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    Preisfehler, Lieferung eines anderen Artikels

    Hallo,

    ich bin mir nicht sicher wie die Rechtslage aussieht.
    Ich habe letzte Woche bei einem Computerhändler ein Paar Gigaworks T20 II für 20€ gekauft. Bezahlt über Amazon Payments. Habe dann eine automatische Bestellbestätigung erhalten und dann eine Versandbestätigung von Amazon Payments, in der die Gigaworks aufgelistet wurden. Auf der separaten Versandbestätigung des Händlers wurde dann ein ganz anderer Artikel gelistet, der dann auch bei mir ankam.

    Kann ich trotzdem die T20 für 20€ einfordern und den falschen Retoure schicken?

    13 Kommentare

    Kann ich trotzdem die T20 für 20€ einfordern



    Probieren kannst du es, wenn der Händler es allerdings nicht auf Kulanz liefert, hast du rechtlich wenig Chance das ganze durchzusetzen...

    Ist ne Falschlieferung also muss Dir den Händler sogar die Rücksendekosten erstatten und kostenlos die richtige Ware schicken.

    Jop mit Kulanz hat das wenig zu tun, er kann nur sagen, dass er die Ware nicht hat und dir das Geld zurück erstattet.

    Möglichkeit 1: Du bekommst aus Kulanz die richtigen Sachen im Tausch gegen die Falschen.

    Möglichkeit 2: Du stehst am Ende ohne Kosten und ohne neue Sachen da. Genauso wie bevor du bestellt hast.

    Ein Recht auf die echte Ware hast du nicht, hab das slebe erlebt.

    Verfasser

    Okay, dann werde ich einfach mal die Tage abwarten und schauen wie er reagiert. Danke für eure Antworten!

    Sofort Verklagen und zusätzlich noch den Posch einschalten + Akte 2013

    Jetzt mal im Ernst: Ein Kaufvertrag kommt mit dem Versand zustande - steht garantiert in der AGB drin. Ein Recht hättest Du nur, wenn was anderes ankommen würde, wie auf den Lieferschein aufgeführt. Bei Dir wurde mit der Versandbestätigung schon ein anderer Artikel aufgelistet - daher keine Chance auf den eigentlichen richtigen Artikel. sry.

    Gibt bei Dir genau 2 Möglichkeiten: Entweder Artikel behalten oder zurückschicken

    Ähm, ich denke die Vorredner haben alle nicht Recht.
    Du könntest die "unverlangt zugesandte Ware" einfach behalten und zusätzlich auf die Ware aus der Bestellung bestehen.

    laxroth

    Ähm, ich denke die Vorredner haben alle nicht Recht.Du könntest die "unverlangt zugesandte Ware" einfach behalten und zusätzlich auf die Ware aus der Bestellung bestehen.


    So ein Unfug. Das haut Dir jeder Richter um die Ohren.

    laxroth

    Ähm, ich denke die Vorredner haben alle nicht Recht.Du könntest die "unverlangt zugesandte Ware" einfach behalten und zusätzlich auf die Ware aus der Bestellung bestehen.


    § 241a BGB
    Er hat eine Bestellbestätigung mit einem anderen Artikel.

    §433 I S. 2 iVm §434 (3) --> §437:

    Ist die Sache mangelhaft, kann der Käufer, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist,

    1. nach § 439 Nacherfüllung verlangen,

    2. nach den §§ 440, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 441 den Kaufpreis mindern und

    3. nach den §§ 440, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

    §241a wird dir allerdings jeder Richter um die Ohren hauen, weil in Absatz 2 das offensichtliche steht: Wenn er eins der obigen 3 Möglichkeiten vollzieht, fällt §241a raus, weil die Ansprüche dann nicht ausgeschlossen sind. Und was bringt ihm ein falscher Artikel ohne den richtigen?

    Edit: Wenn in der Bestätigung vom Händler was falsches steht ist kein Kaufvertrag zustandegekommen. Du könntest höchstens hoffen, dass der Fehler auf Seite des Händlers lag und nicht auf Seite von Amazon und der Händler diesen nachvollziehen kann und trotzdem liefert. Alles in allem sind deine Chancen aber nicht sonderlich.

    laxroth

    Ähm, ich denke die Vorredner haben alle nicht Recht.Du könntest die "unverlangt zugesandte Ware" einfach behalten und zusätzlich auf die Ware aus der Bestellung bestehen.



    Laxroth ich weiß was du meinst: Doch ist die Sachlage hier anders.
    Der Besteller hat eine Preisfehler ausgenutzt über eine Internetplattform.
    Der Verkäufer kann jetzt angeben, dass er sich verschrieben hat und
    dies ein Fehler war. Er hat die Ware, die eigentlich zum Verkauf stand
    geschickt. Er war sich nicht über die Vertragspunkte im klaren.
    Er hat also wie erforderlich geliefert, aber nicht wie der Besteller gehofft hat.
    Es ist also kein Vertrag entstanden und alle Leistungen sind zurückzuführen. Dies ist keine "nicht verlangte Lieferung"!
    Der Besteller hat eine Lieferung gefordert, bloss hat der Verkäufer falsch geliefert.
    Sonst könnte man ja auch Falschlieferungen einfach behalten?!
    Was du meinst sind angebote wie: ICh schicke ihnen ne PS3 und wenn sie sie haben möchten bezahlen, wenn nicht schicken sie mir zurück!"
    Dann darfste sie behalten ja.

    Verfasser

    Ich kann nur abschließend mitteilen, dass ich einen Retourenschein vom Händler erhalten habe und die Möglichkeit gehabt hätte die Gigaworks noch einmal zu kaufen, dann aber für 50€..habe das dann sein gelassen

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