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    Rücksendekosten von 2 Artikeln bei Wert unter 40€ je Produkt

    Folgendes:

    Ich Händler


    Kunde kauft 2 identische xbox Spiele bei mir, sendet zurück da falsche Version bestellt (Wii benötigt).

    Gleiche Ware = gleicher Preis = je unter 40€


    Ich versende als Paket hin, Kunde als Paket zurück.
    Soweit so gut.


    Aber hat hier jemand einen Plan wie das ganze mit den Rücksendekosten aussieht? Gibt ja einige die hier gerne widerrufen

    Im Netz finde ich nicht wirklich was, da immer nur von einem Teil ausgegangen wird.
    Einzigste etwas hilfreiche Seite mit Zitat:

    - Es kommt immer auf den Wert der konkret zurückgesendeten Ware an, auch wenn der Wert der gesamten Bestellung deutlich über 40 Euro lag. -

    it-recht-kanzlei.de/40-…tml



    Heißt also ich muss keine Rücksendekosten tragen?!


    z.b. Ich kaufe eine Schraube für 10cent, da Shop nur Bohrer im Angebot hat, kaufe ich 40 Bohrer für 1€ und schicke alle zurück außer die Schraube - dann müsste der Händler doch auch nicht die Rücksendekosten erstatten.


    Oder wo liegt hier mein Denkfehler?

    26 Kommentare

    Limango Beispiel macht es deutlich:

    "Sie haben die regelmäßigen Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Ware der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückgesendeten Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn Sie bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht haben."

    Knackpunkt hier: "wenn der Preis der zurückgesendeten Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt"

    Es geht also hier nur um die zurückgesendete Ware, nicht um den Bestellwert. Der kann gerne für 180€ bestellen, aber wenn die zurückgesendete Ware nur 10€ Wert hat, dann folgere ich daraus, dass er die Rücksendekosten selber tragen muss.

    Normalerweile kenne ich das zwar so nicht, aber so geht das mir hervor.

    Oh man, und solche Leute haben einen Shop. Bitte poste die URL, damit ich einen grossen Bogen um Deinen Shop machen kann.

    Wenn die zurückgesendete Ware einen Wert von min. 40 € hat, dann musst Du die Rücksendekosten zahlen. Wenn der Kunde dabei nichts behält, dann musst Du auch die Hinsendekosten bezahlen. Ist doch eigentlich ganz einfach und ganz logisch.

    In Deinem Beispiel muss der Kunde die Hinsendekosten bezahlen und der Verkäufer die Rücksendekosten.

    hacky

    In Deinem Beispiel muss der Kunde die Hinsendekosten bezahlen und der Verkäufer die Rücksendekosten.



    Häh?

    zurückgesendete Ware unter 40€ Wert. Rücksendekosten muss doch Käufer tragen.

    beneschuetz

    zurückgesendete Ware unter 40€ Wert. Rücksendekosten muss doch Käufer tragen.


    Hast fast Recht: zurückgesendete Ware hat nicht über(!) 40€ Wert. Rücksendekosten muss doch Käufer tragen.

    Hatte mich verrechnet. Sorry.

    Genauer: du musst nur die Rücksendekosten für Artikel tragen, deren Wert 40€ übersteigt. In deinem geschilderten Fall muss also der Käufer zahlen.

    Du kannst dir das ganze auch bei Amazon angucken - die handhaben das auch so. Wenn du dort einen Artikel unter 40€ und einen über 40€ in einer Sendung zurück schickst, berechnen sie dafür anteilig Versandkosten.

    Verfasser

    hacky

    Oh man, und solche Leute haben einen Shop. Bitte poste die URL, damit ich einen grossen Bogen um Deinen Shop machen kann.



    Sorry, bin nur auf Amazon vertreten

    Aber mal wieder Danke an Bene & Petersburg

    Petersburg

    Du kannst dir das ganze auch bei Amazon angucken - die handhaben das auch so. Wenn du dort einen Artikel unter 40€ und einen über 40€ in einer Sendung zurück schickst, berechnen sie dafür anteilig Versandkosten.


    Quatsch. Die Rücksendekosten werden komplett erstattet.

    hacky

    In Deinem Beispiel muss der Kunde die Hinsendekosten bezahlen und der Verkäufer die Rücksendekosten.



    Die Hinsendekosten muss auf jedenfall der Verkäufer tragen. Gab ein Urteil vom BGH deswegen.

    Petersburg

    Du kannst dir das ganze auch bei Amazon angucken - die handhaben das auch so. Wenn du dort einen Artikel unter 40€ und einen über 40€ in einer Sendung zurück schickst, berechnen sie dafür anteilig Versandkosten.


    das war mal...

    Petersburg

    Du kannst dir das ganze auch bei Amazon angucken - die handhaben das auch so. Wenn du dort einen Artikel unter 40€ und einen über 40€ in einer Sendung zurück schickst, berechnen sie dafür anteilig Versandkosten.


    das war mal..

    Wenn der Verbraucher den Kaufpreis noch nicht gezahlt hat, sondern bspw. die Ware auf Rechnung gekauft hat, muss er immer die Kosten der Rücksendung tragen, egal wie hoch der zurückgesendeten Sache ist.



    Interessant!

    "wenn Sie bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht haben."

    ist dafür der entscheidende passus...ergo kann ich auch bezahlen und dann widerrufen.

    und wenn der wert der zurückgesendeten teile über 40€ liegt, dann muss glaube auch der verkäufer die rücksendekosten tragen. auch wenn es 3 teile a 15€ sind.
    hinsendekosten bei komplettrücksendung sowieso der verkäufer

    Petersburg

    Du kannst dir das ganze auch bei Amazon angucken - die handhaben das auch so. Wenn du dort einen Artikel unter 40€ und einen über 40€ in einer Sendung zurück schickst, berechnen sie dafür anteilig Versandkosten.



    Nichts Quatsch!

    nuac15

    und wenn der wert der zurückgesendeten teile über 40€ liegt, dann muss glaube auch der verkäufer die rücksendekosten tragen. auch wenn es 3 teile a 15€ sind.



    Schicke ich z.B. bei Amazon 3 Teile a 15 Euro zurück, berechnen sie einem trotzdem die Rücksendekosten...

    Also ich würde auch davon ausgehen, das der Wert der Rücksendung zählt, nicht der Einzelwert, wenns mehrere Teile sind.

    nuac15

    und wenn der wert der zurückgesendeten teile über 40€ liegt, dann muss glaube auch der verkäufer die rücksendekosten tragen. auch wenn es 3 teile a 15€ sind.



    Wenn du aber, wie in dem vorherigen Beispiel, einen Artikel für über 40€ und zusätzlich noch Artikel unter 40€ zurück sendet, berechnet dir Amazon keine Versandkosten. Das macht kein Händler, der mit bisher untergekommen ist.

    Petersburg

    Genauer: du musst nur die Rücksendekosten für Artikel tragen, deren Wert 40€ übersteigt. In deinem geschilderten Fall muss also der Käufer zahlen.Du kannst dir das ganze auch bei Amazon angucken - die handhaben das auch so. Wenn du dort einen Artikel unter 40€ und einen über 40€ in einer Sendung zurück schickst, berechnen sie dafür anteilig Versandkosten.


    Beweise?
    Ich würde dem was erzählen, der sowas mit mir macht. Das Paket kostet nun mal nen festen Preis, egal was drin liegt. Und für den Artikel über 40€ muß der Verkäufer zahlen, und zwar den gesamten Preis.

    amazon.de/gp/…1-1

    hier könnt ihr es einfach nachlesen...

    Roxy01

    Beweise?



    Neben dem bereits genannten Link mag als "Beweis" gelten, dass mir das mit Amazon schon so passiert ist. Habe zwei Artikel in einer Sendung zurückgeschickt. Einer über 40€ (ein Handy) und einer unter 40€ (die passende Handytasche). Für die Handytasche wurden mir 1,75€ Versandkosten berechnet.
    Auf freundliche Nachfrage wurden mir diese 1,75€ übrigens wieder gutgeschrieben - aber grundsätzlich lässt sich Amazon niederpreisige Rücksendungen durchaus bezahlen. So ab Mitte nächsten Jahres - wenn eine entsprechende EU-Richtlinie umgesetzt wird, dürfen die Kunden die Rücksendekosten übrigens grundsätzlich tragen. Ich bin gespannt ob Amazon die Rücksendung dann (wenn sie nicht mehr dazu verpflichtet sind) weiterhin kostenlos anbieten wird - vorstellen kann ich es mir nicht.

    Abgesehen davon, dass der Händler bei so was der gekniffene ist, ist es hier natürlich doppelt ärgerlich, weil der Kunde hier "Mist" gemacht hat und der Händler nun mal eben ca. 10 Euro an Porto für nothing vergeudet hat. Aber da Geld ja bekanntlich auf Bäumen wächst, meint unser Gesetzgeber (vielmehr der BGH):
    Warenwert!!! muss über 40 Euro liegen. Ich finde diese Formulierung sehr eindeutig und in meinen Augen erübrigt sich jede Debatte.

    Konkret: Du bist hier der gekniffene. Und nebenbei, wenn du per Amazon verkaufst würde ich mich nicht wirklich quer stellen. Denk an deine Bewertung. Ist dir das 5 Euro wert?

    Ja, ich würde mich auch ärgern.
    Und bevor ich hier nun schelte bekomme: Ich habe in meinem Leben 3 mal einen Widerruf durchgeführt und finde diese Regelung für Verbraucher nützlich. Natürlich sollte man sich vorher klar sein was man da bestellt und ob man es braucht (oder sich leisten kann :p).


    Mal ne ganz andere Frage, auf die komischerweise noch niemand eingegangen ist. Hast du AGBs? Falls nein, musst du in jedem Fall für die Versandkosten (Hin- und Rücksendung) aufkommen. Falls du welche hast, was steht denn da drin?

    Yoda2003

    Mal ne ganz andere Frage, auf die komischerweise noch niemand eingegangen ist. Hast du AGBs? Falls nein, musst du in jedem Fall für die Versandkosten (Hin- und Rücksendung) aufkommen. Falls du welche hast, was steht denn da drin?



    Deine Aussage ist nicht richtig. Im § 357 BGB ist die Rechtslage eindeutig geregelt. Also kann der Unternehmer nicht schlechter gestellt werden, als das Gesetz vorschreibt, außer er hat es in seinen AGB´s geregelt. Da er aber denke ich keine AGB's verwendet, gilt § 357 BGB.

    Yoda2003

    Mal ne ganz andere Frage, auf die komischerweise noch niemand eingegangen ist. Hast du AGBs? Falls nein, musst du in jedem Fall für die Versandkosten (Hin- und Rücksendung) aufkommen. Falls du welche hast, was steht denn da drin?



    357 BGB besagt doch, dass der Verkäufer die Versandkosten zu tragen hat, wenn nicht vereinbart wurde, dass der Käufer dies tun muss.

    Yoda hat schon recht.

    karlikarlkarl

    357 BGB besagt doch, dass der Verkäufer die Versandkosten zu tragen hat, wenn nicht vereinbart wurde, dass der Käufer dies tun muss. Yoda hat schon recht.



    Stimmt du hast Recht. Hab mir grad den § 357 BGB nochmal durchgelesen. Da steht drin, dass es vertraglich dem Käufer auferlegt werden kann. Dazu reicht laut Palandt eine Klausel in den AGB.

    Alles piapalpupp hier.

    Ich sag euch mal in einfachen Worten wie es ist.

    Die 40 euro Klausel muß natürlich in der Widerrufsbelehrung sowie in den AGB korrekt angegeben seien.

    Ist dies gegeben, so trägt der Verkäufer ab einem Warenwert (der zurückgesendeten Ware) von 40 euro sowie alles drüber die Rücksende kosten.

    Der Wert wird von der zurücksendeten Ware berechnet. Die Hinsende Versandkosten zählen nicht dazu.

    Dieses bescheuerte Gesetz wird zum Glück 2014 der EU angeglichen und dann fällt diese meiner Meinung nach sehr ungerechte Klausel für den Verkäufer weg. Daß heiß die Verkäufer können immer (egal welcher Betrag) die Rücksendkosten vom Kunden Verlangen.

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