Quelle storniert Gutschein drei Wochen nach Bestellung wieder – bezahlen oder durchboxen?

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eingestellt am 5. Dez 2017
Kurzfassung: Mit laut Deal für Bestandskunden gültigen Gutschein bezahlt, problemlose Auslieferung der Waren und Auszahlung des Gutscheinwerts, nach drei Wochen stillschweigende Ausbuchung des Gutscheins und nun Forderung über 37€ inklusive Mahngebühren. Was also tun, wenn ich die Forderung ohne Mahngebühren ausgleichen könnte?


Langfassung:

Am 19.09. hatte ich bei dem Deal hier insgesamt sechs Artikel für knapp über 50€ bestellt und dabei den beworbenen Gutschein eingelöst. Alle Artikel kamen auch bis zum 30.09 an. Allerdings war ich überrascht, dass bei Betrachtung meiner Kreditkartenabrechnung die Abbuchung von Quelle auf über den vollen Betrag war und stattdessen mein Kundenkonto ein Guthabenbetrag von 20€ aufwies, sodass ich Quelle am 04.10. anschrieb und um Überweisung der 20€ Guthaben bat. Dies erfolgte dann auch am 10.10. Damit könnte die Geschichte eigentlich glücklich enden, aber letzte Woche entdeckte ich dann an meiner Zweitadresse (an der ich einige Wochen nicht war) eine Mahnung von Quelle von Ende Oktober über 27€ und kurz danach kam auch schon die nächste Mahnung von Ende November über 37€. Laut Kundenkontoübersicht erfolgte am gleichen Tag der Auszahlung des Guthabens eine „Belastung Warengutschein“ über 20€ - der Gutschein wurde drei Wochen nach Bestellung einfach mal wieder ausgebucht (echter Service dieser Laden)… Darauf angesprochen meinte Quelle jetzt zu mir, dass der Gutschein nur für Neukunden gedacht gewesen sei, man mir aber bei Überweisung der 20€ immerhin die Mahngebühren streichen könne. Und es sei so üblich, dass Gutscheine erst später überprüft würden. Sollte ich die 20€ nicht bezahlen, würde es aber an ein Inkassobüro übergeben – dann aber mit der vollen Summe inklusive Mahngebühren (die ja monatlich auch schön steigen).

Nach etwas Recherche scheint es wohl auch zu stimmen, dass der Gutschein nur für Neukunden gedacht sei (und der Deal damit eine Falschmeldung war), denn in einem anderen Schnäppchenblog werden die folgenden Gutscheinbedingungen in den Kommentaren zitiert: "*Mindestkaufwert (= Wert der behaltenen Artikel): 50€. Die Vorteilsnummer ist einmalig einlösbar und gilt nur für Neukunden. Gilt nicht auf das Mode-Sortiment, Videospiele, Videospielzubehör und bereits getätigte Bestellungen. Eine Kombination mit anderen Aktionen ist nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie auf quelle.de/gut…ein".

Nun stellt sich die Frage, was ich machen soll? Die 20€ zu bezahlen, macht den Deal bei den Quellepreisen und den Quelle Versandkosten zu einem ziemlichen Antischnäppchen, aber das mögliche Risiko der zu bezahlenden Summe ist deutlich größer. Mit den Gutscheinbedingungen werde ich mich nicht herausreden können, aber wie sieht es auch mit konkludenter Gutscheinannahme seitens Quelle. Weder in den AGB noch auf der Gutscheinhilfsseite steht irgendetwas davon, dass Gutscheine erst nachträglich kontrolliert werden. Ich müsste mich mit der Begründung natürlich darauf berufen, dass ich gutgläubig an den Mydealz Deal geglaubt habe und daran könnte meine Argumentation ggf. scheitern .

Übrigens habe ich momentan auch noch eine Bestellung über zwei Echo Dots bei Quelle laufen, aber die sollte wohl abgewickelt sein, bevor es potenziell zum Inkassobüro geht . Einziges Risiko ist, dass die bei der Kreditkartenabbuchung dafür einfach die Kundenkonten-"Schulden" mit abbuchen oder wieder den vollen Betrag abbuchen und ich mir dann den Gutscheinwert dieses Mal nicht auszahlen lassen kann...

Edit 18:04: Hat sich erledigt - siehe Kommentar.
Zusätzliche Info
Beste Kommentare
Möglichkeit 1: Du willst weiterhin bei Quelle bestellen, dann zahle...
Möglichkeit 2: Du willst einen sinnlosen Rechtsstreit (20,- €...), dann fang ihn an...
31 Kommentare
Gebannt
Ka. Chill
Verfasser
BattleDave905. Dez 2017

Ka. Chill


Mache ich ja bei der Inkassolösung. Andernfalls steigen die Mahngebühren nur weiter
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kauf kam nur durch einen online eingegebenen Gutscheincode zustande. Nachdem Sie mir diesen Gutschein nachträglich absprechen, habe ich kein weiteres Interesse an der Gelieferten Ware, zumal der Kaufvertrag nicht mehr konkludente Willenserklärungen enthält.
Durch die Zusendung der bestellten Ware unter Annahme des Gutscheincodes haben Sie einem Vertrag zugestimmt. Ich bitte Sie Sich an diesen zu halten, ansonsten muss ich mir einen Rechtsbeistand hinzuziehen.
Bearbeitet von: "hw1991" 5. Dez 2017
Ich würde die 20€ einfach zahlen. Alles andere ist zu viel Aufwand wegen so einem geringen Betrag.
Bezahl die 20€ und gut ... also wegen der summe so einen aufriss
Also ich verstehe nicht warum hier gezahlt werden soll. Erst nehmen die den Kaufvertrag an und sind dann doch nicht einverstanden? Deswegen schließt man ja Verträge um später nicht einfach Abändern zu können wie es einem passt.
Verfasser
hw19915. Dez 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,der Kauf kam nur durch einen online …Sehr geehrte Damen und Herren,der Kauf kam nur durch einen online eingegebenen Gutscheincode zustande. Nachdem Sie mir diesen Gutschein nachträglich absprechen, habe ich kein weiteres Interesse an der Gelieferten Ware, zumal der Kaufvertrag nicht mehr konkludente Willenserklärungen enthält. Durch die Zusendung der bestellten Ware unter Annahme des Gutscheincodes haben Sie einem Vertrag zugestimmt. Ich bitte Sie Sich an diesen zu halten, ansonsten muss ich mir einen Rechtsbeistand hinzuziehen.




Das ist eine gute Idee. Dass ich denen die Rücksendung der mittlerweile gebrauchten Waren anbiete und dann als Vergleichsangebot mich vielleicht auf 10€ Rückzahlung einigen kann.

Dass der Aufwand hier möglicherweise nicht mehr mit der Summe in Relation steht, sehe ich ein, aber es geht mir hier schon etwas ums Prinzip. Mit dem Ansatz könnte ja jeder Händler Monate später Gutscheine einfach wieder aberkennen und man zahlt es dann wegen der "kleinen Summe"... Und besonders dreiste finde ich es halt, erst noch den Gutschein auszuzahlen, um ihn dann am gleichen Tag stillschweigend wieder auszubuchen (und dann schön das Kundenkonto ins Minus laufen lassen, sodass der unwissenden Kunde im besten Falle sogar gleich die ersten Mahngebühren mitzahlt. Denn erst durch die Mahnung habe ich von der Rückbuchung erfahren). Ich wollte hier halt mal die Community fragen, wie sie die Chancen auf Erfolg sieht.
Mit den Echo Dots bekommst du die gleichen Probleme. Da wird Quelle vermutlich schneller reagieren, da du ja kein Neukunde bist....
Naja, für den Gutschein gibt es nunmal die Bedingung, dass dieser nur für Neukunden gilt.
Jetzt besteht für den Kaufvertrag ein so genannter Inhaltsirrtum.
Von Deiner Seite aus, weil Du nicht wusstest, dass der Gutschein nur für Neukunden gilt. Von Seiten Quelle aus, weil sie davon ausgegangen sind, dass Du Neukunde bist.
Der Kaufvertrag kann jetzt rückabgewickelt werden (Du sendest die Ware zurück, eventuell abzüglich Nutzungsentschädigung) oder es kommt ein neuer Kaufvertrag zustande indem Du das Geld zurück zahlst und die Ware behälst.
Eigentlich hätte Quelle Dich aber über den Irrtum informieren müssen, anstatt einfach ne Mahnung zu schicken.
Also ich würde es auf Kulanzschiene versuchen (also die 10 Euro versuchen wie Du schon geschrieben hast).
Verfasser
schmidti1115. Dez 2017

Mit den Echo Dots bekommst du die gleichen Probleme. Da wird Quelle …Mit den Echo Dots bekommst du die gleichen Probleme. Da wird Quelle vermutlich schneller reagieren, da du ja kein Neukunde bist....


Ach das war auch ein Neukundengutschein?
bigjo225. Dez 2017

Also ich verstehe nicht warum hier gezahlt werden soll. Erst nehmen die …Also ich verstehe nicht warum hier gezahlt werden soll. Erst nehmen die den Kaufvertrag an und sind dann doch nicht einverstanden? Deswegen schließt man ja Verträge um später nicht einfach Abändern zu können wie es einem passt.


Es wurde ein Gutschein verwendet, der nur für Neukunden gültig ist, es besteht also ein Irrtum beim Vertragsschluss.
kerbo5. Dez 2017

Ach das war auch ein Neukundengutschein?


Ich glaube echt nicht, das du geschäftsfähig bist. Ließ dir den Thread Mal durch. Da haben einige geschrieben, das die Kreditkarte zum vollen Preis belastet wurde. Auf Nachfrage wurde dann gesagt, das dies immer so gehandhabt wird und die Gutscheine nachträglich geprüft werden..... Ja, es war ein Neukundengutschein. Nur den Newsletter Gutschein hättest du einlösen dürfen... ( 15€ )
Im übrigen kann man sich nicht darauf berufen, dass der Gutschein ja funktioniert hat. Man ist eigentlich verpflichtet die dafür gültigen Bedingungen zu kennen.
Ansonsten wäre es ja (zumindest theoretisch) möglich einfach irgendwelche Codes auszuprobieren und sich hinterher darauf raus zu reden, dass man den Code von sonstwo erhalten hat und nicht wusste, was für Bedingungen dieser hat.
Möglichkeit 1: Du willst weiterhin bei Quelle bestellen, dann zahle...
Möglichkeit 2: Du willst einen sinnlosen Rechtsstreit (20,- €...), dann fang ihn an...
Verfasser
schmidti1115. Dez 2017

Ich glaube echt nicht, das du geschäftsfähig bist. Ließ dir den Thread Mal …Ich glaube echt nicht, das du geschäftsfähig bist. Ließ dir den Thread Mal durch. Da haben einige geschrieben, das die Kreditkarte zum vollen Preis belastet wurde. Auf Nachfrage wurde dann gesagt, das dies immer so gehandhabt wird und die Gutscheine nachträglich geprüft werden..... Ja, es war ein Neukundengutschein. Nur den Newsletter Gutschein hättest du einlösen dürfen... ( 15€ )


Das mit der Geschäftsunfähigkeit würde ich mal zurückweisen - ich hatte mir ehrlich gestanden einfach nicht alle Deals zu dem 65617er Gutschein durchgelesen (was natürlich vllt. etwas fahrlässig ist, aber wohl die meisten User so machen, wenn es für einen Gutschein zig Deals gibt ) und in dem Deal, den ich wahrgenommen habe, stand mal wieder nichts von nur Neukunden (auch nicht in den ersten Kommentaren)... Aber dann kann ich ja die Bestellung schon Mal stornieren und damit Quelle im Falle einer Eskalation die einfachen Geldeinzugsmöglichkeiten nehmen Und der September Deal tauchte auf sicherlich 15 Dealseiten und nirgendwo stand was von Neukunden
Verfasser
MrChronos5. Dez 2017

Im übrigen kann man sich nicht darauf berufen, dass der Gutschein ja …Im übrigen kann man sich nicht darauf berufen, dass der Gutschein ja funktioniert hat. Man ist eigentlich verpflichtet die dafür gültigen Bedingungen zu kennen.Ansonsten wäre es ja (zumindest theoretisch) möglich einfach irgendwelche Codes auszuprobieren und sich hinterher darauf raus zu reden, dass man den Code von sonstwo erhalten hat und nicht wusste, was für Bedingungen dieser hat.


Hätte ich bis zum Versand oder vllt. sogar bis zur Auszahlung des Kundenkontoguthabens ggf. auch noch so gesehen, aber den Gutschein auszuzahlen ist gewissermaßen nach meiner mittelmäßig fachkundigen Ansicht schon eine konkludente Gutscheinakzeptanz.
Alles ziemlich dubios, vor allem stellt sich die Frage wann der Kaufvertrag zustande gekommen ist. Weil durch konkludentes handeln wird das schon sehr schwierig.

Welcher Preis steht am Ende der Bestellbestätigung? Wahrscheinlich der mit Gutschein Code.

Angebot durch Käufer also über diesen Preis, Quelle liefert dann wäre der Kaufvertrag geschlossen. Da Quelle aber mehr abbucht als vereinbart neues Angebot an den Käufer.

Ich behaupte jetzt mal, dass kein Vertrag zwischen Quelle und dem Ersteller besteht, da kein Angebot wirklich angenommen wurde.
kerbo5. Dez 2017

Hätte ich bis zum Versand oder vllt. sogar bis zur Auszahlung des …Hätte ich bis zum Versand oder vllt. sogar bis zur Auszahlung des Kundenkontoguthabens ggf. auch noch so gesehen, aber den Gutschein auszuzahlen ist gewissermaßen nach meiner mittelmäßig fachkundigen Ansicht schon eine konkludente Gutscheinakzeptanz.



Es kommt darauf an, wann Quelle Kenntnis darüber erhalten hat, dass Du kein Neukunde bist (die Willenserklärung über den Kaufvertrag seitens Quelle also auf einem Inhaltsirrtum basierte).
Ob der Gutschein akzeptiert wurde und Dir ausgezahlt wurde spielt dafür absolut keine Rolle.
Einen Unterschied würde es machen, wenn bei Quelle bereits bei der Bestellung geprüft würde, ob der Kunde Neukunde ist (oder vor Auszahlung), aber der Gutschein dennoch nachträglich storniert werden würde.
Denn dann ist der Irrtum bereits bei Willenserklärung bekannt und kann hinterher nicht mehr geltend gemacht werden.
nicolaskonz5. Dez 2017

Alles ziemlich dubios, vor allem stellt sich die Frage wann der …Alles ziemlich dubios, vor allem stellt sich die Frage wann der Kaufvertrag zustande gekommen ist. Weil durch konkludentes handeln wird das schon sehr schwierig. Welcher Preis steht am Ende der Bestellbestätigung? Wahrscheinlich der mit Gutschein Code. Angebot durch Käufer also über diesen Preis, Quelle liefert dann wäre der Kaufvertrag geschlossen. Da Quelle aber mehr abbucht als vereinbart neues Angebot an den Käufer. Ich behaupte jetzt mal, dass kein Vertrag zwischen Quelle und dem Ersteller besteht, da kein Angebot wirklich angenommen wurde.



Es ist kein Kaufvertrag zustande gekommen, da es keine übereinstimmende Willenserklärungen gegeben hat (aufgrund des Inhaltsirrtums).
Konkludentes Handeln wäre es gewesen, wenn Quelle darüber in Kenntnis gewesen wäre oder hätte sein müssen, dass er kein Neukunde ist.
Dann wäre die Annahme der Bestellung konkludentes Handeln gewesen.
Bearbeitet von: "MrChronos" 5. Dez 2017
kerbo5. Dez 2017

Hätte ich bis zum Versand oder vllt. sogar bis zur Auszahlung des …Hätte ich bis zum Versand oder vllt. sogar bis zur Auszahlung des Kundenkontoguthabens ggf. auch noch so gesehen, aber den Gutschein auszuzahlen ist gewissermaßen nach meiner mittelmäßig fachkundigen Ansicht schon eine konkludente Gutscheinakzeptanz.



Ich kann zwar deinen Unmut verstehen, aber zu deiner hier zitierten Aussage:
Wenn dir ein Verkäufer zu viel Rückgeld gibt, kommt doch auch kein Vertrag mit einem "rabattierten" Preis zustande. Es war ein Irrtum, den er nicht bemerkt hat. Wenn der Chef das sieht und dir das zu viel gezahlte Geld wieder abnehmen will, würdest du ja auch nicht daher gehen und sagen: "Nein, das ist eine Willenserklärung des Verkäufers" - oder?
Bearbeitet von: "Wireization" 5. Dez 2017
Verfasser
MrChronos5. Dez 2017

Es kommt darauf an, wann Quelle Kenntnis darüber erhalten hat, dass Du …Es kommt darauf an, wann Quelle Kenntnis darüber erhalten hat, dass Du kein Neukunde bist (die Willenserklärung über den Kaufvertrag seitens Quelle also auf einem Inhaltsirrtum basierte).Ob der Gutschein akzeptiert wurde und Dir ausgezahlt wurde spielt dafür absolut keine Rolle.Einen Unterschied würde es machen, wenn bei Quelle bereits bei der Bestellung geprüft würde, ob der Kunde Neukunde ist (oder vor Auszahlung), aber der Gutschein dennoch nachträglich storniert werden würde. Denn dann ist der Irrtum bereits bei Willenserklärung bekannt und kann hinterher nicht mehr geltend gemacht werden.



Quelle hatte bei mir den facto seit Bestelleingang Kenntnis, dass ich Bestandskunde bin, denn ich habe keinen neuen Account erstellt, sondern habe über einen Kundenaccount bestellt, der bereits in der Vergangenheit Bestellungen aufwies. Vielleicht hätte ich das besser hervorheben sollen, denn das ist auch der Grund, warum ich von eine konkludenten Annahme bei der Auszahlung ausgehe.
nicolaskonz5. Dez 2017

Alles ziemlich dubios, vor allem stellt sich die Frage wann der …Alles ziemlich dubios, vor allem stellt sich die Frage wann der Kaufvertrag zustande gekommen ist. Weil durch konkludentes handeln wird das schon sehr schwierig. Welcher Preis steht am Ende der Bestellbestätigung? Wahrscheinlich der mit Gutschein Code. Angebot durch Käufer also über diesen Preis, Quelle liefert dann wäre der Kaufvertrag geschlossen. Da Quelle aber mehr abbucht als vereinbart neues Angebot an den Käufer. Ich behaupte jetzt mal, dass kein Vertrag zwischen Quelle und dem Ersteller besteht, da kein Angebot wirklich angenommen wurde.



Ja die Bestellbestätigung ist inklusive Gutscheincode. Zudem ist durch die zeitgleiche Aufbuchung von Kundenkontoguthaben bei der Abbuchung, welches auch anstandslos ausgezahlt wurde, fraglich, ob das ein neues Angebot darstellt. Was ich nur nicht genau weiß, ob ich bei Rückabwicklung Wertersatz leisten müsste, denn de facto sind die meisten der Artikel nicht mehr Weiterverkauf erwachsen...
Verfasser
Wireization5. Dez 2017

Ich kann zwar deinen Unmut verstehen, aber zu deiner hier zitierten …Ich kann zwar deinen Unmut verstehen, aber zu deiner hier zitierten Aussage:Wenn dir ein Verkäufer zu viel Rückgeld gibt, kommt doch auch kein Vertrag mit einem "rabattierten" Preis zustande. Es war ein Irrtum, den er nicht bemerkt hat. Wenn der Chef das sieht und dir das zu viel gezahlte Geld wieder abnehmen will, würdest du ja auch nicht daher gehen und sagen: "Nein, das ist eine Willenserklärung des Verkäufers" - oder?


Das Beispiel wäre zutreffend, wenn nicht der essentielle Unterschied bestünde, dass hier der Verkäufer mir zunächst einmal ein (anscheinend von ihm ungewolltes) Angebot über den Preis gemacht hat, was ich auch angenommen habe. In deinem Fall macht er dieses Angebot nie. Korrekterweise müsste er eingentlich anfechten, kann aber nicht im Nachhinein einfach damit ankommen, dass ihm gerade nach drei Wochen einfiel, dass der Preis eigentlich hätte höher sein sollen und mir jetzt deswegen eine Mahnung schickt.
Also weiß keiner wann und ob ein Vertrag geschlossen wurde. Die Bestellung mit Gutscheincode stellt ja nur ein Angebot über einen Vertrag zu diesen Konditionen dar.

Inwiefern die AGB da noch reinspielen und können keine Ahnung.

Fakt ist ein Zahlungsverzug der Grundlage für eine Mahnung wäre sollte nicht vorliegen.
MrChronos5. Dez 2017

Es ist kein Kaufvertrag zustande gekommen, da es keine übereinstimmende …Es ist kein Kaufvertrag zustande gekommen, da es keine übereinstimmende Willenserklärungen gegeben hat (aufgrund des Inhaltsirrtums).Konkludentes Handeln wäre es gewesen, wenn Quelle darüber in Kenntnis gewesen wäre oder hätte sein müssen, dass er kein Neukunde ist.Dann wäre die Annahme der Bestellung konkludentes Handeln gewesen.



Sorry, aber das ist nicht richtig. Es ist ein Kaufvertrag zustandekommen. Der Inhaltsirrtum bezieht sich nur auf den Inhalt einer Willenserklärung. Dies ändert aber nichts an ihrer Wirksamkeit, sondern stellt einen Anfechtungsgrund dar. Der Kaufvertrag besteht bis zur wirksamen Anfechtung der Willenserklärung erstmal. Wir reden hier auch nicht von "konkludentem Handeln" sondern dem konkludenten Abgeben einer Willenserklärung (Annahmeerklärung) durch das Handeln (also dem Versand der Ware durch Quelle).

Es ist gerade der Witz, dass ohne ausdrückliche Erklärung durch schlüssiges Verhalten eine Willenserklärung abgegeben wird. DIe Abgabe der Willenserklärung erfolgt "konkludent" durch die Handlung.

Eine Warnung an alle: Vermeintlich guter (Rechts-)Rat in Onlineforen sollte immer mit Vorsicht genossen werden. Ich sage nicht, dass nicht der ein oder andere gute Tipp dabei ist, aber oft sind es auch einfach völlig falsche Aussagen. Wenn man darauf vertraut und "vermeintlich im Recht" irgendwelche Forderungen an z.B. Versanddienstleister stellt, die die Sache schon an ein Inkasso-Unternehmen abgegeben haben, kann es im Zweifel teuer werden. Das bezieht sich jetzt nicht auf den aktuellen Fall, sondern ist eine generelle Feststellung.
Bearbeitet von: "Ice_cold" 5. Dez 2017
Ice_cold5. Dez 2017

Sorry, aber das ist nicht richtig. Es ist ein Kaufvertrag zustandekommen. …Sorry, aber das ist nicht richtig. Es ist ein Kaufvertrag zustandekommen. Der Inhaltsirrtum bezieht sich nur auf den Inhalt einer Willenserklärung. Dies ändert aber nichts an ihrer Wirksamkeit, sondern stellt einen Anfechtungsgrund dar. Der Kaufvertrag besteht bis zur wirksamen Anfechtung der Willenserklärung erstmal.



Mea culpa, Du hast recht, Studium ist wohl doch schon zu lange her.
Dennoch wäre eine Annahme der Bestellung (trotz falscher Vertragsgrundlage) bei Kenntnis ebenfalls konkludentes Handeln, da nicht noch einmal explizit auf den Verzicht der Gutscheinbedingungen hingewiesen wird.

"Quelle hatte bei mir den facto seit Bestelleingang Kenntnis, dass ich Bestandskunde bin, denn ich habe keinen neuen Account erstellt, sondern habe über einen Kundenaccount bestellt, der bereits in der Vergangenheit Bestellungen aufwies. Vielleicht hätte ich das besser hervorheben sollen, denn das ist auch der Grund, warum ich von eine konkludenten Annahme bei der Auszahlung ausgehe."

Ok, das ändert natürlich einiges, da Quelle bereits darüber in Kenntnis war, dass Du kein Neukunde bist.
Sie könnten sich daher (meines Ermessens nach) nicht mehr auf Inhaltsirrtum berufen sondern bestenfalls noch auf einen Erklärungsirrtum.

Das Problem ist aber halt leider immer: Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Schuhe. Quelle gibt das ganze an ein Inkassounternehmen weiter und das war es dann an Arbeit für die.
Du hingegen darfst Dich mit dem Inkassounternehmen rum plagen und das alles wegen 20 Euro...
MrChronos5. Dez 2017

Es wurde ein Gutschein verwendet, der nur für Neukunden gültig ist, es b …Es wurde ein Gutschein verwendet, der nur für Neukunden gültig ist, es besteht also ein Irrtum beim Vertragsschluss.



Ich verstehe nur nicht, warum Quelle keine Validierung durchführt, also schon während man den Gutscheincode eingibt. Funktioniert ja bei allen anderen auch. Vermuttlich ist das so gewollt bei Quelle
Ach ja, erst nach 3 Wochen wird geprüft: wie lange gilt noch mal das Rückgaberecht?
weinhorn19775. Dez 2017

Ich verstehe nur nicht, warum Quelle keine Validierung durchführt, also …Ich verstehe nur nicht, warum Quelle keine Validierung durchführt, also schon während man den Gutscheincode eingibt. Funktioniert ja bei allen anderen auch. Vermuttlich ist das so gewollt bei Quelle Ach ja, erst nach 3 Wochen wird geprüft: wie lange gilt noch mal das Rückgaberecht?


Tjaaa, da könnte man glatt von arglistiger Täuschung sprechen.
Aber dafür müsste man Vorsatz nachweisen und das wird schwer... (die Tatsache, dass es bei anderen "funktioniert" reicht nicht).
Bearbeitet von: "MrChronos" 5. Dez 2017
Warum baut Quelle nicht Mechanismen ein, die den Gutschein gar nicht erst zulassen?
Andere Firmen blockieren unberechtigte Gutscheine direkt im Bestellvorgang.
Im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung würde Quelle verlieren, so weit kommt es nicht, da die Inkassos dann aufgeben. Allerdings dann noch widersprechen, unter kurzer Schilderung des Sachverhaltes.

Letztlich schadet sich Quelle - Baur aber selbst mit diesen Verhalten.
Bei so einer Firma würde ich nie wieder was bestellen.
Bearbeitet von: "Eurotreiber" 5. Dez 2017
Ich glaube, dass Quelle jetzt zu Otto gehört? Dann ist es kein Wunder, dass sie solchen Mist anstellen
Verfasser
Also zunächst einmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Tendenz war ja eher, dass Quelle zumindest eine Teilschuld trifft, in der Praxis es sich trotz des Ärgernisses für die 20€ nicht unbedingt lohnt, da am Ende mit dem Inkasso zu streiten. Da gäbe es ja am Ende auch wieder Kosten für mich (Hin- und Hergeschreibe per Einschreiben usw.). Dass mich auch eine Teilschuld trifft, ist mir mittlerweile bewusst geworden - um bei den Otto/ Quelle Deals zuzuschlagen, sollte man sich schon einigermaßen gut mit deren System auskennen und das hier oftmals beschriebene Neuanmelden von Hamstern, was ich zum Glück bei Otto/Quelle noch nicht praktiziert habe, ist bei dem von mir erlebten willkürlichen Zurückbuchen von Gutscheinen, von dem man erst nach Ablauf der Widerrufsfrist erfährt, definitiv nicht ohne Risiko - zum Normalpreis ist Otto ja nahezu durchgängig Mist...

Mit den hilfreichen Ausführungen zu der eigentlich nicht von mir abgegebenen Willenserklärung für einen Kauf ohne Gutschein und dem Wissen um den Aufwand, habe ich es heute noch mit ein paar mehr Mitarbeitern versucht "gütlich" zu regeln unter Nennung der so nicht von mir abgegebenen Willenserklärung, nachdem die Antworten von heute morgen sehr abweisend waren. Und siehe da, gerade eben habe ich "aus Kulanz" eine Kundenkontogutschrift bekommen :).
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