eingestellt am 16. Nov 2022
Hallo zusammen,

wie es aussieht, bin ich einem Betrüger aufgesessen. Habe per PayPal einen Fall eröffnet, welcher nun geprüft wird. Die ursprüngliche Zahlung war vor knapp 180 Tagen und ich habe mit meiner Visa-Karte bezahlt. Meines Wissens kann man nur innerhalb von 180 Tagen ein Chargeback beantragen.

Soll ich parallel zum laufenden PayPal-Verfahren den Chargeback-Prozess starten oder die PayPal-Entscheidung abwarten? Auch wenn der Fall IMHO klar ist (Leistung nicht erbracht), befürchte ich, dass ich nicht mehr Chargeback machen kann, wenn PayPal gegen mich entscheidet. Da eben die 180 Tage ein sind.
Zusätzliche Info
Sonstiges
Sag was dazu

20 Kommentare

sortiert nach
Avatar
  1. Avatar
    Du musst bedenken, dass du PayPal beauftragt hast, den Anbieter zu bezahlen und die dafür das Geld von dir abbuchen dürfen. Das haben sie gemacht.

    Selbst wenn der Verkäufer ein Betrüger ist (mit der Anschuldigung solltest du auch SEHR vorsichtig sein*) musst du dich an diesen Wenden oder eben an PayPal. Wenn du die Abbuchung bei deiner KK zurück buchst, handelt es sich um eine ungerechtfertigte Abbuchung da PayPal die Leistung erbracht hat. Wenn die dich vor Gericht zerren würden, wäre der Fall in grob geschätzt 14 Sekunden durch und du dürftest das Geld überweisen und die Anwalts und Gerichtskosten tragen.


    *Nur weil er die Tour absagt und nicht "sofort" reagiert, muss es noch kein Betrüger sein. Wenn das ein kleiner Laden ist der seine 4 Touren am Tag macht und der Inhaber/Tourguide hat gestern Corona bekommen muss er das eben absagen. Und soein Laden hat dann auch keine Systeme, wo er mit 3 Klicks überall das Geld zurück buchen kann. Ggf. muss da nun der Inhaber mit Corona manuell einige hundert Tour Teilnehmern einzeln das Geld erstatten. Dann noch auf Emails zu reagieren, wo er ggf. sofort als Betrüger bezeichnet wird ...

    Selbst große Firmen wie die Lufthansa haben mit so Rückbuchungssachen ennorme Schwierigkeiten.

    Alleine die Tatsache, dass er abgesagt hat zeigt für mich eigentlich schon, dass es kein Betrüger ist. Der hätte erstens sicher kein 180 Tage überlebt und hätte auch ganz sicher nicht abgesagt. Da ständest du nun vor einer nicht existierenden Adresse mit vielen anderen Leuten und ihr würdet dumm aus der Wäsche schauen.
    Avatar
    Autor*in
    Alles richtig, aber wenn PayPal den Verkäufer auffordert, sich zum Fall zu äußern und dieser dann eine nicht existierende Sendungsverfolgungs-ID schickt, glaube ich nicht mehr an Zufälle.
  2. Avatar
    Dir fällt nach fast einem halben Jahr auf, dass du einem Betrüger aufgesessen bist? Darf man vielleicht die Hintergründe wissen?
    Avatar
    Autor*in
    Geführte Besichtigungstour wurde knapp 6 Monate im Voraus gebucht und per PayPal bezahlt. Einen Tag vor der Tour wird diese kommentarlos per Mail abgesagt. Veranstalter meldet sich nicht auf Mail und erstattet die Kohle nicht. Daraufhin Eröffnung eines Falles bei PayPal. Blöd ist der lange Zeitraum zwischen Zahlung und Zeitpunkt der Leitungserfüllung.
  3. Avatar
    Ein Chargeback mach definitiv NUR Sinn, wenn beim Anbieter direkt per KK bezahlt
  4. Avatar
    Und? Wie ist die Sache ausgegangen?
    Avatar
    Autor*in
    Einen Monat nach Eröffnung des Falles hat PayPal zu meinen Gunsten entschieden und den Betrag wieder gutgeschrieben.
  5. Avatar
    Mich würde mal interessieren um welchen Artikel es sich hier handelt, dass es erst nach einem halben Jahr auffällt.

    Aber abgesehen davon:
    Angenommen Fall wird abgelehnt und der Chargeback-Prozess geht durch, dann würde ich nicht gerne in Deiner Haut stecken. Mit Paypal, gerade im negativen Bereich, ist nicht zu spaßen.
  6. Avatar
    Ich vermute, da es sich um eine Tour handelt, dass man nichts an Kohle kriegt. Worüber wurde die Toour gebucht? Eine große Webseite wie Tripadvisor und ähnliches?
  7. Avatar
    Autor*in
    Nope, eigene Webseite des Veranstalters.
  8. Avatar
    Ab 8 Wochen nach Erstellung der Kreditkartenabrechnung hast Du keinen Rechtsanspruch mehr auf Rückbuchung aber selbst wenn die Bank das trotzdem einleitet, bleibt Deine Verpflichtung gegenüber Paypal bestehen. Wenn Du Dein Paypal-Konto aufgeben mochtest und Bock auf viel Papierkrieg mit Inkasso und co hast, dann starte den Chargeback-Prozess.
  9. Avatar
    Chargeback würde ich lassen, weil du dann Paypal das Geld "wegnimmst" und das könnte für dich zu Problemen führen. Einfach den Käuferschutz bei Paypal nutzen, klappt doch i.d.R. zuverlässig, im Zweifel auch telefonisch bei Paypal nachhaken und die Sachlage erklären. Dienstleistungen per Paypal bezahlen ist aber leider immer eine spezielle Sache, weil ein Nachweis schwierig ist. (bearbeitet)
Avatar
Top-Händler