Rechtliche Frage: Gutscheinrückverrechnung durch quelle.at

Es gab und gibt für quelle.at/que….de EUR 50,- Gutscheine, die anscheinend für Teilzahlungsbestellungen gedacht sind. Diese funktionieren jedoch auch bei der Auswahl der Zahlungsart "Rechnung".

Anfang Oktober habe ich also einen Artikel mit EUR 50,- Rabatt bestellt. Dieser wurde anstandslos geliefert. Die Rechnung habe ich bezahlt und ich habe auch eine Bestätigung erhalten, dass mein Kontostand ausgeglichen sei.

Jetzt, 6 Wochen später, wurde kommentarlos ein aktualisierter Kontostand per Mail verschickt, bei dem auf einmal EUR 50,- offen sind, die ich bezahlen soll. Der Gutschein wurde einfach rückverrechnet.

Meiner Meinung nach ist der Kaufvertrag rechtmäßig abgeschlossen worden. Ob die Gutscheinbedingungen eine Teilzahlung erfordern ist meiner Meinung nach irrelevant, da der Vertrag ja durch die Lieferung angenommen wurde. Und 6 Wochen nach Vertragsannahme ist für eine Anfechtung wohl auch zu spät (Vertrag wurde außerdem nicht angefochten, lediglich Gutscheinbetrag wird nachverlangt). Ohne den Gutschein hätte ich ja auch nicht bei quelle.at eingekauft.

Wie seht ihr das?

16 Kommentare

Zahl lieber, sonst wird es noch teurer

Nicht zahlen und erst bei gerichtlichem Mahnbescheid Widerspruch einlegen...

So wie du.
Da wird nichts weiter kommen, vielleicht ein paar Mahnungen, möglicherweise sogar Inkasso, bis zum Mahnbescheid werden sie sich nicht wagen, du bist im Recht.

Die Masche von Quelle sollte doch langsam bekannt sein.

Verfasser

Danke für eure Rückmeldungen. In dem Fall mache ich mir sicher den Spaß, das auszufechten. BIn schon gespannt, wie es weitergeht...

GenFox

Die Masche von Quelle sollte doch langsam bekannt sein.




Ich kannte die noch nicht o.O

Ist wie bei Otto

quellcode

Ist wie bei Otto


Es ist Otto

Deshalb nach Bestellungen mit ungerechtfertigten Gutscheinen hinterher immer direkt das Kundenkonto löschen lassen - dann passiert sowas nicht

Ich kann dir hier einen ganzen Ordner mit EOS Deutsche Inkasso-Briefen von Otto zeigen :-D natürlich ist dieses Inkasso-Unternehmen auch 100%ige Otto-Tochter. Seriös ist anders

Ob die Gutscheinbedingungen eine Teilzahlung erfordern ist meiner Meinung nach irrelevant, da der Vertrag ja durch die Lieferung angenommen wurde.



Richtig, der Vertrag wurde angenommen und es wurde geliefert. Quelle hat seine geschuldete Leistung erbracht, du nicht. Was hat der Kaufvertrag mit der Zahlungsmodalität zu tun? Wenn du per Scheck bezahlst und der nachträglich platzt, erlischt ja nicht automatisch die Forderung.

Zumindest würde ich das so lesen aber fußt auf keiner rechtlichen Grundlage. Kannst ja mal berichten, was daraus wird.

Edith: Sorry, habe nicht richtig gelesen. Kannst trotzdem mal berichten

Verfasser

Ob die Gutscheinbedingungen eine Teilzahlung erfordern ist meiner Meinung nach irrelevant, da der Vertrag ja durch die Lieferung angenommen wurde.



Mein Angebot war, den Betrag X unter Einbeziehung des Gutscheins Y mit Zahlungsart "Rechnung" (ohne Teilzahlung) zu bezahlen (wurde so im Bestellprozess ausgewählt). Quelle hat das Angebot mit der Lieferung angenommen. Meiner Meinung nach hätte die Bestellung nicht ausgeführt werden dürfen, wenn der Gutschein nicht angenommen werde hätte können zu diesen Bedingungen.

Ob die Gutscheinbedingungen eine Teilzahlung erfordern ist meiner Meinung nach irrelevant, da der Vertrag ja durch die Lieferung angenommen wurde.



Mit einem Scheck würdest du ja auch nur den "zu zahlenden Betrag" bezahlen. Aber durch den Gutschein hat sich auf der Rechnung der zu zahlende Betrag verringert. Als würde dir im Geschäft jemand sagen: Das mache ich dir heute 5€ billiger. Und kommt zwei Wochen später wieder an und sagt: "die 5€ hätte ich doch gern wieder". Das ist so ja nicht korrekt.
Und es ist davon auszugehen, dass es Otto möglich war die Gültigkeit des Gutscheins zu prüfen. Ansonsten hätten sie ihn unter Vorbehalt oder so auf die Rechnung schreiben müssen.

OutOfStep

Mein Angebot war, den Betrag X unter Einbeziehung des Gutscheins Y mit Zahlungsart "Rechnung" (ohne Teilzahlung) zu bezahlen (wurde so im Bestellprozess ausgewählt). Quelle hat das Angebot mit der Lieferung angenommen. Meiner Meinung nach hätte die Bestellung nicht ausgeführt werden dürfen, wenn der Gutschein nicht angenommen werde hätte können zu diesen Bedingungen.



Kommt eben auf die Sichtweise an und wer in der Prüfpflicht ist. Wie gesagt, finde es nicht so eindeutig. Wenn du der Meinung bist, warte auf ein Mahnverfahren, widerspreche und schau ob Quelle klagt. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist ohnehin gering.

Meine Otto Konten habe ich nach jeder Bestellung schön löschen lassen.

Verfasser

Das Ende der Geschichte: Quelle zieht die Rückverrechnung zurück und hofft, mich weiter als treuen Kunden servicieren zu dürfen. Dem vorangegangen sind noch ein paar Mails mit der finalen Bitte meinerseits, mir doch bitte direkt eine gerichtlichen Mahnbescheid zu schicken, dem ich widersprechen werde. Das hat dann geholfen.

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