Online-Verträge kündigen - ZweiPunktNull

Für alle, die es noch nicht wissen oder sich nicht mehr sicher sind. Ab dem heutigen Samstag, den 01.10.16 gilt bei Online-Verträgen nicht mehr die Schriftform sondern nur noch die Textform!

Eure Anbieter aus den Bereichen Mobilfunk, Telefon, Strom, Gas und weiteren Verbraucherverträgen, so auch Versicherungen und On-Demand-Dienste müssen ab heute eine E-Mail vorweisen und diese dem Verbraucher zur Verfügung stellen!

Was bedeutet das im Klartext?
Für die Online-Kündigung reicht es seit heute aus, das Ihr eine E-Mail an die Firma schickt aus der deutlich Euer Wunsch zur Kündigung hervorgeht. Dabei kann die Kündigung weiterhin auch per Fax, Brief und eingespanntem PDF übermittelt werden.

Eine eigenhändige Unterschrift ist hierfür aber nicht mehr notwendig(Text- anstatt Schriftform). Ausgenommen von der Regel sind selbstverständlich Arbeitsplatzkündigung und Mietverträge.

Also ran an die Verträge von Freunden und Bekannten und sie blind-links kündigen

Beliebteste Kommentare

Irgendwann ist man vielleicht so weit, einen "Jetzt Kündigen" Button einzuführen. Wäre die für mich kundenfreundlichste Lösung.

18 Kommentare

Wichtig: Die Gesetzesänderung gilt nur für Verträge ab 1. Oktober 2016Die Änderung des AGB-Rechts gilt allerdings nicht für bereits bestehende Verträge. Nach der Übergangsvorschrift sind nur Verträge betroffen, die ab dem 1. Oktober 2016 geschlossen werden.


m.focus.de/dig…tml

HendrikCBRvor 19 m

Wichtig: Die Gesetzesänderung gilt nur für Verträge ab 1. Oktober 2016Die Änderung des AGB-Rechts gilt allerdings nicht für bereits bestehende Verträge. Nach der Übergangsvorschrift sind nur Verträge betroffen, die ab dem 1. Oktober 2016 geschlossen werden.http://m.focus.de/digital/experten/voltz/e-mail-reicht-vertraege-kuendigen-wird-jetzt-einfacher_id_6011493.html


Komisch, 1 Live berichtete gerade, dass es auch für bestehende Verträge gilt.
EDIT: ok gerade auf giga gefunden :

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, die neue Regelung gelte auch rückwirkend. Das ist nicht korrekt. Die betreffende Passage wurde angepasst.
Bearbeitet von: "macs27" 1. Oktober

Ich hab gestern ebenfalls gelesen, dass diese Gesetzesänderung auch rückwirkend gelten soll.

Das wissen aber alle schon, weils doppelt ist.

Bin gespannt, wie man beweisen möchte, dass eine Email angekommen ist

OliverScvor 8 m

Bin gespannt, wie man beweisen möchte, dass eine Email angekommen ist



Naja, das wird eindeutiger sein als ein Brief

Und auf einer Stufe mit einem Fax.

OliverSc

Bin gespannt, wie man beweisen möchte, dass eine Email angekommen ist



DE-Mail vielleicht...

Irgendwann ist man vielleicht so weit, einen "Jetzt Kündigen" Button einzuführen. Wäre die für mich kundenfreundlichste Lösung.

Dealhunter2013vor 40 m

Irgendwann ist man vielleicht so weit, einen "Jetzt Kündigen" Button einzuführen. Wäre die für mich kundenfreundlichste Lösung.


Es geht den Unternehmen aber darum höchst kundenunfreundlich zu kündigen.
Wenn jeder nur einmal klicken muss, steigt die rate der Kündigungen doch beträchtlich an. Der normaluser is zu faul oder hat kb was zu faxen/Brief zu senden.

HendrikCBR

Wichtig: Die Gesetzesänderung gilt nur für Verträge ab 1. Oktober 2016


Na dann haben solch skurille Butzen wie aboalarm & Co ja noch ein bißchen Zeit, bevor sie ihr Geschäftsmodell komplett auf den Kopf stellen müssen ...

schinkengottvor 2 h, 7 m

Es geht den Unternehmen aber darum höchst kundenunfreundlich zu kündigen. Wenn jeder nur einmal klicken muss, steigt die rate der Kündigungen doch beträchtlich an. Der normaluser is zu faul oder hat kb was zu faxen/Brief zu senden.



Leider, ja. Aber dank Diensten wie bpsw. volders.de ist das Kündigen doch schon sehr sehr komfortabel im Vergleich zu früher.

Dealhunter2013vor 29 m

Leider, ja. Aber dank Diensten wie bpsw. volders.de ist das Kündigen doch schon sehr sehr komfortabel im Vergleich zu früher.



Ich wundere mich immer, dass solche Dienste laufen. Wer es nicht hinbekommt einen einfachen Zweizeiler an seinen Vertragspartner zu senden und stattdessen lieber all seine persönlichen Daten einem Dritten anvertraut, bei dem läuft doch was schief...

karlikarlkarlvor 16 m

Ich wundere mich immer, dass solche Dienste laufen. Wer es nicht hinbekommt einen einfachen Zweizeiler an seinen Vertragspartner zu senden und stattdessen lieber all seine persönlichen Daten einem Dritten anvertraut, bei dem läuft doch was schief...



Naja, sollen sie halt meine Vertragsdaten haben. Die hat eh schon jeder.
Ich seh das nicht so kritisch. Immerhin ist die Kündigung per Fax kostenlos.
Und zudem dürfte man dann auch weder Payback, noch Shoop (Qipu) etc. nutzen.

karlikarlkarlvor 1 h, 8 m

Ich wundere mich immer, dass solche Dienste laufen. Wer es nicht hinbekommt einen einfachen Zweizeiler an seinen Vertragspartner zu senden und stattdessen lieber all seine persönlichen Daten einem Dritten anvertraut, bei dem läuft doch was schief...


Hier gibt es Leute, die fragen auch lieber nach, ob der Saturn am SO offen hat. Oder ob ein Amazon MP-Angebot mit vorgehendem Mail-Kontakt seriös ist. Da ist der Zweizeiler noch das geringste Übel

Bei der Telekom kann man z.B ganz bequem online im Kundencenter kündigen

Bei Vodafone und O2 geht das auch im Kundencenter.

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GelöschterUser539447

"Was bedeutet das im Klartext?
Für die Online-Kündigung reicht es seit
heute aus, das Ihr eine E-Mail an die Firma schickt aus der deutlich
Euer Wunsch zur Kündigung hervorgeh"

Das bedeutet es höchstens in der Theorie. Denn das Nachweisproblem bleibt und ist bei Emails quasi unmöglich zu führen, auch nicht mit Anscheinsbeweisen zB vor Gericht, wenn der Empfänger behauptet, die Email nie erhalten zu haben und tatsächlich gehen nach allgemeiner Erfahrung immer wieder Emails an Firmen "verloren" bzw. werden einfach ignoriert. Nicht einmal qualifizierte Systemadmins haben die Möglichkeit, einen qualifizierten Anscheinsbeweis für eine erfolgreiche Emailzustellung beizubringen, sie können höchstens nachweisen, dass eine Email auch tatsächlich das eigene Email-System verlassen hat. Wenn es auf dem Transport oder beim Empfang trotzdem zu einem "Error" und Paketverlust kam, dann hat man Pech gehabt.

Die Nachweisproblematik ist so groß, dass man das höchstens dann machen sollte, wenn die Kündigungsfrist noch lange nicht abgelaufen ist, sodass man immer noch nachfassen kann, wenn nach ein paar Tagen keine Kündigungsbestätigung eintrifft.

Ironischerweise wird aber das Kündigungsfax ganz enorm gestärkt. Das ist nun bei Vorlage einer qualifizierten Sendebestätigung (Abbildung des geschickten Faxes in der Sendebestätigung) als Anscheinsbeweis eigentlich das Mittel erster Wahl zur Kündigung geworden. Bisher gab es da höchstens Probleme wegen dem alten Streit, ob ein Telefax nur Textform sei oder nicht doch das Schriftformerfordernis erfülle. Da nun in den AGB bei Verbraucherverträgen die Textform bei Kündigungen genügen muss ist dieser Streit in Zukunft egal, selbst wer das Fax "nur" als Textform akzeptiert muss eine Faxkündigung nun zwingend akzeptieren.

Somit sind selbst aufgesetzte Faxkündigungen oder Kündigungen mit Diensten wie Aboalarm und Co. nun praktischer denn je. Das ist IMHO die wirkliche, praktische Konsequenz dieser Änderung.

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