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    Privatverkäufe bei Amazon/eBay in Steuererklärung angeben?

    Weiß jemand, was die genauen Kriterien sind? Bis jetzt ging ich immer davon aus, dass es nur notwendig ist, wenn man damit Gewinn macht. Jetzt habe ich aber gelesen, sobald man Artikel innerhalb eines Jahres an und dann wieder verkauft, handelt es sich um private Veräußerungsgeschäfte und müssen somit bei den entsprechenden Punkt in der Steuererklärung angegeben werden. Leider finde ich nichts dazu, ob das auch notwendig ist, wenn damit nur Verluste gemacht werden? Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Danke.

    26 Kommentare

    Wenn du Verluste machst is es eh egal.

    Man kann es auch übertreiben...

    Aber besser so als Hoeneß

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    GelöschterUser179597

    relevant ist weniger, ob du gewinn machst, sondern viel mehr die gewinnabsicht

    solange keine eindeutige gewinnabsicht vorliegt und sich die verkäufe nicht häufen, bist du halbwegs auf der sicheren seite. sollte man dir jedoch irgendwie einen strick daraus drehen können, wäre ich zumindest vorsichtig, sonst teilst du dir am ende noch ein etagenbett mit uli

    dealder

    relevant ist weniger, ob du gewinn machst, sondern viel mehr die gewinnabsicht...


    Es kommt NUR darauf an ob er Gewinn macht.

    Ich hinterfragen mal den Sinn. Selbst, wenn ich heute ein Auto kaufe und in vier Wochen verkaufe, wird das mit keinem Zeichen in der Erklärung erwähnt werden.

    Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der aus den privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 600 Euro betragen hat


    gesetze-im-internet.de/est…tml

    Verfasser

    Wie wäre das dann eigentlich im speziellen Fall, wenn ich ein neues Handy mit Vertrag kostenlos dazu bekomme, und ich es gleich als Neugerät verkaufe, da ich mein altes Handy weiter benutze. Rein theoretisch ist das ja ein Gewinn, da ich nichts dafür bezahlt habe. Aber wenn ich es gegen den aktuellen Verkaufspreis rechne, wäre es ein Verlust.

    Da ich insgesamt gesehen aber eher auf 600 € Verlust im Gesamtjahr komme, bin ich froh, dass ich den ganzen Kleinkram nicht angeben muss.

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    GelöschterUser179597

    dealder

    relevant ist weniger, ob du gewinn machst, sondern viel mehr die gewinnabsicht...



    wenn du etwas mit gewinnabsicht verkaufst, handelst du theoretisch (hier lässt sich anhand vom umfang durchaus noch differenzieren) schon gewerblich und bist unabhängig vom gewinn somit umsatzsteuerpflichtig

    Verfasser

    Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der aus den privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 600 Euro betragen hat


    das ist das soweit klar, jedoch lässt sich daraus nicht ablesen, ob ich trotzdem die Angaben übermitteln muss, auch wenn es Verluste sind (und ich somit definitiv keine Steuern zahlen muss)

    dealder

    relevant ist weniger, ob du gewinn machst, sondern viel mehr die gewinnabsicht...


    Es ging hier aber ausdrücklich um private Veräußerungsgeschäfte.

    Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der aus den privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 600 Euro betragen hat


    Du musst Verluste nicht melden.
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    GelöschterUser179597

    karlikarlkarl

    Es ging hier aber ausdrücklich um private Veräußerungsgeschäfte.



    nicht jede private veräußerung ist automatisch ein privates veräußerungsgeschäft
    wer häufiger was verkauft, muss damit rechnen, dass ihm gewerbliche absichten unterstellt werden.

    dealder

    wenn du etwas mit gewinnabsicht verkaufst, handelst du theoretisch (hier lässt sich anhand vom umfang durchaus noch differenzieren) schon gewerblich und bist unabhängig vom gewinn somit umsatzsteuerpflichtig


    Quatsch.
    § 2 UStG

    (1) Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Das Unternehmen umfasst die gesamte gewerbliche oder berufliche Tätigkeit des Unternehmers. Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird....

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    GelöschterUser179597

    MrNesbittOfHarlowNewTown

    Quatsch.



    Nichts anderes was ich geschrieben habe: Wer regelmäßig sein Zeug auf ebay verkauft, dem kann dabei bereits eine gewerbliche Tätigkeit unterstellt werden. Selbst ohne Gewinnabsicht... Je nach Einzelfall hat dies nichts mehr mit einer Privatveräußerung zu tun.

    Und die damalige Gewinne von Dealgigant:-)

    dealder

    relevant ist weniger, ob du gewinn machst, sondern viel mehr die gewinnabsicht...



    Quatsch, es kommt auf die Gewinnabsicht an.
    Nehmen wir mal an: Person A reitet gerne und hat sich deshalb ein Pferd gekauft. Weil das Pferd so wunderschön ist, wollen auch seine Freunde darauf reiten. Diese Entlohnen ihn dann relativ großzügig. Ist das zu versteuern? NEIN! Genauso wenig wie er seine Verluste aus dem Hobby angeben darf, sind Gewinne ebenfalls unwichtig.

    Woher eigentlich deine Aussage?

    dealder

    relevant ist weniger, ob du gewinn machst, sondern viel mehr die gewinnabsicht...


    Der TE wollte Informationen zu privaten Veräußerungsgeschäften und auch nur darauf habe ich geantwortet. Dabei ist die Gewinnerzielungsabsicht völlig irrelevant. Es kommt nur auf tatsächliche Gewinne an.

    karlikarlkarl

    Der TE wollte Informationen zu privaten Veräußerungsgeschäften und auch nur darauf habe ich geantwortet. Dabei ist die Gewinnerzielungsabsicht völlig irrelevant. Es kommt nur auf tatsächliche Gewinne an.



    Da geb ich dir widerrum recht. War für mich nur nicht ersichtlich, ob du es auf die Allgemeinheit beziehst oder nur auf den privaten Verkauf.

    Verfasser

    .

    max7878

    Wie wäre das dann eigentlich im speziellen Fall, wenn ich ein neues Handy mit Vertrag kostenlos dazu bekomme, und ich es gleich als Neugerät verkaufe, da ich mein altes Handy weiter benutze. Rein theoretisch ist das ja ein Gewinn, da ich nichts dafür bezahlt habe. Aber wenn ich es gegen den aktuellen Verkaufspreis rechne, wäre es ein Verlust.Da ich insgesamt gesehen aber eher auf 600 € Verlust im Gesamtjahr komme, bin ich froh, dass ich den ganzen Kleinkram nicht angeben muss.



    Wo bekommst du denn ein Handy gratis?
    Ich dachte immer die Anbieter rechnen das in ihre monatlichen entgelte mit ein die DU bezahlen musst.

    Verfasser

    Klar letztendlich müssen sie das ja machen, aber das Problem ist ja, dass es nicht immer so deutlich ist zum Beispiel habe ich einen Handyvertrag abgeschlossen mit einer E-Plus Flatrate für 30 € monatlich und einem Handy zum damaligen Preis von 600 €. In dem Fall musste ich noch 100 € dazu zahlen. Das Handy kann man ganz gut abzüglich Gebühren für knapp 450 € verkaufen. Somit bleiben abzüglich Zuzahlung 350 €.

    Die Flatrate kostet ja 30 € monatlich (es gibt auch keinen extra Anteil für einen Hardwarezuschlag). Dann gibt es sicherlich Bonuszahlungen für Neukunden an den Händler vom Provider usw. Letztendlich wird und sollte der Händler ja auch daran etwas verdienen. Vielleicht auch nicht, wenn es spezielle Aktionen sind.

    Jetzt könnte ich annehmen, die Flatrate ist vielleicht 20 € wert, und es ist ein versteckter Hardwareanteil für das Gerät in Höhe von zehn Euro monatlich, macht dann auf die Mindestvertragslaufzeit 240 €. Diese wiederum abgezogen von den 350 € macht dann 110 € effektiven Gewinn. Oder ich nehme an, dass der Hardwareanteil größer ist, so dass ich letztendlich auf einen Verlust komme.

    Problem ist, das sind alles nur Mutmaßungen und auf dem Papier steht ein Gewinn von 350 € (und die 30 € kostet allein der Vertrag). Wenn man davon einen zweiten Vertrag abschließt, ist man auch schon bei mehr als 600 € Gewinn.

    max7878

    ...zum Beispiel habe ich einen Handyvertrag abgeschlossen mit einer E-Plus Flatrate für 30 € monatlich und einem Handy zum damaligen Preis von 600 €. In dem Fall musste ich noch 100 € dazu zahlen. Das Handy kann man ganz gut abzüglich Gebühren für knapp 450 € verkaufen. Somit bleiben abzüglich Zuzahlung 350 €.



    In diesem speziellen Fall kannst du vielleicht gar kein Gewinn machen, weil das Handy dir - wegen Eigentumsvorbehalt seitens E-Plus - u.U. noch gar nicht gehört.

    Ansonsten ist muss man sich natürlich anschauen, was in welchen Mengen wie häufig verkauft wird.
    Wenn jemand hier bei einem Deal beispielsweise 5 günstige PS3-Spiele kauft und diese dann wieder verkauft (wo auch immer!), kann man bereits davon ausgehen, dass dies gewerblich ist.
    Und gewerblich hat den unangenehmen Effekt, dass - egal ob Gewinn oder Verlust - man immer Umsatzsteuerpflichtig ist! (keine Regel ohne Ausnahme: siehe Kleinunternehmer)

    Die 1-Jahres-Regel, komm erst zu Tragen, wenn die gewerbliche Tätigkeit verneint ist. (Jemand, der gewerblich handelt, muss auch Sachen versteuern, die er länger als 1 Jahr hat!)

    Da alledings über den schon genannten "600,- € Gewinn" Freigrenze zu kommen ohne gewerblich zu sein, dürfte schwierig sein. Hier sind dann eher Verkäufer von Autos, Schmuck usw. betroffen.

    marco

    Ich hinterfragen mal den Sinn. Selbst, wenn ich heute ein Auto kaufe und in vier Wochen verkaufe, wird das mit keinem Zeichen in der Erklärung erwähnt werden.



    => bei mehr als 600,- € = Steuerhinterziehenung! Dir sollte schon klar sein, dass das Finanzamt wegen der KfZ-Steuer Kauf- und Verkaufdatum kennt!?


    Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, denn auch bei Ebay, Amazon etc. ist das Finanzamt unterwegs:
    Finanzbehörden nutzen Xspider gegen Steuerbetrüger
    (der Artikel ist schon älter, aber die Finanzämter haben sicherlich nicht abgerüstet)

    Ansonsten gibt es zu diesem Thema massenweise Urteile. Eine kleinen Überblick liefert dieser Artikel der Welt.

    marco

    Ich hinterfragen mal den Sinn. Selbst, wenn ich heute ein Auto kaufe und in vier Wochen verkaufe, wird das mit keinem Zeichen in der Erklärung erwähnt werden.


    Leider falsch. Gewinne aus Autoverkäufen müssen grundsätzlich nicht als privates Veräußerungsgeschäft versteuert werden. Egal wie hoch der Gewinn ist.

    karlikarlkarl

    Leider falsch. Gewinne aus Autoverkäufen müssen grundsätzlich nicht als privates Veräußerungsgeschäft versteuert werden. Egal wie hoch der Gewinn ist.



    Schön, dass du so schlau bist. In der Schule gab es auf die richtige Antwort aber immer nur die halbe Punktzahl.
    Ich nehme an, dass seit dem Jahressteuergesetz 2010 Autos als "Gegenständ des täglichen Gebrauchs" ausgenommen ist!? Vielleicht klärst du das noch mal aus!?

    karlikarlkarl

    Leider falsch. Gewinne aus Autoverkäufen müssen grundsätzlich nicht als privates Veräußerungsgeschäft versteuert werden. Egal wie hoch der Gewinn ist.


    Du hast dir die Antwort quasi schon selbst gegeben.
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