Abgelaufen

Rentenversicherung & Abschlussarbeit

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eingestellt am 26. Jun
Vielleicht hat ja irgendjemand schon die gleiche Erfahrung gemacht, deshalb geht diese Frage nicht an die Hobby-Juristen unter uns

Ich habe vor gefühlter Ewigkeit eine Abschlussarbeit in einem Unternehmen geschrieben und dabei eine monatliche Vergütung von x € erhalten, d.h. brutto war gleich netto, Fixgehalt halt.

In meinem Versicherungsverlauf der Rentenversicherung fehlen die Monate nun, in der ich die Abschlussarbeit geschrieben habe. Es wurde in der Zeit also nichts in die Rentenkasse eingezahlt.

Ist es nicht so, dass der Arbeitgeber seinen Anteil trotzdem an die Rentenversicherung bezahlen muss, auch wenn mit dem Arbeitnehmer die ausgehandelte Summe x € vereinbart wurde? Eine Befreiung von der Versicherungspflicht o.ä. wurde beim Arbeitgeber nicht beantragt.
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14 Kommentare
Das hängt davon ab, wie die Beschäftigung einzuordnen ist. Vermutlich eine selbstständige Tätigkeit oder kurzfristige Beschäftigung (vor 2013 nicht rentenversicherungspflichtig).

Eine brutto=netto-Vereinbarung ist nicht zulässig. Wenn Steuern und Sozialabgaben im Arbeitnehmeranteil anfallen, müssen sie auch vom Arbeitnehmer getragen werden.
cobadadavor 13 m

Das hängt davon ab, wie die Beschäftigung einzuordnen ist. Vermutlich eine …Das hängt davon ab, wie die Beschäftigung einzuordnen ist. Vermutlich eine selbstständige Tätigkeit oder kurzfristige Beschäftigung (vor 2013 nicht rentenversicherungspflichtig). Eine brutto=netto-Vereinbarung ist nicht zulässig. Wenn Steuern und Sozialabgaben im Arbeitnehmeranteil anfallen, müssen sie auch vom Arbeitnehmer getragen werden.


Das war 2014.

Mit brutto=netto meine ich: Im Arbeitsvertrag stand x €. Auf meinem Konto habe ich genau diesen Betrag x überwiesen bekommen (x > 450 €, falls das eine Rolle spielt). Es wurde mir also nichts abgezogen, auch keine Sozialabgaben.
War es denn wirklich ein Arbeitsverhältnis oder wurde das eher als Prämie fürs Anfertigen der Arbeit abgewickelt? Habe es selbst schon miterlebt, dass für externe Abschlussarbeiten nur Prämien gezahlt werden, aber die Studis im Unternehmen in dieser Zeit gar nicht richtig angestellt sind.
Ich würde auf gar keinen Fall die Personalabteilung deines damaligen Arbeitgebers fragen, die könnten das nämlich wissen!
cobadadavor 51 m

Das hängt davon ab, wie die Beschäftigung einzuordnen ist. Vermutlich eine …Das hängt davon ab, wie die Beschäftigung einzuordnen ist. Vermutlich eine selbstständige Tätigkeit oder kurzfristige Beschäftigung (vor 2013 nicht rentenversicherungspflichtig). Eine brutto=netto-Vereinbarung ist nicht zulässig. Wenn Steuern und Sozialabgaben im Arbeitnehmeranteil anfallen, müssen sie auch vom Arbeitnehmer getragen werden.


Minijob (bis 70 Arbeitstage und das wird normalerweise bei Studenten gemacht) ist auch inzwischen rentenversicherungspflichtig? Bezweifle ich, da fallen nur U1,U2,(U3) an, sollte sich da nichts erst neulich geändert haben. Und ich tippe solch ein Vertrag hatte der TE.
Wenn du kurzfristig beschäftigt warst, dann ist Brutto=Netto und es gibt weder einen Arbeitnehmer noch -geber Anteil
Finde den Fehler: keine Abgaben zahlen, Rentenansprüche stellen
bexedvor 1 h, 16 m

Ich würde auf gar keinen Fall die Personalabteilung deines damaligen …Ich würde auf gar keinen Fall die Personalabteilung deines damaligen Arbeitgebers fragen, die könnten das nämlich wissen!


Du weißt gar nicht, wie inkompetent Personalabteilungen sein können das war meine 1. Anlaufstelle ("Können wir dir nicht sagen, da müssen wir uns informieren. Wir melden uns dann, sobald wir mehr wissen.")

Da kam natürlich nix.
niklas42vor 43 m

Wenn du kurzfristig beschäftigt warst, dann ist Brutto=Netto und es gibt …Wenn du kurzfristig beschäftigt warst, dann ist Brutto=Netto und es gibt weder einen Arbeitnehmer noch -geber Anteil


Das wird es wohl sein. Dachte vielleicht, dass es immer einen Arbeitgeberanteil gibt, unabhängig der Anstellung.
Werkvertrag abgeschlossen
Bearbeitet von: "Tarzan61" 26. Jun
mila87vor 3 h, 0 m

Minijob (bis 70 Arbeitstage und das wird normalerweise bei Studenten …Minijob (bis 70 Arbeitstage und das wird normalerweise bei Studenten gemacht) ist auch inzwischen rentenversicherungspflichtig? Bezweifle ich, da fallen nur U1,U2,(U3) an, sollte sich da nichts erst neulich geändert haben. Und ich tippe solch ein Vertrag hatte der TE.


Ja sind sie, außer man lässt sich befreien.
cobadadavor 23 m

Ja sind sie, außer man lässt sich befreien.


Ich habe inzwischen nochmal nachgeschaut und nein sind sie nicht, nur die geringfügig entlohnten Beschäftigung ist es, nicht die kurzfristige.
Also wenn ich 2mal etwas behaupte würde ich vorher eigentlich nochmal nachdenken ob ich mir 100% sicher bin
Bearbeitet von: "mila87" 26. Jun
Erinnert mich an den Fall, wo der AG meiner Frau nach 5 Jahren wegen einem popeligen Studentenjob angerufen hat, weil der irgendetwas nachzahlen musste und das von ihr eingefordert hatte.
Auszug aus dem gemeinsamen Rundschreibens der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung vom 23.11.2016 zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von beschäftigten Studenten und Praktikanten:

"Die Diplomarbeit ist die schriftliche Abschlussarbeit in einem Diplomstudiengang. Personen, die eine Diplomarbeit schreiben, werden als Diplomanden bezeichnet. Da Unternehmen oftmals Interesse an den inhaltlichen Ergebnissen von Diplomarbeiten haben, werden den Studenten zur Anfertigung ihrer Arbeit die betrieblichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Gegenstand einer Diplomandenvereinbarung ist regelmäßig, dass die Diplomarbeit zur weiteren Verwendung dem Unternehmen überlassen wird; unter Umständen werden auch Vergütungen bzw. Honorare gezahlt.

Personen, die sich allein zur Erstellung der für den Studienabschluss erforderlichen Diplomarbeit in einen Betrieb begeben und in dieser Zeit im Rahmen der Diplomarbeit keine für den Betrieb verwertbare Arbeitsleistung erbringen, gehören nicht zu den abhängig Beschäftigten. Gleiches gilt für Personen, die anstelle eines Diplomstudiengangs einen Bachelor- oder Masterstudiengang absolvieren und sich im Rahmen der Erstellung ihrer Abschlussarbeit in einen Betrieb begeben."

Klingt eher nach deinem Fall. Eine kurzfristige Beschäftigung war in 2014 auf 2Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt.

LG
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