte führen, um ganz einfach vom Handling her ein Gefühl dafür zu bekommen.

Alternativ zum von Dir ausgesuchten Tamron gibt es auch von SIGMA ein äquivalentes Objektiv (Sigma C 100-400 mm DG OS HSM) dazu.

Die nächst größeren Telezooms (150-600 mm) sind dann halt alleine vom Transport wie auch beim Einsatz nicht mehr wirklich so handlich alleine schon aufgrund des Gewichtes wie beispielsweise das 100-400er Objektiv.

PS: Tamron hat beispielsweise auch einen Verleihservice für Objektive - dies bieten allerdings auch größere Fotofachhändler an.
Ansonsten auch mal bei Youtube einige Reviews zu den entsprechenden Objektiven ansehen.

PPS: Welche Objektive befinden sich denn bereits bei Dir im Fotopark - denn gerade für Landschaftsaufnahmen bietet sich beispielsweise auch ein (U)WW-Objektiv gut an, um die wunderschöne kanadische Natur formatfüllend einzufangen.
Ah ok dachte mir doch dass der Preis verdächtg günstig ist.

(U)WW-Objektiv werde ich mir bei einem Bekannten ausleihen.
Bisher vorhanden: Tamron sp af 28-75 (und das mitgelieferte canon efs 18-55mm)

Werde mir vielleicht wirklich beide von dir genannten Objektive (Sigma und Tamro) mal im Fachhandel ansehen.
Ich hatte ein 300/4 mit 1,7 Teleconverter an einer APS-C-Sensorkamera (D5300) in Kanada dabei, das hat gut gereicht (sind in Maximalausbau 300*1,7*1,5=765mm-Kleinbildäquivalent), habe häufig sogar den TC weggelassen (dann 450mm Kleinbildäquivalent). Sei Dir aber bewusst, dass Du für ein so langes Tele am Ende mindestens 1/400s (eher noch weniger) Verschlusszeit brauchst, um das aus der Hand nicht zu verwackeln - und das bei mindestens Blende 6,3. Das geht tagsüber mit viel Licht gut, abends oder in der Dämmerung wird das aber schon (sehr) eng. Ich würde mir an Deiner Stelle eventuell noch ein Einbein zulegen, was man ggf. auch als Wanderstock verwenden kann. Auch im Weitwinkel kann man gerade in den Nationalparks bei Dämmerung großartige Bilder machen, aber da braucht man dann schon mal ein paar Sekunden Belichtungszeit.
Bearbeitet von: "the.doc" 6. Aug
Also erstes würde ich dir empfehlen, dich mal auf nem spezialisierten Photographie Board umzusehen, z.B. im DSLR Forum.

Zweitens, wenn du unbedingt das 100-400 haben möchtest, würde ich dir wie the.doc unbedingt ein Monopod empfehlen, vor allem wenn du noch nie mit so einer Weite wie 400mm am oberen Ende photographiert hast. Faustregel ist normal, das man für handheld Minimum 1 / die doppelte Linsenlenge braucht ohne zu verwackeln. Das wäre 1/800 bei dem Objektiv was auch bei Tageslicht im Wald zu nem hohen ISO Wert führt. 1/400 ist bei ungeübten schon sehr ambitioniert, da allein der Spiegelausschlag bei 400mm schon zu Verwackelungen führen kann. Also unbedingt Monopod nehmen. Dann kann Belichtungszeit und ISO runter. Der Nachteil von längeren Belichtungszeiten ist dann aber, wenn die Tiere sich bewegen, wirds auch bei verwackelt. Vor allem für Vogel brauchst du normal recht kleine Belichtungszeiten.

Ich persönlich hab ein 70-200 f2.8 für Tierphotographie. Gerade die f2.8 hat mir mehr als einmal den Arsch gerettet. Schlechte Lichtverhältnisse, laufende Tiere, die Kamera sagt mir bei f6.3 und 300mm es will 12800 ISO für Aufnahmen mit entsprechend kleiner Belichtungszeit damit die Bilder keine Bewegungsunschärfe haben. Für Tieraufnahmen ist so hoher ISO allerdings normalerweise der Tod. Das 70-200 ran und Null Probleme. Später die Bilder etwas gecroppt und wunderschöne Bilder gehabt.

Empfehlung - leih dir ein 200er und ein 2er Teleconverter und geh in den Zoo. Dann schau mal, ob du a) überhaupt 400 brauchst und b) mit kleinen Belichtungszeiten überhaupt noch hinkommst ohne dass die ISO so hoch musst, dass es keinen Sinn mehr macht.
Volle Zustimmung zu den Punkten von elmoandzoey - alleine: der Zoo ist was die Fluchtdistanz was anderes als kanadische Nationalparks. Ich hab auch ein 70-200er, aber das wäre mir definitiv zu kurz gewesen. 300mm ist mE Mindestbrennweite an APS-C, eher mehr... im Zoo reicht das locker, in freier Wildbahn ist man manchmal froh, wenn die Bärendame nicht ganz so nah dran ist. Und: nicht vergessen, dass Du das alles noch schleppen musst....
Dein Kommentar
Avatar
@
    Text

    Top Diskussionen