Preisfehler- Händler hat Ware versandt, widerruft Vertrag 2 Monate später

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eingestellt am 7. Jul
Hi, ich wäre sehr dankbar wenn mir jemand Rat geben könnte. Folgende Situation:
Vor ca. 3 Monaten machte ich eine Bestellung mehrerer Kleidungsstücke mit diversen Rabatten. Darunter ein 10% Rabatt bei Bezahlung mit Vorauskasse. Im Warenkorb bemerke ich dass durch einen Fehler bei einem Artikel statt 10% vom Preis 100% abgezogen werden. Habe dann 2 Stück des Artikels davon mitbestellt, man will es ja nicht übertreiben. Preis mit Rabatt wäre für ein Stück ca. 80 Euro gewesen. Zu meiner Verwunderung wurde nicht storniert sondern die Bestellung inkl. der beiden 0 Euro Artikel ausgeliefert. Leider hat alles außer die 0 Euro Sachen nicht gepasst, weshalb ich die Sachen dann zurückgeschickt habe. Nachdem die Rückerstattung ewig nicht kam habe ich nachgefragt, irgendwann wurde dann eine Rückzahlung auf mein Konto überwiesen, jedoch ca. 100 Euro weniger als ich für die zurückgeschickten Sachen bezahlt habe. Darauf hab ich dann per Mail hingewiesen, als Begründung kam dann ich hätte ja 2 Artikel behalten bei denen irrtümlich 0 Euro berechnet wurden und der abgezogene Betrag wäre der "Kaufpreis der während des Einkaufs angezeigt worden war" (was er sicherlich nicht war). Ich hab dann wiederum um Rückerstattung des fehlenden Betrags gebeten und dazugeschrieben, dass sie den Vertrag ja gerne innerhalb der zweiwöchigen Rückgabefrist widerrufen hätten können und die Artikel zurückfordern, bzw. die Artikel erst gar nicht hätten verschicken brauchen, aber dass es sicher nicht rechtens sein kann mir den Kaufpreis der zurückgesandten Artikel vorzuenthalten. Außerdem habe ich angeboten die leider schon benutzten Artikel gegen Übernahme der Versandkosten zurückzusenden. Als Antwort erhielt ich eine Widerrufsmail in der diverse Artikel aus dem BGB genannt wurden und dass ich froh sein kann dass sie mir so kulant nur so wenig berechnet haben, ich hätte ja sowieso wegen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens nicht das Recht mich auf den Vertrag zu berufen. "Wir appellieren an ihre Ehrlichkeit und hoffen auf positive Rückmeldung."...
Ist das so rechtens? Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen dass der Händler fast 3 Monate später einfach einen willkürlich gewählten Geldbetrag von mir einbehalten darf. Die Rücksendung der Ware okay, aber hat der Händler wirklich ein Recht auf finanzielle Entschädigung? Kennt sich jemand aus? Ich wäre sehr dankbar über Anregungen und Vorschläge wie ich jetzt am besten reagieren soll.
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Ja klar alles hat nicht gepasst, außer die 0€ Artikel
Man beachte mal das Profil: Seit fast 5 Jahren angemeldet, seitdem keinerlei Aktivität, den Fehler natürlich nicht mit der Community geteilt, aber jetzt Hilfe erwarten...
Außerdem Preisfehler nicht zu teilen heißt automatisch Höchststrafe
47 Kommentare
Ja
ich warte nur auf Kommentare...
Ja klar alles hat nicht gepasst, außer die 0€ Artikel
Du hast die Ware ja genutzt insofern würde ich sagen dass du sie ja nicht nur ausprobiert hast und du deshalb Ersatz leisten muss. Nimm es als Lehrgeld - wenn du nix zurück gesendet hättest hätte es der Händler bestimmt nicht gemerkt und du wärst glücklich gewesen. Falls du ne Rechtschutz Versicherung hast kannst du ja Mal deren Hotline bemühen.
Außerdem Preisfehler nicht zu teilen heißt automatisch Höchststrafe
Frage deinen Anwalt und gib dann Bescheid was er dazu meint.
Klar kennt sich jemand damit aus. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass sich mindestens 164.700 Leute damit auskennen. Dies entspricht ca. der Anzahl der zugelassenen Rechtsanwälte in Deutschland.
soulfly307.07.2019 16:32

gib dann Bescheid was er dazu meint.


... Kam sowas jemals vor bei solchen Fragen
Man beachte mal das Profil: Seit fast 5 Jahren angemeldet, seitdem keinerlei Aktivität, den Fehler natürlich nicht mit der Community geteilt, aber jetzt Hilfe erwarten...
Da ist viel Aufklärungsbedarf beim TE.
passen die 0€-artikel jetzt nicht mehr, weil du die nun zurücksenden willst?
Erster Beitrag hier,dann sowas..
Und rein zufällig passen nur die freebies ...und der Papst ist meine Schwester.
Der Händler kann die 0€-Auslieferung innerhalb der gesetzlichen Verjährung jederzeit als Preisirrtum zurückfordern. Aber natürlich kann er nicht anderweitige, unbestrittene Zahlungsvorgänge selbstherrlich damit verrechnen. Bei Rückforderung müsste er die 0€-Auslieferung ja an der Haustür abholen (lassen). Knackpunkt hier ist, daß er das Geld nun schon hat, für ihn alles okay ist und man nun selbst den Klageweg beschreiten müsste zur Rückholung.
Bearbeitet von: "Turaluraluralu" 7. Jul
Was kommst du mit den 14 Tagen? Die können ihre Ware 3 Jahre zurückfordern, oder die Ware in Rechnung stellen. Es war ja offensichtlich ein Preisfehler. Als Angebotspreis geht ja ein 100% Rabatt nicht durch... Ich hatte das vor Weihnachten mit ein paar Handys von real, die ich kostenlos bekommen habe (Wert knapp 3000 Euro). Da die Ware bei dir genutzt wurde, können sie es anteilig in Rechnung stellen. Ich war so brav und habe die Handys natürlich noch eingepackt gelassen, bis sie sich 3 Monate später gemeldet haben.
Ich liebe solche Threads.Es ist immer lustig dass meistens Leute antworten die mehr Meinung als Ahnung haben
Drizzt07.07.2019 16:59

Was kommst du mit den 14 Tagen? Die können ihre Ware 3 Jahre …Was kommst du mit den 14 Tagen? Die können ihre Ware 3 Jahre zurückfordern, oder die Ware in Rechnung stellen. Es war ja offensichtlich ein Preisfehler. Als Angebotspreis geht ja ein 100% Rabatt nicht durch... Ich hatte das vor Weihnachten mit ein paar Handys von real, die ich kostenlos bekommen habe (Wert knapp 3000 Euro). Da die Ware bei dir genutzt wurde, können sie es anteilig in Rechnung stellen. Ich war so brav und habe die Handys natürlich noch eingepackt gelassen, bis sie sich 3 Monate später gemeldet haben.


Wie kommst du darauf, dass er Schadensersatz leisten muss?
aber eines ist schon bisschen gemein von dem händler:
der süssen (zwischenzeitlich möglicherweise leicht pummeligen) Lea hier "rechtsmissbräuchliches verhalten" vorzuwerfen.
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Bearbeitet von: "inkognito" 7. Jul
Andere frage: mit paypal bezahlt? Die könntest du per käuferschutz ja auch noch mitreinziehen, je nachdem wie genau die 3 monate nun schon vergangen sind
Kunden wie dich liebt man als Händler.
Ich würde sagen: Knast.
Kraule_Mirnsack07.07.2019 18:03

Kommentar gelöscht


Gibt's wohl nur hierzulande, daß man für Fleiß gedisst wird. Und heutzutage packt man dann noch die ach so wichtige Like-Quote dazu. Gescheit(ert)es Leben noch.
Bearbeitet von: "Turaluraluralu" 7. Jul
Kraule_Mirnsack07.07.2019 18:18

Kommentar gelöscht


was fürs leihen gilt, muss nicht unbedingt fürs kaufen gelten.
Innuendo07.07.2019 18:22

Kommentar gelöscht


Bruder,heisst das nicht Gehweg?
Innuendo07.07.2019 18:22

Kommentar gelöscht


Nun gut, das war der Tippvorschlag dennoch peinlich
Kannst du machen, als Empfangs Sekretär kennt man ja alle irgendwie.
Hättest Du die gratis Artikel mal separat bestellt oder nichts zurück gesendet. Das war zu dreist.
Unabhängig von der Dreistheit des TE, was der Händler abzieht ist mindestens genauso dreist.
Tonschi207.07.2019 18:39

Unabhängig von der Dreistheit des TE, was der Händler abzieht ist m …Unabhängig von der Dreistheit des TE, was der Händler abzieht ist mindestens genauso dreist.


Der Händler ist aber jetzt in der besseren Position, er hat die Kohle, darum würde ich auch nie nen Preisfehler mit Vorrauskasse oder so nem Mist zahlen
Waren die beiden Artikel auf der Rechnung einzeln mit je 0€ ausgewiesen?
Innuendo07.07.2019 17:57

Kommentar gelöscht



Und damit ist schon alles gesagt. Am besten ihr tragt Eure rechtspositivistischen Fehden untereinander aus und lasst andere Disziplinen da raus. Erstmal vor der eigenen Haustür kehren. Ohne Menschen kein Recht.
Bearbeitet von: "mariob" 7. Jul
Tonschi207.07.2019 18:39

Unabhängig von der Dreistheit des TE, was der Händler abzieht ist m …Unabhängig von der Dreistheit des TE, was der Händler abzieht ist mindestens genauso dreist.


Wie es in den Wald rein.....
Welcher Händler und warum wurde der Preisfehler nicht geteilt? Da wollte wohl jemand alleine absahnen. Naja wie auch immer: Brennen muss Salem.
adalfried07.07.2019 21:31

Welcher Händler und warum wurde der Preisfehler nicht geteilt? Da wollte …Welcher Händler und warum wurde der Preisfehler nicht geteilt? Da wollte wohl jemand alleine absahnen. Naja wie auch immer: Brennen muss Salem.


Gutes Buch
Ich halte es für ungerechtfertigt, der Kaufvertrag wurde so geschlossen wie im letzten Bestellschritt und auf der Rechnung ersichtlich. Nachträglich Preise ändern kann weder der Händler, noch der Kunde ohne das andere Einverständnis. Würde mir einen Rechtsanwalt mit Vertragsrecht suchen und das dann mit dem besprechen. Hier ist keine juristische Beratung zu erwarten, also besser dahin, wo es eine gibt.
UnbekannterNr107.07.2019 21:47

Ich halte es für ungerechtfertigt, der Kaufvertrag wurde so geschlossen …Ich halte es für ungerechtfertigt, der Kaufvertrag wurde so geschlossen wie im letzten Bestellschritt und auf der Rechnung ersichtlich. Nachträglich Preise ändern kann weder der Händler, noch der Kunde ohne das andere Einverständnis. Würde mir einen Rechtsanwalt mit Vertragsrecht suchen und das dann mit dem besprechen. Hier ist keine juristische Beratung zu erwarten, also besser dahin, wo es eine gibt.


Natürlich kann der Verkäufer auch noch Monate später den Kaufvertrag anfechten und erst recht, wenn der Preisfehler extrem eindeutig ist.
Der Preis kann selbstverständlich nicht nachträglich geändert werden, aber die Ware kann natürlich zurückgefordert werden.
Bearbeitet von: "satosato" 7. Jul
Vielleicht hättest du nicht alles bis auf die null Euro Sachen zurück schicken sollen?
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